Füchse-Keeper trainiert mit Frankfurt, um dann Weißwasser zu helfen
Es ist eine nicht ganz alltägliche Konstellation: Der neue Füchse- Ersatztorhüter Christian Wendler wird die Saisonvorbereitung statt in Weißwasser beim Eishockey-Erstligisten Frankfurt Lions bestreiten. Profitieren sollen alle Beteiligten.
Heute reist der 18-Jährige nach Frankfurt. Ab dem Wochenende fährt er dann mit den Lions in ein zehntägiges Trainingslager nach Südtirol (Italien). Dort wird Wendler gemeinsam mit der Nummer eins der Lions, Ian Gordon, sowie Boris Ackers üben. «Für mich ist das eine große Chance. Ich kann dort auf hohem Niveau trainieren und möchte Erfahrung sammeln» , betont Wendler vor seiner ersten Saison bei den Profis. Der in Düsseldorf geborene Keeper wechselte vom Nachwuchsteam der Krefeld Pinguine nach Weißwasser.
Genau wie sein Frankfurter Tor hüter-Kollege Boris Ackers wurde Wendler von den Lions mit einer so genannten Förderlizenz ausgestattet. Das heißt, beide können entsprechend der Regularien in der kommenden Saison sowohl in Weißwasser als auch in Frankfurt eingesetzt werden. Geplant ist, dass Ackers mindestens 20 Partien für die Füchse bestreitet. Die Frankfurter Nummer zwei hinter Ian Gordon soll auf diese Weise in der 2. Liga Spielpraxis sammeln. Wendler wiederum wird ihn in dieser Zeit bei den Lions als Ersatzmann vertreten. Ansonsten ist der Youngster in Weißwasser als Nummer zwei hinter Nolan McDonald vorgesehen. Gleichwohl hofft Wendler natürlich auch auf den einen oder anderen Einsatz im Füchse-Trikot. «Ich nehme in dieser Saison einen neuen Anlauf, nachdem ich zuletzt großes Verletzungspech hatte» , betont er. Bei den Krefeld Pinguins in der Deutschen Nachwuchs-Liga warfen ihn zwei Bänderrisse zurück, so dass Wendler nur auf elf Saisonspiele kam und auch die U 18-Weltmeisterschaft verpasste.
Eine solche Kooperation wie mit Frankfurt würden die Füchse gern auch mit anderen Erstliga-Vereinen praktizieren. Manager Ralf Hantschke hat bei vielen Clubs angefragt, sich jedoch viele Absagen eingehandelt. Denn nach Jahren der Stagnation muss der Eishockey-Standort Weißwasser sein Image erst wieder aufpolieren. «Viele Vereine finden unser Konzept, wieder mehr auf deutsche Spieler zu setzen, zwar sehr gut. Aber sie wollen natürlich auch Erfolge sehen. Und die können wir derzeit noch nicht bieten» , sagt Hantschke.
Dazu kommt, dass Weißwasser am Rande der Republik logistische Nachteile wettmachen muss. Die weiten Anreisewege behindern die Flexibilität bei der kurzfristigen Ausleihe von Spielern während der Saison. Hantschke sieht es dennoch sportlich: «Wir müssen nach und nach das Vertrauen aufbauen, damit solche Kooperationen wachsen können.» Insofern ist das Experiment mit Wendler, Ackers und den Frankfurt Lions zumindest ein Anfang. (Frank Noack)
Es ist eine nicht ganz alltägliche Konstellation: Der neue Füchse- Ersatztorhüter Christian Wendler wird die Saisonvorbereitung statt in Weißwasser beim Eishockey-Erstligisten Frankfurt Lions bestreiten. Profitieren sollen alle Beteiligten.
Heute reist der 18-Jährige nach Frankfurt. Ab dem Wochenende fährt er dann mit den Lions in ein zehntägiges Trainingslager nach Südtirol (Italien). Dort wird Wendler gemeinsam mit der Nummer eins der Lions, Ian Gordon, sowie Boris Ackers üben. «Für mich ist das eine große Chance. Ich kann dort auf hohem Niveau trainieren und möchte Erfahrung sammeln» , betont Wendler vor seiner ersten Saison bei den Profis. Der in Düsseldorf geborene Keeper wechselte vom Nachwuchsteam der Krefeld Pinguine nach Weißwasser.
Genau wie sein Frankfurter Tor hüter-Kollege Boris Ackers wurde Wendler von den Lions mit einer so genannten Förderlizenz ausgestattet. Das heißt, beide können entsprechend der Regularien in der kommenden Saison sowohl in Weißwasser als auch in Frankfurt eingesetzt werden. Geplant ist, dass Ackers mindestens 20 Partien für die Füchse bestreitet. Die Frankfurter Nummer zwei hinter Ian Gordon soll auf diese Weise in der 2. Liga Spielpraxis sammeln. Wendler wiederum wird ihn in dieser Zeit bei den Lions als Ersatzmann vertreten. Ansonsten ist der Youngster in Weißwasser als Nummer zwei hinter Nolan McDonald vorgesehen. Gleichwohl hofft Wendler natürlich auch auf den einen oder anderen Einsatz im Füchse-Trikot. «Ich nehme in dieser Saison einen neuen Anlauf, nachdem ich zuletzt großes Verletzungspech hatte» , betont er. Bei den Krefeld Pinguins in der Deutschen Nachwuchs-Liga warfen ihn zwei Bänderrisse zurück, so dass Wendler nur auf elf Saisonspiele kam und auch die U 18-Weltmeisterschaft verpasste.
Eine solche Kooperation wie mit Frankfurt würden die Füchse gern auch mit anderen Erstliga-Vereinen praktizieren. Manager Ralf Hantschke hat bei vielen Clubs angefragt, sich jedoch viele Absagen eingehandelt. Denn nach Jahren der Stagnation muss der Eishockey-Standort Weißwasser sein Image erst wieder aufpolieren. «Viele Vereine finden unser Konzept, wieder mehr auf deutsche Spieler zu setzen, zwar sehr gut. Aber sie wollen natürlich auch Erfolge sehen. Und die können wir derzeit noch nicht bieten» , sagt Hantschke.
Dazu kommt, dass Weißwasser am Rande der Republik logistische Nachteile wettmachen muss. Die weiten Anreisewege behindern die Flexibilität bei der kurzfristigen Ausleihe von Spielern während der Saison. Hantschke sieht es dennoch sportlich: «Wir müssen nach und nach das Vertrauen aufbauen, damit solche Kooperationen wachsen können.» Insofern ist das Experiment mit Wendler, Ackers und den Frankfurt Lions zumindest ein Anfang. (Frank Noack)
Quelle: Lausitzer Rundschau vom 08.08.2007