Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Die Schwäne erweisen sich als zäh
27.12.2007 | 10:32 Uhr von
Läuferisch überlegene Schwenninger trotzen den Füchsen einen verdienten Auswärtssieg ab.
Vor dem Spiel machten kulinarische Vergleiche die Runde: Einen Tag nach der Weihnachtsgans ließen sich auch die Schwäne verspeisen. Aber die Wild Wings blieben den Füchsen im Hals stecken.

Die Physis der Schwenninger entschied das Spiel, immer wieder erliefen sie sich Überzahlmomente und verdichteten die Räume. Auch Füchse-Stürmer Steve Crampton (Mitte) wurde früh gestört. Foto: Peter Aswendt
Dabei haben sich die Lausitzer gegen den Tabellenzweiten gut verkauft, der sich als der erwartet schwere Gegner erwies. Schwenningen beeindruckte durch Athletik und vor allem Schnelligkeit, so dass die Füchse wenig Freiräume für ihre Angriffe vorfanden, die Gäste sich andererseits immer wieder lokale Überzahlsituationen erarbeiten konnten.

Obwohl die Weißwasseraner nur selten ein echtes Konzept gegen die kompakten Schwenninger fanden, war das erste Drittel noch ausgeglichen. Pohling und Gosdeck versuchten sich zu Spielbeginn mit Schüssen, bleiben aber ebenso erfolglos wie Szabo nach elf Minuten, der nach einem Schuss von Reader nachsetzte. Auf der anderen Seite machten es Schröder und Deniset bei ihren Chancen nicht besser.

Die Füchse unter Druck

In den Schlussminuten des Drittels geriet die Abwehr der Füchse ins Wanken, Zuordnungsschwierigkeiten erlaubten den agilen Gästen mehrere Einschussmöglichkeiten, Selea knallte den Puck lediglich an die Latte.

Die Schwäne nahmen ihren Elan mit in das zweite Drittel und hatten schließlich Erfolg. Wieder einmal erliefen sie einen tiefen Pass gegen das zu früh attackierende und damit weit aufgerückte Heimteam. Zu zweit rauschten sie auf das Tor von Mc Donald zu, Dusan Frosch könnte abspielen, bleibt aber eigensinnig und hämmert die Scheibe rechts oben ins Tor.

Auch die Füchse hatten nun ihre Möglichkeiten. Eine Szabo-Direktabnahme nach schönem Hintertor-Zuspiel von Reader stoppte der sehr aufmerksame Goalie Steffen Karg vor der Torlinie. Nach sieben gespielten Minuten musste Jon Smyth wegen Stockschlagens für fünf Minuten plus Spieldauer vom Eis – fünf Minuten Zeit für die Füchse, in Überzahl zum Ausgleich zu gelangen. Aber gerade in Unterzahl demonstrierte der SERC seine läuferische Überlegenheit, schuf sich so mehr Kontergelegenheiten als die Füchse echte Tormöglichkeiten hatten. So parierte McDonald gegen den durchgebrochenen Whitecotton.

In Überzahl legte Schwenningen nach, diesmal spielte Frosch in einer Zwei-gegen-Eins-Situation hinüber nach links zu Slavetinsky, der zimmerte den Puck über die Schulter von McDonald unter die Latte des Füchsetores. Vogl hatte dann noch eine Gelegenheit zum Anschlusstreffer, zog aber im Laufduell mit einem Gästeverteidiger den Kürzeren und wurde noch abgeblockt.

Im Schlussabschnitt bot sich ein ähnliches Bild: Schwenningen ließ wenig zu, lief geschickt in die freien Räume und war meist einen Tick schneller als der Gastgeber. Und wieder war es Frosch, der sich eine Überzahlsituation ersprintet und den Pass von seiner rechten Seite nach links spielt. Selea hatte wenig Mühe, zum 3:0 einzuschießen.

Toller Schuss von Bartlick

Auch die Füchse schlugen jetzt zu. Fünf Sekunden war eine ihrer zahlreichen Überzahlsituationen alt, da zog Bartlick einen herrlichen Schuss rechts unter die Latte. Karg im SERC-Tor war machtlos. Sofort war die zwischenzeitlich recht still gewordene Kulisse wieder da, die Lausitzer zeigten sich endlich druckvoll, gaben noch einmal alles.

Aber ein Tor sollte ihnen nicht mehr gelingen, besonders in Überzahlsituationen bot sich das bekannte Bild: Schwenningen blieb durch schnelle Konter das gefährlichere Team.

Zwei Minuten vor dem Ende nahm Popiesch Torwart McDonald raus, um mit einer Sechs-Gegen-Vier Überzahl den Treffer zu erzwingen. Der Puck wurde jedoch vertändelt, zu zweit standen die Wild Wings einem Lausitzer Verteidiger gegenüber, umspielten ihn mühelos und markierten den 4:1-Endstand.

Dennoch verabschiedete das Heimpublikum seine Mannschaft mit Applaus. Es hatte eine couragierte Leistung gegen starke Schwenninger zur Kenntnis genommen, die zu Recht in der Tabelle dort oben stehen. (Marcel Pochanke & Ronny Reddo)

Stimmen:

Greg Pruden (Trainer Schwenninger Wild Wings): Wir haben im Vorfeld gewusst, dass es für uns hier keine leichte Aufgabe werden würde und uns entsprechend darauf eingestellt. Der Sieg war verdient, aber wirklich ein hartes Stück Arbeit. Ich habe ein flüssiges und dabei hart geführtes, aber keineswegs unfaires Eishockeyspiel gesehen. Daran hatten beide Teams ihren Anteil.

Thomas Popiesch (Trainer Lausitzer Füchse): Nur mit dem Ergebnis bin ich wirklich unzufrieden. Unsere Einstellung, die Intensität mit der die Jungs in jeder Szene zu Werke gingen, das hat mir als sehr gut gefallen.

Der kräftemäßige Schwund war dennoch zu sehen, wir konnten läuferisch nicht mit den Wild Wings mithalten. Dadurch waren wir auch nicht in der Lage, uns die ganz zwingenden Chancen zu erspielen. Das Ergebnis geht daher mit dem Sieg für die bessere Mannschaft in Ordnung.

Was eventuelle Neuverpflichtungen betrifft, kann ich sagen, dass der aktuelle Kader auch in den nächsten Wochen der gleiche bleiben wird. Es sei denn, es verletzen sich noch mehrere Spieler für längere Zeit. Dann müssten wird natürlich reagieren.

Quelle: Sächsische Zeitung Lokalteil WSW vom 27.12.2007
967 mal gelesen
 
1 | SEFI | 27.12.2007 @ 11:11
"...dass der aktuelle Kader auch in den nächsten Wochen der gleiche bleiben wird." - Hat man keinen Platz mehr im Etat oder will man kein Geld ausgeben? Man wartet und wartet und am Ende sagt man, es war nichts zu bekommen. Diese zögerlichen Haltung wird sich auch ein Manager bei eventuellem Misserfolg am Saisonende vorhalten lassen müssen.
2 | elarenal | 27.12.2007 @ 11:15
Komisch. Vor kurzem wurde gesagt, in ein bis zwei Wochen können wir Vollzug melden bzgl. neuer Spieler. Hier wird doch geredet wie man es gerade braucht.
3 | HeavensDJ | 27.12.2007 @ 11:47
geld dürfte eigentlich da sein, man liegt noch über der kalkulation und die teuersten spieler sind weg! aber damit der kalkulierte zuschauer schnitt so bleibt und der klassenerhalt nich flöten geht sollte man wirklich mal was neues bringen!
4 | Arni | 27.12.2007 @ 12:09
So langsam habe auch ich zweifel ob man sich ernsthaft um neue Spieler bemüht? Bei anderen Vereinen kommen und gehen die Spieler, und bei uns kriechen die fast auf dem Zahnfleisch. Es sollte unverzüglich eine aufstockung des Kaders erfolgen, wenn man nicht die halbe Manschaft verheizen will!
5 | Christian | 27.12.2007 @ 12:16
Lieber den aktuellen Kader beibehalten, als das zu erleben, was grad in Landsberg passiert!
6 | esw77schrulle | 27.12.2007 @ 12:21
@5: was nutzt uns letztlich der aktuelle kader (der ja im grunde nicht schlecht ist, wie man auch die letzten male sehe konnte!), wenn es einfach zu wenig spieler sind und sie jetzt schon, in der halbzeit der saison, total ausgepowert sind? lass mal jemand verletzt sich... gestern waren es noch genau 15 feldspieler und 2 torhüter. wir haben den kleinsten kader der gesamten liga! jungen wilden werden immer besser, aber die leistungsträger bauen immer mehr ab - es ist einfach to much!
7 | Hoywoyfux | 27.12.2007 @ 12:35
Stimmt schon & Verständlich , was manche so sagen. Doch sind Einaufstouren Gewinngarantien ?? (siehe Auftritt einer zus.gekauften Gastmannschaft im Fuchsbau v. 21.12.07) Beim Pokern gewinnt der, der Nerven strapaziert und vorallem bis zuletzt Nerven hat. Also - auch wenn die Lage dünn (sehr dünn) ist, am Ende wird abgerechnet. Im übr tut Hantschke gut, nicht alles, was tatsächl passiert (und passieren könnte), gleich an die große Glocke zu hängen ...
8 | Frank | 27.12.2007 @ 13:59
Dass man in Ruhe sucht ist natürlich absolut i.O. Aber: sieben der nächsten zehn Spiele bestreiten wir gegen Teams, die in der Tabelle hinter uns stehen (hab LL angesichts ihrer Situation mal mitgerechnet). Heißt: bis Ende Januar kann man den Grundstein zum Klassenerhalt legen. Insofern wäre jetzt genau der richtige Zeitpunkt für eins zwei drei Neue/Alte.
9 | Fuchs-Blau | 27.12.2007 @ 15:36
Also gegen Schwenningen zuverlieren denke ich mal ist keine Schande aber wie es dann wieder passiert ist das ist das traurige!Und wenn ich so auf den Kalender schau bis zur wechselfrist ist es auch nicht mehrso viel Zeit ,denn andere werden sich hier und da auch nochmal um schauen.Und vom Verletzungspech bleiben unsere Füchse auch nicht verschont also sind die Verantwortlichen nochmal gefragt.Ich lese zwischen den Zeilen vom Trainer auch Verstärkung,muß her!
10 | Fuchs-Blau | 27.12.2007 @ 15:48
gerademal auf die Spielstatistiken der beiden Manschaften vom Freitag geschaut oh,oh
11 | alridge | 27.12.2007 @ 15:49
Zumindest in der Defensive brauchen wir Verstärkung....
12 | Lindsay | 27.12.2007 @ 15:55
Wir haben gestern in den letzten 10 min. gut gespielt aber hatten kein Glück auf der Kelle. Über den Schiedsricher brauchen wir nícht reden.Wenn einer von uns im Schwenninger Drittel am Boden liegt und er läßt weiterlaufen und die Schwäne schießen nen Tor. Da ist für mich die Frage wie so etwas gehen kann (Masak hat noch nicht mal reklamiert). Noch sind wir auf dem 9.Platz, aber nach dem WE der 12???
13 | esw77schrulle | 28.12.2007 @ 12:12
@12: was anderes als schwarzsehen kannst du nicht oder?! nicht immer ist der schiri an allem schuld. das spiel gegen schwenningen war einfach eine schlechte vorstellung. der schiri war nicht gut, aber nicht der ausschlaggebende punkt! das spiel ist vorbei, heute treten wir gegen regensburg an und dort sollten wir später weiterdiskutieren!
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