Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Schwaches zweites Drittel entscheidet
16.02.2008 | 08:12 Uhr von
Der Knoten muss endlich platzen, hatte Füchse-Trainer Thomas Popiesch im SZ-Interview gefordert. In Bremerhaven war das auch bitter nötig, denn die Partie war ein richtungweisendes Spiel. Beide Mannschaften hoffen noch auf einen Play-off-Platz (unter die ersten Acht) oder wenigstens Nicht-Play-down-Platz (unter die ersten Zehn). Auf der anderen Seite kann sich auch keines der Teams Niederlagen leisten.
Dann rücken die gefürchteten Spiele um den Verbleib in der zweiten Liga immer näher. Die Füchse, bei denen der wegen seines Daumenbruchs geschonte Nolan Mc Donald durch den Förderlizenzspieler Boris Ackers im Tor vertreten wurde, wollten auch angesichts des schweren und ungeliebten Gegners morgen (Schwenningen) in Bremerhaven unbedingt punkten.

Das Spiel begann flott und mit Chancen für die Fishtown Pinguins (Olver) und die Lausitzer Füchse (Fitzpatrick). Ihre erste Unterzahl überstanden die Füchse auch dank eines gut parierenden Boris Ackers im Tor. Danach hatten die Gäste Glück, als Sergej Janzen nur die Torlatte traf (7.). Danach wurde die Partie wesentlich härter. Es hagelte Zeitstrafen auf beiden Seiten. Die Gastgeber nutzten dann eine Konfusion in der Füchse-Abwehr zum Führungstreffer, als einer ihrer Spieler gerade wieder aufs Eis gekommen war und sie deshalb in Überzahl spielten. Einen Schuss von der blauen Linie hatte Goalie Boris Ackers nicht sehen können. Die Füchse diskutierten nach dem Tor vergeblich darüber, ob dies regelkonform war.

Schiri gibt Füchse-Tor nicht

Die nun gereizten Füchse kamen fast im Gegenzug zum Ausgleich – dachten alle außer dem Hauptschiedsrichter. Nach einem Drgon-Schuss war der abgefälschte Puck im Tor gelandet, aber der Hauptschiedsrichter gab es nicht. Dann aber gab es doch den jetzt verdienten Treffer. Erneut hatte Adam Drgon abgezogen, nach Vorarbeit von Szabo und Masak. Als die Füchse danach eine weitere Unterzahl überstanden, ging es mit einem hoffnungsvollen Unentschieden in die Kabinen.

Die erste Riesenchance im Mitteldrittel hatten die Füchse. Alan Reader tauchte vor dem Pinguins-Goalie Michaud auf, tunnelte ihn, aber der Bremerhavener Verteidiger Nick Martens rettete noch vor der Linie. In dem Willen, endlich in Führung zu gehen, machten dann die Füchse wieder einmal den großen Fehler, zu weit aufzurücken. Die Bremerhavener wurden zu einem 3:1-Konter eingeladen, den sie zum Führungstreffer nutzten. Auch danach blieben die Füchse offensiv, Szabo und Fitzpatrick hatten gute Chancen. Aber erneut nutzten die Gastgeber einen Füchse-Fehler. Craig Streu wurde am langen Pfosten völlig „vergessen“ und traf zum 3:1. Die Bremerhavener verdienten sich im Nachgang die Zwei-Tore-Führung, während die Füchse einige Zeit benötigten, um den Schock zu verdauen. Zwar hatte Gosdeck und Reader noch einmal gute Chancen, zu verkürzen, aber es blieb beim 3:1 für die Gastgeber.

Hoffnung bis zur Schlusssirene

Die Füchse starteten mit schweren Beinen in das Schlussdrittel, konnten auch eine Überzahl nicht zu wirklich gefährlichen Situationen nutzen. Nach vier, fünf Minuten wurden sie aber stärker und machten gehörig Druck. Und dann gelang Steve Crampton endlich der Anschlusstreffer. Was dann folgte, war in den letzten Spielen oft zu sehen: Die Füchse machten weiter Druck, Carsten Gosdeck hatte auch den Ausgleich auf dem Schläger, aber dann fingen sie sich wieder einen Konter ein. Der Zwei-Tore-Rückstand war wieder hergestellt. Danach passierte lange Zeit nicht viel, trotz aller Versuche der Füchse. Gut zwei Minuten vor dem Ende spielte Trainer Thomas Popiesch alles oder nichts und nahm den Goalie vom Eis. In aller Regel gab es für die Füchse dabei nichts, besser gesagt ein Gegentor. Diesmal aber lief es anders. Carsten Gosdeck traf zwei Minuten vor dem Ende zum 3:4. Boris Ackers gab zum Anwurf ein ganz kurzes Gastspiel auf dem Eis, war bei der ersten Gelegenheit sofort wieder vom Eis. Und Verteidiger Thomas Vogl hatte tatsächlich noch den Ausgleich auf dem Schläger.

Am Ende stehen die Füchse also wieder einmal ohne Punkte da, haben wieder einmal nur an einem gerochen. Jetzt muss am Sonntag ein Sieg gegen Schwenningen her.
(Von Frank Thümmler)

Quelle: Sächsische Zeitung Lokalteil vom 16. Februar 2008
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