Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Bericht vom Fanforum in Girbigsdorf
29.11.2007 | 11:41 Uhr von
Mittwochabend war es wieder soweit – der WochenKurier, als Sponsor und Unterstützer des Eissports in Weißwasser, lud zum jährlich stattfindenden Fanstammtisch in die „Sandschänke“ zu Girbigsdorf ein.
Der Pressesprecher der Füchse, Andreas Friebel, sprach nachher von einem sehr gut besuchten Forum mit vielen interessanten Fragen, die auch den Ereignissen der letzten Tage geschuldet waren.
Als erster Diskussionspunkt stand natürlich die Personalie Brezina auf der Tagesordnung. Füchse-Trainer Popiesch verteidigte die Entscheidung, ihn geholt zu haben. Man musste für seine Leistungsstärke leider andere Mängel in Kauf nehmen. Danach erläuterte Andreas Friebel noch mal die Vorgehensweise der Geschäftsführung zwecks Neuverpflichtungen, der Etat würde leider nicht mehr hergeben. Mehr oder weniger indirekt direkt wurde aber fürs kommende Wochenende eine Überraschung für die Fans angekündigt... Als ein Fan danach meinte, dass die Transferpolitik bei der derzeitigen Niederlagenserie Zuschauer kosten würde, zeigte sich Thomas Popiesch traurig darüber, dass sich die Fans nach einer Niederlagenserie so schnell vom Team abwenden würden, was sie zum Saisonbeginn noch so euphorisch gefeiert hätten.

Als nächste kam man auf die Stimmung im Team zu sprechen. Neu-Kapitän Masak meinte dazu: Die Stimmung ist nicht schlecht, wir haben keinen großen Abstand nach oben und wir wollen da wieder hoch. Für uns ist es kein großes Problem, dass Robert weg ist, wir werden weiter kämpfen!“

Zur Umbesetzung der Kapitänsposten äußerte sich Thomas Popiesch wie folgt: „Die Vorgänger wurden von der Mannschaft gewählt. Dies finde ich nicht schlecht, aber jetzt muss eine Reaktion des Teams kommen. Ich will die neuen Kapitäne mehr in die Pflicht nehmen. Die „alten“ sollen sich mehr auf ihre eigene Leistung konzentrieren und da wollte ich sie entlasten. Mir fiel diese Entscheidung nicht leicht, weil da immer ein Nachgeschmack bleibt, dass die Vorgänger ihren Job nicht gut gemacht hätten. Dem ist aber nicht so.“

Die Fans wollten danach vom Trainer wissen, warum man in letzter Zeit viele Spiele in den letzten Minuten verloren hätte? Der Trainer merkte dazu an, dass man auch viele gewonnen hätte, aber in den ersten siegreichen Spielen mussten einige Schlüsselspieler über Gebühr beansprucht werden, so dass diese dann auch später Fehler gemacht hätten.

Auch das Thema Straube kam noch mal zur Sprache, besonders wie die Mannschaft Straube ersetzen soll? Thomas Popiesch meinte dazu, dass die Mannschaft das als Team kompensieren muss, man hat keinen Spieler, der ihn 1-1 ersetzen könnte. Wir hätten viele junge Spieler, die nebenher arbeiten müssen und deshalb anders angefasst werden müssen und jetzt natürlich kein Leistungslevel eines Straube aufweisen könnten. Andreas Friebel meinte noch auf Nachfrage, dass man verrückt wäre, nicht die Kontakte eines Straubes zu nutzen, um für die Zukunft eine Scouting-Alternative zu haben.

Lieblingsthema vieler Fans sind die Schiedsrichter. Auch diese kamen natürlich zur Sprache. Überraschenderweise hatte Trainer Popiesch viel Lob für sie übrig. Popiesch: „Ich war als Spieler permanent am Schimpfen. Im letzten Jahr wurden wir teilweise wirklich krass benachteiligt, aber dieses Jahr sieht es da viel besser aus. Wir haben glaube ich sogar die meisten Überzahlsituationen in Überzahl. Schiedsrichter können Spiele nicht allein entscheiden, zum Beispiel in Landsberg, da waren wir eben auch so schlecht, dass wir da auch so mit so einer Leistung verloren hätten.“

Da man gerade so schön beim Unter- und Überzahlspiel war, so kam auch dieses Thema auf den Tisch. Der Trainer zeigte sich mit dem Überzahlspiel relativ zufrieden, da man da noch im Soll wäre. Ihm sei aber natürlich auch aufgefallen, dass in den letzten Spielen zuwenig Bewegung im Power-Play war. Sorgen macht ihm das Unterzahlspiel, da sei man vom ersten auf den letzten Platz in der Ligastatistik gerutscht. Penalty-killing wäre reine Arbeit und die habe man in den letzten Spiel doch arg vernachlässigt.

Auch Peter Szabo sollte an diesem Abend nicht untätig bleiben. In einem Deutsch-Englisch-Tschechisch-Simultandolmetschen wurde es einige Male sehr lustig. Für die meiste Stimmung sorgte die Frage von unserem Kolumnisten Sebastian Matthieu, wann es bei Szabo familiäre Probleme geben würde. Die Antwort ohne mit der Wimper zu zucken: „Bei mir ist alles in Ordnung.“
Danach kam die Frage auf, ob Peter einen besonderen Druck auf sich spüre, nachdem der nächste Leistungsträger das Team verlassen hätte. Aber auch diese Frage konnte er verneinen. Im Anschluss daran sollte er einmal kurz erläutern, was er vor der Saison über die Bundesliga wusste und wie er die Bundesliga im Vergleich mit der ECHL bewerten würde. Er kannte die 2.Liga vorher nur über seinen Agenten und findet das Spiel in der 2.Liga komplexer, da viele erfahrene Spieler in der 2.Liga spielen. In Nordamerika wird nur (Dump'n'Chase) tief reingespielt und dann hinterher gerannt.

War man eben noch in der Gegenwart, warf man danach noch einen Blick in die Zukunft. Thomas Popiesch will sich bei der Entwicklung des Standortes WSW dabei nicht von Kurzfristigkeiten blenden lassen. Man müsste langfristig und mit Geduld arbeiten, denn dann könnte man die zukünftigen Schlüsselspieler aus den eigenen Reihen ziehen.
Andreas Friebel merkte dazu noch an, dass der Stadtrat beschlossen hätte, dass die Stadt als Bauherr für eine neue Halle auftritt. Eine neue Halle gäbe für die Zukunft noch mehr Perspektiven.

Randnotizen:
Am Rande des Forums wurde noch bekannt, dass Marco Noack verletzt ist und am Wochenende wahrscheinlich ausfallen wird. Dafür ist aber Boris Ackers wieder an Bord.
Robert Hoffmann ist Papa geworden, Anton Edgar heißt sein Sohn. Herzlichen Glückwunsch der Familie Hoffmann!
1842 mal gelesen
 
1 | Heidi | 29.11.2007 @ 15:03
Danke Moazrt für den Bericht.. siehst Du wirst gebgraucht und lass Deine Gedanken lieber bei der Page und bleib Ihr treu...
2 | Mozart | 29.11.2007 @ 15:06
Wenn beruflich alles klappt, ist für mich ab spätestens März eh hier Schicht im Schacht...
3 | esw77schrulle | 30.11.2007 @ 09:42
ich muss ja ehrlich zu geben: zu beginn war ich kein großer von popiesch, aber meine meinung revediere ich (inzwischen aber schon eine ganze weile). seine antworten sind sehr gut und vor allem mit großem realtitätssinn. er spricht zudem ehrlich das, was er denkt - hut ab! ich gehe dvaon aus, wenn alle mitziehen (team UND fans), dann dürften wir beim saisonabschluss sicher auf platz 9 oder 10 stehen. ich bin fest davon überzeugt! na dann starten wir heut abend erst mal durch :-) viel glück!
4 | Magdeburger | 01.12.2007 @ 16:36
Das geht in die Hose. Wenn ein Trainer sagt, wir haben ja auch viel gewonnen. Bei 8 Siegen und 14 (da waren es erst 13) Niederlagen. Die Siege gegen die angeschlagenen Regensburger und Bremerhaven (haben sich sicher mitlerweile gefangen), Riesersee, Heilbronn, München und Crimme. Wenn nicht für Straube und Brezel passender Ersatz kommt, glaube ich nicht, dass der ESW die Klasse hält.
5 | Fuchs | 01.12.2007 @ 17:00
klar läuft es zur zeit nicht gut. aber es wird ach wieder bergauf gehen. wir liegen nur einen punkt hinter dem angestrebten 10. platz
6 | Magdeburger | 02.12.2007 @ 13:52
Wir werden sehen. Dresden hatte letztes Jahr ungefähr die gleichen Probleme (Leute gingen/ wurden gegangen, kam kein Ersatz) Die Saison ist noch lang. Für den Sport im Osten, freue ich mich natürlich, wenn du recht hast, doch ich sehe das nicht so optimistisch. Warten wir mal die nächsten vier Spiele ab, dann können wir ja nochmal dieses Thema aufgreifen.
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