Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
P.F.I.F.F.
17.10.2007 | 17:12 Uhr von
Popeyes Füchse Im FanFokus
Liebe Freunde des traditionsreichen Weißwasseraner Eishockeys! Nun haben wir den Salat: Dank der weihnachtlichen Regensburger Eishallennutzungsprobleme werden wir auf Heim-Eishockey-Diät gesetzt. Nichts wird’s mit einem Freudenfest im Fuchsbau. Oder doch? Schließlich gibt es ja noch unsere Junioren. Und die haben uns in dieser Saison bislang große Freude gemacht. Acht Spiele, sieben Siege, nur einmal im Penaltyschießen geschlagen – dazu mit 49 Toren (im Schnitt 6,125 pro Spiel) die meisten Treffer erzielt und mit +25 die beste Tordifferenz der Liga. Ich sage: Wenn wir schon nicht die Profis daheim zu Gesicht bekommen, dann haben sich die Jungfüchse einen Besuch verdient. Und den ESW- Schatzmeister wird es auch nicht stören, wenn statt 85 zahlenden mal eine hohe drei- oder sogar mittelprächtige vierstellige Zahl an Besuchern den Weg zu den Junioren findet. Zumal mit den Hannover Indians ein Gegner wartet, mit dem noch eine Rechnung offen ist. Am 26. August unterlagen unsere Profis am Pferdeturm mit 1:4. Jetzt können die Jungfüchse Rache nehmen. Wahrscheinlich muss man auch nicht der große Prophet sein um vorherzusagen, dass das mit der Revanche klappen könnte. Schließlich wurden die Mini-Großstadt-Indianer in sechs Partien fünfmal skalpiert und kamen einmal gerade so mit heiler Haut davon (2 Punkte). Da geht doch was- wenn der Kontrahent nicht unterschätzt wird. Zudem gibt es für Zuschauer des Crimmitschau- Spiels (sofern die ihre Eintrittskarte noch artig aufbewahrt haben) einen 0,174-Liter-Bier-Bonus (= 1 Euro). Kann man da widerstehen?

Vermutlich steckt im Wort widerstehen ein Stückchen Widerstand. Der regt sich in großem Stile gegen den Herrn Aumüller, Andreas – seines Zeichens pfeifendes Zebra. Sofern die Geschichtsschreibung in der ESBG- Zentrale stimmt, soll vor einiger Zeit, als Eva Hermann noch beim NDR tätig war, ein Andreas Müller in der Münchener Eishockeyzentrale mit dem Fahrrad vorgefahren sein und behauptet haben, er könne problemlos Eishockeyspiele leiten. Und weil man ihm das zunächst nicht widerlegen konnte, wurde man sich handelseinig. Und so zog der Herr Müller dann von Halle zu Halle und leitete Eishockeyspiele – mal gar nicht gut, mal schlechter – je nach Tagesform. Da es beim Eishockey so üblich ist, dass immer nur eine Mannschaft verliert, war er etwa hälftig beliebt. Von hinten ward er eher gern gesehen – von vorne nicht so. Weil: Mit ihm ließ es sich schlecht sprechen. Wurde er gefragt, warum sein Pfiff jetzt so und nicht anders ertönte, so tat er das, was er am besten konnte: Er pfiff auf alles. Vor allem auf Kritik und gut gemeinte Ratschläge. So richtig mulmig wurde ihm nur, wenn ein bestimmter Teil von dieser Welt nicht mehr pfiff, weil er denn darnieder lag. Ich sage nur: H5N1. Und so sprach sich also bis in die Münchener Zentrale herum, das eben jener letztgenannte Virus dem Herrn Müller die Leitung eines Eishockeyspieles – nämlich Landsberg gegen Crimmitschau – unmöglich erscheinen ließ. Dabei war ja gar kein Vogelvieh (z.B. Heilbronner Falken oder Schwenningens hoch gefährdete Schwäne) am Start. Auch hatte kein Eispirat einen Papageien auf der Schulter. „Au, Müller!“, stöhnte man in München fassungslos. Und dieser Stoßseufzer brach sich Bahn in die Eishallen dieser Welt. Und wo der Herr Müller auch immer angekündigt wurde, hieß es schon bald: „Au, Müller kommt!“ Und weil man sich irgendwann das Komma und das große M sparen wollte... Na- Ihr wisst schon. Nun war also Landsberg vs. Füchse angesagt. Okay: Landsberg hat mit Tieren rein gar nichts zu tun. Höchstens was mit Getreide (Wintergerst), Fußball (Martin Hoffmann) oder Alkohol (Hicks). Und weil Alk immer noch besser ist, als ein Fuchsbandwurm, musste das Schicksal einfach seinen vorbestimmten Lauf nehmen. Insofern sehe ich keinen Grund, den Herrn Aumüller dauerhaft abzulehen. Ich würde ihn zunächst mal Füchse gegen Bremerhaven (Kriegen Pinguine eigentlich auch die Vogelgrippe?), Heilbronn oder die Wild Wings pfeifen sehen wollen. Wer weiß denn vorher, was für ihn das schlimmere Übel ist...

Nach diesem kleinen Ausflug in die Historie sind wir zurück in der Gegenwart. Und da gefällt mir die Sichtweise von unserem Thomas Popiesch auf das Landsberg- Spiel: „Wir haben unser Konzept verloren und die Gegentore durch eigene Fehler begünstigt. Wären wir schon ein paar Schritte weiter in der Entwicklung, dann hätten wir das Match bei eigener Überzahl wieder eng gemacht.“ Nichts da von ausufernder Schieri- Schelte, die am Ende auch rein gar nichts bringt. Lediglich: „Landsberg war im 1. Drittel nicht toll, wir waren im 2. Drittel nicht toll- und der Referee hat auch nicht toll gepfiffen.“, ließ sich „Popeye“ entlocken. Und aus! Wer weiß denn nicht, dass es Tage gibt, an denen alles schief läuft? So einer war halt am Sonntag. Klar- schön ist das nicht. Aber es geht doch weiter. Der Blick zurück sollte allenfalls das Sachsenderby streifen. Das 3:1 war erst der zweite volle Erfolg über den ETC in Heimspielen. Und schwer genug erkämpft war er auch. Wenn ich dann noch den Robert Brezina leiden sehe. Für den sind Tore offenbar wichtiger fürs Wohlbefinden als Brot und Butter. Jetzt hat er bereits seit vier Spielen nicht mehr getroffen. Das merkt man ihm an. Ab und an holt er schon die Brechstange raus, um ein Erfolgserlebnis zu erzwingen. Keine Bange, Robert! Das wird wieder. In Deiner langen Laufbahn ist doch so eine kurze Durststrecke nichts Neues. Manchmal steht eben der Stockknauf des Keepers im Wege. Cool bleiben, Geduld haben – und in Regensburg den Ketchup- Effekt erleben, wenn plötzlich gleich „alles“ kommt.

Gar nicht gelitten gegen den ETC hat Thomas Vogl (Mir geht ein Licht auf! Au, Müller – H5N1.). Der wird bei den „Skills Competitions“ bestimmt nicht als Ben Johnson für Eishockeyspieler ausgezeichnet. Aber seine Technik, sein Stellungsspiel und sein Schuss sind durchaus beachtlich. Sein 2:1 war eine Erlösung gegen die unbequemen Eispiraten. Und dann: Kriegt als bester Spieler einen Rucksack und will den doch gar nicht mehr hergeben. Mit dem Campingbeutel auf den Ehrenrunden sah er aus wie auf der Durchreise aus Polen... Selbst beim Interview im DSF- Magazin hatte er das Teil noch stolz um. Bei der Behauptung, er sei sogar noch beim Spiel in Landsberg mit dem Beutel aufgelaufen, soll es sich nach Augenzeugen-berichten aber um ein Gerücht handeln... Thomas: Nimm den Beutel mit nach Regensburg und packe 20 Gerstensäfte rein. Weil Ihr die ja nach dem Spiel im Hotel als Siegerbier trinken könnt, ist im Sack dann Platz für die drei Punkte. Und das, was in Ravensburg zu holen ist, packste Sonntag in die Seitentaschen. ;-))

Ein Hinweis noch an den einen oder anderen Fan: Bier ist lecker und teuer. Ein „lustig Wort“ dagegen nähret nicht und kostet nix. Wenn das nächste Mal ein gegnerischer Trainer oder Funktionär nicht zum totalen Sympathieträger mutieren sollte, kann man das Preis- Leistungs- Verhältnis auch günstiger gestalten... In diesem Sinne:

Bleibt sauber! Und: Alles was Recht ist...

Euer Sebastian Matthieu
1326 mal gelesen
 
1 | Mozart | 17.10.2007 @ 17:17
Schick Sebastian. Dafür hatte der Thomas am Freitag nur Oppacher Mineralwasser im Rucksack... *lol* Und fürs Bier am Samstag im Hotel dürfte wohl der dann volljährige Christian Wendler zuständig sein. ;-)
2 | Odin | 17.10.2007 @ 17:41
Applaus, damit hast schon beinah das Niveau von Alexander Brandts Hockeywebkolumnen erreicht!
3 | keeper | 17.10.2007 @ 18:10
Wie immer ein Genuss weiter so!
4 | Mr.Blonde | 17.10.2007 @ 18:43
Grosses Kino!:-))
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