Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Den Eisbären das Fell abgezogen
19.08.2007 | 01:02 Uhr von

3:0 (1:0,2:0,0:0)

Einen überraschenden 3:0 Erfolg konnten die Lausitzer Füchse gegen ihren Erzrivalen aus Berlin feiern. Zwar standen keinerlei Kontingentspieler in den Reihen der Hauptstädter, aber auch Namen wie Ziffzer, Felski, Gawlik und Mueller bürgen trotzdem für DEL-Qualität.
Rund 2000 Zuschauer, darunter circa 300 Gästefans, rieben sich im 1.Drittel verwundert die Augen, so couragiert traten die Gastgeber auf. Belohnt wurde dies durch das 1:0 in der 5.Minute, als Crampton nur noch die Kelle hinhalten musste, nachdem Szabo zwei Eisbären hinterm Tor narrte und den Kanadier am kurzen Pfosten bediente. Danach übernahmen die Eisbären die Regie im Spiel, aber auch die Konter der Füchse strahlten jederzeit Gefährlichkeit aus.
Im Mittelabschnitt schnürten die Berliner die Hausherren im eigenen Drittel ein, scheiterten aber regelmäßig am überragenden Nolan McDonald oder dem eigenen Unvermögen. In der 32.Minute gab es dann eine Szene, die einem das Blut in den Adern gefrieren ließ. Crampton setzte einen seiner gefürchteten Checks und der Eisbären-Spieler Bielke blieb regungslos auf dem Eis liegen. Schiri Neubert entschied sofort auf Strafe wegen Bandenchecks und musste nach der offensichtlichen Verletzung des Gegenspielers eine Spieldauerdisziplinarstrafe gegen den Füchse-Stürmer aussprechen. Während des Spiels entschuldigte sich Neubert beim Füchse-Trainer Popiesch für diese Entscheidung, da der Check eigentlich regelgerecht war und er zu schnell auf Strafe entschied, was durch die Verletzung zwangsläufig zu einer großen Strafe wurde. Hauptsächlich entstand die Verletzung im Schulterbereich dadurch, dass sich Bielke abduckte und dadurch unglücklich mit der Bande kollidierte. An dieser Stelle gute Besserung an den Spieler der Eisbären!
Die Strafe überstanden die Füchse schadlos, da Pohling und Szabo mit großer Cleverness ihrerseits Strafen gegen die Hauptstädter herausholten, sodass es sogar einmal mit 3-3 weiterging. Zum Ende des 2.Drittels konnten dann sogar die Füchse klare Akzente setzen, was durch zwei Torerfolge manifestiert werden konnte. Erst traf Vogl im dritten Nachschuss in der 38.Minute und dann setzte Reader 12 Sekunden vor Drittelende einen Glanzpunkt in eigener Überzahl. Schön anzusehen war, wie der Bayer mit englischen Wurzeln neben dem Tor eiskalt Ziffzer auszockte und den Puck unter der Latte versenkte. Unter dem frenetischen Jubel der Füchse-Fans ging es dann in die Pause.
Im Schlussabschnitt versuchten die Eisbären zwar noch einmal eine Resultatsverbesserung zu erreichen, aber mit Glück und Geschick konnten die Füchse einen Gegentreffer verhindern. Letztendlich ein um eins, zwei Tore zu hoch ausgefallener Sieg der Füchse, der aber in puncto Kampfeswille und Spielverständnis für die neue Saison hoffen lässt.

Fazit:
Nach 2 Wochen Eistraining war es schon überraschend, wie stark die Füchse im Offensivspiel harmonieren konnten. Das Überzahlspiel war teilweise ungewohnt druckvoll - weiter so! Besonders die 2.Reihe mit Szabo, Brezina und Crampton versteht sich jetzt schon fast „blind“. Chaput ist ne kleine Zaubermaus und ein absolut starker Bully-Spieler. McDonald schließt nahtlos an die Play-Down-Form an und die „jungen Wilden“ rackern weiter, als ob es keine Sommerpause gegeben hätte. Trotz allem darf man den heutigen Erfolg nicht überbewerten, da besonders die Abwehr manchmal mehr Glück als Verstand hatte. Vogl war zwar in den Ecken stark, kann aber Schnelligkeitsnachteile nicht verleugnen. Und „Ede“ Bartlick sollte mal die Kelle wechseln, so viele Luftlöcher wie heute waren schon fast kriminell. Besonders der letzte Fehlschuss, 4 Sekunden vor Schluss, hätte sicherlich bei „BigMac“ für viel Ärger gesorgt… Die Entdeckung des Abends war Straube als Verteidiger - Spielübersicht und Körperspiel ganz stark - bitte den Flug nach Nordamerika absagen. ;-)

Statistik:

Tore:
1:0 Crampton (Szabo, Brezina) - 04:50
2:0 Vogl (Straube, Chaput) - 37:39
3:0 Reader (Götz, Mücke) - 5-4 ÜZ - 39:48

Strafen:
Lausitzer Füchse: 16 + 5+20 Spieldauerdisziplinarstrafe (Crampton)
Eisbären Berlin: 22 + 10 Disziplinarstrafe (Draxinger)

Zuschauer: ca. 2000 (geschätzt)

Schiedsrichter: Neubert (Morgenstern, Schindler)
1869 mal gelesen
 
1 | Suppy | 19.08.2007 @ 01:54
big thx an die manschaft
2 | Eishockeyzicklein | 19.08.2007 @ 08:18
Naja nun..also mal ehrlich.. die Strafe war doch völlig gerechtfertigt und dieser Check völlig unnötig.. der Puck war auch schon gar net mehr bei den beiden Spielern.... Nichts desto trotz ein danke an die Manschaft....
3 | Kiesi71 | 19.08.2007 @ 09:19
das war ein völlig normaler check und niemals eine strafe, das spiel heißt immernoch eishockey
4 | esw77schrulle | 19.08.2007 @ 10:18
der check hat schon gesessen, aber hey?! - da standen keine frauen auf dem eis. wie 3 schon sagte: es ist immer noch eishockey und diese sportart ist nun mal körperbetont. klasse spiel, ich freu mich auf die saison. der shotout lässt hoffen, das zusammenspiel noch viel mehr! bravo! :)
5 | Axel Schweiss | 19.08.2007 @ 11:56
Schön wars.Tschau Axek.
6 | fanta | 19.08.2007 @ 12:53
naja nicht jeder gegner ist so schnell wie die bären.trotzdem finde ich das vogel schon ne überraschung ist.
7 | Dracula | 19.08.2007 @ 18:03
War ein schönes Spiel auch wenn die Berliner im letzten Drittel mehr Druck gemacht haben unsere Jungs haben sich gut verkauft natürlich mit der Kraft von Nolen läßt eigentlich auf eine schöne Saison hoffen.
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