Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
P.F.I.F.F.
29.08.2007 | 11:27 Uhr von
Popeyes Füchse Im FanFokus
Liebe Freunde des traditionsreichen Weißwasseraner Eishockeys! Erich Kühnhackl ist diesmal unbeschadet aus dem Fuchsbau davongekommen. Ich habe nach der Pressekonferenz zum Pokalspiel gegen Straubing seinen Anzug – Erich war diesmal ohne Mantel da – auf Beschmutzungen überprüft. Keine Spur von Bier, Cola oder sonstigen Getränken, die man ihm hätte zuteil werden lassen. Was aber auch nicht verwunderte. Denn der Ober- Tiger verwehrte seinem Kopf den Schutz des Spielerbankdaches so gut wie nie. Die Beule an der Hosentasche war sicher die geballte Faust, mit der er sich selbst feierte: „Jaaaa- die fernen Ossis geschlagen...“ Wegen des Erfolgserlebnisses war Herr Kühnhackl auch gar nicht sauer, als ich ihn nach dem Verbleib seines Paletots befragte: „Den habe ich für einen guten Zweck versteigert.“, schmunzelte der „Lange“. Wenn also der Biergießer vom 26. Februar 2006 damit ein schlussendlich gutes Werk getan hatte, so ist es doch nicht der richtige Weg, Weißwasseraner Eishockey und seine Fans zu repräsentieren.

Das hat dafür die Mannschaft am Dienstag richtig doll getan- mit einem begeisternden Spiel, leider ohne Lohn. Bloß gut, dass auch tragische Helden angemessen gefeiert werden. Wenn sich bekanntlich Pech und Glück im Laufe einer Saison ausgleichen, dann haben wir ein großes Stück des Peches bereits abgearbeitet. Stark fand ich auch unseren Coach, der das 5:6 nicht an dem zuweilen etwas einseitig kleinlich pfeifenden Referee festmachte, sondern auf die eigenen Unzulänglichkeiten hinwies. So auf Robert Brezinas Sitzeinlage vor dem 0:2, als er auf den Strafenpfiff von Herrn Jablukov (Ich glaube der war mal uns aller Vadims Spielerberater!) wartete und so lange auf dem Eis saß, dass ich befürchte, er könnte nun wegen Hämorridenbeschwerden in Leipzig fehlen... Dafür war sein Mordsschlagschuss zum 1:2 die blanke Sahne. Überhaupt waren unsere Treffer sauber herausgespielt und konsequent abgeschlossen. Und mit dem Bales stand im Tigertor ja kein wirklicher „Fliegenfänger“. Wenn uns die Gäubodenfesttrinker überhaupt irgendwo überlegen waren, dann in puncto Reaktionszeit (z.B. vor dem 2:3 und 2:4) und Passhärte. Egal wie: Noch ist Vorbereitungszeit und damit Gelegenheit zu weiteren Verbesserungen.

Letztere würde ich mir auch vom Stadionsprecher wünschen. Kriegen wir es denn im Fuchsbau endlich mal hin, gemeinsam die Toransage vernünftig durchzuziehen? Gegen Straubing war das trotz guter Stimmung wieder eher Marke „konservativ“. Warum kann man nicht z.B. die Durchsage mit den Worten einleiten: Mein sehr geehrten Damen und Herren- das war ein ---- und hier fällt das Auditorium mit einem donnerschlagartigen „TOOOOR“ ein, so laut, dass der Gästekeeper gleich noch mal hinter sich guckt, ob das Teil denn tatsächlich schon wieder in der Kiste liegt ---- für die Füchse. Torschütze... und so weiter. Eventuell könnten die Fanclubs ja mal originelle Ansagen kreieren und mit dem Stadionsprecher abstimmen. Übrigens: Das „Bang, bang- drin ist das schwarze Ding...“, passt nach einem Treffer gar nicht so schlecht. Allerdings sagt mir der Text nach dem „schwarzen Ding“ nicht so zu. Vielleicht lasse ich mir mal den Wortlaut der Hymne geben und erarbeite Alternativvorschläge.

Apropos Vorschläge! Ein Thema der Woche war ja die Disziplin. In den Partien gegen Leipzig und Hannover haben unsere Lieblinge gleich noch ne Paralleleinheit Nahkampf trainiert. In der Vorbereitung ist das ja noch nicht ganz so schlimm. Aber wenn du im Punktspielalltag enge Matches (z.B. wie gegen Straubing) wegen blöder Strafen verlierst, ist das frustrierend. Deshalb könnte doch ein füchseinterner Strafenkatalog aufgestellt werden, mit dem Undiszipliniertheiten eine Ahndung erfahren. Als Anregung für die Verantwortlichen habe ich mir für mögliche Missstände gleich paar Strafen ausgedacht- beispielsweise:

* Prügelei begonnen, aber verloren und noch Spieldauerdisziplinarstrafe bekommen: Eine Woche Sondertraining mit Sean Gagnon - Anreise individuell.
* Training verpennt oder –passt: Eine Schicht im Tagebau Reichwalde ohne Hilfsmittel mit AHN *.
* Ausländer weigert sich Deutsch zu lernen: Pflichtsprachkurs mit Anton Weißgerber.
* Kronkorken in der Kabine liegengelassen: Eine Eisreinigung von Hand.
* Wer begehrt seines Mitspielers Frau: Einen Saunaabend im „CDH“ **.
* Wer lustlos sein EHC- Trikot spazieren fährt: Zwangstransfer zu den Eislöwen (Man weiß ja nun, was mit Ex- Füchsen zu erreichen ist...)

Ralf Hantschke: Bitte übernehmen Sie!!! ;-))

Gar nicht lustig ist der Weggang von Chris Chaput. Das tut wirklich weh. Wann hatten wir zuletzt einen besseren Bullyspieler? Wer ist seit Per Wallin so die Eisfläche rauf und runter gerannt , wie Chris? Sicherlich ist der Wunsch, bei der Familie sein zu wollen, verständlich. Aber das Beispiel Chris Chaput zeigt auch, welche Seite eines Arbeitsvertrages wirklich Macht hat- und welche nicht. Wie schwer ist es, einen lustlosen Spieler zu feuern!? Wie leicht hat es der Spieler, aus seinem Vertrag zu kommen!? Denn: Keine Familie, keine Lust, schlechte Stimmung, kein Erfolg... Ich hoffe nur, dass in allem was zu regeln war oder ist, irgendwo eine Klausel steht, die in dieser Saison einen Vertrag bei einem anderen deutschen Club ausschließt. Nicht, dass in Essen plötzlich zwei Akteure mit der Nummer 16 spielen...

Bleibt sauber und: Alles was Recht ist!

Euer Sebastian Matthieu


* Adolf- Hennecke- Norm
** Club der Homosexuellen
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1 | hokka | 29.08.2007 @ 12:01
Köstlich ;-)
2 | Odin | 29.08.2007 @ 13:34
Nühühaha, nach der Saison hab ich dann wohl n Sixpack unterm Bierbauch. Des Strafenkatalogs 1. Punkt gefällt mir sehr. Der 2. könnte auch bei etweigen Mutivations-Deffizit Wirkung zeigen. 3. Bei Wodtka-Anton Deutsch lernen?! Zu 5. Sowas gibts *G*??? Und 6. Nix mit Deportation nach "Drüben" .......Standgericht!
3 | Thorben | 29.08.2007 @ 22:11
Top Lektüre nach einem langen Tag! ;-)
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