Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Füchse sind im Abschluss erneut ohne Glück
05.01.2008 | 12:12 Uhr von DavidH.
Ohne den stark erkälteten Robert Hoffmann, dafür aber mit dem Frankfurter Förderlizenztorwart Boris Ackers zwischen den Pfosten, zeigten die Füchse in Bietigheim eine engagierte Leistung. Sie wurden aber vor allem wegen ihrer chronischen Abschlussschwäche wieder nicht belohnt.

Die Gäste aus der Lausitz begannen schwungvoll und beherrschten die ersten Spielminuten klar. Die beste Gelegenheit dieser Anfangsphase hatten Vogl, der an Torhüter Koslow scheiterte und Mücke, der beim Versuch abzustauben im letzten Moment gestört wurde.

Patrick Koslow vertrat im Tor der Steelers die etatmäßige Nummer eins, Marko Suvelo, der sich wegen Leistenproblemen abgemeldet hatte. Ebenfalls verzichten musste das Heimteam auf Patrick Grandmaitre, der wegen eines Muskelrisses noch einige Wochen fehlen wird. Nachdem die Füchse die erste Strafe des ansonsten eher großzügig pfeifenden Schiedsrichters Plitz schadlos überstanden hatten, wurden sie doch eiskalt erwischt. Ein verlorenes Bully vor dem gegnerischen Tor führte zu einem blitzschnellen Konter, den Seyller nur noch zum 1:0 einzuschieben brauchte.
Nach dem überraschenden Rückstand gestaltete sich das Spiel ausgeglichener, trotz vieler Schussversuche auf beiden Seiten blieb es bei der knappen Bietigheimer Führung zur Pause.

Zu Beginn des Mittelabschnittes gerieten die Füchse stark unter Druck, konnten sich aber befreien und das Spiel ab der 27. Minute wieder offen gestalten. Dabei ist es unbegreiflich, dass den Füchsen aus einer Vielzahl guter Möglichkeiten wieder kein Treffer gelang. Das lag zum einen an der Leistung von Vertretungs-Goalie Koslow, zum anderen aber an der fehlenden Präzision im Abschluss. Immer wieder rauschten die Schüsse knapp am Tor der Steelers vorbei, vergeblich lauerten die Lausitzer Stürmer vor Koslow auf Abpraller.

Besser machten es die Bietigheimer. René Schoofs setzte sich über rechts durch und zog vor das Tor. Zunächst brachte Ackers mit einer Klasse-Reaktion den Schoner vor den Puck, konnte aber nicht verhindern, dass Jaques ihn doch ins Netz stocherte. Erst im Schlussdrittel sollte der Knoten platzen.

Ein gedankenschnelles Zuspiel von Szabo verwertete Crampton zum 2:1. So kam noch einmal Hoffnung auf, und mit letztem Einsatz stellte man sich den Steelers entgegen. Konsequenz des intensiven Spiels waren aber auch vermehrte Strafen gegen die Füchse, erst erwischte es den übermotivierten Ackers wegen Beinstellens, dann musste Vogl wegen unnötiger Härte vom Eis – eine strittige Entscheidung. Bietigheim nutzte die Gelegenheit zur Befreiung und schaffte in Überzahl das 3:1, das den Lausitzern endgültig den Zahn zog. Ackers hatte den Blueliner von Jaques noch abgewehrt, aber Serikow stand goldrichtig und drückte die Gummischeibe über die Linie. Diese Cleverness machte den Unterschied aus zwischen Bietigheim und den spielerisch keineswegs unterlegenen Füchsen.

Die Gäste versuchten noch einmal alles, fanden aber weiterhin kein rechtes Mittel gegen die disziplinierte Steelers-Verteidigung. Auch die Maßnahme von Trainer Popiesch, nur noch die beiden Paradereihen angreifen zu lassen, bewirkte nichts mehr. Das schnelle, unterbrechungsarme Spiel hatte merklich an den Kräften gezehrt.

Mehrere, teils klägliche Konterversuche brauchten die Steelers, bis sie endlich das von Ackers längst verlassene Tor zum nicht verdienten 4:1-Endstand trafen.
(Von Frank Süßmann und Marcel Pochanke)

Quelle: Sächsische Zeitung vom 05.01.08
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