Am heutigen Tag wird sich beim Wolfgang Fischer eine lange Schlange vor der Haustür bilden. Denn das Weißwasseraner Urgestein feiert seinen 60. Geburtstag. Zu den Gratulanten werden neben der Familie viele Freunde sowie jetzige und ehemalige Mitstreiter zählen. Gemeinsam haben sie eine echte Weißwasseraner Erfolgsgeschichte geschrieben – nämlich die des Eissports.
Wolfgang Fischer ist mit 47 Vereinsjahren nicht nur eins der dienstältesten Mitglieder des Eissports – er setzt sich auch aktiv für den Nachwuchs ein. Heute feiert der Weißwasseraner seinen 60. Geburtstag. Foto: Gunnar Schulze
Faszination für Kufensport
Im Alter von zwölf Jahren schon fasziniert den Jubilar die Jagd nach der Hartgummischeibe auf glattem Geläuf. 1960 steht er erstmals auf den Kufen, die die Welt bedeuten – im neu eröffneten Kunsteisstadion Wilhelm Pieck. Zunächst als Feldspieler im Einsatz, merkt Fischer aber bald, dass dieses Gejage nichts für ihn ist. Er zieht sich als Torwart in den kleinen, drahtförmigen Kasten zurück, den er fortan mit großem Erfolg hütet. Dabei kommt ihm die solide sportliche Grundausbildung und das Stellungsspiel, das er zuvor beim Fußball und Handball erlernt hat, zu Gute.
Der Torhüter Wolfgang Fischer durchläuft die Schüler-Abteilungen und kommt bald zu den Junioren. Nach seiner Lehre zum Betriebsschlosser in der Keulahütte in Krauschwitz geht es für den Nachwuchskeeper Schritt für Schritt nach oben auf der sportlichen Leiter. Mit gerade 19 Lenzen schafft er den Sprung in die erste Garnitur der Männer, die ihm lange Jahre Heimstatt und Spielfeld wird.
Gern erinnert sich der Jubilar an die damalige DDR-Liga mit Teams aus Rostock, Erfurt, Crimmitschau und Dresden, die sich später nach dem DDR-Sportbeschluss auf zwei Teams in Berlin und Weißwasser dezimierte. 1970 gelingt ihm endgültig der Aufstieg zur Nummer Eins. Sechs spannende und interessante Jahre folgen, in denen Fischer 124-mal in das damalige Nationalteam mit insgesamt 164 Einsätzen berufen wird. Mit Freude denkt der Routinier an den 3:2-Erfolg gegen Weltmeister Tschechoslowakei zurück – dieser ist nach der Niederlage arg in Erklärungsnot. Aber auch erfolgreiche Vereinsvergleiche und den 4:2-Sieg gegen Dukhla Jihlava hat Fischer noch gut in Erinnerung.
Der 5. Februar 1976 wird zum Wendepunkt, denn über Nacht kann Wolfgang Fischer aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in seinen geliebten Kasten zurückkehren. Die behandelnden Ärzte erteilen ihm striktes Spielverbot, das bei der Liebe zum Hobby und ehemaligen Job nicht lange Bestand haben kann. Bereits ein halbes Jahr später schnürt er beim Training gemeinsam mit ZSKA Moskau wieder die geliebten Schlittschuhe, doch die Rückkehr zu den Dynamos als Aktiver blieb ihm versagt.
Seit 47 Jahren im Verein
Heute zählt Wolfgang Fischer gemeinsam mit Pinguin-Trainer Hartwig Schur zu den dienstältesten aktiven Mitgliedern im Verein – stolze 47 Jahre schlagen bei beiden zu Buche. Noch jetzt bekommt er in der Eishalle am Professor-Wagenfeld-Ring Gänsehaut, wenn es aus den Kehlen der Fans lautstark „Dynamo, Dynamo“ tönt. Und er freut sich bereits auf den 15. Dezember – dann begeht der Eissport Weißwasser sein 75-jähriges Jubiläum.
Damit nicht genug – der glücklich verheiratete Familienvater von zwei Kindern gibt bereits an die fast übernächste Generation auf dem Eis weiter. Torwarttrainings mit den Keepern des Vereins gehen einher mit der Arbeit in der mittleren Leitungsebene an. Bis zum Jahr 2000 zeichnet Wolfgang Fischer von A bis Z für die Arbeit in der Geschäftsstelle des Traditionsvereins verantwortlich. Ob in der Laufgruppe oder bei den Kleinschülern 1b – Wolfgang Fischer ist vom Eis und der Bande nicht wegzudenken.
Oft wird er um Rat gefragt. Er freut sich über den Weg der jetzigen Vereinsführung in Sachen Nachwuchsarbeit. Denn diese trägt auch wegen guter Zusammenarbeit mit Schulen und Kindergärten der Region erste hoffnungsvolle Früchte – es ist wieder Zuwachs zu verzeichnen. Als Empfehlung gibt er der jungen Generation den oft gehörten, aber immer aktuellen Rat mit auf den Weg: „Übung macht den Meister – wie überall im Leben.“ (Gunnar Schulze)
Im Alter von zwölf Jahren schon fasziniert den Jubilar die Jagd nach der Hartgummischeibe auf glattem Geläuf. 1960 steht er erstmals auf den Kufen, die die Welt bedeuten – im neu eröffneten Kunsteisstadion Wilhelm Pieck. Zunächst als Feldspieler im Einsatz, merkt Fischer aber bald, dass dieses Gejage nichts für ihn ist. Er zieht sich als Torwart in den kleinen, drahtförmigen Kasten zurück, den er fortan mit großem Erfolg hütet. Dabei kommt ihm die solide sportliche Grundausbildung und das Stellungsspiel, das er zuvor beim Fußball und Handball erlernt hat, zu Gute.
Der Torhüter Wolfgang Fischer durchläuft die Schüler-Abteilungen und kommt bald zu den Junioren. Nach seiner Lehre zum Betriebsschlosser in der Keulahütte in Krauschwitz geht es für den Nachwuchskeeper Schritt für Schritt nach oben auf der sportlichen Leiter. Mit gerade 19 Lenzen schafft er den Sprung in die erste Garnitur der Männer, die ihm lange Jahre Heimstatt und Spielfeld wird.
Gern erinnert sich der Jubilar an die damalige DDR-Liga mit Teams aus Rostock, Erfurt, Crimmitschau und Dresden, die sich später nach dem DDR-Sportbeschluss auf zwei Teams in Berlin und Weißwasser dezimierte. 1970 gelingt ihm endgültig der Aufstieg zur Nummer Eins. Sechs spannende und interessante Jahre folgen, in denen Fischer 124-mal in das damalige Nationalteam mit insgesamt 164 Einsätzen berufen wird. Mit Freude denkt der Routinier an den 3:2-Erfolg gegen Weltmeister Tschechoslowakei zurück – dieser ist nach der Niederlage arg in Erklärungsnot. Aber auch erfolgreiche Vereinsvergleiche und den 4:2-Sieg gegen Dukhla Jihlava hat Fischer noch gut in Erinnerung.
Der 5. Februar 1976 wird zum Wendepunkt, denn über Nacht kann Wolfgang Fischer aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in seinen geliebten Kasten zurückkehren. Die behandelnden Ärzte erteilen ihm striktes Spielverbot, das bei der Liebe zum Hobby und ehemaligen Job nicht lange Bestand haben kann. Bereits ein halbes Jahr später schnürt er beim Training gemeinsam mit ZSKA Moskau wieder die geliebten Schlittschuhe, doch die Rückkehr zu den Dynamos als Aktiver blieb ihm versagt.
Seit 47 Jahren im Verein
Heute zählt Wolfgang Fischer gemeinsam mit Pinguin-Trainer Hartwig Schur zu den dienstältesten aktiven Mitgliedern im Verein – stolze 47 Jahre schlagen bei beiden zu Buche. Noch jetzt bekommt er in der Eishalle am Professor-Wagenfeld-Ring Gänsehaut, wenn es aus den Kehlen der Fans lautstark „Dynamo, Dynamo“ tönt. Und er freut sich bereits auf den 15. Dezember – dann begeht der Eissport Weißwasser sein 75-jähriges Jubiläum.
Damit nicht genug – der glücklich verheiratete Familienvater von zwei Kindern gibt bereits an die fast übernächste Generation auf dem Eis weiter. Torwarttrainings mit den Keepern des Vereins gehen einher mit der Arbeit in der mittleren Leitungsebene an. Bis zum Jahr 2000 zeichnet Wolfgang Fischer von A bis Z für die Arbeit in der Geschäftsstelle des Traditionsvereins verantwortlich. Ob in der Laufgruppe oder bei den Kleinschülern 1b – Wolfgang Fischer ist vom Eis und der Bande nicht wegzudenken.
Oft wird er um Rat gefragt. Er freut sich über den Weg der jetzigen Vereinsführung in Sachen Nachwuchsarbeit. Denn diese trägt auch wegen guter Zusammenarbeit mit Schulen und Kindergärten der Region erste hoffnungsvolle Früchte – es ist wieder Zuwachs zu verzeichnen. Als Empfehlung gibt er der jungen Generation den oft gehörten, aber immer aktuellen Rat mit auf den Weg: „Übung macht den Meister – wie überall im Leben.“ (Gunnar Schulze)
Quelle: Sächsische Zeitung Lokalteil WSW vom 05.11.2007