Weißwasser unterliegt EHC München 4:5 / Brezina: «Ich muss nach Hause»
Auch drei Treffer des abwanderungswilligen Robert Brezina reichten gestern Abend für die Lausitzer Füchse nicht aus, um endlich den ersten Sieg beim Angstgegner EHC München zu erringen.
Im siebten Spiel in München kassierte Weißwasser die siebte Niederlage und rutschte nach dem 4:5 auf den 11. Tabellenplatz ab. Am Freitag hatte es eine 2:5-Heim niederlage gegen die Bietigheim Steelers gegeben. Für die Füchse brechen damit schwere Zeiten an. Zumal unklar ist, ob Torjäger Brezina in der nächsten Partie am Freitag bei den Eispiraten Crimmitschau noch das blau-gelbe Trikot tragen wird. Denn der 33-Jährige hat den Verein aus privaten Gründen um sofortige Vertragsauflösung gebeten. Die Füchse lehnen das bislang jedoch ab.
Am Wochenende sprach Brezina auf RUNDSCHAU-Nachfrage erstmals über die Hintergründe für seine Abwanderungsgedanken. „Ich muss nach Hause zu meiner Familie. Vor allem mein neunjähriger Sohn braucht mich als Vater“, sagte der Stürmer und gab zu: „Ich habe mir das alles einfacher vorgestellt.“ Die Familie des 33-Jährigen lebt in Dauchingen im Schwarzwald. Gerüchte, er habe schon bei den Wölfen Freiburg und damit nahe der Heimat einen neuen Vertrag unterschrieben, dementierte Brezina mit Nachdruck. «Das ist Blödsinn. Ich stehe zwar mit mehreren Vereinen in Kontakt. Aber perfekt ist noch nichts» , erklärte der Stürmer.
Für die Füchse wäre sein Abgang bereits der dritte Verlust eines Leistungsträgers in der laufenden Saison. Zur Erinnerung: Der als erster Center verpflichtete Chris Chaput bat kurz vor Saisonbeginn ebenfalls aus privaten Gründen um Vertragsauflösung. Chris Straube ging wie angekündigt nach Nordamerika und spielt inzwischen für die Pensacola Ice Pilots in der ECHL. Nun also auch noch Robert Brezina?
Ausgerechnet der abwanderungswillige Stürmer schoss die Gäste gestern vor 1291 Zuschauern in der 8. Minute in Führung. Es entwickelte sich anschließend eine über weite Strecken ausgeglichene Partie zwischen den Tabellennachbarn. München kam im zweiten Drittel zum 1:1-Ausgleich durch den Treffer von Jason Deitsch (21.). Doch die Füchse blieben die Antwort nicht lange schuldig. Verteidiger Martin Masak erzielte in der 26. Minute in Unterzahl die erneute Führung. München egalisierte ebenfalls noch im zweiten Drittel durch Andreas Raubal (2:2/29.).
Und es blieb spannend: Nur 23 Sekunden nach der erstmaligen Münchner Führung durch Brent Robinson (52.) glich Brezina zum 3:3 (53.) aus. Die Füchse-Freude währte allerdings nur kurz: Neville Rautert (55.) und Deitsch (58.) sorgten mit zwei Treffern für die Vorentscheidung. Brezinas Tor Nummer drei in der Schlussminute reichte nicht mehr für die Wende. (Eig. Ber./noc)
na ja schwere zeiten..schade ärgere mich ein bißchen schon karten für crimme zu haben. wenn b. auch weg ist ..da kriegen wohl den arsch voll!
3 | neumi1972 | 26.11.2007 @ 11:44
Ich finde auch daß er die Familie nachholen soll. Wenn man so einen Sport betreibt ist es doch klar daß man öfters die Vereine wechselt.Das weiß die Familie und sollte das akzeptieren und mit dem Familienoberhaupt mitgehen. Klar ist es blöd z.B.für den Jungen jedesmal neue Schule,neue Freunde usw. Ich finde da wurde für so ne wichtige Sache,viel zu blauäugig entschieden und einfach unterschrieben. Wo sollen wir mitten in der Saison einen gleichwertigen Ersatz herbekommen.Ist doch alles weg
4 | Dynamix12 | 26.11.2007 @ 12:14
Manchmal zweifel ich echt, ob wir uns noch im Profisport befinden, oder ob schon Kindergarten angesagt ist. Der 1. will nach Hause, weil Mutti einen tollen Arbeitsvertrag hat. Der 2. spielt lieber 3.-klassiges Eishockey in der Wüste und dem 3. ist der Weg vom Schwarzwald in die Lausitz zu weit. Ein Vorteil hat es ja, mehr Eiszeit für die Jugend. Mit ca. 20 Jahren sollte man sich, auch ohne Anstands-Wauwau in der Sturmreihe, durchsetzen können.Hoffentlich kehrt jetzt mal Ruhe in die Manschaft ein
5 | 3liter | 26.11.2007 @ 12:16
Dankeschön, auf Wiedersehen. Oder lieber nicht.
6 | Mr.Gott | 26.11.2007 @ 15:41
@4 bin zu 100% deiner Meinung!!!
7 | Schinzi | 26.11.2007 @ 16:26
löst sofort alle Verträge auf , wer Lust auf ein Spielchen hat soll sich 2 Stunden vorm Spiel melden. Anschließend werden alle überschüssigen Tageseinnahmen an die Spieler ausgeschüttet. Achtung Spaß, aber ich kann nicht glauben was hier so alles los ist. Vielleicht sollte der Verein mal Nägel mit Köpfen machenund den Spielern Sinn und Unsinn von Verträgen erklären. Ich glaub einige in Deutschland können sich vor Lachen kaum noch halten...nich zu glauben...
8 | stesi | 26.11.2007 @ 16:46
ich lach ma schon die ganze zeit kaputt.is ne sauerei was hier ab geht.
9 | Erwin | 26.11.2007 @ 19:32
Ich geh morgen zu meinem Chef mit der Nummer. Mal sehen, was passiert. Ganz ehrlich, hier sollte die Chefetage mal ein Exempel stattuieren und die Freigabe verweigern, sonst kommen in Zukunft nur noch Ganoven nach WSW. Bin übrigens mal gespannt, 1. wie lange Brezina nach einer Trennung nicht spielt und 2. ob es den Verantwortlichen gelingen wird alle drei dann gegangenen Leistungsträger nur ansatzweise zu ersetzen. Freunde, ich sag es nicht gerne, aber hier steuert ne Kogge Richtung OL...
10 | alridge | 26.11.2007 @ 20:04
Soll er sich doch freikaufen!!!
Das dreifache Jahresgehalt und er kann gehen. Mal sehen, was er sagt. Also wenn der Verein ihn so einfach gehen lässt, dann kann die Geschäftsführung gleich mit nach Freiburg fahren
11 | SMR | 26.11.2007 @ 21:40
lächerlich,einfach nur lächerlich...
12 | Kasatonov | 27.11.2007 @ 08:12
"freikaufen", "dreifaches Jahresgehalt", "geh morgen zu meinem Chef mit der Nummer" ...was steht denn im Arbeitsvertrag von Herrn B. und was bringt es, einen unmotivierten Spieler auf Krampf halten zu wollen? @9 - was hat Dein Chef denn nun zu Deinem Vorschlag gesagt?
13 | 3liter | 27.11.2007 @ 08:29
Ich kann mich noch gut daran erinnern als Herr Brezina bei seiner letzten Verpflichtung in WSW auch mal keine Lust mehr hatte. Topscorer in der Vorrunde, danach zunächst nur ncoh "anwesend" hat er in 5-3 Überzahl gleich 2 Gegentore verursacht.
14 | Mr.Gott | 27.11.2007 @ 12:46
Herr Brezina hat damals den Verein mit Füßen getreten und macht es diesmal wieder.
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Auch drei Treffer des abwanderungswilligen Robert Brezina reichten gestern Abend für die Lausitzer Füchse nicht aus, um endlich den ersten Sieg beim Angstgegner EHC München zu erringen.
Im siebten Spiel in München kassierte Weißwasser die siebte Niederlage und rutschte nach dem 4:5 auf den 11. Tabellenplatz ab. Am Freitag hatte es eine 2:5-Heim niederlage gegen die Bietigheim Steelers gegeben. Für die Füchse brechen damit schwere Zeiten an. Zumal unklar ist, ob Torjäger Brezina in der nächsten Partie am Freitag bei den Eispiraten Crimmitschau noch das blau-gelbe Trikot tragen wird. Denn der 33-Jährige hat den Verein aus privaten Gründen um sofortige Vertragsauflösung gebeten. Die Füchse lehnen das bislang jedoch ab.
Am Wochenende sprach Brezina auf RUNDSCHAU-Nachfrage erstmals über die Hintergründe für seine Abwanderungsgedanken. „Ich muss nach Hause zu meiner Familie. Vor allem mein neunjähriger Sohn braucht mich als Vater“, sagte der Stürmer und gab zu: „Ich habe mir das alles einfacher vorgestellt.“ Die Familie des 33-Jährigen lebt in Dauchingen im Schwarzwald. Gerüchte, er habe schon bei den Wölfen Freiburg und damit nahe der Heimat einen neuen Vertrag unterschrieben, dementierte Brezina mit Nachdruck. «Das ist Blödsinn. Ich stehe zwar mit mehreren Vereinen in Kontakt. Aber perfekt ist noch nichts» , erklärte der Stürmer.
Für die Füchse wäre sein Abgang bereits der dritte Verlust eines Leistungsträgers in der laufenden Saison. Zur Erinnerung: Der als erster Center verpflichtete Chris Chaput bat kurz vor Saisonbeginn ebenfalls aus privaten Gründen um Vertragsauflösung. Chris Straube ging wie angekündigt nach Nordamerika und spielt inzwischen für die Pensacola Ice Pilots in der ECHL. Nun also auch noch Robert Brezina?
Ausgerechnet der abwanderungswillige Stürmer schoss die Gäste gestern vor 1291 Zuschauern in der 8. Minute in Führung. Es entwickelte sich anschließend eine über weite Strecken ausgeglichene Partie zwischen den Tabellennachbarn. München kam im zweiten Drittel zum 1:1-Ausgleich durch den Treffer von Jason Deitsch (21.). Doch die Füchse blieben die Antwort nicht lange schuldig. Verteidiger Martin Masak erzielte in der 26. Minute in Unterzahl die erneute Führung. München egalisierte ebenfalls noch im zweiten Drittel durch Andreas Raubal (2:2/29.).
Und es blieb spannend: Nur 23 Sekunden nach der erstmaligen Münchner Führung durch Brent Robinson (52.) glich Brezina zum 3:3 (53.) aus. Die Füchse-Freude währte allerdings nur kurz: Neville Rautert (55.) und Deitsch (58.) sorgten mit zwei Treffern für die Vorentscheidung. Brezinas Tor Nummer drei in der Schlussminute reichte nicht mehr für die Wende. (Eig. Ber./noc)
Freitag: Lausitzer Füchse – Bietigheim Steelers 2:5 (1:1, 1:1, 0:3)
Tore: 0:1 Jaques (7.), 1:1 Reader (10.), 1:2 Wrobel (24.), 2:2 Masak (26.), 2:3 Schweiger (42.), 2:4 Jaques (46.), 2:5 Serikow (58.)
Schiedsrichter: Ulpi Sicorschi (Waldkraiburg)
Zuschauer: 1552; Strafminuten: 22 / 24.
RUNDSCHAU-Spieler des Tages der Füchse: Alan Reader.
Sonntag: EHC München – Lausitzer Füchse 5:4 (0:1, 2:1, 3:2)
Tore: 0:1 Brezina (8.), 1:1 Deitsch (21.), 1:2 Masak (26.), 2:2 Raubal (29.), 3:2 Robinson (52.), 3:3 Brezina (53.), 4:3 Rautert (55.), 5:3 Deitsch (59.), 5:4 Brezina (60.)
Schiedsrichter: Maximilian Plitz (Ottobrunn)
Zuschauer: 1291; Strafminuten: 12 / 14.
Quelle: LR vom 26.November 2007