Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Am Ende fehlt den Füchsen die Kraft
17.11.2007 | 00:53 Uhr von
Geduld war gefordert von den wieder zahlreich erschienenen Füchsefans, denn eine Grippewelle in der Geschäftsstelle hatte nur zwei der Kassiererinnen verschont, so dass sich trotz früherer Kassenöffnung lange Schlangen am Einlass bildeten.

In Unterzahl unbezwingbar

Doch die Geduld der Lausitzer wurde zu Beginnbelohnt, mit frischem Elan kamen die Füchse aus der Länderspielpause und boten ein temporeiches, zunächst kaum unterbrochenes Eishockeyspiel. Besonders in Unterzahl demonstrierten sie wilde Entschlossenheit. Das war nach zwölf Minuten das erste Mal der Fall, als Alan Reader wegen Hakens vom Eis musste. Die Gäste kamen mit einem Mann mehr kaum gefährlich vor das Tor, stattdessen vollendete Gosdeck einen Konter zur Füchse-Führung. Er hatte aus dem Gewühl einen Pass von Drgon an die rote Linie erhalten, zog auf und davon, täuschte einen Pass auf den mitgelaufenen Szabo an und schoss den Puck aus dem Handgelenk über die Schulter von McArthur ins Netz.

Gegen Ende des ersten Drittels häuften sich die Strafzeiten. Während man das gegnerische Powerplay weiterhin gut im Griff hatte, fehlte bei eigener Überzahl trotz engagierter Spielweise das Glück, etwa als Drgon mit der Schlusssirene von der blauen Linie abzog und die Hartgummischeibe nur auf das Tornetz trudelte.

Unangenehmer Gegner

Garmisch war auch im Mittelabschnitt der erwartet unangenehme Gegner. Robust, aber nicht unfair setzten sie ihren Körper ein und versuchten immer wieder mit schnellen Kontern für Gefahr zu sorgen, zumal etwa Hoffmann und Vogl offenkundig Schnelligkeitsnachteile hatten. Besonders die dritte Abwehr-Reihe mit besagtem Hoffmann und Bartlick bekam von Popiesch deutlich mehr Spielzeiten als sonst, auch um den großen Kräfteverschleiß auf viele Beine zu verteilen. Sie dankte dies mit einer insgesamt ordentlichen Leistung auch gegen die Parade-Reihe der Bayern, die sich immer wieder an den kampfstarken Füchsen und vor allem an Goalie Nolan McDonald die Zähne ausbiss, der so nach einer halben Stunde Spielzeit einen Rückhandschuss von Matthias Wikström bravourös mit der Fanghand entschärfte. Der Ex-Lausitzer Wikström bemühte sich, das Spiel seiner Mannschaft anzutreiben und nach einer Umstellung war er in zwei von nunmehr vier Gästesturmreihen auf dem Eis. Das Spiel war zu dem Zeitpunkt bereits recht unansehnlich geworden, beide Trainer sollten ihren Mannschaften im Nachhinein schlechtes Eishockey bescheinigen. Immerhin legten die Füchse weiter Kampfgeist in die Waagschale und blieben die erfolgreichere Mannschaft: Masak schirmte die Scheibe ab und zog damit hinter das Gästegehäuse, von dort sah er den hinter dem Tor kreuzenden Alan Reader und bediente ihn mustergültig. Der überraschte McArthur mit einem Bauerntrick zur 2:0-Führung.

Schlittschuhtor anerkannt

Natürlich erhöhte Riessersee im Schlussdrittel noch einmal den Druck und wurde früh mit dem Anschlusstor belohnt. Vorausgegangen war dilettantisches Abwehrverhalten der müde werdenden Füchse. Jetzt sah man deren Kräfte förmlich schwinden. Zudem erwiesen sich die Gäste als äußerst abgebrüht, indem ihre jungen Verteidiger immer wieder Szabo und Crampton provozierten und sich und ihnen schließlich Strafzeiten kurz vor Schluss einbrachten. Damit war die zweite Reihe der Lausitzer zerschlagen, und gegen bis dahin mit vier Reihen stürmende Garmischer wurden die verbleibenden Spieler tief ins eigene Drittel gedrückt, so dass der Ausgleich als logische Konsequenz nur eine Frage der Zeit war.

Die Umstände seines Zustandekommens aber erhitzten die Gemüter, der sonst eher ruhige Füchse-Torwart McDonald war außer sich, weil er sah, was viele in der Halle gesehen hatten: „ein eindeutiges Schlittschuhtor“, sagte auch Wirtschaftsbeirat Dieter Krein nach dem Spiel ungehalten. Dennoch: „Nachdem die gute Abwehrleistung der ersten Drittel im Chaos untergegangen ist, war das Ergebnis zu erwarten.“ Auch in der Verlängerung spielte Riessersee teilweise wie in Überzahl, traf einmal nur den Innenpfosten und siegte letztlich verdient mit 2:1 im Penaltyschießen.

„Die schwächste Saisonleistung“ habe er gesehen, polterte ein enttäuschter Füchse-Coach Thomas Popiesch anschließend auf der Pressekonferenz. „Ohne McDonald hätten wir nach regulärer Spielzeit 2:5 verloren“.

Mit Kampf allein war den individuell stärkeren Riesserseern, bei denen vor allem Wikström immer mehr aufdrehte, an diesem Abend nicht beizukommen. (Sascha Hache und Marcel Pochanke)

Quelle: Sächsische Zeitung Lokalteil WSW vom 17.11.2007
949 mal gelesen
 
1 | esw77schrulle | 17.11.2007 @ 16:37
irgendwie sehr enttäuschend, was man gestern zu sehen bekam. ich hab mich nach fast 3 wochen abstinenz so auf das spiel gefreut. warum ein wikki für sein penalty tor ausgebuht wurde ist mir unklar, genau so wie er selbst sich dafür schämte... nun ja. im gesamten kein schönes spiel, von beiden seiten. den schiri sollte man dabei erst gar nicht erwähnen, denn was der für mist gepfiffen hat (oder eben auch nicht).... na gut. morgen landshut, ich hoffe das beste.
2 | fanmutti | 17.11.2007 @ 16:51
was gibts gegen landshut zu holen??ich bin eigentlich optimist..aber wenn sie sich so geben wie gestern..dann gute nacht! es war kein schönes spiel..das streifenhörnchen hat noch den vogel angeschossen..aber auch so waren unsere jungs neben der spur. ich hoffe t.p. stellt ihnen die spur wieder richtig ein.
3 | Mr.Gott | 18.11.2007 @ 17:57
@1 du hast vergessen zu schreiben das du nicht arbeiten musstest
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