Weil ihnen die Weihnachstrikots Glück bringen, planen die Füchse einen besonderen Coup
Die Lausitzer Füchse stehen vor einem wahren Heimspiel-Marathon in der 2. Eishockey-Bundesliga: Von den fünf bis zum Jahreswechsel noch ausstehenden Partien finden vier in Weißwasser statt. In ihren neuen Weihnachtstrikots gelangen den Füchsen zuletzt drei Heimsiege in Folge. Deshalb planen sie nun einen ganz besonderen Coup.
In Weißwasser trägt der Fuchs derzeit eine Weihnachtsmann-Mütze. Das Maskottchen wurde sozusagen der Jahreszeit angepasst. Auf den Weihnachtstrikots der Zweitliga-Profis, die der Verein wieder extra für die Spiele im Dezember anfertigen ließ, blickt der Fuchs auf eine schneebedeckte Winterlandschaft. Dieses Bild ist zwar nicht unbedingt typisch für die Lausitz, erweist sich bislang aber als erfolgsträchtig. Denn seitdem die Füchse diese Trikots tragen, haben sie in eigener Halle ausnahmslos gewonnen. Drei Spiele, drei Siege – so lautet die makellose Bilanz.
Was ist also dran an der Magie der Weihnachtsmann-Mütze? «Im Sport spielen sich sehr viele Dinge im Kopf ab. Dazu gehört auch eine Portion Aberglaube» , sagt Trainer Thomas Popiesch in einem Interview mit dem Stadion-Magazin «Füchse-Inside» vor der Partie heute gegen Ravensburg (19.30 Uhr). Es sei offensichtlich, dass sich die Spieler in den Weihnachtstrikots besonders wohl fühlen. «Und wenn dann solche Ergebnisse herauskommen, dann sollten wir alles daran setzten, dass wir weiter erfolgreich sind.»
Ausnahmegenehmigung liegt vor
Deshalb planen die Füchse einen besonderen Coup: Sie wollen ihre weihnachtlichen Heimtrikots jetzt auch auswärts anziehen. Zum Beispiel am Sonntag in der Partie bei den Heilbronner Falken. Allerdings hat die Sache einen juristischen Haken. Wenn die Füchse nämlich auswärts in ihren dunkelblauen Heimtrikots auflaufen, dann müssten die Gastgeber auf ihre gewohnte Spielkleidung verzichten. In den Durchführungsbestimmungen der Eishockey-Spiel betriebsgesellschaft (ESBG) gibt es dazu eine klare Festlegung: «Jede Mannschaft muss je einen Trikotsatz in dunkler und heller Farbe vorhalten. Das dunkle Spielertrikot ist bei Heimspielen, das helle bei Auswärtsspielen zu tragen» , heißt es unter Punkt 1.13.1. Die Füchse haben sich jedoch inzwischen eine Ausnahmegenehmigung von der ESBG geholt. Was jetzt noch fehlt, ist die Zustimmung des jeweiligen Kontrahenten. Der SC Riessersee lehnte das Weißwasseraner Ansinnen ab – prompt verloren die Füchse 3:6. Sollte die Magie der Mütze heute Abend zu Hause gegen Ravensburg wieder wirken, dann wollen die Füchse am Sonntag in Heilbronn einen erneuten Versuch unternehmen, um dort in ihren Weihnachts trikots antreten zu können.
Im bevorstehenden Heimspiel-Marathon mit den Partien heute gegen Ravensburg, am 26. Dezember gegen Schwenningen, am 28. Dezember gegen Regensburg sowie am 30. Dezember gegen Heilbronn kommen die Glücksbringer natürlich sowieso zum Einsatz. Entsprechend groß sind die Erwartungen im Fuchsbau. «Der Heimvorteil ist sehr wichtig für uns. In diesen vier Partien fällt zwar noch keine Vorentscheidung über das Erreichen der Play-offs sowie der Plätze neun und zehn. Aber sie haben eine große Bedeutung für den weiteren Saison verlauf» , sagt Trainer Popiesch.
Derzeit liegen die Füchse auf dem 9. Platz, der den Klassenerhalt bedeuten würde. Die Play-offs der besten acht Teams, die ihnen zusätzlich noch mindestens zwei lukrative Heimspiele bescheren würden, sind sechs Zähler entfernt. «Wir haben immer gesagt, dass wir möglichst lange um diese Plätze mitspielen wollen. Das ist uns bisher gelungen. Also liegen wir im Soll» , betont Popiesch.
Straube kommt zurück
Um dieses Ziel nicht aus den Augen zu verlieren, geht die Suche nach Verstärkungen weiter. Auch Marcel Juhasz ist offenbar wieder ein Thema. Die Füchse wollten den Stürmer schon im Sommer verpflichten. Damals gab Juhasz jedoch dem inzwischen finanziell angeschlagenen EV Landsberg den Vorzug. Zudem besteht Interesse an einer Rückkehr von Martin Sekera und Chris Straube (die RUNDSCHAU berichtete). Dass Straube nach seinem kurzen Nordamerika-Gastspiel nach Deutschland zurückkehrt, steht jetzt definitiv fest: Anfang Januar bricht er seine Zelte bei den Pensacola Ice Pilots in der 3. Profilliga ECHL ab.
Bis mögliche Verstärkungen da sind, müssen es der kleine Kader und eben die Weihnachtstrikots richten. Kurios: Im vergangenen Jahr spielten die Füchse Anfang Dezember ebenfalls in Weihnachtstrikots. Weil sie damals aber laufend verloren, wurden die Trikots vorzeitig aus dem Verkehr gezogen. Danach sieht es diesmal nicht aus. Im Gegenteil! «Wenn sie uns weiterhin so viel Glück bringen, dann spielen wir notfalls auch bis Ostern in den Weihnachtstrikots» , kündigt Füchse- Sprecher Andreas Friebel an.
Kehrt Straube nur nach Deutschland zurück oder zu uns?
2 | Hoywoyfux | 21.12.2007 @ 09:36
@1 Weihnachtszeit-Heimlichkeit. An der Börse heißt es kaufe das Gerücht, verkaufe die Wahrheit. So gibts weiter Spekulation (und Spannung). Vorerst reicht es mir, wenn unsere Jungs solch gute Leistung abliefern wie in den letzten Spielen. Vorallem sei hier die dritte Reihe-unsere Eigengewächse genannt, die hervorragend die anderen entlasten -HEY, IHR "KLEINEN", HERHÖREN - IHR SEID GEMEINT - macht weiter so !!! / @A.Friebel - prima Idee, Du wandelst immer mehr auf Spuren von HFO.
3 | Crazy Com | 21.12.2007 @ 11:09
Kleiner Fehler. Letzte Saison stieß Adam Drgon zu uns, und da für ihn kein Weihnachtstrikot angefertigt wurde, mussten wir in den Normalen spielen, wo es Ersatztrikots ohne Namen gibt. Und prompt gewannen wir auch das erste Spiel und deshalb wurde für Adam erst garkein Weihnachtstrikot nachbestellt ;)
4 | Polly | 21.12.2007 @ 11:38
dieses jahr noch 12pkt zu hause und ich bin zu frieden. Egal ob oberkörper frei oder in Rosaplüsch.... Die Jungs wissen das Sie es können, und daran sollten sie glauben und immer denken....
5 | Makkaroni | 21.12.2007 @ 22:29
Mal was anderes!
Versteigert doch die Weihnachtstrikots, um C. Straube "mit"zu finanzieren (Beitrag der Fan`s).
Ich denke dann hätten alle was davon.
mfg
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Die Lausitzer Füchse stehen vor einem wahren Heimspiel-Marathon in der 2. Eishockey-Bundesliga: Von den fünf bis zum Jahreswechsel noch ausstehenden Partien finden vier in Weißwasser statt. In ihren neuen Weihnachtstrikots gelangen den Füchsen zuletzt drei Heimsiege in Folge. Deshalb planen sie nun einen ganz besonderen Coup.
In Weißwasser trägt der Fuchs derzeit eine Weihnachtsmann-Mütze. Das Maskottchen wurde sozusagen der Jahreszeit angepasst. Auf den Weihnachtstrikots der Zweitliga-Profis, die der Verein wieder extra für die Spiele im Dezember anfertigen ließ, blickt der Fuchs auf eine schneebedeckte Winterlandschaft. Dieses Bild ist zwar nicht unbedingt typisch für die Lausitz, erweist sich bislang aber als erfolgsträchtig. Denn seitdem die Füchse diese Trikots tragen, haben sie in eigener Halle ausnahmslos gewonnen. Drei Spiele, drei Siege – so lautet die makellose Bilanz.
Was ist also dran an der Magie der Weihnachtsmann-Mütze? «Im Sport spielen sich sehr viele Dinge im Kopf ab. Dazu gehört auch eine Portion Aberglaube» , sagt Trainer Thomas Popiesch in einem Interview mit dem Stadion-Magazin «Füchse-Inside» vor der Partie heute gegen Ravensburg (19.30 Uhr). Es sei offensichtlich, dass sich die Spieler in den Weihnachtstrikots besonders wohl fühlen. «Und wenn dann solche Ergebnisse herauskommen, dann sollten wir alles daran setzten, dass wir weiter erfolgreich sind.»
Ausnahmegenehmigung liegt vor
Deshalb planen die Füchse einen besonderen Coup: Sie wollen ihre weihnachtlichen Heimtrikots jetzt auch auswärts anziehen. Zum Beispiel am Sonntag in der Partie bei den Heilbronner Falken. Allerdings hat die Sache einen juristischen Haken. Wenn die Füchse nämlich auswärts in ihren dunkelblauen Heimtrikots auflaufen, dann müssten die Gastgeber auf ihre gewohnte Spielkleidung verzichten. In den Durchführungsbestimmungen der Eishockey-Spiel betriebsgesellschaft (ESBG) gibt es dazu eine klare Festlegung: «Jede Mannschaft muss je einen Trikotsatz in dunkler und heller Farbe vorhalten. Das dunkle Spielertrikot ist bei Heimspielen, das helle bei Auswärtsspielen zu tragen» , heißt es unter Punkt 1.13.1. Die Füchse haben sich jedoch inzwischen eine Ausnahmegenehmigung von der ESBG geholt. Was jetzt noch fehlt, ist die Zustimmung des jeweiligen Kontrahenten. Der SC Riessersee lehnte das Weißwasseraner Ansinnen ab – prompt verloren die Füchse 3:6. Sollte die Magie der Mütze heute Abend zu Hause gegen Ravensburg wieder wirken, dann wollen die Füchse am Sonntag in Heilbronn einen erneuten Versuch unternehmen, um dort in ihren Weihnachts trikots antreten zu können.
Im bevorstehenden Heimspiel-Marathon mit den Partien heute gegen Ravensburg, am 26. Dezember gegen Schwenningen, am 28. Dezember gegen Regensburg sowie am 30. Dezember gegen Heilbronn kommen die Glücksbringer natürlich sowieso zum Einsatz. Entsprechend groß sind die Erwartungen im Fuchsbau. «Der Heimvorteil ist sehr wichtig für uns. In diesen vier Partien fällt zwar noch keine Vorentscheidung über das Erreichen der Play-offs sowie der Plätze neun und zehn. Aber sie haben eine große Bedeutung für den weiteren Saison verlauf» , sagt Trainer Popiesch.
Derzeit liegen die Füchse auf dem 9. Platz, der den Klassenerhalt bedeuten würde. Die Play-offs der besten acht Teams, die ihnen zusätzlich noch mindestens zwei lukrative Heimspiele bescheren würden, sind sechs Zähler entfernt. «Wir haben immer gesagt, dass wir möglichst lange um diese Plätze mitspielen wollen. Das ist uns bisher gelungen. Also liegen wir im Soll» , betont Popiesch.
Straube kommt zurück
Um dieses Ziel nicht aus den Augen zu verlieren, geht die Suche nach Verstärkungen weiter. Auch Marcel Juhasz ist offenbar wieder ein Thema. Die Füchse wollten den Stürmer schon im Sommer verpflichten. Damals gab Juhasz jedoch dem inzwischen finanziell angeschlagenen EV Landsberg den Vorzug. Zudem besteht Interesse an einer Rückkehr von Martin Sekera und Chris Straube (die RUNDSCHAU berichtete). Dass Straube nach seinem kurzen Nordamerika-Gastspiel nach Deutschland zurückkehrt, steht jetzt definitiv fest: Anfang Januar bricht er seine Zelte bei den Pensacola Ice Pilots in der 3. Profilliga ECHL ab.
Bis mögliche Verstärkungen da sind, müssen es der kleine Kader und eben die Weihnachtstrikots richten. Kurios: Im vergangenen Jahr spielten die Füchse Anfang Dezember ebenfalls in Weihnachtstrikots. Weil sie damals aber laufend verloren, wurden die Trikots vorzeitig aus dem Verkehr gezogen. Danach sieht es diesmal nicht aus. Im Gegenteil! «Wenn sie uns weiterhin so viel Glück bringen, dann spielen wir notfalls auch bis Ostern in den Weihnachtstrikots» , kündigt Füchse- Sprecher Andreas Friebel an.
Quelle: Lausitzer Rundschau vom 21.12.2007