Dynamos aus Weißwasser und Berlin krönen 75. Jubiläum
Erinnerungen kamen Samstag hoch, Rückschau auf glorreiche Lausitzer Eishockeyzeiten. Das Jubiläum «75 Jahre Eissport in Weißwasser» wurde gefeiert. Fans und Kufenprominenz waren gekommen – und sie alle hatten ihren Spaß.
Momente nach dem Spiel in Weißwassers Kabine – einstige Cracks mit den Eheleuten Pinter aus dem Fuchsbau. Foto: A. Kurtas
Höhepunkt des Tages war dabei zweifelsfrei das Traditionsduell zwischen den Dynamos aus Weißwasser und Berlin. Im letzten Jahr des Bestehens der DDR hatten die Weißwasseraner nochmals den Titel erkämpfen können. Nun galt es, dieses Spiel gewissermaßen noch einmal Revue passieren zu lassen. Zahlreiche Akteure der damaligen Widerparts hatten sich noch einmal in die Monturen gezwängt. Auch Wolfgang Plotka, der 1989/90 längst nicht mehr aktiv Eishockey spielte. Der heute 65-Jährige ist aber nach wie vor ein Eishockey-Narr. Auf die Frage, ob die Berliner sich tatsächlich in der Lage sehen, Weißwassers Aufgebot diesmal in die Knie zu zwingen, hatte er ein klares «Ja» als Antwort parat.
Reichlich eintausend Zuschauer mögen es gewesen sein, die sich vom effektiv 45-minütigen Eisspektakel in den Bann ziehen ließen. Und einmal mehr zeigte sich, dass der Heimvorteil nicht unbedingt ein Bonus sein muss. Denn Berlins relativ kleines Häuflein der Unentwegten – 13 Cracks waren gekommen – erwiesen sich als Bollwerk gegen die Lausitzer Gewinnansprüche. Vor allem René Bielke im Kasten der Bundeshauptstädter zeigte hervorragende Paraden, sein Gegenüber Thomas Bresagk aber auch. Trotzdem anerkannten die Fans im Eishallen-Rund, dass die Jungs vom einstigen SC Dynamo teilweise die feinere Klinge schlugen. Sicherlich hatte daran Coach Joachim Ziesche nicht unerheblichen Anteil. Denn schon wie zu harten Konkurrenzzeiten vor der Wende wusste er sein Team auf die entscheidenden Momente richtig einzustellen. «Wir haben das vorher schon besprochen» , schmunzelte der Lange im Gespräch mit einer Weißwasseraner Eishockey-Legende. Gemeint ist Peter Slapke, der wie viele seiner einstigen Teamkollegen auch von weither angereist war. «Schön, die alten Kumpels mal wiederzusehen» , betonte Slapke. Und diese Meinung hatte er nicht exklusiv, denn einstige Mitstreiter wie Rolf Bielas, Tom Göbel, Andreas Gebauer, Jens Feller, Gerd Vogel, Ingolf Spantig taten es ihm gleich, kamen, plauschten, jubilierten ob des Jubiläums.
Interessant auch die vielen «Auswärtigen» , die der Weißwasseraner Eishockey-Vergangenheit huldigten und ihrer Zukunft alles Gute wünschen wollten. Dieter «Hanne» Frenzel und Wolfgang Nickel, gestandene Weißwasseraner Spieler in späteren Berliner Diensten gehörten dazu. «Ich werde regelmäßig mit Informationen über Weißwasser durch Inge Mann versorgt» , erzählte Hanne Frenzel, der mit dem verstorbenen Weißwasser-Verteidiger Paul Mann eng befreundet war. Dass die Weißwasseraner Eliten von Manfred Buder über Heinz Kuczera, Klaus Hirche, Rainer Tudyka, Helmut Novy, Wolfgang Fischer, Ralf Thomas, Hartwig Schur und viele andere auch vertreten waren, versteht sich eigentlich von selbst.
Ach ja, 3:3 remis ging das Traditionsspiel der Dynamos aus Weißwasser und Berlin aus. Thomas Graul, inzwischen Rechtsanwalt, und der Arzt Jens Ziesche machten die Tore des Hauptstadtklubs. Weißwassers Schützen waren Jan Schinköthe, Ralf Hantschke und Kapitän Jochen Hördler. Dass das anschließende Penalty-Schießen zugunsten der Berliner ausging, und Dieter «Hanne» Frenzel dabei lupenrein einen Puck versenkte, muss nicht unbedingt hervorgehoben werden. Die Party insgesamt war einfach zu schön. (Joachim Langner)
Erinnerungen kamen Samstag hoch, Rückschau auf glorreiche Lausitzer Eishockeyzeiten. Das Jubiläum «75 Jahre Eissport in Weißwasser» wurde gefeiert. Fans und Kufenprominenz waren gekommen – und sie alle hatten ihren Spaß.
Reichlich eintausend Zuschauer mögen es gewesen sein, die sich vom effektiv 45-minütigen Eisspektakel in den Bann ziehen ließen. Und einmal mehr zeigte sich, dass der Heimvorteil nicht unbedingt ein Bonus sein muss. Denn Berlins relativ kleines Häuflein der Unentwegten – 13 Cracks waren gekommen – erwiesen sich als Bollwerk gegen die Lausitzer Gewinnansprüche. Vor allem René Bielke im Kasten der Bundeshauptstädter zeigte hervorragende Paraden, sein Gegenüber Thomas Bresagk aber auch. Trotzdem anerkannten die Fans im Eishallen-Rund, dass die Jungs vom einstigen SC Dynamo teilweise die feinere Klinge schlugen. Sicherlich hatte daran Coach Joachim Ziesche nicht unerheblichen Anteil. Denn schon wie zu harten Konkurrenzzeiten vor der Wende wusste er sein Team auf die entscheidenden Momente richtig einzustellen. «Wir haben das vorher schon besprochen» , schmunzelte der Lange im Gespräch mit einer Weißwasseraner Eishockey-Legende. Gemeint ist Peter Slapke, der wie viele seiner einstigen Teamkollegen auch von weither angereist war. «Schön, die alten Kumpels mal wiederzusehen» , betonte Slapke. Und diese Meinung hatte er nicht exklusiv, denn einstige Mitstreiter wie Rolf Bielas, Tom Göbel, Andreas Gebauer, Jens Feller, Gerd Vogel, Ingolf Spantig taten es ihm gleich, kamen, plauschten, jubilierten ob des Jubiläums.
Interessant auch die vielen «Auswärtigen» , die der Weißwasseraner Eishockey-Vergangenheit huldigten und ihrer Zukunft alles Gute wünschen wollten. Dieter «Hanne» Frenzel und Wolfgang Nickel, gestandene Weißwasseraner Spieler in späteren Berliner Diensten gehörten dazu. «Ich werde regelmäßig mit Informationen über Weißwasser durch Inge Mann versorgt» , erzählte Hanne Frenzel, der mit dem verstorbenen Weißwasser-Verteidiger Paul Mann eng befreundet war. Dass die Weißwasseraner Eliten von Manfred Buder über Heinz Kuczera, Klaus Hirche, Rainer Tudyka, Helmut Novy, Wolfgang Fischer, Ralf Thomas, Hartwig Schur und viele andere auch vertreten waren, versteht sich eigentlich von selbst.
Ach ja, 3:3 remis ging das Traditionsspiel der Dynamos aus Weißwasser und Berlin aus. Thomas Graul, inzwischen Rechtsanwalt, und der Arzt Jens Ziesche machten die Tore des Hauptstadtklubs. Weißwassers Schützen waren Jan Schinköthe, Ralf Hantschke und Kapitän Jochen Hördler. Dass das anschließende Penalty-Schießen zugunsten der Berliner ausging, und Dieter «Hanne» Frenzel dabei lupenrein einen Puck versenkte, muss nicht unbedingt hervorgehoben werden. Die Party insgesamt war einfach zu schön. (Joachim Langner)
Quelle: Lausitzer Rundschau Lokalteil WSW vom 17.12.2007