Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
1:0 für die Familie
30.08.2007 | 10:03 Uhr von DavidH.
Gut zwei Wochen vor dem Start in die neue Saison der 2. Eishockey-Bundesliga müssen die Lausitzer Füchse aus Weißwasser eine überraschende Lücke in ihrem Kader schließen: Mit Chris Chaput verlässt nach nur einem Monat der erfolgreichste Torjäger der Vorbereitung aus persönlichen Gründen den Fuchsbau. Während sich der 23-jährige US-Boy mit gemischten Gefühlen verabschiedet, suchen die Füchse-Verantwortlichen bereits nach einem Nachfolger.

Ein glücklicher Eishockey-Spieler sieht anders aus. Und in der Tat hatte Chris Chaput am Dienstagabend gleich doppelten Grund zur Traurigkeit: Erstens, weil die Füchse trotz des großen Kampfes in der 1. Runde des DEB-Pokals gegen den Erstligisten Straubing Tigers knapp mit 5:6 unterlagen und eigentlich doch «den Sieg verdient gehabt hätten» , wie Straubings Trainer Erich Kühnhackl befand. Und zweitens, weil es das unwiderruflich letzte Heimspiel für ihn in Weißwasser war. Denn schon vor der Partie gegen Straubing hatte der Stürmer seinen Vertrag aufgelöst. Am nächsten Dienstag fliegt er zurück in die USA.
Ausschlaggebend für den überraschenden Abschied sind private Gründe. Seine Freundin, die eigentlich mit nach Deutschland kommen wollte, hat in der Heimat einen gut dotierten Job erhalten und bleibt deshalb in den USA. «Für mich steht die Familie an erster Stelle. Deshalb habe ich mich zu diesem schweren Schritt entschlossen» , sagte Chaput mit nachdenklichem Gesicht der RUNDSCHAU. Der Abschied falle ihm nicht leicht. «Ich verlasse eine tolle Mannschaft. Auch die Fans hier in Weißwasser haben mir sehr imponiert.»
Schon vor zwei Wochen offenbarte er seine Abwanderungsgedanken den Füchse-Verantwortlichen. Seitdem haben diese vergeblich versucht, Chaput umzustimmen. Dass der Center zwischenzeitlich zum Kapitän der Mannschaft befördert wurde, darf als Teil dieses Maßnahmenkatalogs interpretiert werden. Auch die eine oder andere materielle Vergünstigung, zum Beispiel zusätzliche Heimflüge, reichte letztlich nicht aus. «Bis zu einem gewissen Grad können wir den Spielern entgegenkommen. Aber der Verein darf sich auch nicht erpressbar machen» , betonte Manager Ralf Hantschke. Trotz des schmerzlichen Verlustes hat er sogar gewisses Verständnis für den Heimkehrwunsch von Chaput. «Wir alle sind keine Maschinen. Und es spricht für Chris, dass er versprochen hat, bis zuletzt alles für die Mannschaft zu geben.»
Am Wochenende beim Turnier in Leipzig wird der mit sieben Treffern erfolgreichste Schütze der bisherigen Vorbereitung zum letzten Mal für die Füchse auflaufen. «Sein Abgang ist ein herber Verlust. Chris hinterlässt eine große Lücke» , sagte Trainer Thomas Popiesch über den Sturmführer der ersten Angriffsreihe, der zudem ein sehr guter Bullyspieler ist.
Geschlossen werden soll die Lücke schon in den nächsten Tagen. Und zwar «1:1» , wie Popiesch betonte. Das heißt, der neue Mann wird ebenfalls als Center in der ersten Reihe spielen und muss damit ein ähnliches Potenzial wie Chaput aufweisen. Denn nur so ist gewährleistet, dass Popiesch zwei Wochen vor dem ersten Zweitligaspiel gegen die Moskitos Essen nicht sämtliche Reihen umbauen muss.

Quelle: Lausitzer Rundschau vom 30.08.2007
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