STEELERS-STURMLAUF IM SCHLUSSDRITTEL
67 Sekunden vor Spielende 2:1-Siegtreffer gegen starke Lausitzer Füchse erzielt
Rene Schoofs hat gestern vor 1350 Zuschauern in der Ellental-Eisarena in einer zunächst ausgeglichenen Partie den Sturmlauf der Steelers im Schlussdrittel gegen die Lausitzer Füchse mit dem 2:1-Siegtreffer vergoldet. Morgen gastiert der SC Bietigheim in Crimmitschau.
In dieser Szene tankt sich Steelers-Stürmer Rene Schoofs zwischen den Lausitzer Füchsen Drgon (links) und Brezina (rechts) durch. Kurz vor Schluss erzielte er den Siegtreffer. FOTO: AVANTI
In einer sehr intensiven, kampfbetonten und den ersten zwei Dritteln über weite Strecken ausgeglichenen Partie tat sich der SC Bietigheim-Bissingen gestern lange Zeit schwer gegen die Lausitzer Füchse. Die Gäste hatten sich ganz offensichtlich glänzend auf die Steelers vorbereitet, wie auch der derzeit verletzungsbedingt zum Zuschauen verdammte SC-Top-Stürmer Alexander Serikow nach dem ersten Drittel bemerkte. "Die haben mit absoluter Sicherheit perfekte Videoanalyse betrieben. Die kennen unsere Laufwege auf den Millimeter, wissen ganz genau, was wir spielen. Das wird ganz schwer."
Nach diesen ersten 20 Minuten hieß es 0:0, beide Teams hatten sich weitestgehend neutralisiert, Torchancen waren Mangelware. Die Füchse hatten in diesem ersten Abschnitt demonstriert, warum sie so weit oben in der Tabelle stehen. Hinten taktisch diszipliniert und körperlich robust, nach vorne immer wieder mit kleinen Nadelstichen.
In den ersten Minuten des Mitteldrittels hatten die Steelers zwar leichte Vorteile, konnten aber Chancen durch Kesa und Heilman nicht nutzen, ebenso wenig ein folgendes Überzahlspiel. Wie das Überzahlspiel an diesem Abend beim SC überhaupt etwas zu wünschen übrig ließ. Dafür schafften dann die Füchse in Überzahl die Führung. Kesa saß in der Kühlbox, als Tuukka Pilliainen auf Zuspiel von Bartlick und Crampton das 1:0 für die Lausitzer markierte - 31:57 Minuten waren gespielt.
Die folgenden Ausgleichs-Bemühungen des SC Bietigheim-Bissingen waren etwas übereifrig und die Füchse zudem weiterhin vor ihrem Bau bestens sortiert.
Was dann im Schlussdrittel auf die Lausitzer zukam, hatten sie bestenfalls erahnt. Die Steelers starteten von der ersten bis zur vorletzten Minute einen einzigen Sturmlauf, kämpften wie die Bären. Diesem Dauerdruck hielten die Gäste nicht mehr Stand, konnten sich auch nur noch selten befreien und für Entlastung sorgen. Den längst überfälligen Ausgleich erzielte Dan Heilman nach 49:35 Minuten und auf Zuspiel von Dotzler und Deniset. Zuvor hatte Heilman in dieser Partie bereits zwei Riesenchancen ausgelassen.
Welche Möglichkeiten sich in Folge auch boten, Lausitz-Keeper Nolan McDonald war, wie vor dem Ausgleich, letztlich immer im Weg. Als dann vieles für eine Verlängerung sprach, schlugen die Steelers doch noch zu. Wieder einmal wurde die Füchse-Abwehr überrannt, gings vor dem Gästetor drunter und drüber, ehe letztlich Rene Schoofs, auf Zuspiel von Florian Jung und Max Seyller, doch noch in der regulären Spielzeit, das vor allem auf Grund des Schlussdrittels, absolut verdiente 2:1 erzielte. Kurz darauf nahmen die Gäste ihren Keeper für einen sechsten Feldspieler vom Eis, kamen aber nicht mehr zu einer Chance.
Wieder einmal haben die Steelers in dieser Saison eine tolle Moral und vor allem die Fähigkeit demonstriert, über 60 Minuten gehen zu können und dabei im Schlussdrittel sogar noch zuzulegen. Morgen gastieren die Jungs von Trainer Christian Brittig beim ETC Crimmitschau. Bleibt abzuwarten, wie sie die gestrige, kraftraubende Partie aus den Knochen schütteln können. (Andreas Kleinert)
67 Sekunden vor Spielende 2:1-Siegtreffer gegen starke Lausitzer Füchse erzielt
Rene Schoofs hat gestern vor 1350 Zuschauern in der Ellental-Eisarena in einer zunächst ausgeglichenen Partie den Sturmlauf der Steelers im Schlussdrittel gegen die Lausitzer Füchse mit dem 2:1-Siegtreffer vergoldet. Morgen gastiert der SC Bietigheim in Crimmitschau.
Nach diesen ersten 20 Minuten hieß es 0:0, beide Teams hatten sich weitestgehend neutralisiert, Torchancen waren Mangelware. Die Füchse hatten in diesem ersten Abschnitt demonstriert, warum sie so weit oben in der Tabelle stehen. Hinten taktisch diszipliniert und körperlich robust, nach vorne immer wieder mit kleinen Nadelstichen.
In den ersten Minuten des Mitteldrittels hatten die Steelers zwar leichte Vorteile, konnten aber Chancen durch Kesa und Heilman nicht nutzen, ebenso wenig ein folgendes Überzahlspiel. Wie das Überzahlspiel an diesem Abend beim SC überhaupt etwas zu wünschen übrig ließ. Dafür schafften dann die Füchse in Überzahl die Führung. Kesa saß in der Kühlbox, als Tuukka Pilliainen auf Zuspiel von Bartlick und Crampton das 1:0 für die Lausitzer markierte - 31:57 Minuten waren gespielt.
Die folgenden Ausgleichs-Bemühungen des SC Bietigheim-Bissingen waren etwas übereifrig und die Füchse zudem weiterhin vor ihrem Bau bestens sortiert.
Was dann im Schlussdrittel auf die Lausitzer zukam, hatten sie bestenfalls erahnt. Die Steelers starteten von der ersten bis zur vorletzten Minute einen einzigen Sturmlauf, kämpften wie die Bären. Diesem Dauerdruck hielten die Gäste nicht mehr Stand, konnten sich auch nur noch selten befreien und für Entlastung sorgen. Den längst überfälligen Ausgleich erzielte Dan Heilman nach 49:35 Minuten und auf Zuspiel von Dotzler und Deniset. Zuvor hatte Heilman in dieser Partie bereits zwei Riesenchancen ausgelassen.
Welche Möglichkeiten sich in Folge auch boten, Lausitz-Keeper Nolan McDonald war, wie vor dem Ausgleich, letztlich immer im Weg. Als dann vieles für eine Verlängerung sprach, schlugen die Steelers doch noch zu. Wieder einmal wurde die Füchse-Abwehr überrannt, gings vor dem Gästetor drunter und drüber, ehe letztlich Rene Schoofs, auf Zuspiel von Florian Jung und Max Seyller, doch noch in der regulären Spielzeit, das vor allem auf Grund des Schlussdrittels, absolut verdiente 2:1 erzielte. Kurz darauf nahmen die Gäste ihren Keeper für einen sechsten Feldspieler vom Eis, kamen aber nicht mehr zu einer Chance.
Wieder einmal haben die Steelers in dieser Saison eine tolle Moral und vor allem die Fähigkeit demonstriert, über 60 Minuten gehen zu können und dabei im Schlussdrittel sogar noch zuzulegen. Morgen gastieren die Jungs von Trainer Christian Brittig beim ETC Crimmitschau. Bleibt abzuwarten, wie sie die gestrige, kraftraubende Partie aus den Knochen schütteln können. (Andreas Kleinert)
Quelle: Bietigheimer Zeitung vom 06.10.2007