Eishockey: Die Lausitzer Füchse verlieren trotz großen Aufwandes gegen Heilbronn 2:3
Keine Böller, keine vorgezogene Silvesterfeier: Statt des erhofften Dreiers mussten die Lausitzer Füchse gestern Abend mit dem 2:3 gegen die Heilbronner Falken bereits die dritte Heimniederlage in Folge in der 2. Eishockey- Bundesliga hinnehmen. Sie betrieben erneut einen riesengroßen Aufwand, wurden aber wieder nicht belohnt, weil im Abschluss die Konzentration fehlte.
Wieder kein Tor: Füchse-Stürmer Alan Reader (l.) bemüht sich auch in dieser Szene vergeblich, den starken Heilbronner Keeper Danny aus den Birken zu überwinden. Weißwasser unterlag am Ende mit 2:3. Foto: Aswendt
Nein, es war für die 2398 Zuschauer in der Weißwasseraner Eishalle wirklich nicht leicht, den Überblick zu behalten. Erstens, weil es bereits das dritte Heimspiel innerhalb von nur fünf Tagen war. Und zweitens, weil diese drei Heimspiele dummerweise alle nach dem gleichen Schema abliefen. So mancher Fan dürfte sich deshalb gestern gefragt haben: Gegen wen spielen sie eigentlich? Schwenningen? Regensburg?
Ach ja, es war Heilbronn. Doch im Grunde genommen ist der Name des Kontrahenten derzeit austauschbar. Denn wie schon gegen Schwenningen und Regensburg scheiterten die Füchse auch gestern an ihrer Abschlussschwäche. Sie erarbeiteten sich wieder Torchancen am Fließband – aber letztlich blieben die Bemühungen brotlose Kunst, wieder einmal. Dass der Heilbronner Keeper Danny aus den Birken am Ende als bester Spieler seines Teams ausgezeichnet wurde, war keine große Überraschung. Den gleichen Titel hatten sich im Fuchsbau zuvor seine Torwart-Kollegen aus Schweningen und Regensburg gesichert. Auch sie wurden von den Weißwasseraner Spielern regelrecht zum Helden geschossen. Vor allem im zweiten Drittel machte aus den Birken einen starken Job. «In kämpferischer Hinsicht kann ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Aber es hat die letzte Konsequenz beim Torschuss gefehlt» , sagte Füchse-Trainer Thomas Popiesch und hat angesichts der vielen erfolglosen Versuche eine Kopfproblem bei seinem Team ausgemacht. «Die Spieler investieren sehr viel. Wenn dann der Erfolg ausbleibt, fangen sie natürlich an zu grübeln und viele Dinge zu hinter fragen.»
Die allgemeine Ladehemmung hat inzwischen selbst die Topscorer wie Peter Szabo und Carsten Gosdeck erfasst. Auch sie wirken nach dem kräftezehrenden Programm der vergangenen Tage müde. Dabei taugt die Tatsache, dass die Füchse weiterhin mit einem sehr kleinen Kader auskommen müssen, nur bedingt als Erklärung für die dritte Niederlage in Folge. Denn Heilbronn hatte gestern noch weniger Spieler zur Verfügung als die Gastgeber.
Wahrscheinlich ist es im Moment wirklich in erster Linie ein Kopfproblem, das die Füchse regelrecht zur Verzweiflung treibt. Denn wie schon gegen Schwenningen und Regensburg starteten sie auch diesmal sehr engagiert. Die Heilbronner Führung durch Mats Felix Schöbel in der 8. Minute fiel praktisch aus heiterem Himmel. Es war die erste echte Torchance der Falken, die später durch Derek Edwardson sogar auf 2:0 (14.) erhöhen konnten. Obwohl die Füchse noch im ersten Drittel zum 1:2-Anschlusstreffer (15.) durch Robert Hoffmann kamen, verbrachten sie anschließend den Großteil der Zeit damit, dem Rückstand hinterherzulaufen. Den Rest kannten die Zuschauer ja schon aus den Partien gegen Schwenningen und Regensburg: Mitten in diese Weißwasseraner Druckphase erzielte Heilbronns Frank Petrozza das 1:3 (52.). Carsten Gosdeck gelang sechs Minuten vor Schluss mit dem zweiten Füchse-Tor nur eine Resultats verbesserung.
«Das gleiche Prozedere wie nach jedem Spiel» – mit diesen leicht aktualisierten Worten aus dem Klassiker «Dinner for one» eröffnete Füchse-Sprecher Andreas Friebel die Pressekonferenz. Viel mehr gab es gestern eigentlich nicht zu sagen.
Freitag: Lausitzer Füchse – Eisbären Regensburg 0:3 (0:0, 0:1, 0:3)
Tore: 0:1 Vit (34.), 0:2 Vit (55.), 0:3 Wirll (59.); Schiedsrichter: Zsolt Heffler (Dinslaken); Zuschauer: 2745; Strafminuten: 12 / 14.
RUNDSCHAU-Spieler des Tages der Füchse: Peter Szabo.
Carsten Gosdeck, seit Weihnachten haben die Füchse drei Heimspiele in nur fünf Tagen bestritten. Wie froh sind Sie, dass jetzt bis Freitag frei ist?
Die Freude darüber wird natürlich stark getrübt, weil wir alle drei Heimspiele verloren haben. Wir hatten uns neun Punkte vorgenommen, null Punkte sind herausgekommen. Das ist bitter! Wir haben leider zu viele kleine Fehler gemacht, die eiskalt bestraft wurden. Wir alle sind im Kopf etwas müde. Deshalb haben wir insgesamt zu wenig Tore geschossen. Aber wir haben in allen drei Partien am Ende kräfte mäßig noch einmal zulegen können. Das macht mir Mut.
AN DEN MANN AUS BLOCK C: deine rufe "popiesch raus" kannst du stecken lassen. so eine dumme grütze!!! es ist als zuschauer nicht grade schön zu sehen, wenn ein peter szabo an einigen mitspielern verzweifelt und zu erkennen ist, dass die komplette mannschaft am rest ihrer persönlich kraft nagt... trotzdem bin ich mir sicher, dass wir es noch einmal schaffen und uns platz 9 ergattern werden.
2 | Nino.csas | 01.01.2008 @ 16:03
was wurde gerufen? ...wer so etwas rumbrüllt, der hat eine absolute macke! t.p. ist der beste trainer, den wir seit JAHREN haben!!!
3 | Turbotox | 01.01.2008 @ 17:47
Es bestätigt sich im Leben halt doch wieder, man soll niemals nie sagen. Aber zu diesem Thema muß ich mich einfach zu Wort melden. Dieser Typ im Füchsetrikot neben dem ich in unmittelbarer Nähe stand, leider, ist wenn überhaupt mal alle 6 Wochen im Stadion und hatte scheinbar zu viel Intus in der hohlen Birne (ist ja offensichtlich genügend Hohlraum vorhanden)! Eine andere Erklärung für diese Äußerung (weder sportlich noch menschlich) gibt es nun mal nicht! Und an dieser Stelle noch an die
4 | Turbotox | 01.01.2008 @ 17:47
Mädels in der unteren Reihe Block C, ich habe eure Spitzen beim Rausgehen aus der Halle in Bezug auf diesen Hirnakrobaten verstanden, aber es war halt dieser Trottel im Füchsetrikot... Ich wünsche Euch Allen an dieser Stelle ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2008.
5 | Mozart | 01.01.2008 @ 17:53
Welcome back Turbotox! Wie kommt es, dass du wieder da bist? Weil ich die Seite als MA verlassen habe? ;-) Back to topic - Wer jetzt "Popiesch raus" ruft, sollte mal auf §20/21 StGB untersucht werden... ;-)
6 | Turbotox | 01.01.2008 @ 18:07
Diese Sache lag mir halt am Herzen und somit schwer auf der Brust. Hat mit Dir aber wirklich nichts zu tun. An dieser Stelle natürlich auch alles Gute für deinen neuen „Schreib“-tisch. Aber ich sehe, daß Du weiterhin noch „aktiv“ auf dieser Seite bist, somit macht das Lesen selbiger weiterhin viel Spaß. In diesem Sinne, Sport frei! Und nun Schluß, wollte doch gar nicht mehr schreiben... :-)
7 | martinalein | 01.01.2008 @ 20:59
ich möchte auch mal was los werden.ich hab diesen "idiot" auch gehört.so was kann ich leiden,2x die saison in die halle kommen und dann sowas los lassen.auf solche leute können wir echt verzichten.zumal ja eine steigerung zu den letzten spielen erkennbar war,nur eben nicht die chancenverwertung.allen ein gesunden neues jahr noch und viel spaß mit unseren füchsen.
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Keine Böller, keine vorgezogene Silvesterfeier: Statt des erhofften Dreiers mussten die Lausitzer Füchse gestern Abend mit dem 2:3 gegen die Heilbronner Falken bereits die dritte Heimniederlage in Folge in der 2. Eishockey- Bundesliga hinnehmen. Sie betrieben erneut einen riesengroßen Aufwand, wurden aber wieder nicht belohnt, weil im Abschluss die Konzentration fehlte.
Ach ja, es war Heilbronn. Doch im Grunde genommen ist der Name des Kontrahenten derzeit austauschbar. Denn wie schon gegen Schwenningen und Regensburg scheiterten die Füchse auch gestern an ihrer Abschlussschwäche. Sie erarbeiteten sich wieder Torchancen am Fließband – aber letztlich blieben die Bemühungen brotlose Kunst, wieder einmal. Dass der Heilbronner Keeper Danny aus den Birken am Ende als bester Spieler seines Teams ausgezeichnet wurde, war keine große Überraschung. Den gleichen Titel hatten sich im Fuchsbau zuvor seine Torwart-Kollegen aus Schweningen und Regensburg gesichert. Auch sie wurden von den Weißwasseraner Spielern regelrecht zum Helden geschossen. Vor allem im zweiten Drittel machte aus den Birken einen starken Job. «In kämpferischer Hinsicht kann ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Aber es hat die letzte Konsequenz beim Torschuss gefehlt» , sagte Füchse-Trainer Thomas Popiesch und hat angesichts der vielen erfolglosen Versuche eine Kopfproblem bei seinem Team ausgemacht. «Die Spieler investieren sehr viel. Wenn dann der Erfolg ausbleibt, fangen sie natürlich an zu grübeln und viele Dinge zu hinter fragen.»
Die allgemeine Ladehemmung hat inzwischen selbst die Topscorer wie Peter Szabo und Carsten Gosdeck erfasst. Auch sie wirken nach dem kräftezehrenden Programm der vergangenen Tage müde. Dabei taugt die Tatsache, dass die Füchse weiterhin mit einem sehr kleinen Kader auskommen müssen, nur bedingt als Erklärung für die dritte Niederlage in Folge. Denn Heilbronn hatte gestern noch weniger Spieler zur Verfügung als die Gastgeber.
Wahrscheinlich ist es im Moment wirklich in erster Linie ein Kopfproblem, das die Füchse regelrecht zur Verzweiflung treibt. Denn wie schon gegen Schwenningen und Regensburg starteten sie auch diesmal sehr engagiert. Die Heilbronner Führung durch Mats Felix Schöbel in der 8. Minute fiel praktisch aus heiterem Himmel. Es war die erste echte Torchance der Falken, die später durch Derek Edwardson sogar auf 2:0 (14.) erhöhen konnten. Obwohl die Füchse noch im ersten Drittel zum 1:2-Anschlusstreffer (15.) durch Robert Hoffmann kamen, verbrachten sie anschließend den Großteil der Zeit damit, dem Rückstand hinterherzulaufen. Den Rest kannten die Zuschauer ja schon aus den Partien gegen Schwenningen und Regensburg: Mitten in diese Weißwasseraner Druckphase erzielte Heilbronns Frank Petrozza das 1:3 (52.). Carsten Gosdeck gelang sechs Minuten vor Schluss mit dem zweiten Füchse-Tor nur eine Resultats verbesserung.
«Das gleiche Prozedere wie nach jedem Spiel» – mit diesen leicht aktualisierten Worten aus dem Klassiker «Dinner for one» eröffnete Füchse-Sprecher Andreas Friebel die Pressekonferenz. Viel mehr gab es gestern eigentlich nicht zu sagen.
Freitag: Lausitzer Füchse – Eisbären Regensburg 0:3 (0:0, 0:1, 0:3)
Tore: 0:1 Vit (34.), 0:2 Vit (55.), 0:3 Wirll (59.); Schiedsrichter: Zsolt Heffler (Dinslaken); Zuschauer: 2745; Strafminuten: 12 / 14.
RUNDSCHAU-Spieler des Tages der Füchse: Peter Szabo.
Sonntag: Lausitzer Füchse – Heilbronner Falken 2:3 (1:2, 0:0, 1:1)
Tore: 0:1 Schöbel (8.), 0:2 Edwardson (14.), 1:2 Hoffmann (15.), 1:3 Petrozza (52.), 2:3 Gosdeck (54.); Schiedsrichter: Frank Awizius (Berlin); Zuschauer: 2389; Strafminuten: 14 / 16.
RUNDSCHAU-Spieler des Tages der Füchse: Thomas Götz.
Gosdeck: Null Punkte – das ist bitter!
Carsten Gosdeck, seit Weihnachten haben die Füchse drei Heimspiele in nur fünf Tagen bestritten. Wie froh sind Sie, dass jetzt bis Freitag frei ist?
Die Freude darüber wird natürlich stark getrübt, weil wir alle drei Heimspiele verloren haben. Wir hatten uns neun Punkte vorgenommen, null Punkte sind herausgekommen. Das ist bitter! Wir haben leider zu viele kleine Fehler gemacht, die eiskalt bestraft wurden. Wir alle sind im Kopf etwas müde. Deshalb haben wir insgesamt zu wenig Tore geschossen. Aber wir haben in allen drei Partien am Ende kräfte mäßig noch einmal zulegen können. Das macht mir Mut.
Quelle: Lausitzer Rundschau vom 31.12.2007