Fuchs Martin Masak spielt wichtige Doppelrolle
In der teaminternen Scorerliste der Lausitzer Füchse aus Weißwasser belegt Martin Masak einen unauffälligen Platz im Mittelfeld. Und dennoch ist der 31-Jährige enorm wichtig im Konzept des Tabellen-sechsten der 2. Eishockey-Bundesliga. Denn Masak hält gemeinsam mit seinem Verteidiger-Kollegen Adam Drgon der Füchse-Topreihe um die Torjäger Robert Brezina und Peter Szabo den Rücken frei – er ist eben ein typischer Schattenmann.
Der Lausitzer Fuchs Martin Masak ist auf dem Eis Verteidiger. Daneben sorgt der Tscheche für gute Stimmung im Team. Foto: Peter Aswendt
Er ist einer jener Profis, die selbst zwar nicht unbedingt im Mittelpunkt stehen, aber dennoch eine wichtige Rolle für das Team spielen. Kurzum: Er ist ein Schattenmann, der sich für die Drecksarbeit auf dem Eis nicht zu schade ist. In der Verteidigungsreihe mit dem erst 23-jährigen Drgon ist Masak für den defensiven Part zuständig, während sein schussgewaltiger Nebenmann oftmals von der blauen Linie den Erfolg sucht. „Wir passen gut zusammen. Adam kommt aus der Slowakei, ich aus Tschechien – die Kommunikation klappt prima“, sagt Masak.
Beide haben mit ihrer zuverlässigen Arbeit einen großen Anteil an den Toren der Füchse-Topreihe mit Brezina, Szabo und Crampton. Eigene Treffer wie am Freitag beim 3:1-Erfolg gegen Crimmitschau sind für Schattenmann Masak eher die Ausnahme. „Um so mehr freue ich mich darüber und genieße solche Momente“, betont der Familienvater.
Dabei sah es in der Sommerpause erst einmal so aus, als wenn Masak trotz des Klassenerhaltes nach nur einer Saison im Fuchsbau wieder seine Koffer packen muss. Denn im Mai hieß es zunächst, dass er keinen neuen Vertrag erhält. Ende Juli folgte dann die überraschende Kehrtwende – der Tscheche mit deutschem Pass unterschrieb kurz vor dem Trainingsauftakt doch wieder in Weißwasser. Man habe lange überlegt, ob man einen weiteren ausländischen Spieler für die Abwehr verpflichtet oder auf einen deutschen Profi setzt, begründete Füchse- Manager Ralf Hantschke damals den Sinneswandel: „Letztlich haben wir uns für Martin entschieden, weil wir um seine Qualitäten wissen.“
Und diese Qualitäten auf und neben dem Eis hat der Verteidiger in dieser Saison bislang ganz klar unter Beweis gestellt. Denn Masak spielt bei den Füchsen eine Art Doppelrolle. Auf dem Eis ist er fürs Verteidigen zuständig, neben der Eisfläche für die gute Stimmung. „Martin ist ein sehr erfahrener Spieler, der mit seiner positiven Einstellung enorm wichtig für das Team ist und seine Mitspieler immer wieder nach vorn treibt“, sagt Trainer Thomas Popiesch.
Masaks Späße sorgen immer wieder für Abwechslung in der Kabine. Den Sieg gegen Crimmitschau feierte er beispielsweise damit, dass er dem Kollegen Drgon nach dem Spiel kurzerhand die Schnürsenkel aus den Schlittschuhen stibitzte. Sein junger Mitspieler nahm es übrigens mit Humor: Er weiß schließlich, wer hinter solchen Späßen steckt und wo er sich die Schnürsenkel zurückholen kann. (Frank Noack)
Den Artikel hat sich "Al Bundy" verdient. Viele Fans unterschätzen seinen Wert, weiter so Al.
2 | Ruhmi | 16.10.2007 @ 10:40
Mensch Mozart, du sollst ihn doch nicht Al nennen!!! ;-)
Das er so unterschätzt wird, liegt wohl an der letzten Seuchensaisaon. Ich find ihn mittlerweile auch enorm wertvoll und Spaßvogel war er schon letztes Jahr.
3 | esw77schrulle | 16.10.2007 @ 13:02
ehre, wem ehre gebührt!!! ein voll süßer artikel, dass hat sich martin wirklich verdient! :-)
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In der teaminternen Scorerliste der Lausitzer Füchse aus Weißwasser belegt Martin Masak einen unauffälligen Platz im Mittelfeld. Und dennoch ist der 31-Jährige enorm wichtig im Konzept des Tabellen-sechsten der 2. Eishockey-Bundesliga. Denn Masak hält gemeinsam mit seinem Verteidiger-Kollegen Adam Drgon der Füchse-Topreihe um die Torjäger Robert Brezina und Peter Szabo den Rücken frei – er ist eben ein typischer Schattenmann.
Beide haben mit ihrer zuverlässigen Arbeit einen großen Anteil an den Toren der Füchse-Topreihe mit Brezina, Szabo und Crampton. Eigene Treffer wie am Freitag beim 3:1-Erfolg gegen Crimmitschau sind für Schattenmann Masak eher die Ausnahme. „Um so mehr freue ich mich darüber und genieße solche Momente“, betont der Familienvater.
Dabei sah es in der Sommerpause erst einmal so aus, als wenn Masak trotz des Klassenerhaltes nach nur einer Saison im Fuchsbau wieder seine Koffer packen muss. Denn im Mai hieß es zunächst, dass er keinen neuen Vertrag erhält. Ende Juli folgte dann die überraschende Kehrtwende – der Tscheche mit deutschem Pass unterschrieb kurz vor dem Trainingsauftakt doch wieder in Weißwasser. Man habe lange überlegt, ob man einen weiteren ausländischen Spieler für die Abwehr verpflichtet oder auf einen deutschen Profi setzt, begründete Füchse- Manager Ralf Hantschke damals den Sinneswandel: „Letztlich haben wir uns für Martin entschieden, weil wir um seine Qualitäten wissen.“
Und diese Qualitäten auf und neben dem Eis hat der Verteidiger in dieser Saison bislang ganz klar unter Beweis gestellt. Denn Masak spielt bei den Füchsen eine Art Doppelrolle. Auf dem Eis ist er fürs Verteidigen zuständig, neben der Eisfläche für die gute Stimmung. „Martin ist ein sehr erfahrener Spieler, der mit seiner positiven Einstellung enorm wichtig für das Team ist und seine Mitspieler immer wieder nach vorn treibt“, sagt Trainer Thomas Popiesch.
Masaks Späße sorgen immer wieder für Abwechslung in der Kabine. Den Sieg gegen Crimmitschau feierte er beispielsweise damit, dass er dem Kollegen Drgon nach dem Spiel kurzerhand die Schnürsenkel aus den Schlittschuhen stibitzte. Sein junger Mitspieler nahm es übrigens mit Humor: Er weiß schließlich, wer hinter solchen Späßen steckt und wo er sich die Schnürsenkel zurückholen kann. (Frank Noack)
Quelle: Lausitzer Rundschau vom 16.10.2007