Starke Löwen glänzend aufgelegt
Blue Lions holen eigenen Cup / ETC Crimmitschau enttäuscht
Das eigene Turnier gewonnen, die Oberligatauglichkeit nachgewiesen – Leipzigs Eishockeyclub Blue Lions konnte am Wochenende mehr als zufrieden sein. Denn die Löwen setzten sich beim nach ihnen benannten 1. Blue-Lions-Cup durch. Sie bezwangen am Freitag die Alt-Meister des sowjetischen Eishockeys mit 8:5, setzten sich am Samstag nach starker Leistung mit 1:0 n.P. gegen den Bundesligisten ETC Crimmitschau durch und sicherten sich den Sieg schließlich am gestrigen Nachmittag per 3:2 n.P. über die Lausitzer Füchse. Insgesamt besuchten mehr als 5000 Zuschauer das dreitägige Turnier, bei dem die Stargäste, die „Legenden des sowjetischen Eishockeys“, den letzten Platz belegten. „Das war heute auf dem letzten Loch gespielt“, kommentierte Löwen-Kapitän Jens Müller die Energie-Leistung gegen die Weißwasseraner und den damit verbundenen Cup-Gewinn. „Aber bei den Füchsen war das auch nicht anders.“ Trainer Zdenek Travnicek freute sich indes auch im dritten Spiel am dritten Tag über eine sehr konzentrierte Abwehrleistung. „So habe ich mir das vorgestellt“, lobte der Tscheche, der ein durchweg positives Turnierfazit zog. „Wir haben das hohe Tempo aufgenommen und uns auf diesem Niveau behauptet.“ Euphorie wollte er deswegen dennoch nicht aufkommen lassen. „Wir haben zwei gute Spiele gezeigt. Vor uns liegen allerdings noch weit über 50 Partien.“ Auch sein Kapitän sah keinen Grund zu vorzeitiger Zufriedenheit: „Wir sind noch nicht gerüstet, müssen an der allgemeinen Taktik und insbesondere am Überzahlspiel weiter arbeiten.“
Noch Arbeit vor sich hat ebenfalls Thomas Popiesch, Trainer der Lausitzer Füchse. Zwar hatte sein Team beim 4:1-Sieg gegen den Ligakonkurrenten Crimmitschau zeitweise wenig Mühe mit dem Gegner. Gegen die äußerst aggressiv eingestellten Löwen fehlte es dann aber vor allem in Sachen Chancenverwertung. „Wir konnten unsere spielerischen Vorteile nicht in Tore ummünzen“, kritisierte er und gab zu: „Wir hätten hier schon gern gewonnen.“
Davon meilenweit entfernt waren die Eispiraten, die lediglich bei ihrem Aufeinandertreffen gegen die russischen Gäste mehr als ein Tor erzielten. Gegen Weißwasser verschlief die Truppe von Gunnar Leidborg das erste Drittel komplett. Gegen Leipzig zeigten sie sich gänzlich ideenlos und offenbarten vor allem im Überzahlspiel eklatante Schwächen. Selbst mit zwei Akteuren mehr auf dem Eis fiel dem ETC nichts ein. (Antje Henselin-Rudolph)
Internationale Zukunftsklänge
Turnier soll fortgesetzt werden / Hallen-Erwerb im Gespräch
„Zunächst sollte die zweite Mannschaft von ZSKA-Mannschaft kommen, verstärkt mit Legenden. Dann aber war es nur noch das Legenden-Team, das sich hier präsentierte“, begründete Ralf-Dieter Montag-Girmes die Teilnahme der russischen Eis-Könner von einst. Das Team (Durchschnittsalter 56 Jahre) sei für ihn aber keine Mogelpackung, „auch wenn wir uns das etwas anders vorgestellt hatten.“ Damit meint er als Chef des Blue-Lions-Hauptsponsors Energie Holding Sachsen ein Cup-Turnier mit internationalem Farbtupfer. „In Leipzigs Partnerstädten wie Kiew oder Brünn gibt es genügend gute Teams, da wäre sicher einiges machbar“, kann sich Montag-Girmes eine Fortsetzung im nächsten Jahr vorstellen.
Die russischen Legenden sind heute bereits zu einem Turnier nach Australien unterwegs, eine Partie mit den NHL-Veteranen in New York steht gleichfalls noch bevor. „Es hat uns in Leipzig Spaß gemacht. Wir waren allerdings von der Spielstärke der Gegner ziemlich überrascht“, bekannte Weltmeister Juri Schatalow bei der Abschlussfeier.
Derweil gehen die Planungen bei den Blue Lions weiter. „Wir haben mit den Verhandlungen begonnen“, erklärte Montag-Girmes zum möglichen Erwerb der Messehalle 6, Heimstätte der Blue Lions. „Es wäre die logische Folge, da bereits viel Geld in diese Anlage hier auf der Alten Messe geflossen ist“, begründete er. Dann seien noch weitere Investitionen (Parkplätze, Zufahrten) nötig, um die Anlage zum Eishockey-Tempel wachsen zu lassen. Es werden Konzepte geprüft, die auch die Halle 5 mit einbeziehen können. „Angedacht ist einiges“, will sich der Blue-Lions-Hauptsponsor noch nicht zu sehr in die Karten blicken lassen. Fest steht: Er bleibt dem Leipziger Eishockey weiter erhalten. (Eberhard Schmiedel)
Quelle: Leipziger Volkszeitung vom 03.09.2007
Lausitzer Füchse verpassen Turniersieg in Leipzig
Die Lausitzer Füchse haben den angestrebten Sieg beim Eishockey-Turnier in Leipzig verpasst. Im entscheidenden Match unterlag der Zweitligist gestern den in der Oberliga spielenden Blue Lions Leipzig mit 2:3 nach Penaltyschießen.
Zuvor hatten sich die Füchse gegen Liga-Konkurrent Eispiraten Crimmitschau mit 4:1 durchgesetzt und auch die Oldie-Auswahl von ZSKA Moskau mit 8:6 bezwungen. «Obwohl es nicht ganz zum Turniersieg gereicht hat, bin ich mit den Leistungen nicht unzufrieden» , erklärte Trainer Thomas Popiesch.
Bei den Füchsen kam Robert Brezina nur im ersten Spiel gegen Crimmitschau zum Einsatz. Anschließend reiste er wegen einer Grippe vorzeitig ab. Alan Reader zog sich eine Knie-Verletzung zu. Eine genaue Diagnose soll es am heutigen Montag geben.
Ärger gab es in Leipzig wegen der Partien von ZSKA-Moskau. Weil der sowjetische Rekordmeister mit einer Oldie-Auswahl anreiste, wurde ohne Körperkontakt und auch ohne Schlagschüsse gespielt. Der sportliche Wert dieser Duelle war also gleich null. Füchse-Trainer Popiesch: «Ich sage zu diesem Spiel lieber nix, sonst rege ich mich gleich wieder auf.» (Frank Noack)
Einen klaren Sieg konnten die Füchse zum Auftakt des „Blue Lions Cups“ feiern. Im ersten Drittel konnten die Pleißestädter nur staunend zuschauen, wie Mücke, Vogl und Gosdeck das Ergebnis auf 3:0 hochschraubten. Das Tor des Füchse-Goalies Nolan McDonald war im ersten Spielabschnitt eigentlich nie ernsthaft in Gefahr. Im Mitteldrittel kam Crimmitschau immer besser ins Spiel, bedingt auch durch Nachlässigkeiten der Füchse. Folgerichtig dann auch der Anschlusstreffer – in Überzahl der Füchse. Füchse-Trainer Popiesch bezeichnete dieses Drittel als schwächste Phase seines Teams. Im letzten Drittel fingen sich die Füchse aber wieder und Brezina gelang mit seinem Treffer zum 4:1 (44.) die endgültige Entscheidung.
Beim Jux und Dollerei-Spiel gegen die sowjetischen Legenden wurde ein letztendlich erwarteter Sieg eingefahren. Zum Spielverlauf nur soviel: Ab dem zweiten Drittel wurde mit durchlaufender Uhr gespielt… Dies sollte alles über den „sportlichen“ Wert des Spiels sagen. Trainer Thomas Popiesch war erbost: „Als wir damals für das Turnier unterschrieben haben, war davon keine Rede. So haben wir statt drei Belastungstests nur zwei. Dieses Spiel war ohne sportlichen Wert.“
Lausitzer Füchse 2 (2, 0, 0)
Leipzig Blue Lions 3 n. P. (1, 0, 1)
Leipzig begann dieses echte Finale (Die Blue Lions hatten ihre beiden ersten Spiele ebenfalls gewonnen.) aggressiv, gingen ganz schnell in Führung und hatten wenig später mit einem Penalty die Chance zum 2:0. Dann aber kamen die Füchse besser ins Spiel und drehten durch Pohling und Masak binnen einer Minute das Spiel (12.).
Die restliche Spielzeit war gekennzeichnet durch Überlegenheit der Füchse, viele Torchancen – aber keinen weiteren Treffer. Die Gastgeber verteidigten mit Mann und Maus, nutzten eine Unachtsamkeit durch Hermle (29.) zum Ausgleich und retteten sich vor allem in der Schlussphase ins Penaltyschießen. Dort blieben die Eislöwen Sieger, weil keiner der fünf Weißwasseraner Schützen traf, aber Eichelkraut für die Leipziger. Chris Chaput, der scheidende Mittelstürmer der ersten Reihe, wurde nach dem Spiel von den Weißwasseraner Fans mit einem Transparent zurück nach Amerika verabschiedet und Thomas Popiesch hat jetzt ein Problem: „Wir suchen für diese wichtige Position nach einem Ersatz. “ (Frank Thümmler / Sascha Hache)
Quelle: Sächsische Zeitung Lokalteil WSW vom 03.09.2007
Blue Lions gewinnen eigenen Cup
Füchse, auch die aus der Lausitz, sind als verdammt schlau bekannt. Gegen die Könige der Tiere aber müssen sie den Schwanz einziehen.
Die Leipziger Eishockey-Löwen gewinnen das eigene Turnier um den Blue-Lions-Cup durch ein 3:2 (1:2, 1:0, 0:0) nach Penaltyschießen gegen Zweitligist Weißwasser. Dritter wurde Crimmitschau (6:4 gegen die Puck-Legenden von ZSKA Moskau).
"Wir haben verdient gewonnen. Die komplette Mannschaft hat über 60 Minuten diszipliniert gespielt", lobte Lions-Trainer Zdenek Travnicek seine Jungs, die schon Samstag gegen Cimmmitschau 1:0 (Penalty: Potac) gewonnen hatten.
Trotzdem hatte das Finale vor 1.400 Fans zwei Helden: Leipzigs Junioren-Nationaltorwart Sebastian Staudt hielt alle 5 Penaltys der Lausitzer. Und Stürmer Florian Eichelkraut war im Penalty-Duell gegen Weißwasser-Goalie McDonald eiskalt, traf als einziger Löwe. Verdienter Lohn: Eichelkraut und Co. haben bie Mittwoch trainingsfrei.
Quelle: Bild Leipzig vom 03.09.2007
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Blue Lions holen eigenen Cup / ETC Crimmitschau enttäuscht
Das eigene Turnier gewonnen, die Oberligatauglichkeit nachgewiesen – Leipzigs Eishockeyclub Blue Lions konnte am Wochenende mehr als zufrieden sein. Denn die Löwen setzten sich beim nach ihnen benannten 1. Blue-Lions-Cup durch. Sie bezwangen am Freitag die Alt-Meister des sowjetischen Eishockeys mit 8:5, setzten sich am Samstag nach starker Leistung mit 1:0 n.P. gegen den Bundesligisten ETC Crimmitschau durch und sicherten sich den Sieg schließlich am gestrigen Nachmittag per 3:2 n.P. über die Lausitzer Füchse. Insgesamt besuchten mehr als 5000 Zuschauer das dreitägige Turnier, bei dem die Stargäste, die „Legenden des sowjetischen Eishockeys“, den letzten Platz belegten.
„Das war heute auf dem letzten Loch gespielt“, kommentierte Löwen-Kapitän Jens Müller die Energie-Leistung gegen die Weißwasseraner und den damit verbundenen Cup-Gewinn. „Aber bei den Füchsen war das auch nicht anders.“ Trainer Zdenek Travnicek freute sich indes auch im dritten Spiel am dritten Tag über eine sehr konzentrierte Abwehrleistung. „So habe ich mir das vorgestellt“, lobte der Tscheche, der ein durchweg positives Turnierfazit zog. „Wir haben das hohe Tempo aufgenommen und uns auf diesem Niveau behauptet.“ Euphorie wollte er deswegen dennoch nicht aufkommen lassen. „Wir haben zwei gute Spiele gezeigt. Vor uns liegen allerdings noch weit über 50 Partien.“ Auch sein Kapitän sah keinen Grund zu vorzeitiger Zufriedenheit: „Wir sind noch nicht gerüstet, müssen an der allgemeinen Taktik und insbesondere am Überzahlspiel weiter arbeiten.“
Noch Arbeit vor sich hat ebenfalls Thomas Popiesch, Trainer der Lausitzer Füchse. Zwar hatte sein Team beim 4:1-Sieg gegen den Ligakonkurrenten Crimmitschau zeitweise wenig Mühe mit dem Gegner. Gegen die äußerst aggressiv eingestellten Löwen fehlte es dann aber vor allem in Sachen Chancenverwertung. „Wir konnten unsere spielerischen Vorteile nicht in Tore ummünzen“, kritisierte er und gab zu: „Wir hätten hier schon gern gewonnen.“
Davon meilenweit entfernt waren die Eispiraten, die lediglich bei ihrem Aufeinandertreffen gegen die russischen Gäste mehr als ein Tor erzielten. Gegen Weißwasser verschlief die Truppe von Gunnar Leidborg das erste Drittel komplett. Gegen Leipzig zeigten sie sich gänzlich ideenlos und offenbarten vor allem im Überzahlspiel eklatante Schwächen. Selbst mit zwei Akteuren mehr auf dem Eis fiel dem ETC nichts ein. (Antje Henselin-Rudolph)
Internationale Zukunftsklänge
Turnier soll fortgesetzt werden / Hallen-Erwerb im Gespräch
„Zunächst sollte die zweite Mannschaft von ZSKA-Mannschaft kommen, verstärkt mit Legenden. Dann aber war es nur noch das Legenden-Team, das sich hier präsentierte“, begründete Ralf-Dieter Montag-Girmes die Teilnahme der russischen Eis-Könner von einst. Das Team (Durchschnittsalter 56 Jahre) sei für ihn aber keine Mogelpackung, „auch wenn wir uns das etwas anders vorgestellt hatten.“ Damit meint er als Chef des Blue-Lions-Hauptsponsors Energie Holding Sachsen ein Cup-Turnier mit internationalem Farbtupfer. „In Leipzigs Partnerstädten wie Kiew oder Brünn gibt es genügend gute Teams, da wäre sicher einiges machbar“, kann sich Montag-Girmes eine Fortsetzung im nächsten Jahr vorstellen.
Die russischen Legenden sind heute bereits zu einem Turnier nach Australien unterwegs, eine Partie mit den NHL-Veteranen in New York steht gleichfalls noch bevor. „Es hat uns in Leipzig Spaß gemacht. Wir waren allerdings von der Spielstärke der Gegner ziemlich überrascht“, bekannte Weltmeister Juri Schatalow bei der Abschlussfeier.
Derweil gehen die Planungen bei den Blue Lions weiter. „Wir haben mit den Verhandlungen begonnen“, erklärte Montag-Girmes zum möglichen Erwerb der Messehalle 6, Heimstätte der Blue Lions. „Es wäre die logische Folge, da bereits viel Geld in diese Anlage hier auf der Alten Messe geflossen ist“, begründete er. Dann seien noch weitere Investitionen (Parkplätze, Zufahrten) nötig, um die Anlage zum Eishockey-Tempel wachsen zu lassen. Es werden Konzepte geprüft, die auch die Halle 5 mit einbeziehen können. „Angedacht ist einiges“, will sich der Blue-Lions-Hauptsponsor noch nicht zu sehr in die Karten blicken lassen. Fest steht: Er bleibt dem Leipziger Eishockey weiter erhalten. (Eberhard Schmiedel)
Quelle: Leipziger Volkszeitung vom 03.09.2007
Die Lausitzer Füchse haben den angestrebten Sieg beim Eishockey-Turnier in Leipzig verpasst. Im entscheidenden Match unterlag der Zweitligist gestern den in der Oberliga spielenden Blue Lions Leipzig mit 2:3 nach Penaltyschießen.
Zuvor hatten sich die Füchse gegen Liga-Konkurrent Eispiraten Crimmitschau mit 4:1 durchgesetzt und auch die Oldie-Auswahl von ZSKA Moskau mit 8:6 bezwungen. «Obwohl es nicht ganz zum Turniersieg gereicht hat, bin ich mit den Leistungen nicht unzufrieden» , erklärte Trainer Thomas Popiesch.
Bei den Füchsen kam Robert Brezina nur im ersten Spiel gegen Crimmitschau zum Einsatz. Anschließend reiste er wegen einer Grippe vorzeitig ab. Alan Reader zog sich eine Knie-Verletzung zu. Eine genaue Diagnose soll es am heutigen Montag geben.
Ärger gab es in Leipzig wegen der Partien von ZSKA-Moskau. Weil der sowjetische Rekordmeister mit einer Oldie-Auswahl anreiste, wurde ohne Körperkontakt und auch ohne Schlagschüsse gespielt. Der sportliche Wert dieser Duelle war also gleich null. Füchse-Trainer Popiesch: «Ich sage zu diesem Spiel lieber nix, sonst rege ich mich gleich wieder auf.» (Frank Noack)
Quelle: Lausitzer Rundschau vom 03.09.07
Lausitzer Füchse 4 (3, 0, 1)
ETC Crimmitschau 1 (0, 1, 0)
Einen klaren Sieg konnten die Füchse zum Auftakt des „Blue Lions Cups“ feiern. Im ersten Drittel konnten die Pleißestädter nur staunend zuschauen, wie Mücke, Vogl und Gosdeck das Ergebnis auf 3:0 hochschraubten. Das Tor des Füchse-Goalies Nolan McDonald war im ersten Spielabschnitt eigentlich nie ernsthaft in Gefahr. Im Mitteldrittel kam Crimmitschau immer besser ins Spiel, bedingt auch durch Nachlässigkeiten der Füchse. Folgerichtig dann auch der Anschlusstreffer – in Überzahl der Füchse. Füchse-Trainer Popiesch bezeichnete dieses Drittel als schwächste Phase seines Teams. Im letzten Drittel fingen sich die Füchse aber wieder und Brezina gelang mit seinem Treffer zum 4:1 (44.) die endgültige Entscheidung.
Lausitzer Füchse 8 (3, 2, 3)
ZSKA Moskau-Oldies 6 (2, 2, 2)
Beim Jux und Dollerei-Spiel gegen die sowjetischen Legenden wurde ein letztendlich erwarteter Sieg eingefahren. Zum Spielverlauf nur soviel: Ab dem zweiten Drittel wurde mit durchlaufender Uhr gespielt… Dies sollte alles über den „sportlichen“ Wert des Spiels sagen. Trainer Thomas Popiesch war erbost: „Als wir damals für das Turnier unterschrieben haben, war davon keine Rede. So haben wir statt drei Belastungstests nur zwei. Dieses Spiel war ohne sportlichen Wert.“
Tore: 1:0 Drgon (2.) , 2:0 Götz (4.), 2:1 V.Golikov (4.), 3:1 Chaput (9.), 3:2 V.Golikov (16.), 4:2 Masak(25.), 4:3 V.Golikov (29.), 5:3 Szabo (30.), 5:4 Iljin (31.), 6:4 Hoffmann (51.), 6:5 V.Golikov (56.), 7:5 Drgon (56.), 8:5 Noack (58.), 8:6 Kozevnikov (59.).
Lausitzer Füchse 2 (2, 0, 0)
Leipzig Blue Lions 3 n. P. (1, 0, 1)
Leipzig begann dieses echte Finale (Die Blue Lions hatten ihre beiden ersten Spiele ebenfalls gewonnen.) aggressiv, gingen ganz schnell in Führung und hatten wenig später mit einem Penalty die Chance zum 2:0. Dann aber kamen die Füchse besser ins Spiel und drehten durch Pohling und Masak binnen einer Minute das Spiel (12.).
Die restliche Spielzeit war gekennzeichnet durch Überlegenheit der Füchse, viele Torchancen – aber keinen weiteren Treffer. Die Gastgeber verteidigten mit Mann und Maus, nutzten eine Unachtsamkeit durch Hermle (29.) zum Ausgleich und retteten sich vor allem in der Schlussphase ins Penaltyschießen. Dort blieben die Eislöwen Sieger, weil keiner der fünf Weißwasseraner Schützen traf, aber Eichelkraut für die Leipziger. Chris Chaput, der scheidende Mittelstürmer der ersten Reihe, wurde nach dem Spiel von den Weißwasseraner Fans mit einem Transparent zurück nach Amerika verabschiedet und Thomas Popiesch hat jetzt ein Problem: „Wir suchen für diese wichtige Position nach einem Ersatz. “ (Frank Thümmler / Sascha Hache)
Quelle: Sächsische Zeitung Lokalteil WSW vom 03.09.2007
Füchse, auch die aus der Lausitz, sind als verdammt schlau bekannt. Gegen die Könige der Tiere aber müssen sie den Schwanz einziehen.
Die Leipziger Eishockey-Löwen gewinnen das eigene Turnier um den Blue-Lions-Cup durch ein 3:2 (1:2, 1:0, 0:0) nach Penaltyschießen gegen Zweitligist Weißwasser. Dritter wurde Crimmitschau (6:4 gegen die Puck-Legenden von ZSKA Moskau).
"Wir haben verdient gewonnen. Die komplette Mannschaft hat über 60 Minuten diszipliniert gespielt", lobte Lions-Trainer Zdenek Travnicek seine Jungs, die schon Samstag gegen Cimmmitschau 1:0 (Penalty: Potac) gewonnen hatten.
Trotzdem hatte das Finale vor 1.400 Fans zwei Helden: Leipzigs Junioren-Nationaltorwart Sebastian Staudt hielt alle 5 Penaltys der Lausitzer. Und Stürmer Florian Eichelkraut war im Penalty-Duell gegen Weißwasser-Goalie McDonald eiskalt, traf als einziger Löwe. Verdienter Lohn: Eichelkraut und Co. haben bie Mittwoch trainingsfrei.
Quelle: Bild Leipzig vom 03.09.2007