Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Frühstück im Fuchsbau
11.08.2007 | 10:37 Uhr von
Teambuilding beginnt bei der Mannschaft von Trainer Popiesch schon am Morgen
Während die meisten Konkurrenten ins Trainingslager reisen, bereiten sich die Lausitzer Füchse in Weißwasser auf die neue Saison in der 2. Eishockey-Bundesliga vor. Neben den Übungen auf dem Eis steht für Chefcoach Thomas Popiesch das Teambuilding zur Stärkung des Zusammenhalts im Vordergrund. Die RUNDSCHAU hat die Füchse einen Tag lang begleitet.

Als einer der ersten fährt Torhüter Nolan McDonald mit seinem Auto vor. «Morning» , lautet seine kurze Begrüßung. Wenig später schlurft Neuzugang Robert Brezina in Latschen vorbei. Kurz vor halb acht ist nicht die Zeit für große Worte. Pünktlich um 7.30 Uhr sitzen die Profis an mehreren Tischen zusammen. Aus dem Fernseher an der Wand dudeln Nachrichten, die aber nicht wirklich Gehör finden. Trainer Thomas Popiesch ist das gemeinsame Frühstück wichtig. «Die Jungs sollen nicht nur beim Training miteinander reden. Das fördert den Zusammenhalt und die Integration der Neuen.»

Pfannkuchen als Charaktertest
Bei der Zusammenstellung des morgendlichen Büfetts hat der Coach die Vorgaben gemacht, aber auch die Spieler durften ihre Wünsche äußern. Es gibt Müsli, Schwarzbrot, natürlich viel Obst und Gemüse – aber auch Pfannkuchen. Wie das mit der gesunden Ernährung zusammenpasst? Eigentlich gar nicht, räumt Popiesch ein. «Sie sind eine Art Charaktertest. Mal sehen, wer zugreift und wer vorbeigeht» , schmunzelt der Füchse-Trainer und fügt dann ganz ernsthaft hinzu: «Natürlich sollte ein Leistungssportler auf seine Ernährung achten. Aber wir haben eine sehr lange Saison. Da kannst du nicht jeden Tag wie ein Mönch leben.» (Kleine) Sünden sind also (hin und wieder) erlaubt.
Zum Verdauen bleibt nicht viel Zeit. Ab 8.30 Uhr rollt der Ball neben der Eishalle. Bei der Erwärmung für den anstrengenden Tag zeigt sich, dass die Eishockey-Spieler mit ihrer Entscheidung, nicht Fußballer zu werden, goldrichtig lagen . . .
Nach dem Anschwitzen bittet Popiesch zum Athletik-Training. 45 Minuten lang absolvieren die Profis verschiedene Kraftübungen an den einzelnen Stationen, wo Medizinbälle, Hantelscheiben und Hürden auf sie warten. «Bombe, so gewinnst du höchstens die Kreisspartakiade» , wird Christian Rösler, Spitzname «Bombe» , von Popiesch angefeuert. Eine Übung dauert 30 Sekunden, bevor der Pfiff aus der Trillerpfeife des Trainers zum Stationswechsel mahnt. «Wer Probleme mit den Oberschenkeln hat – kaltes Wasser drüber laufen lassen, das hilft. Um zehn Uhr sehen wir uns auf dem Eis» , gibt Ex-Profi Popiesch seinen schwitzenden Spielern nach dem Ende der Übungseinheit mit auf den Weg in die Kabine.
Dort haben vor allem die Torhüter Nolan McDonald und Christian Wendler viel zu tun. Ruünd 30 Kilogramm wiegt die Ausrüstung, die sie mit geübten Handgriffen überstreifen. Nach dem Training können es durch den Schweiß bis zu 45 Kilogramm sein. McDonald: «Dann ist die Ausrüstung brutal schwer.»

Training im Nebel
90 Minuten wird auf dem Eis geübt. Wegen der sommerlichen Außentemperaturen wabert Nebel über die Spielfläche. Zu den wichtigsten Utensilien gehört neben den Trinkflaschen eine Rolle Küchenpapier, mit dem sich die Spieler an der Bande immer wieder den Schweiß von den Helm-Visieren wischen.
Um 12 Uhr gibt es Mittag. Das Essen wird aus der Krankenhaus- Küche angeliefert. Ein Pflichttermin für alle Spieler. Erst danach dürfen sie für einige Stunden nach Hause. «Der Nachmittag ist Familienzeit» , erzählt Neuzugang Alan Reader, der mit Ehefrau Nicol und den Töchtern Pia und Alicia nach Weißwasser gekommen ist. Bis 16.45 Uhr muss er zurück sein. Eine Stunde später beginnt die nächste Übungseinheit. (Frank Noack)

Quelle: Lausitzer Rundschau vom 11.08.2007
1150 mal gelesen
 
1 | Mozart | 11.08.2007 @ 10:39
Das klingt alles schon mal richtig gut... "Popeye" schleift das Team und geht neue Wege. *Daumen hoch*
2 | Odin | 11.08.2007 @ 22:24
Naja, so sehr nach schleifen klingt das aber auch wieder nicht. Bissel Zucht und Ordnung muß schon sein.
3 | max DD | 13.08.2007 @ 12:22
15 kilo schweißverlust im training? hut ab!
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