Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
P.F.I.F.F.
10.11.2007 | 23:35 Uhr von
Popeyes Füchse Im FanFokus
Liebe Freunde des traditionsreichen Weißwasseraner Eishockeys! Gerade einmal 14 Tage ist das letzte heimspiellose Eishockeywochenende her, da werden wir schon wieder um unsere liebste Freizeitbeschäftigung gebracht. Kein Fiebern vor dem Live- Ticker, keine Fahrplanerei zum Fuchsbau- wenn nicht wenigstens Bayern München verloren hätte, gäbe es an diesem Wochenende wahrscheinlich gar keinen Höhepunkt. Da helfen auch die Pressemitteilungen über die ESW- Mitgliederversammlung und das Dynamo- Revival- Match am 15. Dezember nicht so sehr. Na ja: Ein kleines bisschen kann man mal in Erinnerungen schwelgen: an ein ausverkauftes Wilhelm- Pieck- Stadion, an Brötchen- und Flaschenwürfe, „sympathische“ Berliner und das komische klebrig- süße Getränk roter Farbe ohne Alkohol, dass es bei minus 15 Grad zum Aufwärmen gab. Ganz ehrlich: Wer da nicht dabei war, hat etwas verpasst. Wie oft haben wir uns dazumal eine Liga mit mehr Mannschaften als nur den MfS- Dynamos gewünscht. Jetzt, wo wir uns seit 17 Jahren mit diversen West- und Ostclubs messen, muss man eingestehen, dass das ewige Duell mit den Hauptstädtern etwas ganz besonders Faszinierendes an sich hatte. Der Reiz dieser Spiele wurde selbst mit den Play- downs gegen Dresden nicht wieder erreicht. Kaum war ein roter Ärmel an der Windfangtür aus dem Kabinengang zu sehen, begann ein Pfeifkonzert, das seinesgleichen suchte. Und wenn dann erst das Schiedsrichtergespann aufs Eis lief... Vielleicht gibt es ja in irgendwelchen Video- oder Fernseharchiven noch bewegte Bilder von dereinst. Die sollte man beschaffen und am 15. Dezember zur Einstimmung über eine Großbildleinwand flimmern lassen. Für das echte Gänsehautfeeling!

„Wir sind stolz auf unser Team!“, wurde damals trotz häufigerer Gelegenheit noch nicht gesungen. Dafür tat diese „Liebesbekundung“ nach dem blöden 2:4 gegen Kassel unseren Jungs bestimmt sehr gut. Die spielerische und kämpferische Leistung war stark, nur das Resultat zum heulen. Das es so kommen würde, muss einer der Zuschauer geahnt haben. Wie anders ist sonst der Wurf einer Zwiebel nach dem schönen 1:0 durch Szabo zu erklären!? Ich habe lange gerätselt und sogar das Wörterbuch bemüht. Aber Rousson, und vor dessen Tor war das siebenhäutige Gerät gelandet, hat nach meinem Verständnis aber auch überhaupt nichts mit Zwiebel zu tun. Der Boris hat das Teil dann mit Schwung vor unsere Auswechselbank befördert, wo es zunächst nicht unerheblich bestaunt und schließlich entfernt wurde. Wäre ein Ei geflogen, hätte ich das ja noch als Vorstufe der im Eishockey üblichen Hühner (Hühnerdieb!) deuten können. Aber „Zwiebeldieb“ klingt erstens blöd und zweitens fällt mir gar nicht erst ein. Zudem: Mit Russen (Russenzwiebel als „Kopfschmuck“) hat ja nun Kanada- Kassel überhaupt nichts zu tun. Kein Wunder, dass diese maximal nordamerikanisch geprägte Truppe als Huskies firmiert...

Trefflich streiten ließe sich über das Thema, ob wir nun mit Chris Straube die beiden so engen 2:4- Partien gewonnen hätten. Fakt ist, dass die 3. Reihe einen guten Job gemacht und die Spiele keinesfalls verloren hat. Aber ein einziger Pass oder eine Geniestreich in Überzahl, die zuletzt nicht mehr so funktionieren wollte, wäre vielleicht der Gamewinner geworden. Und weil man nichts Genaues nicht weiß, gehen wir einfach davon aus, dass auch mit Chris zwar Punkte möglich gewesen aber nicht geholt worden wären. Was ich persönlich schade finde: Zweimal ist die Mannschaft für harte, ehrliche Arbeit nicht belohnt worden. Und es waren tatsächlich Kleinigkeiten, die uns schließlich das Genick brachen. Insofern bleibt zu hoffen, dass sich unsere Jungs von solchen Nackenschlägen nicht entmutigen lassen und weiter ihren Job so gut machen, wie bisher – und noch etwas besser.

Denn gleich sechs (!) sogenannte „Shorthander“ sind des Schlechten einfach zu viel. Ein Blick in die Statistiken der 2. Bundesliga verrät: Nach den Füchsen brachten es die anderen Teams auf maximal zwei Gegentreffer bei numerischer Überlegenheit. Wenn unser Vorsprung auf Rang 11 mal so groß sein sollte, wie der bei den „Überzahl- gar- nicht- egal“- Toren, dann ist das Abstiegsgespenst wirklich verjagt. So aber bleibt für uns jedes Spiel ein Kampf gegen die Play- downs, nicht um die Play- offs.

Mal sehen, wie unsere angeschlagenen Akteure die Länderspielpause nutzen konnten. Denn zu Hoffi, Gose und Brezel gibt’s ja keine aktuellen Gesundheitsmeldungen. Eine Verletztenmisere wäre das Letzte, was wir jetzt brauchen könnten. Statt dessen hoffe ich auf Entwarnung bei den „Problemkindern“ und einen erfolgreichen Re- Start gegen Riessersee. Die bringen den Mattias Wikström zurück in den Fuchsbau. Solch einen Typen lob’ ich mir. Der lebt zwei Leben. Zwar ist er Sportsmann durch und durch. Aber wenn der den Helm aufsetzt, kennt er keine Freunde mehr. Dann wird auch mal lamentiert und provoziert- für den Erfolg seiner Mannschaft. Auch am Freitag wird er sich an die Zeit in Weißwasser erst zurückerinnern, wenn das „Shakehands“ nach dem Spiel erledigt ist. Vorher wird er wieder alles dafür tun, ausgepfiffen zu werden. Und ich bin mir sicher: Er schafft das...

Freuen wir uns also auf Freitag, Riessersee und Wikki. Bis dahin können wir ja auch noch ein wenig über das Diskussionsniveau im Forum debattieren. Es wäre schön, wenn die Qualität der Meinungsäußerungen wieder stiege. Wer Frust hat, kann ja als Selbstschutz vor minderwertigen Einträgen die Tastatur vom Rechner trennen, bevor er postet. Wobei: User mit Laptop bekämen da wohl ihre liebe Müh’ und Not. Für den Fall der Fälle hat ja diese Homepage auch eine Art „Wikki“- den „Wikki“ für den guten Ton: Rackert, polarisiert, motiviert- und schießt ab und an über’s Ziel. Dafür gibt’s dann auch mal (An-) Pfiffe. Stimmt’s, Sascha!?!? ;-))

In diesem Sinne: Bleibt sauber! Und: Alles was recht ist!

Euer Sebastian Matthieu
1608 mal gelesen
 
1 | esw77schrulle | 11.11.2007 @ 10:48
das bayern verloren hat war kein positiver höhepunkt an diesem wochenende. und das der gute mozart pfiffe für seinen damaligen artikel über wikki bekommen hat, dass war nur rechtens. unterstes niveau. das soll er dem spieler mal ins gesicht sagen, dafür reicht es jedoch nicht. wikki liefert in jeder mannschaft ein gutes und faires spiel. er ist als mensch und als spieler ausgezeichnet!
2 | Fredi | 11.11.2007 @ 16:37
Das Bayern verloren hat ist ein echter Höhepunkt und Mozart kannst'e wohl nicht leiden?? Übrigens Alles was recht ist: "PFIFF" wie immer ff ( fom feinsten)
3 | esw77schrulle | 11.11.2007 @ 17:46
@2: das bayern verloren hat war zumindest für mich nicht grade ein sonderlich angenehmer höhepunkt. das spiel selbst habe ich (wahrscheinlich zum glück) nicht gesehen, weil ich arbeiten war. und zu mozart: ich greife ihn nicht persönlich an, ich kenne ihn privat nicht einmal. nur fand ich den damaligen artikel einfach nur unter der gürtelliene. alles was recht ist: aber was da drin zu lesen war, war für mich und viele andere auch, der absolute hit (im negativen sinne!).
4 | Renegade | 12.11.2007 @ 10:39
@1+3: Nimm´s mit Humor (zumindest das mit den Bayern) ! Ein Bayern-Fan wirds nicht nlustig finden, der Rest der Republik schon ;-)
5 | Mozart | 12.11.2007 @ 10:51
@1 Lesen - Verstehen - Posten... Hast den letzten Absatz nicht ganz verstanden, oder?
6 | Rocco Roletti | 12.11.2007 @ 11:24
Wir sehen im übrigen auch mAts Lindmark nach seiner Zeit in WSW das erste mal wieder. mfg Ansonsten ein wie immer schöner Artikel.
7 | SvenSchimanski | 12.11.2007 @ 17:38
wenn man eben auftritt wie ne rentnerband beim fithsiurlaub dann kannste irgendwann auch mit ner zusammengewürfelten truppe aus starken individualisten nix reissen - und das sag ich als eingefleischter bayernfan. in dortmund haben sie schon mehr als schwein gehabt - fakt ist das sie im moment eben nicht so spielen wie man es sich wünscht... zumindest die bayern fans nicht und wenn man gut spielt das tor wie vernagelt scheint - siehe frankfurt spiel
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