Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Füchse drehen das Spiel im Schlussdrittel
12.01.2008 | 09:30 Uhr von DavidH.
Gegen die Gäste aus der Lausitz wollten die zuletzt arg gebeutelten Landsberger zum lang erhofften Befreiungsschlag ausholen. Danach sah es zunächst auch aus, dann aber steigerten sich die Gäste immens und zeigten den Bayern in einem furiosen letzten Drittel ihre Grenzen auf.

Nachdem viele Leistungsträger aufgrund finanzieller Schwierigkeiten gegangen waren, hatte man in Landsberg kurzfristig durchaus hochwertigen Ersatz verpflichten können. Bis auf Torhüter Peter Aubry, der noch auf die Freigabe seines alten Vereins wartet, standen gestern alle Neuen auf dem Eis, so dass die Gastgeber doch noch drei komplette Reihen aufbieten konnten. Es entwickelte sich ein intensives und lange offenes Spiel, dessen Fluss aber immer wieder durch Hinausstellungen unterbrochen wurde.

Bereits nach 39 Sekunden musste Pulliainen auf die Füchse-Strafbank, und Landsberg suchte die schnelle Führung. Zweimal kam Koziol aus zentraler Position zum Schuss, aber beide Male war McDonald im Gästetor auf dem Posten. Kaum war Pulliainen zurück, handelte Drgon sich die nächste Strafe ein. Diesmal standen die Füchse sehr kompakt und ließen nichts zu.
Ebenfalls zweimal binnen kurzer Zeit musste jetzt Young vom Eis, einer der Neuen in Landsberg. Während das erste Powerplay der Füchse eher harmlos blieb, lief die Scheibe im nächsten schon besser. Vor allem Gosdeck versuchte sein Glück mit Schüssen aus allen Lagen, aber Dirksen blieb aufmerksam, auch einen strammen Schlagschuss von Drgon fing er sicher.

Außer den Strafzeiten war im ersten Drittel nicht viel passiert. Als man sich schon mit dem Unentschieden zur Pause angefreundet hatte, machte Landsberg das 1:0. Juhasz behauptete den Puck hinter dem Füchse-Tor und passte ihn von dort maßgenau auf Laylin. Der zog sofort ab und ließ McDonald keine Chance. Die Füchse hatten gut gekämpft, lagen aber wieder in Rückstand.

Zu Beginn des zweiten Drittels wollte dann gar nichts mehr gelingen, fünf Minuten lang standen die Füchse unter Dauerdruck. Fehlabspiele machten fast jeden Befreiungsversuch zunichte. Ein solches wurde nach 23 Minuten mit dem 2:0 bestraft. Gegen die weit aufgerückte Deckung hatte Kyle Helms bei seinem Konterlauf leichtes Spiel. Die Füchse wirkten geschockt, fingen sich erst allmählich wieder. In Überzahl schoss Reader noch knapp vorbei.

Nach 34 Minuten, beim Spiel vier gegen vier, kehrte Crampton gerade auf das Eis zurück, als Masak von der blauen Linie abzog und Reader den Abpraller aus zwei Metern versenkte. Das 2:1, offiziell in Überzahl erzielt, war zu dem Zeitpunkt auch verdient.

Die letzte Gelegenheit vor der Pause gehörte den Landsbergern, aber Whitworth verzog knapp. Die sichtliche Leistungssteigerung der Lausitzer ließ für das Schlussdrittel Gutes erwarten.

Ein krasser Fehler vom 19-jährigen Benjamin Dirksen leitete die Wende ein. Ein Blueliner von Bartlick zischte an seiner ausgestreckten Fanghand vorbei zum Ausgleich ins Netz.

Bartlicks dritter Saisontreffer war der Knackpunkt der Partie, nun spielten nur noch die Füchse. In Überzahl zog Drgon wieder von der blauen Linie ab, und an Freund und Feind vorbei rauschte die Scheibe ins Landsberger Tor. Wenig später hatten Götz und Noack die nächste Großchance, doch Dirksen verhinderte das 2:4. Das markierte Gosdeck, der zeigte, dass auch die Füchse kontern können. Eiskalt schloss er einen Gegenstoß ab.

Auch in Unterzahl war der Auswärtssieg nun nicht mehr in Gefahr, sicher spielte man die letzen Minuten herunter. Dirksen, der sein Tor verlassen hatte, musste mit ansehen, wie die Füchse dreimal vergeblich auf seinen verwaisten Arbeitsplatz schossen, ehe Szabo im vierten Versuch traf. Mit dem Sieg kommen die Füchse den Playoff-Plätzen wieder ein Stück näher.

Stimmen

Fred Ledlin (Trainer EV Landsberg): Wir wollten gewinnen und haben zwei Drittel sehr gut gespielt, aber im letzten Abschnitt hatten wir einfach keine Kraft mehr. Dem Torwart gebe ich keine Schuld an der Niederlage, er hat mehrfach stark gehalten.

Thomas Popiesch (Trainer Lausitzer Füchse): Wir sind schlecht gestartet, Landsberg hat viel Druck aufgebaut. Wir haben nicht so gespielt, wie wir uns das vorgenommen hatten. Aber ich muss der Mannschaft Respekt zollen, wie sie Landsberg müde gespielt hat. Auch haben wir dann unsere Chancen gut genutzt.

Torfolge

Landsberg – Füchse

2:5 (1:0; 1:1; 0:4)

1:0 Cory Laylin 18:09
2:0 Kyle Helms 23:54
2:1 Alan Reader 34:06
2:2 Robert Bartlick 43:47
2:3 Adam Drgon 46:04
2:4 Carsten Gosdeck 54:11
2:5 Peter Szabo 59:47

Quelle: Sächsische Zeitung vom 12.01.08
760 mal gelesen
 
1 | Hoywoyfux | 12.01.2008 @ 09:40
Ohne überheblich zu sein, alles andere hätte mich sehr enttäuscht. Respekt für Landsberg, wo man zeigt, dass trotz großer Turbulenzen und Kanterniederlagen nicht aufgegeben wird. Eigentlich ein symphatisches Team. - Ansonsten kann mann Popi nur zustimmen. - Nun laßt uns die Einaugen mit der Hakenhand am Sonntag pappensatt heimschicken ...
2 | esw77schrulle | 12.01.2008 @ 20:33
hoffen wir das beste!
» Die News ist älter als 14 Tage. Die Kommentarfunktion wurde deshalb deaktiviert.
MATCHUP
 
SOMMERPAUSE
LETZTER SPIELTAG
So. 29.03.26
  1 2 3 F
LF 0 0 0 0
KH 0 0 0 0
KURZTABELLE
1. Krefeld Pinguine 114
2. Kassel Huskies 106
3. Star Bulls Rosen 97
4. Ravensburg Tower 91
5. SC Bietigheim St 89
6. EV Regensburg 81
7. Lausitzer Füchse 79
8. EV Landshut 76
9. Düsseldorfer EG 74
10. Eispiraten Crimm 68
11. EHC Freiburg 61
12. Blue Devils Weid 57
13. EC Bad Nauheim 55
14. ESV Kaufbeuren 44
KALENDER
LINKS
ADMINISTRATION