Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
P.F.I.F.F.
09.01.2008 | 07:51 Uhr von
Popeyes Füchse Im FanFokus
Liebe Freunde des traditionsreichen Weißwasseraner Eishockeys! Auf geht es in ein neues Jahr voller Eishockey- Überraschungen, diverser Tests der Leidensfähigkeit der Füchse- Fans, vieler Siege (hoffentlich), mannigfaltiger Debatten über Spielerneuverpflichtungen (oder –abgänge) und vorhandenes bzw. noch bei den Sponsoren gebunkertes Geld. Mögen alle Anhänger des Weißwasseraner Eishockeys, alle Spieler unserer beiden Vereine, alle Verantwortlichen und alle Gönner gesund und munter über den diesmal 366- Tage- Parcours kommen. Wenn dann im März (aber spätestens im April *g*) der Klassenerhalt gesichert und über den Sommer bis zum Winter drei neue Großsponsoren gewonnen sind, ist uns allen klar: 2008 war prima. Gut: Die eine oder andere Hürde auf diesem Weg ist noch zu nehmen. Doch der Heimspielauftakt gegen München mit dem hochverdienten Dreier war ja schon mal ein guter Anfang. Ob allerdings ein Sponsor wie MSH Lohsa die erhofften Mittel für eine weitere Verstärkung der Mannschaft einspielt, muss angezweifelt werden.

Um ja nicht falsch verstanden zu werden: Ich bin froh über jede Person oder jedes Unternehmen, das sich für unsere Füchse engagiert. Ich freue mich über jedes neue Werbebanner, jede neue Werbebande, jeden neuen Sponsorenaufdruck an der Spielerbekleidung oder jede neue Werbung im Eis. Nur hat man eher selten Grund zu solcher Freude, während gewohnte Schriftzüge von Firmen, die beachtliche Summen gaben, verschwunden sind. Deshalb hat mich auch die Aussage unseres Geschäftsführers im Eishockey- NEWS- Interview, man kämpfe permanent ums Überleben und arbeite an der Schmerzgrenze, nicht überrascht. Vermutlich kann man nur erahnen, mit welch hohem persönlichen „Einsatz“ René Reinert für „Medikamente“ zur Schmerzbekämpfung sorgt. Auch Bernd Nadebor, den man im neuen Jahr hoffentlich wieder öfter und bei bester Gesundheit sowie voller Tatendrang im Fuchsbau begrüßen kann, steht dauerhaft für „lebenserhaltende Maßnahmen“. Hätte der EHC noch zehn weitere „MSH Lohsa“ als Partner gewinnen können, dann wäre die von allen erhoffte Spieler- Verstärkung sicher schon da. So aber ist mir völlig klar, dass ein Chris Straube für uns nur ein Thema gewesen wäre, wenn er seine Gehaltsvorstellungen vielleicht halbiert hätte.

Ja- wenn man Chris zurück geholt hätte, hätte man gewusst, was man bekommt. Das Risiko eines Griffs ins WC wäre gering gewesen. Ob es aber geholfen hätte, das Gehaltsgefüge der Mannschaft komplett aus den Angeln zu heben, ob angesichts unterschiedlichster Entlohnung „Minderverdiener“ weiter in bisheriger Art bereit gewesen wären, Verantwortung zu übernehmen, und ob wir aus wirtschaftlicher Sicht überhaupt mit gutem Gewissen hätten die Summe X für Chris ausgeben können, darf zumindest angezweifelt werden. Ich persönlich kann mit Straube in Heilbronn gut leben. Denn Sport ist kein Wunschkonzert. Und der HEC wird wissen, was er tut. Schließlich hat er vor nicht allzu langer Zeit erfahren, was passiert, wenn man über die Verhältnisse lebt. Wir werden in ein paar Monaten sehen, ob Chris Straube den Falken geholfen hat und ob sie ihn sich leisten konnten. Denkt an Landsberg: Aufstieg in Liga 2 und gleich ein grandioses erstes Jahr gespielt. Und heute? Heute baut man dort an einer Billig- Mannschaft, die die Saison hoffentlich zu Ende spielt. Na klar: Und weil ja dort nur noch „Nichtskönner“ im Kader stehen, wird hier nur noch über die Höhe des Sieges am Freitag diskutiert. Freunde: Das kann so mächtig in die Hose gehen. Bloß gut, dass Thomas Popiesch mit Sicherheit nicht dulden wird, den EVL 2000 auf die leichte Schulter zu nehmen. Eine Partie mit der Konstellation von kommendem Freitag ist aus meiner Sicht schwieriger, als ein Auswärtsmatch in Kassel. Mögen unsere Jungs alle Gedanken an die Veränderungen in Landsberg hinter sich lassen und aufspielen, als seien Mitchell & Co. noch da. Denn wir alle wissen noch aus dem „goldenen April 2007“: Hochmut kommt vor dem Fall!

Ich bin ja weiter frohen Mutes, dass nach der längeren Durststrecke im Torabschluss irgendwann der Ketchup- Effekt einsetzt: Erst kommt nicht viel bis gar nichts – dann kommt gleich alles. Bezeichnend waren doch gegen München die Tore von Fliege und Steven. Das waren keine Zaubertreffer, nicht herauskombiniert oder mit der Rückhand in den Winkel geschlenzt. Das waren Tore, die wurden regelrecht „reingewürgt“. Fliege hat im Fallen dem sich der Scheibe entgegen werfenden Münchener Verteidiger fast noch den Helm abgeschossen. Crampton war so entschlossen, der hätte notfalls den Wild gleich mit ins Netz geschoben. Drin war’n se- und dafür gibt’s die Punkte. Für die hohe B- Note sorgten ja Pulli, Gose und Golle beim 2:1. Welch ein Zauberpass von Carsten, und wie abgebrüht abgeschlossen... „Popeye“ sprach nach dem Match von „dreckigen Toren“, die den Unterschied zu den drei Festspielniederlagen ausmachten. Bingo! Also Jungs: Lasst den Meister Proper im Schrank, bringt eure Arbeitsklamotten in Waschreife- und rein mit den schmutzigen Dingern. Mal ehrlich: Ein bisschen schmutzig mag’s doch jeder... ;-))

Allerdings nicht auf den Rängen! Und nach den Ereignissen vom 30. November 2007 im Sahnpark wird mir ein wenig mulmig beim Gedanken an das sonntägliche Derby. Wird der Fuchsbau auch von Chaoten dominiert? Sind Racheakte aus Crimmitschau zu befürchten? Nimmt der Ruf unseres Vereins erneut bzw. weiter Schaden? Wir dürfen es nicht länger zulassen, dass Eishockey- Weißwasser mit Randale in Verbindung gebracht wird. Soweit ich mich zurückzuerinnern glaube, haben nur einmal Schwachköpfe aus den Reihen der Gäste (es handelte sich um ein Spiel gegen die Eisbären aus Berlin) für Krawalle bei uns gesorgt. Weder ETC- noch Eislöwenanhänger haben sich hier so benommen, wie angebliche Fans der Füchse bereits mehrfach in der Fremde, zuletzt in Westsachsen. Inzwischen gibt es endlich erste Namen und Mitteilungen über laufende Ermittlungsverfahren. Diese führt die Arbeitsgruppe Fußball, die sonst Gewalttäter aus Zwickau, Aue oder Chemnitz im Zusammenhang mit dem Kampf ums runde Leder verfolgt. So weit haben wir es inzwischen gebracht, dass Spezialeinheiten der Polizei zu Eishockeyausschreitungen ermitteln müssen. Ich appelliere an die weit überwiegende Mehrheit der vernünftigen Besucher unserer Eissporthalle: Zeigt Courage wenn es gilt, die Stänkerfritzen zu eliminieren. Nehmt den „Kindern“ das Bier weg, wenn sie mit Alkohol nicht umgehen können! Unterbindet Provokationen im Ansatz! Lasst uns endlich wieder unbeschwerte Eishockeyfeste zu den Sachsenderbys feiern, zu denen Männer ihre Frauen und beide ihre Kinder mit ins Stadion bringen können ohne Angst, im Krankenhaus zu enden. Dreckige Tore: Gerne! Eine saubere Atmosphäre: Unbedingt! Lebt diesen Sonntag und alle Punktspieltage danach das Motto: „Füchse- Fans sind faire Fans!“ Wir wollen allen Gegnern und ihren Anhängern gute Gastgeber sein. Deshalb gilt mein Schlusssatz heuer mehr denn je:

Bleibt sauber! Und: Alles was Recht ist...

Euer Sebastian Matthieu
3106 mal gelesen
 
1 | Dynamix12 | 09.01.2008 @ 08:30
Dankeschön!
2 | sachse | 09.01.2008 @ 08:39
sehr gut geschrieben. ich hoffe auf ein faires und erfolgreiches wochenende und das es eine werbung für den eishockeysport wird. erfolg bringt vielleicht doch etwas mehr geld in die kasse als chaoten.
3 | Fredi | 09.01.2008 @ 08:48
Apropos "nehmt den Kindern das Bier weg" - wer verkauft eigentlich den Kindern das Bier? Wenn ich schon sehe, wie die mit der Flasche in der Hand durch die Stad gehen - da geht mir der Hut hoch, weil die eigentlich Milch brauchten!!
4 | Suppy | 09.01.2008 @ 08:54
Sind Racheakte aus Crimmitschau zu befürchten? glaub ich wohl kaum da die füchse fans sich ja gegen die herren in grün weiß gedroschen haben und nicht in die in rot weiß...
5 | DavidH. | 09.01.2008 @ 09:02
naja dann vielleicht Racheakte der in Grün-Weiß :)))
6 | esw77schrulle | 09.01.2008 @ 12:29
@2: verkaufen ist gut. es gibt spezialtypen, die VERSCHENKEN das an die leute, die sie kennen. und die holen natürlich um so mehr und ruck zuck sind sie im eimer.
7 | Odin | 09.01.2008 @ 12:32
Blos nicht krank werden!!! Ist im Moment die wohl beste "Waffe" im Kampf gegen den Abstieg. Dr. Mandsfeld sollte, wenn nicht schon getan, Verhaltensmaßregeln herraus geben. Die Spieler mit Handschuhen, Pudelmützen, Desinfektionsspray, Papiertaschentüchern und literweise Hühnerbrühe ausrüsten. Am Besten gleich noch n Mundschutz dazu. Vielleicht kann man Fans, die ein Huhn (nein nicht die Ehefrauen) mitbringen, den Eintritt im Wert einer 10er Karte gewähren.
8 | uniwars | 09.01.2008 @ 16:01
@7 Wie jetzt: " Dr. " Mandsfeld?
9 | Rocco Roletti | 09.01.2008 @ 19:21
Kann ehrlich gesagt nichts damit anfangen wenn du schreibst Racheakte der Crimmitschauer? Und auch das es erst einmal Zwischenfälle durch Fans anderer Vereine gab stimmt definitiv nicht. Ich kann mich an ein Spiel 05/06 erinnern bei dem "Fans" anderer Teams sich während des Penaltyschießens warmmachten als seien sie vor einem Fußball Spiel. Im Nachhinein wurden diese Fans von der Polizei im Wagenfeldring eingeschnürt. Das war gute Polzei Arbeit..... Aber das es sowas erst einmal von anderen gab?
10 | jupa257 | 09.01.2008 @ 20:34
@9 ist es nicht egal, ob es erst einmal oder 10 waren, was soll das . wichtig ist doch und das schreibt der Verfasser zeigen wir Courage (ich hoffe ich hab's richtig geschrieben) und machen das Derby zu einem Fest. Wir sind die GASTGEBER !!! wir müssen Vorbild sein, wenn es diesem kleinen aber leider vorhandenen Teil an 'Auswärtsfans' schon dermaßen gelingt den Ruf des Weissawasser-Eishockeys so zu beschmutzen. Crimmse, auch wenn ihr verliert, wir freuen uns auf euch !!!
11 | Freezer | 09.01.2008 @ 21:31
@8) Was ist jetzt am "Dr." auszusetzten. Der ältestere Mandsfeld an der Bande ist doch Doc.
12 | Rocco Roletti | 09.01.2008 @ 23:17
@10, habe ich etwas anderes behauptet? Ich finde nur das die Ausschreitungen in Crimmse in keinster Form gegen die Fans der Crimmser stattgefunden haben. Warum sollten sie dann Rache für die Polizisten nehmen? Find die Textpassage vollkommen unangebracht.
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