Popeyes Füchse Im FanFokus
Liebe Freunde des traditionsreichen Weißwasseraner Eishockeys! Ja, ja- diesmal pfeift es etwas verspätet. Aber besondere Situationen fordern auch ein besonderes Zeitmanagement. Und deshalb habe ich mich entschieden, erst das Fanforum in Girbigsdorf im Haus des Peter- Hofmann- Doubles zu besuchen (Herzliche Grüße samt Dank nochmals!), und dann meine Meinung kund zu tun. Insofern also nun eine vermutlich gute, eine gute und eine sehr gute Nachricht! Die gute zuerst: Peter Szabo hat keine familiären Probleme! Das hat er vorhin ohne Einschränkungen bekräftigt und man darf davon ausgehen, dass er vor Weihnachten nicht um Vertragsauflösung ersuchen wird.
Die sehr gute Nachricht ist: Unser Coach Thomas Popiesch hat Probleme mit der Schwiegermutter. Dies zwar zunächst nur in Form des zwischen seinen Oberschenkeln beim Forum platzierten Tischbeins, weshalb ich gleich befürchtete, er könnte jetzt seinen Wechsel nach Ratingen oder Umgebung forcieren. Aber als er dann schelmisch lächelnd erklärte, seine „richtig problematische Schwiegermutter“ (Vielleicht habe ich das auch bloß falsch verstanden.) sei ja weit weg, da wusste ich, dass eventuell sogar eine vorzeitige Vertragsverlängerung drin sein könnte. Welch Glück für uns in Zeiten ach so häufiger Schwierigkeiten rund um den heimischen Herd. Derartigen Schwierigkeiten will ein noch namentlich nicht identifizierter ausländischer Spieler wahrscheinlich aus dem Weg gehen, weshalb er über einen Wechsel nach Weißwasser nachdenkt. Das wäre dann die vermutlich gute Nachricht, denn die vom Pressesprecher angekündigte mögliche Wochenendüberraschung in Form eines neuen Spielers würde die Vorfreude bis zum richtigen Fest sicher erträglicher machen und auch für die wahren Füchse- Fans als Zeichen dafür herhalten können, dass die Verantwortlichen im Fuchsbau nicht in Untätigkeit erstarren.
Womit wir bei einem Thema angekommen wären, was mir wichtig und gar nicht lustig ist. Denn wenn ich nach sechs Niederlagen in Folge, wovon zumindest drei mehr als unglücklich und nach weiß Gott akzeptablen Leistungen zustande kamen, hören muss, dass einerseits mit Liebesentzug („Die Zuschauer werden sich das nicht mehr lange angucken. Dann sinkt der Besuch ganz schnell.“) und andererseits Trainerdiskussionen argumentiert wird, dann stellt sich nur eine Frage- und das zum wiederholten Mal: Wo bleibt der Realitätssinn? Gleich danach folgt: Wollt ihr lieber Zweitligahockey mit hohem sportlichen Anspruch, dem man in WSW nur schwer und schon gar nicht ohne Vorlaufphase gerecht werden kann, oder reicht mittelprächtiges Oberligahockey? Wir leben weder im konjunkturellen Wirtschaftswunder- noch im Eishockey- Schlaraffenland. Wir laborieren noch heute an den Folgen des Versuchs, sportlichen Erfolg erkaufen zu wollen. Wenn denn jetzt der Satz gilt und gelebt wird, nur auszugeben, was auch da ist, dann ist das höchst ehrenwert. Und eben deshalb darf man als Füchse- Fan vermutlich noch etwas länger von den Play- offs träumen und auf den Klassenerhalt hoffen. Wie die wahre Realität aussieht, mit der man sich einfach arrangieren muss, hat „Popeye“ höchst trefflich in folgendem Satz zusammengefasst: „Der begnadete Topscorer, der sportlich UND menschlich passt, wird nicht in Weißwasser sondern für mehr Geld in einer schöneren Stadt spielen.“
Ja- so ist es! Leider! Deshalb sollen sich Trainer und Management ruhig Zeit lassen auf der Suche nach Ersatz oder Verstärkung im für uns machbaren Preis- Leistungs- Verhältnis. Wenn ihr den Ralf Hantschke das nächste Mal seht, guckt ihn euch genau an! Ihr werdet ein rechteckiges Ohr (Handy eingewachsen!) und ausgefranste Lippen bemerken. Schenkt man Gerüchten Glauben, dann soll er seit Sonntag mehr telefoniert haben, als eine durchschnittliche Ehefrau mit Liebhaber in einem Jahr...
Die ersten Schritte auf der Kapitänsbrücke wird der Martin Masak in Crimmitschau unternehmen. Gleich das komplette Führungstriumvirat hat unser Coach ausgetauscht. Neben Golle sind nun auch Fliege und der „Gefiederte“ entmachtet. Weshalb Maso dem Herrn Mozart schon bei der dritten Forumsfrage mit einem Kehlenschnitt drohte, hat sich mir zwar nicht ganz erschlossen. Entschlossen wirkte jedenfalls der neue Käpt’n, der unverdrossenen Kampf um den Anschluss an die Play- off- Plätze versprach. Lernen wird MM müssen, dass er als „Chef“ nicht nur Freunde sondern auch jede Menge Neider hat. Wenn er nicht aufpasst, wird er ausgetrickst. So wie Peter Szabo seinem Leader gleich mal reichlich Pommes stiebitzte...
Weniger komisch war das Verhalten einiger so genannter Fans aus den Blocks J und K beim Bietigheim- Spiel. Den Jörg Pohling derart primitiv zu beschimpfen, selbst wenn er in zwei/drei Situationen unglücklich aussah, zeugt weder von Stil noch von Sachverstand. Und den hämische Applaus gegen das eigene Team nach dem Empty-Net konnte ich nur so verstehen, dass man mit einem 2:4 zufriedener gewesen wäre, als dem Versuch, mit einem Feldspieler mehr doch noch was zu reißen. Aber beim nächsten Spiel dann wieder nörgeln, wenn bei einem knappen Rückstand der Torhüter zu spät vom Eis fährt... Leute: Ist denn „Wir sind ein Team!“, out? Wenn es nicht optimal läuft, dann gilt noch immer der Satz vom Zusammenstehen in guten wie in schlechten Zeiten! Jetzt zeigt sich nicht nur in der Mannschaft, ob sie Charakter hat.
In diese Schiene passt auch der geplante Sonderzug! Aktuell sollen 107 Anmeldungen vorliegen. Ganz ehrlich: Das ist ein Armutszeugnis für einen Verein, der immer die besten Fans der Welt in seinen Reihen glaubt. Oder die Besten sind halt nur reichlich 50 Leute. Geradezu charakteristisch für regelmäßige Stimmungsmache ist der Satz: „Wozu anmelden- der Zug fährt ja eh nicht?!“ Hallo: Seid Ihr denn alle schon ein wenig Axel? Hätten eure Eltern in vergleichbarer Art nach dem Motto gelebt: Wozu poppen- auch Kinder werden alt und sterben!, dann könntet ihr heute nicht zum Eishockey gehen. ;-)) Die Ansage von Andreas Friebel war klar: Kommt der Zug nicht ins Rollen, dann werde man den Organisationsaufwand so schnell nicht mehr betreiben. Nachvollziehbar! Denn ein klareres Votum für DESINTERESSE kann es kaum geben. Man muss wirklich sehr lange suchen, um bei diesem Sonderzug das Haar in der Suppe zu finden! Und die Zeit, sich und die Tour vorzubereiten, ist lang genug.
Lang genug ist nun auch unsere Niederlagenserie. Da kommt doch das Derby am Freitag gerade richtig. Ich bin gespannt auf unsere Aufstellung. Noch mehr aber interessiert mich, ob jener Spieler, den ich namentlich noch nicht erwähnt habe, wirklich fehlt, oder ob eventuell die Mannschaft sogar befreiter aufspielt, als zuvor. Schön wäre, das Sachsenduell ginge gewaltfrei und sauber über die Bühne- mit einem Erfolg für den Osten!
In diesem Sinne: Bleibt sauber! Und: Alles was recht ist!
Euer Sebastian Matthieu
1 | Heidi | 29.11.2007 @ 08:14
Respekt und wiedereinmal vortrefflich dieser Bericht, Danke Sebastian
2 | Mozart | 29.11.2007 @ 08:15
@Seb Der Kehlenschnitt hing mit einem amerikanischen Einzelhändler zusammen... ;-)
3 | Jörg | 29.11.2007 @ 08:16
@2: Al so...
4 | 3liter | 29.11.2007 @ 09:37
Seid ihr denn alle schon ein wenig Axel .... Ich geh kaputt. Der war gut.
5 | esw77schrulle | 29.11.2007 @ 09:50
*lol* gut geschrieben und wieder sehr aufschlussreich!
6 | Fuchstino | 29.11.2007 @ 11:17
Sebastian sehr gut dicker daum nach oben :)
7 | Crazy Com | 29.11.2007 @ 12:40
Diesen Text sollte man den sogenannten Fans, die bei jedem kleinen Fehler anfangen zu pfeifen, und den ganzen Sonderzug-Meckerern mal kräftig um die Ohren pfeffern, vielleicht werden sie dann mal wieder klar im Kopf. Super geschrieben!!
8 | Axel Schweiss | 29.11.2007 @ 13:41
@7
Ich sagte es schon mal zu einen deiner Mitstreiter solange es solche Fans wie euch gibt wird hier auch kein Vorankommen zu sehen sein.Von voreingenommenen Leuten kann man halt keine eigene Meinung erwarten.Tschau Axel.
9 | Brian | 29.11.2007 @ 13:50
Damit willst du uns doch nicht etwa sagen das deine Art uns vorran bringen würde.
10 | ESWgirl | 29.11.2007 @ 15:02
ja ne...bi auch schon beim sonderzug angemeldet subbba geschriebn...
11 | Fuchs-Blau | 29.11.2007 @ 17:00
-es gibt nun aber auch fans wie axel,mit denen muß eben umgehen können und wer das nicht kann muß sich von ihm auch einiges um die ohren hauen lassen.manchmal kann ich ihn sogar verstehen die spieler haben diesen beruf gewählt und der profi steht nun mal im focus der öffentlichkeit und da gibt es sone und sone (fans),es muß dann eben vernüftig argumentiert werden aber das ist hier ja manchmal gar nicht möglich; weil eben andere meinungen von eingen so nicht akzeptiert werden.
» Die News ist älter als 14 Tage. Die Kommentarfunktion wurde deshalb deaktiviert.
Liebe Freunde des traditionsreichen Weißwasseraner Eishockeys! Ja, ja- diesmal pfeift es etwas verspätet. Aber besondere Situationen fordern auch ein besonderes Zeitmanagement. Und deshalb habe ich mich entschieden, erst das Fanforum in Girbigsdorf im Haus des Peter- Hofmann- Doubles zu besuchen (Herzliche Grüße samt Dank nochmals!), und dann meine Meinung kund zu tun. Insofern also nun eine vermutlich gute, eine gute und eine sehr gute Nachricht! Die gute zuerst: Peter Szabo hat keine familiären Probleme! Das hat er vorhin ohne Einschränkungen bekräftigt und man darf davon ausgehen, dass er vor Weihnachten nicht um Vertragsauflösung ersuchen wird.
Die sehr gute Nachricht ist: Unser Coach Thomas Popiesch hat Probleme mit der Schwiegermutter. Dies zwar zunächst nur in Form des zwischen seinen Oberschenkeln beim Forum platzierten Tischbeins, weshalb ich gleich befürchtete, er könnte jetzt seinen Wechsel nach Ratingen oder Umgebung forcieren. Aber als er dann schelmisch lächelnd erklärte, seine „richtig problematische Schwiegermutter“ (Vielleicht habe ich das auch bloß falsch verstanden.) sei ja weit weg, da wusste ich, dass eventuell sogar eine vorzeitige Vertragsverlängerung drin sein könnte. Welch Glück für uns in Zeiten ach so häufiger Schwierigkeiten rund um den heimischen Herd. Derartigen Schwierigkeiten will ein noch namentlich nicht identifizierter ausländischer Spieler wahrscheinlich aus dem Weg gehen, weshalb er über einen Wechsel nach Weißwasser nachdenkt. Das wäre dann die vermutlich gute Nachricht, denn die vom Pressesprecher angekündigte mögliche Wochenendüberraschung in Form eines neuen Spielers würde die Vorfreude bis zum richtigen Fest sicher erträglicher machen und auch für die wahren Füchse- Fans als Zeichen dafür herhalten können, dass die Verantwortlichen im Fuchsbau nicht in Untätigkeit erstarren.
Womit wir bei einem Thema angekommen wären, was mir wichtig und gar nicht lustig ist. Denn wenn ich nach sechs Niederlagen in Folge, wovon zumindest drei mehr als unglücklich und nach weiß Gott akzeptablen Leistungen zustande kamen, hören muss, dass einerseits mit Liebesentzug („Die Zuschauer werden sich das nicht mehr lange angucken. Dann sinkt der Besuch ganz schnell.“) und andererseits Trainerdiskussionen argumentiert wird, dann stellt sich nur eine Frage- und das zum wiederholten Mal: Wo bleibt der Realitätssinn? Gleich danach folgt: Wollt ihr lieber Zweitligahockey mit hohem sportlichen Anspruch, dem man in WSW nur schwer und schon gar nicht ohne Vorlaufphase gerecht werden kann, oder reicht mittelprächtiges Oberligahockey? Wir leben weder im konjunkturellen Wirtschaftswunder- noch im Eishockey- Schlaraffenland. Wir laborieren noch heute an den Folgen des Versuchs, sportlichen Erfolg erkaufen zu wollen. Wenn denn jetzt der Satz gilt und gelebt wird, nur auszugeben, was auch da ist, dann ist das höchst ehrenwert. Und eben deshalb darf man als Füchse- Fan vermutlich noch etwas länger von den Play- offs träumen und auf den Klassenerhalt hoffen. Wie die wahre Realität aussieht, mit der man sich einfach arrangieren muss, hat „Popeye“ höchst trefflich in folgendem Satz zusammengefasst:
„Der begnadete Topscorer, der sportlich UND menschlich passt, wird nicht in Weißwasser sondern für mehr Geld in einer schöneren Stadt spielen.“
Ja- so ist es! Leider! Deshalb sollen sich Trainer und Management ruhig Zeit lassen auf der Suche nach Ersatz oder Verstärkung im für uns machbaren Preis- Leistungs- Verhältnis. Wenn ihr den Ralf Hantschke das nächste Mal seht, guckt ihn euch genau an! Ihr werdet ein rechteckiges Ohr (Handy eingewachsen!) und ausgefranste Lippen bemerken. Schenkt man Gerüchten Glauben, dann soll er seit Sonntag mehr telefoniert haben, als eine durchschnittliche Ehefrau mit Liebhaber in einem Jahr...
Die ersten Schritte auf der Kapitänsbrücke wird der Martin Masak in Crimmitschau unternehmen. Gleich das komplette Führungstriumvirat hat unser Coach ausgetauscht. Neben Golle sind nun auch Fliege und der „Gefiederte“ entmachtet. Weshalb Maso dem Herrn Mozart schon bei der dritten Forumsfrage mit einem Kehlenschnitt drohte, hat sich mir zwar nicht ganz erschlossen. Entschlossen wirkte jedenfalls der neue Käpt’n, der unverdrossenen Kampf um den Anschluss an die Play- off- Plätze versprach. Lernen wird MM müssen, dass er als „Chef“ nicht nur Freunde sondern auch jede Menge Neider hat. Wenn er nicht aufpasst, wird er ausgetrickst. So wie Peter Szabo seinem Leader gleich mal reichlich Pommes stiebitzte...
Weniger komisch war das Verhalten einiger so genannter Fans aus den Blocks J und K beim Bietigheim- Spiel. Den Jörg Pohling derart primitiv zu beschimpfen, selbst wenn er in zwei/drei Situationen unglücklich aussah, zeugt weder von Stil noch von Sachverstand. Und den hämische Applaus gegen das eigene Team nach dem Empty-Net konnte ich nur so verstehen, dass man mit einem 2:4 zufriedener gewesen wäre, als dem Versuch, mit einem Feldspieler mehr doch noch was zu reißen. Aber beim nächsten Spiel dann wieder nörgeln, wenn bei einem knappen Rückstand der Torhüter zu spät vom Eis fährt... Leute: Ist denn „Wir sind ein Team!“, out? Wenn es nicht optimal läuft, dann gilt noch immer der Satz vom Zusammenstehen in guten wie in schlechten Zeiten! Jetzt zeigt sich nicht nur in der Mannschaft, ob sie Charakter hat.
In diese Schiene passt auch der geplante Sonderzug! Aktuell sollen 107 Anmeldungen vorliegen. Ganz ehrlich: Das ist ein Armutszeugnis für einen Verein, der immer die besten Fans der Welt in seinen Reihen glaubt. Oder die Besten sind halt nur reichlich 50 Leute. Geradezu charakteristisch für regelmäßige Stimmungsmache ist der Satz: „Wozu anmelden- der Zug fährt ja eh nicht?!“ Hallo: Seid Ihr denn alle schon ein wenig Axel? Hätten eure Eltern in vergleichbarer Art nach dem Motto gelebt: Wozu poppen- auch Kinder werden alt und sterben!, dann könntet ihr heute nicht zum Eishockey gehen. ;-)) Die Ansage von Andreas Friebel war klar: Kommt der Zug nicht ins Rollen, dann werde man den Organisationsaufwand so schnell nicht mehr betreiben. Nachvollziehbar! Denn ein klareres Votum für DESINTERESSE kann es kaum geben. Man muss wirklich sehr lange suchen, um bei diesem Sonderzug das Haar in der Suppe zu finden! Und die Zeit, sich und die Tour vorzubereiten, ist lang genug.
Lang genug ist nun auch unsere Niederlagenserie. Da kommt doch das Derby am Freitag gerade richtig. Ich bin gespannt auf unsere Aufstellung. Noch mehr aber interessiert mich, ob jener Spieler, den ich namentlich noch nicht erwähnt habe, wirklich fehlt, oder ob eventuell die Mannschaft sogar befreiter aufspielt, als zuvor. Schön wäre, das Sachsenduell ginge gewaltfrei und sauber über die Bühne- mit einem Erfolg für den Osten!
In diesem Sinne: Bleibt sauber! Und: Alles was recht ist!
Euer Sebastian Matthieu