Kassel - Lausitzer Füchse 6:3 – Kapitaler Fehlstart in die neue Saison verhindert
Die Kassel Huskies haben einen kapitalen Fehlstart in die 2. Eishockey-Bundesliga verhindert, doch der Titelkandidat präsentierte sich zum Saisonauftakt in wenig überzeugender Verfassung. Zwei Tage nach der 3:4-Niederlage in Crimmitschau reichte es aber dank einer Leisterungssteigerung ab dem zweiten Drittel zu einem am Ende souveränen 6:3 (0:1, 3:0, 2:2)-Sieg gegen die Lausitzer Füchse.
Zunächst sah es danach allerdings nicht aus. Im ersten Drittel schien es, als wären die Huskies vor allem bemüht, ihre Favoritenrolle möglichst schnell loszuwerden. Von wegen Kantersieg gegen ein vermeintliches Kellerkind! Die Gastgeber wirkten viel zu behäbig - nicht nur läuferisch, auch gedanklich. Selten hat der Heuboden in einem Drittel so oft "Schieß!" gebrüllt, ohne dass geschossen wurde. Die Angreifer verzettelten sich umständlich im Klein-Klein-Spiel. Und die Defensive sah gegen die schnörkellos vorgetragenen Konter der Füchse immer wieder alt aus. So war das 0:1 fast logisch. Und typisch. Die Huskies vernachlässigten ihre linke Abwehrseite völlig, Alan Reader durfte unbedrängt schießen und Torhüter Boris Rousson ließ den Puck auch noch durch die Schoner rutschen. Ein Gegentor, dass der desolaten Zustand der Gastgeber schonungslos offenlegte.
Trainer Stephane Richer musste einschreiten - und tat es. Beorderte den bis dahin zusehenden Tobias Schwab auf das Eis und baute die vier Angreifsreihen komplett um. Diese Maßnahmen hatten Erfolg. Es folgten fünf Minuten im Huskies-Wirbel, der erste mit einer Auszeit der Gäste (26.) endete. Zu diesem Zeitpunkt stand es bereits 2:1. Dylan Gyori nach feinem Zusammenspiel mit Manuel Klinge und Ryan Kraft mit einem schlitzohrigen Überzahlzahltreffer drehten die Partie in nur 47 Sekunden. Und im folgenden Angriffsrausch mit vielen Großchancen schienen die Gäste unterzugehen. Bis zum dritten Treffer aber mussten die Zuschauer bis kurz vor der Drittelpause warten - und durften dann erst mit Verzögerung jubeln. McDonald hatte den Puck nach DelMontes Schuss unter sich begraben, allerdings nachdem der aus dem Gehäuse zurückgeprallt war. Schiedsrichter Jablukov erkannte das 3:1 erst nach Rücksprache mit seinem Assistenten an.
Die Huskies hatten das Heft jetzt in der Hand. Allerdings leisteten sie sich immer wieder Nachlässigkeiten in der Abwehrarbeit. Masak (33.) und Brezina (33.) scheiterten aus kurzer Distanz am glänzend reagierenden Rousson.
Doch weil sich im Schlussdrittel auch noch Unkonzentriertheiten im Abschluss ins Huskies-Spiel schlichen - Gyori (41.), McNeil (42.) und Christ (45.) vergaben beste Chancen - wurde es noch einmal spannend. Wimmer traf nur den Pfosten, doch Crampton nutzte ein Überzahl der Gäste zum Anschlusstreffer (43.). Und selbst nach dem ersten Saisontreffer von Nationalspieler Manuel Klinge (53.) hatte das Bangen noch kein Ende, weil Straube mit dem zweiten Überzahltor postwenden zurückschlug. In der Schlussphase aber wirkten die Huskies endlich stabiler. Und die neu zusammengestellte Sturmreihe mit mit Klinge, Kraft und Gyori krönte ihre Leistung mit zwei weiteren Toren durch Kraft und Klinge, der ins leere Tor traf. Der Fehlstart war endgültig abgewendet.
Schon am Dienstag sind die Huskies wieder im Einsatz. Im Pokal geht es gegen die Eisbären Berlin. Beginn: 19.30 Uhr.
also ganz ehrlich wenn ich mir die beiden videos anschauen sieht mang ganz schöne abwehfehler!!!!!! hinten stimmts einfach noch nicht! und bei den gegentoren waren auch ein paar haltbare dabei!
2 | HeavensDJ | 17.09.2007 @ 17:18
@ aigars -> unterschreib! die haben den raum eng gemacht (wsw) und liessen dabei nur den schuss aufs kurze eck oder direkt aufn nolan zu.. und ich glaub bei 4 toren war er unten obwohl der puck erstens noch nicht den schläger des huskies verlassen hatte und damit wird alles oben frei! aber das nächste mal schmeisst sich bitte auch mal jemand dazwischen und guckt nich zu!
3 | Nino.csas | 17.09.2007 @ 19:34
was mich ein bisschen traurig stimmt, ist, dass unser guter bigmac bei 2 toren wirklich nicht ganz gut aussah. aber was soll's- niemand ist unfehlbar!
was mich absolut positiv überrascht, ist die diszipliniertheit und die nur 6 strafminuten!
ich freu mich auf sonntag!!!
4 | Arni | 17.09.2007 @ 19:36
Was mich überrascht hat, wir sind das einzigste Team der 2.Liga welches keine Punkte auf dem Konto hat!
5 | Nino.csas | 17.09.2007 @ 19:43
das kommt eventuell auch daher, dass wir an beiden ersten spieltagen gegen die wahrscheinlichen liga- könige gespielt haben. in meinen augen kann man da auch schon mal verlieren!
kopf hoch, weiter geht's und auf freitag und sonntag freuen!!!
6 | fanmutti | 17.09.2007 @ 21:54
also ich stimme @aigars zu..abwehr schwächelt gewaltig..aus meiner sicht hat diese bei mind zwei toren geschlafen beim freitagsspiel.das war einfach schade, da kann der sturm kämpfen wie er will wenn es hinten klemmt..aber die hoffnung stirbt zuletzt, wird schon werden!na und liga könige hin oder her..punkte zählen am ende..weiter nichts!
die moral stimmt, das muss man die jungs lassen.
7 | Aigars44 | 17.09.2007 @ 22:02
mit den 6 strafminuten find ich auch positiv!!!!
8 | alridge | 17.09.2007 @ 22:30
Ja, mit der Verteidigung, das ist mir beim Spiel in Kassel aufgefallen, dass bei 2 Toren der Kasseler, der Abwehrspieler zurück lief, statt zum Puck....
Aber das Spiel lässt hoffen.
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Die Kassel Huskies haben einen kapitalen Fehlstart in die 2. Eishockey-Bundesliga verhindert, doch der Titelkandidat präsentierte sich zum Saisonauftakt in wenig überzeugender Verfassung. Zwei Tage nach der 3:4-Niederlage in Crimmitschau reichte es aber dank einer Leisterungssteigerung ab dem zweiten Drittel zu einem am Ende souveränen 6:3 (0:1, 3:0, 2:2)-Sieg gegen die Lausitzer Füchse.
Zunächst sah es danach allerdings nicht aus. Im ersten Drittel schien es, als wären die Huskies vor allem bemüht, ihre Favoritenrolle möglichst schnell loszuwerden. Von wegen Kantersieg gegen ein vermeintliches Kellerkind! Die Gastgeber wirkten viel zu behäbig - nicht nur läuferisch, auch gedanklich. Selten hat der Heuboden in einem Drittel so oft "Schieß!" gebrüllt, ohne dass geschossen wurde. Die Angreifer verzettelten sich umständlich im Klein-Klein-Spiel. Und die Defensive sah gegen die schnörkellos vorgetragenen Konter der Füchse immer wieder alt aus. So war das 0:1 fast logisch. Und typisch. Die Huskies vernachlässigten ihre linke Abwehrseite völlig, Alan Reader durfte unbedrängt schießen und Torhüter Boris Rousson ließ den Puck auch noch durch die Schoner rutschen. Ein Gegentor, dass der desolaten Zustand der Gastgeber schonungslos offenlegte.
Trainer Stephane Richer musste einschreiten - und tat es. Beorderte den bis dahin zusehenden Tobias Schwab auf das Eis und baute die vier Angreifsreihen komplett um. Diese Maßnahmen hatten Erfolg. Es folgten fünf Minuten im Huskies-Wirbel, der erste mit einer Auszeit der Gäste (26.) endete. Zu diesem Zeitpunkt stand es bereits 2:1. Dylan Gyori nach feinem Zusammenspiel mit Manuel Klinge und Ryan Kraft mit einem schlitzohrigen Überzahlzahltreffer drehten die Partie in nur 47 Sekunden. Und im folgenden Angriffsrausch mit vielen Großchancen schienen die Gäste unterzugehen. Bis zum dritten Treffer aber mussten die Zuschauer bis kurz vor der Drittelpause warten - und durften dann erst mit Verzögerung jubeln. McDonald hatte den Puck nach DelMontes Schuss unter sich begraben, allerdings nachdem der aus dem Gehäuse zurückgeprallt war. Schiedsrichter Jablukov erkannte das 3:1 erst nach Rücksprache mit seinem Assistenten an.
Die Huskies hatten das Heft jetzt in der Hand. Allerdings leisteten sie sich immer wieder Nachlässigkeiten in der Abwehrarbeit. Masak (33.) und Brezina (33.) scheiterten aus kurzer Distanz am glänzend reagierenden Rousson.
Doch weil sich im Schlussdrittel auch noch Unkonzentriertheiten im Abschluss ins Huskies-Spiel schlichen - Gyori (41.), McNeil (42.) und Christ (45.) vergaben beste Chancen - wurde es noch einmal spannend. Wimmer traf nur den Pfosten, doch Crampton nutzte ein Überzahl der Gäste zum Anschlusstreffer (43.). Und selbst nach dem ersten Saisontreffer von Nationalspieler Manuel Klinge (53.) hatte das Bangen noch kein Ende, weil Straube mit dem zweiten Überzahltor postwenden zurückschlug. In der Schlussphase aber wirkten die Huskies endlich stabiler. Und die neu zusammengestellte Sturmreihe mit mit Klinge, Kraft und Gyori krönte ihre Leistung mit zwei weiteren Toren durch Kraft und Klinge, der ins leere Tor traf. Der Fehlstart war endgültig abgewendet.
Schon am Dienstag sind die Huskies wieder im Einsatz. Im Pokal geht es gegen die Eisbären Berlin. Beginn: 19.30 Uhr.
SR: Jablukov, Z: 2395, Tore: 0:1 (13:45) Reader (Vogl, Gosdeck), 1:1 (22:08) Gyori (Klinge), 2:1 (22:55) Kraft (Gyori - 5:4), 3:1 (39:38) Del Monte, 3:2 (42:08) Crampton (Drgon, Szabo - 5:4), 4:2 (52:25) Klinge, 4:3 (54:19) Straube (Gosdeck - 5:4), 5:3 (55:01) Kraft, 6:3 (58:26) Klinge (6:5). Strafminuten Kassel 14 - Lausitz 6.
Ein Video vom Spiel sehen Sie unter www.hna.de/go/video
Von Frank Ziemke
Quelle: HNA vom 17.09.2007
Video vom Spiel