Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Fans sollen mehr jubeln können
13.09.2007 | 00:02 Uhr von
Alles soll besser werden, wir wollen uns steigern, mehr Punkte holen, einen besseren Platz als in der vergangenen Saison, sagt Füchse-Trainer Thomas Popiesch. Angesichts der Bilanz im März, nach Ende der Hauptrunde der 2. Bundesliga, ist das eine Selbstverständlichkeit. Die Füchse waren damals Letzter, hatten von den 52 Spielen gerade einmal sieben gewonnen (plus fünf im Penaltyschießen), fuhren magere 32 Punkte ein und hatten sage und schreibe 46 Punkte Rückstand auf einen Nicht-Playdown-Platz. Zum Glück folgte in den Playdowns gegen Dresden eine nicht für möglich gehaltene Leistungssteigerung, Die Eislöwen aus der Landeshauptstadt wurden nach 4:2 Siegen in die Oberliga geschickt, der eigene Klassenerhalt überschwänglich gefeiert.

„Das wollen wir unseren Zuschauern nicht mehr antun, dass die Spiele ab dem Januar wegen des riesigen Rückstandes auf einen Nicht-Playdown-Platz eigentlich nur der Vorbereitung auf diese Abstiegsserie dienen“, sagt Popiesch und hofft, den Schwung aus der Dresdner Serie mit in die neue Saison retten zu können. Die Hälfte der Mannschaft ist allerdings neu – weiß zumindest aus eigenem Erleben nichts von diesem Schwung. Der Trainer sagt dazu: „Wir haben uns ganz gezielt verstärkt, haben versucht, Spieler zu holen, die uns helfen können, unsere Schwächen auszumerzen.“ Von der Papierform her sei der Kader qualitativ besser besetzt als in der vergangenen Saison und vor allem viel breiter. Es gebe mehr Leistungsträger, auch mehr Torschützen.

Abgang des Mittelstürmers

Allerdings tut der schnelle Abgang des Kanadiers Chris Chaput, der in der Vorbereitung als Mittelstürmer der ersten Reihe einen glänzenden Eindruck hinterlassen und aus privaten Gründen um Vertragsauflösung gebeten hatte, weh. Ein Nachfolger für die sehr wichtige Position wurde einige Tage vergeblich gesucht, bevor gestern die Verpflichtung des finnischen Nachwuchsspielers Tuukka Pulliainen bekannt gegeben wurde, der allerdings nur einen Vier-Wochen-Probevertrag erhält. „Wir halten uns so alle Möglichkeiten offen, können abwarten, was nach den Camps in Übersee passiert, ob dann vielleicht wieder Spieler zu für uns machbaren Preisen auf dem Markt sind, die unserem Anforderungsprofil entsprechen“, sagt Manager Ralf Hantschke.

Der junge Finne könne mit seiner exzellenten technischen und schlittschuhläuferischen Ausbildung in der ersten finnischen Liga auf jeden Fall weiterhelfen – egal, ob kurz- oder langfristig. „Finanziell aber wäre auch die Verpflichtung eines Mittelstürmers noch drin, oder das unser Etat überzogen würde“, ergänzt Hantschke. Dass er das sagen kann, wäre in den vergangenen Jahren keine Selbstverständlichkeit gewesen. Aber auch an dieser Front scheinen sich die Füchse positiv zu entwickeln: Der Etat beträgt 1,05 Millionen Euro. Die Sponsoreneinnahmen bewegen sich imi geplanten Rahmen, es wird mit einem Zuschauerschnitt von 1200 kalkuliert. Der wurde schon in der schwachen vergangenen Saison erreicht, der Vorverkauf der Dauer- und Zehnerkarten spricht dafür, dass vielleicht etwas mehr Zuschauer in den Fuchsbau kommen werden – erst recht, sollten die Ergebnisse stimmen.

Vorsicht mit den Finanzen

„Gerade zu Hause wollen wir attraktives Eishockey spielen, die Zuschauer begeistern, so wie es in den Playdowns gegen Dresden der Fall war“, sagt Hantschke. Trotzdem, finanziell bleibe man vorsichtig, werde den Fehler aus alten Zeiten nicht wiederholen, schon Geld auszugeben, das entweder noch gar nicht da oder für spätere Ausgaben geplant ist.

Die Ergebnisse der Vorbereitung und die gezeigten Leistungen lassen Thomas Popiesch optimistisch in die Saison starten. „Wir haben gegen so starke Mannschaften wie Straubing oder die Eisbären Berlin gezeigt, dass wir spielerische Defizite mit kämpferischem Einsatz und Disziplin ausgleichen können.“ Auf der anderen Seite wurde gegen unterklassige Gegner deutlich, dass ohne diese Tugenden Niederlagen auch gegen schwächere Mannschaften vorprogrammiert sind. Der Trainer fordert deshalb von seiner Mannschaft, „dass wir unser eigenes Potenzial Spiel für Spiel ausschöpfen, denn dann ist gegen jede Mannschaft etwas drin.“ Auch morgen gegen die Moskitos aus Essen, in deren Reihen mit Matt Hubbauer und Martin Sekera ja gute alte Bekannte stehen. Ein erster Jubelgesang der Fans wäre so schön. (Frank Thümmler)

Quelle: Sächsische Zeitung Regionalsport vom 13.09.2007
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