Weißwassers OB will Räten ausreichend Zeit lassen
Der von der Stadt Weißwasser in Auftrag gegebene Variantenvergleich für die Sanierung der Eissporthalle, den kompletten Neubau oder eine Teilsanierung mit Anbau soll in der kommenden Woche vorliegen. Darüber informierte Oberbürgermeister Hartwig Rauh (parteilos) gestern die Presse.
Die Varianten, denen dann, wie er voraussetze, auch jeweils Bewirtschaftungskonzepte beiliegen dürften, sollen zunächst im Rathaus geprüft werden, um sich eine Meinung zu bilden. Dann werde es eine Abstimmung mit dem Eissportverein Weißwasser geben, damit man gemeinsam eine Empfehlung für den Stadtrat vorbereiten könne, die zunächst in den Bau- und Wirtschaftsausschuss zur Beratung gehe. Die Fraktionen und Gruppierungen sollen sich voraussichtlich ab März mit der Vorlage beschäftigen können. „Wir werden hier einer Phase Raum geben, in der sich die Stadträte in Ruhe entscheiden können“, sagte Rauh. „Dies ist etwas, wovon nicht nur eine lange Tradition abhängt, sondern auch eine Menge Geld. Wir lassen uns da nicht treiben.“ Es sei auch bei anderen Baumaßnahmen einer solchen Größenordnung (vergleichbar etwa einem Krankenhaus oder ähnlichem) durchaus normal, wenn die Vorbereitungszeit für ein solches Vorhaben zwei Jahre dauere, denn es müssten auch Partner und Fördermittel gefunden werden, welche die Finanzierung des Projektes absichern. Darauf müsse man sich auch in Bezug auf die Eissporthalle einrichten.
„In dieser Zeit ist der Spielbetrieb in der jetzigen Halle keinesfalls in Frage gestellt“, sagte Rauh. Die Tragfähigkeit sei geprüft worden. Dabei seien zwar kleinere Mängel durch Rost festgestellt worden, aber keine gravierenden, so dass die kommende Saison nicht gefährdet sei.
Sorgen darum, dass die derzeitige günstige finanzielle Situation der Stadt Weißwasser in zwei Jahren schon wieder ganz anders aussehen könnte und dann das Geld für den städtischen Eigenanteil am Hallenbau nicht mehr zur Verfügung stehe, müssten sich die Weißwasseraner ebenfalls nicht machen. Und das, obwohl tatsächlich schon abzusehen sei, dass die Stadt Weißwasser bereits 2009 wieder auf die Finanzausstattung von 2006 zurückfallen wird. „Wir hatten jetzt die Möglichkeit, eine Rücklage zu schaffen“, erklärt Rauh, „ und wir haben nicht vor, sie für den laufenden Betrieb anzugreifen. Der Stadtrat könnte auch einen konkreten Verwendungszweck für Teile der Rücklage beschließen.
Thoralf Schirmer
Quelle:Printausgabe der LR vom 23.Februar 2008, Lokalteil WSW
1 | martenn | 23.02.2008 @ 14:22
klingt ja so als würde man dieses projekt erstmal wieder auf die lange bank schieben wollen
2 | HeavensDJ | 23.02.2008 @ 14:54
Klingt nicht nur so, es ist auch so. wann sind wieder wahlen? ^^
3 | Odin | 23.02.2008 @ 15:06
Ich lach mir eins...
4 | fuchs-fan | 23.02.2008 @ 15:15
2 Jahre soll es event. dauern!? Es ist schon seit mehreren Jahren davon die Rede und nichts ist passiert ausser einem Entwurf der in vergessenheit geraten ist (Sportpark).
Man soll sich mal ein bsp. an DD nehmen auch wenn das Geld dort mehr oder weniger "gesponsort" worden ist...
Wenn kein Geld da ist dann soll man solche Vorschläge auch nicht machen hab langsam dieses ewige Theater satt...
5 | alridge | 23.02.2008 @ 22:31
Der wirkliche Wille der Stadt ist nicht erkennbar. Schade, denn woanders klappt das!!
6 | elFranzo | 23.02.2008 @ 23:03
weiss nicht was ihr habt? Es geht voran! Man muss hier einfach mal die grösse des Projekts sehen. Ist doch ganz normal, dass erstmal die Finanzierung und alles drumherum geprüft wird, bevor man zur Tat schreitet. Dresden ist vielleicht nen gutes Beispiel was die Zeit angeht aber das der Bau da mal locker paar Millionen mehr gekostet hat als veranschlagt erwähnt hier keiner. Sowas kann sich die Stadt WSW nun mal nicht leisten!
7 | alridge | 24.02.2008 @ 05:00
So weit ich weiß. ist die Finanzierung der Eishalle in DD komplett durch Steuermittel (Flutgelder) abgedeckt. Außerdem ist Dresden schuldenfrei und steht wirtschaftlich auf gesunden Füßen. Klar muss man alles genau ausloten, aber es zieht sich doch länger als gedacht. Was ist überhaubt mit EU Geldern, denn immerhin werden Grenzrgionen doch speziell gefördert?!
8 | elFranzo | 24.02.2008 @ 05:37
Soll das ne Gegenargumentation, eine Feststellung oder ein sinnfreier Vergleich Weisswasser - Dresden sein? Bezüglich der EU Förderung empfehl ich mal die LR vom 3.1.2008 *Wechselabsicht für Cottbuser Stadion*
9 | Senator | 24.02.2008 @ 12:52
Na klar, zwei Jahre Planung...man weiß noch nicht mal welche Variante am Ende umgesetzt wird, aber die Zeitspanne kennt man. Es laufen auch Sonderförderprogramme der EU für die Lausitz aus....wenn man darauf warten möchte: Super !
10 | cat | 24.02.2008 @ 13:29
War doch so eigentlich zu erwarten, erst prüfen, dann auf das Abstellgleis und später in die Versenkung. Prima!!
Wie lange wird eigentlich schon geplant, geprüft und verworfen? Massenverarschung sage ich da nur.
„Wir hatten jetzt die Möglichkeit, eine Rücklage zu schaffen“, erklärte Rauh. Wo ist die denn? In zwei Jahren zerplatzt wie eine Seifenblase.
11 | Hoywoyfux | 24.02.2008 @ 14:10
Ach Freunde, ich kann elFranzo nur Recht geben. Hier in meiner Stadt haben die Weisen unsere Finanzen so gequält, dass das Regierungspräsidium die Augen weit aufmacht, wenn es nach Hoy guckt. Ich bin da bei uns mit vielem nicht einverstanden und denke, Euer OB in WSW hat einen guten Grund. Egal, was man aus vergangenen Tagen ueber ihn denkt. Und unsere "schnucklige" Eisfestung finde ich immer noch tauglicher als manch offenen Stall, jenseits von DD.
12 | willithefish | 24.02.2008 @ 17:34
Hoywoyfux hört sich juht an wat du schreibst !!
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Der von der Stadt Weißwasser in Auftrag gegebene Variantenvergleich für die Sanierung der Eissporthalle, den kompletten Neubau oder eine Teilsanierung mit Anbau soll in der kommenden Woche vorliegen. Darüber informierte Oberbürgermeister Hartwig Rauh (parteilos) gestern die Presse.
Die Varianten, denen dann, wie er voraussetze, auch jeweils Bewirtschaftungskonzepte beiliegen dürften, sollen zunächst im Rathaus geprüft werden, um sich eine Meinung zu bilden. Dann werde es eine Abstimmung mit dem Eissportverein Weißwasser geben, damit man gemeinsam eine Empfehlung für den Stadtrat vorbereiten könne, die zunächst in den Bau- und Wirtschaftsausschuss zur Beratung gehe. Die Fraktionen und Gruppierungen sollen sich voraussichtlich ab März mit der Vorlage beschäftigen können. „Wir werden hier einer Phase Raum geben, in der sich die Stadträte in Ruhe entscheiden können“, sagte Rauh. „Dies ist etwas, wovon nicht nur eine lange Tradition abhängt, sondern auch eine Menge Geld. Wir lassen uns da nicht treiben.“ Es sei auch bei anderen Baumaßnahmen einer solchen Größenordnung (vergleichbar etwa einem Krankenhaus oder ähnlichem) durchaus normal, wenn die Vorbereitungszeit für ein solches Vorhaben zwei Jahre dauere, denn es müssten auch Partner und Fördermittel gefunden werden, welche die Finanzierung des Projektes absichern. Darauf müsse man sich auch in Bezug auf die Eissporthalle einrichten.
„In dieser Zeit ist der Spielbetrieb in der jetzigen Halle keinesfalls in Frage gestellt“, sagte Rauh. Die Tragfähigkeit sei geprüft worden. Dabei seien zwar kleinere Mängel durch Rost festgestellt worden, aber keine gravierenden, so dass die kommende Saison nicht gefährdet sei.
Sorgen darum, dass die derzeitige günstige finanzielle Situation der Stadt Weißwasser in zwei Jahren schon wieder ganz anders aussehen könnte und dann das Geld für den städtischen Eigenanteil am Hallenbau nicht mehr zur Verfügung stehe, müssten sich die Weißwasseraner ebenfalls nicht machen. Und das, obwohl tatsächlich schon abzusehen sei, dass die Stadt Weißwasser bereits 2009 wieder auf die Finanzausstattung von 2006 zurückfallen wird. „Wir hatten jetzt die Möglichkeit, eine Rücklage zu schaffen“, erklärt Rauh, „ und wir haben nicht vor, sie für den laufenden Betrieb anzugreifen. Der Stadtrat könnte auch einen konkreten Verwendungszweck für Teile der Rücklage beschließen.
Thoralf Schirmer
Quelle:Printausgabe der LR vom 23.Februar 2008, Lokalteil WSW