Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Stadträte bringen Thema in die Haushaltsdiskussion
17.11.2007 | 15:35 Uhr von
Stimmung für neue Eishalle in Weißwasser ist grundsätzlich positiv
Der Stadtrat von Weißwasser soll sich in seiner nächsten Sitzung im Zusammenhang mit der Haushaltsdiskussion für 2008 auch mit dem Thema Eissporthalle befassen. Die Fraktion «Die Linke» hatte im Oktober beantragt, die im Falle einer Sanierung oder eines Neubaus einer Eissporthalle im Jahr 2008 anfallenden Kosten im Haushalt einzuplanen.
Hintergrund: Anfang Oktober hatte Prof. Ralf-Rüdiger Sommer von der Fachhochschule Lausitz im Rathaus drei Entwurfsvarianten vorgestellt – für eine Sanierung der bestehenden Halle, für einen teilweisen Neubau unter Einbeziehung bisheriger Gebäudeteile und für eine komplett neu zu bauende Halle.
Welche dieser Varianten, für die voraussichtlich Investitionssummen von vier, sieben oder zehn Millionen Euro eingesetzt werden müssten, Grundlage für die Planung im Haushalt sein soll, darauf hatte sich «Die Linke» in der Stadtratssitzung noch nicht festgelegt. Ihre Fraktionschefin Karin Gründel verweist auf die Fraktionssitzung am kommenden Mittwoch, wo darüber beraten werde. Zudem, so Karin Gründel, stehe auch das betriebswirtschaftliche Konzept noch aus, das der Eissportklub Weißwasser «Die Füchse» der Stadt vorlegen will. Wie von Füchse-Sprecher Andreas Friebel in dieser Woche zu erfahren war, sei das Papier noch in Arbeit und auf einem guten Weg.
Für ihre Fraktion sei wichtig gewesen, den Beschlussantrag schon auf die Tagesordnung der Stadtratssitzung im November zu bekommen, erklärt Karin Gründel. Die CDU-Fraktion sieht das Problem genau so dringlich. Sie hatte sich auch darauf vorbereitet gehabt, einen ähnlichen Antrag einzubringen, sagt ihr Vorsitzender Uwe Mühle und erklärt: «Es muss ja mit der Planung losgehen. Wir können uns die Vorschläge von Professor Sommer als Grundlage dafür vorstellen. Darum sollten jetzt auch Nägel mit Köpfen gemacht werden.»
Wenn überhaupt, dann sei jetzt der richtige Zeitpunkt, um für einen Eissporthallen-Neubau noch Stadtumbaumittel zu beantragen – das könnten immerhin zwei Drittel der förderfähigen Kosten sein. «Wegen der hohen Betriebskosten müssten wir beim derzeitigen Zustand der Halle sowieso Geld für eine Sanierung einsetzen. Dann können wir es auch in eine neue Halle investieren» , sagt Mühle und zeigt sich optimistisch: «Spätestens Ende November werden wir sicher die Weichen für eine neue Eissporthalle gestellt haben.»
Auch die SPD in Weißwasser steht einer neuen Eishalle grundsätzlich positiv gegenüber, betont der Vorsitzende ihrer Gruppe im Stadtrat, Knut Olbrich. Allerdings sei die Hast, mit der «Die Linke» vorgegangen sei, völlig unverständlich: «Ich bin jetzt 17 Jahre Stadtrat, aber so etwas habe ich noch nicht erlebt. Was da eingereicht und in wenigen Minuten Diskussion auf die Tagesordnung gebracht worden ist, ist für mich nichts weiter als Opportunismus oder totale Unfähigkeit.» Ein so großer Zeitdruck bestehe nämlich gar nicht, meint Olbrich. Die nötigen Finanzmittel für die Eissporthalle könnten auch noch 2008 über einen Nachtragshaushalt gesichert werden. Also sei genug Zeit, eine Entscheidung von so großer Tragweite genau zu prüfen.
Die SPD hält laut Olbrich einen Neubau durchaus für sinnvoll, wenn dieser Investition der Aufwand für nötige Reparaturen an der alten Halle und die zu erwartenden Betriebskosteneinsparungen gegenübergestellt werden. Um zu beurteilen, wie wirtschaftlich sich eine neue Halle aber wirklich führen lasse, müsse man nun erst mal das Konzept des Eissportclubs abwarten.
Davon würde auch der Fraktionsvorsitzende von «Wir für hier» , Hartmut Schirrock, seine Entscheidung abhängig machen. Der Fraktionssitzung am Montag will er nicht vorgreifen, persönlich aber würde er das Projekt «Eissporthalle» unterstützen, wenn der Eissport ein intelligentes Finanzierungs- und Bewirtschaftungskonzept vorlegen könne. Denn sinkende Nebenkosten sprächen für eine neue Halle ebenso wie die Chance, mit ihr dem Eishockeysport und der Stadt mehr Attraktivität zu verleihen.
«Die Stadträte müssen aber wissen, dass sie sich mit der Entscheidung für eine neue Halle über 25 bis 30 Jahre an diese Nutzung binden» , gibt Schirrock zu bedenken. «Und ich hoffe, dass wir über diesen Zeitraum beim Eissport ein genau so gutes Leitungspersonal haben, wie es jetzt der Fall ist.» (Thoralf Schirmer)

Quelle: Lausitzer Rundschau vom 17.November 2007, Lokalteil WSW
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