Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
SCR nicht wieder zu erkennen
22.09.2007 | 12:58 Uhr von
Schwacher Auftritt bringt Heimpleite gegen Weißwasser
Nach dieser Vorstellung bleibt nur eine Frage: Wer soll in dieser Mannschaft Tore schießen? Der zweite Heimauftritt des SC Riessersee in der 2. Eishockey-Bundesliga gegen die Lausitzer Füchse glich dem ersten, was die Ausbeute der Garmisch-Partenkirchner vor des Gegners Kasten betraf. Nur konnten die Riesserseer nicht annähernd überzeugen wie eine Woche zuvor gegen Crimmitschau. Da blieb vieles Stückwerk, selten schaffte es der SCR, Weißwassers Defensiv-Bollwerk richtig unter Druck zu setzen. Die meisten Aktionen verpufften im Nichts. Die Folge war eine 1:3-Niederlage - wahrlich nicht zu Unrecht.

War das schon der Druck? Die Last, drei Punkte holen zu müssen, vielleicht der späte Beginn um 20.45 Uhr - die Gäste waren nach Problemen mit ihrem Bus erst kurz vor 20 Uhr angekommen? Oder was war sonst? Denn gegenüber den ersten Vorstellungen in der 2. Bundesliga war der SCR nicht wieder zu erkennen. Klar, Weißwasser machte die Räume eng, spielte nicht wirklich mutig nach vorne, sondern mauerte hinten, was das Zeug hielt. Nicht gerade ideale Voraussetzungen für die Riesserseer, um die Vorgabe ihres Trainers Marcus Bleicher, endlich einmal in Führung zu gehen, zu erfüllen. Im Gegenteil. Die Gastgeber luden die Lausitzer wie schon gegen Crimmitschau zum Torschuss ein: Erst legte Michael Höck für Tuukka Puulliainen auf, da klärte Mark McArthur noch. Dann bereitete Mats Lindmark vor, der in dieser Form nicht einmal als Deutscher eine Verstärkung für die Mannschaft darstellt. Und diesen Konter ließen sich die Gäste nicht entgehen. Petr Szabo hatte nach schönem Querpass kein Problem, den SCR-Torhüter zu bezwingen.

Also doch wieder ein Rückstand, wieder hinterherlaufen. Das schmeckte dem SCR gestern aber überhaupt nicht. Der hatte Riesenprobleme mit sich selbst-vor allem in Überzahl. Ungenaue Pässe, die Schüsse nicht möglich machten, viel zu umständliche Aktionen, kein Zug zum Tor. Dass nach 13 Minuten dennoch der Ausgleich fiel, war Rob Brown zu verdanken, der doch mal auf die Idee kam, einfach aufs Tor zu zielen. Sein Schlenzer flatterte durch zum 1:1. Sonst ging nicht viel. Der SCR hatte seine Chancen zwar immer wieder mal, insgesamt aber wirkten die Stürmer fast hilflos vor dem Tor. Auf der anderen Seite wurde es auch brenzlig: Joe Cullen und McArthur mussten kurz vor Drittelende mit Flugeinlagen retten, sonst wäre der Rückstand fällig gewesen.

Bleicher hatte wohl die richtigen Worte in der Pause gefunden, denn mit dem ersten Bully setzte der SCR kurzzeitig zum Sturmlauf an. Doch bei der Verwertung überboten sich die Riesserseer wieder in Harmlosigkeit. Cullen mit einem Gewaltschuss, Danny Beauregard, Uli Maurer - aus besten Gelegenheiten wurde wieder nichts. Dann die Riesenchance: 5:3-Überzahl, zweimal in Folge. Doch derart konfus wie in diesen Szenen hat man den SCR heuer noch nicht gesehen. Lindmark drosch derart am Kasten vorbei, dass die Mannschaft gleich neu aufbauen musste. Es war grausam zum Anschauen. Ein großes Lob muss man den Fans machen. Die hielten eisern zu ihrem Team - wenn sie gepfiffen hätten, es hätte ihnen keiner verübeln können.

Der stärkste Mann auf dem Eis war mit Abstand McArthur. Der Kanadier hielt den SCR mit vielen Glanzparaden im Spiel. Den Willen konnte man den Hausherren gar nicht absprechen. Nur passte da unten auf dem Eis schon überhaupt nichts zusammen. Ein verzweifelter Versuch nach dem anderen lief in Richtung Boris Ackers. Doch der blieb stets Herr der Lage.

Und all dies rächt sich am Ende eben. In der 50. Minute war es so weit: Die Füchse nutzten eines ihrer Überzahlspiele durch Alan Reader zum 2:1. Eine Aufholjagd war am Ende garnicht mehr möglich. Denn mit Undiszipliniertheiten brachten sich die Gastgeber selbst um die Chance und mussten sogar noch einmal eine 3:5-Situation in Kauf nehmen: Die nutzte Robert Brezina, um alle Unklarheiten zu beseitigen. Er machte das 3:1.

Quelle: Garmisch-Partenkirchener Tagblatt vom 22.09.2007 - gefunden auf www.scr.de
964 mal gelesen
 
1 | esw77schrulle | 22.09.2007 @ 20:31
von der eigenen presse in der luft zerfetzt.... oh man!
2 | Mozart | 23.09.2007 @ 08:28
Würde es bei uns nie geben... ;-)
3 | esw77schrulle | 23.09.2007 @ 13:18
zumindest nicht so krass (aber dafür wurden manchmal einige dinge zu sehr runtergespielt). ein mittelmaß zu finden scheint sehr schwierig zu sein für die presse *g*.
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