Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Oberfuchs fordert mehr Biss
15.02.2008 | 08:44 Uhr von
Weißwassers Trainer Popiesch will Siegermentalität im Abstiegskampf sehen
Nach der zweiwöchigen Länderspielpause beginnt für die Lausitzer Füchse jetzt die entscheidende Phase im Kampf um den vorzeitigen Klassenerhalt in der 2. Eishockey-Bundesliga. Heute reisen sie zum REV Bremerhaven (20 Uhr). Am Sonntag gastieren die Wild Wings Schwenningen (17Uhr) in Weißwasser. Um wieder erfolgreicher zu spielen und auch die engen Partien zu gewinnen, fordert Trainer Thomas Popiesch noch mehr Biss und Siegermentalität ein.
Irgendwann, so sagt Popiesch, habe er aufgehört zu zählen. «15 Spiele« 16. Spiele» Ich weiß es nicht.» Der Coach meint jene Partien, die meistens nach diesem Schema abliefen: Die Füchse starten furios, erspielen sich reihenweise Torchancen, die aber allesamt ungenutzt bleiben. Irgendwann pflegt in solchen Situationen der Kontrahent empfindliche Konter zu setzen und auch zu treffen. Das Ende vom (Klage-)Lied: Die Füchse müssen einem Rückstand hinterherlaufen, nehmen in den Schlussminuten ihren Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis – und stehen am Ende doch mit leeren Händen da.
Zum Beispiel beim 5:7 in Essen, beim 2:4 in Ravensburg oder beim 0:2 gegen Crimmitschau. «Ich kann es langsam nicht mehr hören, dass wir ganz gut gespielt haben. Dieses Lob nützt uns im Endeffekt wenig. Wir brauchen die Punkte» , betont Popiesch.
Er hatte sich lange Zeit stets schützend vor sein Team gestellt. In der letzten Partie vor der Länderspielpause platzte dem Coach jedoch erstmals der Kragen. Popiesch attackierte im Anschluss an die 1:3- Niederlage gegen Spitzenreiter Kassel in ungewohnt scharfer Form die Profis ( «Ich habe es satt, ständig Spiele meines Teams anzusehen, die eigentlich gewonnen werden müssen» ). In der RUNDSCHAU konkretisiert er jetzt seinen Weckruf, der beim Blick auf die Tabelle auch dringend nötig ist. Denn nach dem tollen Saisonstart sind die Füchse – bei denen an diesem Wochenende Förderlizenz-Torhüter Boris Ackers von den Frankfurt Lions den verletzten Nolan McDonald ersetzt – inzwischen auf Rang elf abgerutscht. Bleiben sie dort, müssten sie wieder in den Play-downs gegen den Abstieg kämpfen. «Ich erwartete mehr Siegermentalität von meiner Mannschaft. Es muss der letzte Biss zu spüren sein, die engen Partien auch wirklich gewinnen zu wollen» , fordert Popiesch. «Gefragt sind vor allem die Leistungsträger, aber auch alle anderen Spieler.»
Zehn Partien bleiben noch, um sich auf Rang zehn oder neun vorzuschieben. Sie wären gleichbedeutend mit dem vorzeitigen Klassenerhalt. Selbst Platz acht und damit die Play-offs sind nur drei Punkte entfernt. Und, auch ganz wichtig: Es gibt noch direkte Duelle gegen die vor den Füchsen platzierten Teams aus München, Ravensburg und Crimmitschau. Weißwasser hat es also selbst in der Hand, den vorzeitigen Klassenerhalt zu erreichen. «Wir haben jetzt noch zehn Endspiele» , prophezeit Popiesch. Und gerade in diesen Endspielen sind bissige Füchse mit Siegermentalität gefragt.
(VON FRANK NOACK)

Quelle: Lausitzer Rundschau vom 15. Februar 2008
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