Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Wieder konkurrenzfähig
07.11.2007 | 07:28 Uhr von
Füchse-Trainer Popiesch zieht eine positive Bilanz, fordert aber weitere Schritte nach vorn
Nach einem Drittel der Saison liegen die Lausitzer Füchse aus Weißwasser auf dem 8. Tabellenplatz in der 2. Eishockey-Bundesliga und damit deutlich besser als in der vergangenen Saison. Trainer Thomas Popiesch zieht eine positive Zwischenbilanz: «Wir sind wieder konkurrenzfähig in der 2. Liga» , betont der Coach, fordert gleichzeitig aber weitere Entwicklungsschritte in den nächsten Wochen.

Erfolgreichster Scorer der Lausitzer Füchse: Neuzugang Peter Szabo (r.) erzielte in 17 Partien insgesamt acht Tore und konnte außerdem 16 Assists verbuchen. «Er hat sich zum Spielführer der zweiten Angriffsreihe entwickelt» , sagt Trainer Thomas Popiesch über den Slowaken. Foto: Peter Aswendt
In der Länderspiel-Pause wird im Eishockey in jedem Jahr Zwischenbilanz gezogen. Denn wegen des Deutschland-Cups der Nationalmannschaften hat die 2. Liga zwei Wochen lang spielfrei. Auch die Füchse-Profis können durchschnaufen – erst am Sonntag steht das nächste gemeinsame Eistraining auf dem Programm. Im RUNDSCHAU- Interview blickt Trainer Popiesch auf das erste Saisondrittel zurück und nennt die Ziele für den Rest der Spielzeit. Er spricht über . . .
. . . den 8. Tabellenplatz: Der Tabellenplatz mag für das Umfeld und die Fans wichtig sein. Für mich als Trainer ist er eine Momentaufnahme. Viel mehr zählt für mich die Tatsache, dass wir wieder konkurrenzfähig in der 2. Liga sind. Wir hätten fast in jedem Spiel punkten können.
. . . die Play-off-Chancen: Die Mannschaft hat bislang bewiesen, dass sie das Potenzial für die Play-offs hat. Aber wir müssen dieses hohe Niveau natürlich halten und darüber hinaus in den nächsten Wochen weitere Schritte nach vorn machen. Denn auch die anderen Mannschaften bleiben ja in ihrer Entwicklung nicht stehen. Unser oberstes Ziel war und ist der Klassenerhalt, den wir nicht wieder erst so spät und nervenaufreibend wie in der vergangenen Saison sichern wollen. Ich habe immer gesagt, dass wir so viele Punkte sammeln müssen, um auch im Januar und Februar noch um die Plätze mitspielen zu können; also Platz acht, oder eben neun und zehn. Sie alle wären gleichbedeutend mit dem vorzeitigen Klassenerhalt.
. . . die spielerischen Fortschritte: Wir haben ganz klar mehr Potenzial als in der vergangenen Saison. Nur – dieses Potenzial muss die Mannschaft auch in jedem Spiel abrufen. Dass dies nicht immer gelang, liegt sicher auch an unserem kraftaufwändigen Spielstil. Die Spieler müssen dafür viel Energie investieren. Wir versuchen einfaches, klar strukturiertes Eishockey zu spielen und in den Zweikämpfen hart zu arbeiten. Wenn das funktioniert, kommt natürlich auch das spielerische Element hinzu.
. . . das verbesserte Überzahlspiel: Wir haben hart am Überzahlspiel gearbeitet. Das hat sich speziell in den ersten Spielen ausgezahlt. Wir haben einfaches und damit erfolgreiches Überzahlspiel praktiziert. Zuletzt sah es optisch vielleicht nicht mehr ganz so attraktiv aus und war zu umständlich. Einige Spieler dachten wohl, dass wir schon einen Tick weiter sind in unserer Entwicklung. Aber das sind wir noch nicht.
. . . die Defizite: Es ist uns in einigen Spielen nicht gelungen, über die kompletten 60 Minuten die Konzentration aufrecht zu erhalten. Deshalb haben wir einige Punkte liegen gelassen Zudem müssen wir uns in der Rückwärtsbewegung ohne Puck verbessern. Das Umschalten von Offensive auf Defensive klappt noch nicht durchgängig so, wie ich mir das vorstelle. Und wir haben bei eigener Überzahl zu viele Gegentore kassiert, weil wir zu offensiv waren.
. . . die Neuzugänge: Dass wir uns im Vergleich zur vergangenen Saison spielerisch verbessert haben, ist natürlich auch ein Verdienst der Neuzugänge. Besonders hervorheben muss man Peter Szabo, der nicht nur unser Topscorer ist, sondern sich auch zum Spielführer der zweiten Angriffsreihe entwickelt hat. Er gibt immer 100 Prozent und leistet ein enormes Laufpensum auf dem Eis.
. . . die Torhüter: Sie haben uns in vielen Partien mit ihren guten Leistungen im Spiel gehalten. Boris Ackers war vor allem in den ersten Spielen sehr stark. Und mit Nolan McDonald haben wir eine stabile Nummer eins.
. . . die jungen Spieler: Wir werden weiter konsequent den Weg gehen und auf den eigenen Nachwuchs setzen. Es ist wichtig, dass die jungen Spieler kontinuierlich in ihre Aufgabe reinwachsen, denn der Sprung vom Nachwuchsbereich in die 2. Liga ist nicht einfach. Thomas Götz ist ein Beispiel dafür, wie es laufen muss. Er bekommt in der 3. Angriffsreihe viel Eiszeit und ist auf einem guten Weg. Jetzt, nach dem Weggang von Chris Straube, muss er jedoch noch mehr Verantwortung übernehmen. (Frank Noack)

Quelle: Lausitzer Rundschau vom 07.11.2007
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