Popeyes Füchse Im FanFokus
Liebe Freunde des traditionsreichen Weißwasseraner Eishockeys! Nach langer Reparaturphase war die Anzeigetafel über den VIP- Sitzplätzen mal wieder komplett montiert. Klasse, dachte ich- funktioniert das Teil nun endlich doch mal im Ganzen. Als dann die ersten Einblendungen auch das Feld oben rechts tangierten, wurde schnell offenkundig, dass nur ein Drittel dieses Quadrats seinen Dienst versah. Zwei Drittel waren kaputt. Zu zumindest zwei Dritteln sind auch die Chancen unserer Füchse auf den vorzeitigen Klassenerhalt kaputt. Bei aller Liebe und Hoffnung: Nur ein Wunder dürfte uns noch auf Rang 10 transportieren. Deshalb ist es vielleicht gar nicht so schlecht, dass man noch drei Punktspielwochenenden Zeit hat, sich auf den finalen Showdown vorzubereiten und in den ausstehenden Partien Selbstvertrauen zu sammeln. Auch vor Jahresfrist war das Nahziel, den letzten Tabellenplatz zu verlassen, nicht erreicht worden. Dafür schaffte man das Hauptziel. Um auch in dieser Saison den Verbleib in Liga 2 zu sichern wäre es nunmehr erstrebenswert, Tabellenplatz 11 als neues Nahziel auszugeben. Heimrecht in den Matches mit dem Schlusslicht scheint mir angesichts der zuletzt chronischen Auswärtsschwäche nicht zwingend ein Nachteil zu sein. Und sollte- aus welchen Gründen auch immer- die Nachrückeregelung greifen, dann stünden wir vielleicht auch nicht so verkehrt da.
Allerdings: Ich warne eindringlich vor irgendwelchen Spekulationen auf Insolvenzen und „grüne Nichtabstiege“ trotz sportlichen Abstiegs. In dieser ESBG sollte man sich auf wenig verlassen. Deshalb kann und darf nur gelten: Hilf dir selbst, dann ist dir auch geholfen! Ich erinnere mich noch gut an den 6. April 2003. Als wir in Kaufbeuren im 5. und entscheidenden Abstiegsspiel schon nach drei Minuten (auch weil Iiro Itämies dem Puhakka glänzend zum 2. Tor auflegte) 2:0 hinten lagen und am Ende 5:3 geschlagen wurden, nahm das kaum einer tragisch- der Grüne Tisch schien wegen der damaligen Insolvenz- Kandidaten Schwenningen und Tölz schon gedeckt... Das Ende vom Lied ist bekannt. Und wie aus Essen aktuell zu vernehmen ist, wurde zunächst ein Weg gefunden, das Problem zu „verschieben“.
Arrangieren wir uns also alle mit der sich abzeichnenden Situation: Gemeinsam mit unseren Jungs kämpfen wir zunächst um (mindestens) Platz 11 und dann um den Klassenerhalt. Für die Gesundheit mag das weniger günstig sein, für den Schatzmeister aber schon.
Deshalb rufe ich dazu auf, negative Einzelkritiken zu Spielern unserer Mannschaft bis zum letzten Match in den Play- downs zurückzustellen. Es gewinnt oder verliert nie ein einzelner Crack, sondern immer die Mannschaft. Möge die sich als Einheit präsentieren. Und wir haben zur Kenntnis zu nehmen, dass der Klassenerhalt nur mit dem aktuellen Kader, der von Verletzungen unbedingt verschont bleiben möge, erreicht werden kann. Zwei Beispiele will ich dennoch anführen: Wie skeptisch wurde doch die „Perspektivverpflichtung“ des Patrick Gruber gesehen. Mich hat der junge Verteidiger bisher absolut überzeugt. Der ist keiner, der für die Galerie spielt. Außerdem kriegt der schon Heimweh, wenn er die eigene blaue Linie nicht mehr sieht. Aber im Abwehrdrittel arbeitet er kompromisslos, ist gut in den Zweikämpfen und spielt auch einen soliden ersten Pass. Ich kenne die Vertragslage nicht. Aber auf einen Deutschen dieser Klasse könnten auch andere Clubs scharf sein/ werden.
Beeindruckt hat mich zuletzt auch der Steven Crampton. Eine Woche nach dem Treffer im Gesicht hat sich der Kanadier ohne Rücksicht auf seine Gesundheit (und ohne Angst) beim Stand von 2:2 gegen Riessersee zweimal in Schlagschüsse der Gäste geworfen (44./ 56.), wobei er jeweils schmerzhaft getroffen wurde. So half er maßgeblich mit, zumindest den einen Punkt zu sichern. Aus diesem Holz brauchen wir noch mehr Akteure. Dann muss uns in Sachen Ligenverbleib nicht bange sein.
Noch ein Wort zu Riessersee, insbesondere zu Josef Frank! Ich weiß ja nicht, an welchem Haus der seine Schauspielausbildung genossen hat. Aber einen Martin Sekera stellt der locker in den Schatten. Als der 24er im Schlussdrittel regelmäßig seine Liegeeinlagen darbot, kam mir die Idee, die Energie für die Eismaschine zur Eisaufbereitung vor dem Penaltyschießen zu sparen und statt dessen mit Herrn Frank das Eis abzuziehen: Ihn einfach auf die Fläche stellen, anlaufen lassen, und dann kommt einer von uns und rempelt ihn an- fertig gewischt wäre die erste Bahn...
Wir werden damit leben müssen, dass unsere (bekannten) Leistungsträger hart attackiert, vor allem aber auch provoziert werden. Da ist dann Ruhe bewahren erste Bürgerpflicht.
Zweite Bürgerpflicht könnte intensives Über- und Unterzahltraining sein. In den Play- downs wird es noch mehr als in der Hauptrunde auf die „Special teams“ ankommen. Wenn – wie gegen den SCR – im ersten Drittel bei sicher noch guter Kondition in vier Minuten Überzahl, davon 37 Sekunden Fünf gegen Drei, nur ein Torschuss gelingt, läuft irgendetwas falsch. Im Schlussabschnitt riefen die Zuschauer hinter mir bei Powerplay- Situationen permanent „Schieß doch mal drauf, Mann...!“ Voraussetzung dafür, draufschießen zu können, ist meines Erachtens eine Schussposition. In die kommen wir aber viel zu selten, weil einerseits wenig Bewegung angesagt ist und andererseits die Pässe zu langsam und für den Gegner gut kalkulierbar kommen. Vielleicht sind da noch Verbesserungen möglich in den letzten 6 Hauptrundenspielen.
Sehr angenehm war der Besuch letzte Woche beim Brust- und Grundnahrungsmittelsponsor Freiberger. Von Marketing- Chef Steffen Hofmann war zu erfahren, wie sehr er mit unseren Füchsen fiebert. Und er will, wenn es um Alles geht, auch in der Halle anwesend sein. Freiberger ist ein Beispiel für einen Mustersponsor. Die stehen seit Jahren treu zu unserem Club und durften erleben, wie mehr Professionalität einzog. Denn zu Landskron- Sponsor- Zeiten wurde in der Kabine ein Bier eher selten getrunken- ratet mal... Würde man noch fünf bis sechs vergleichbar treue Gönner finden, dann hätte der Ralf Hantschke bei den schon laufenden Vertragsverhandlungen deutlich bessere Argumente als nur „reichlich Eiszeit“.
Hoffen wir also, dass die Saison sportlich und wirtschaftlich ein gutes Ende nimmt- und vielleicht das rechte obere Feld der Anzeigetafel über der VIP- Tribüne und auch die Füchse regelmäßig ohne schlechtes Drittel auskommen. ;-))
In diesem Sinne: Bleibt sauber! Und: Alles was Recht ist...
Euer Sebastian Matthieu
1 | Hoywoyfux | 28.02.2008 @ 00:17
...Alles was Recht ist... /zwinker zwänker, Robe trägt er/ -
Gut, nein sehr sehr gut getroffen - "Deshalb rufe ich dazu auf, negative Einzelkritiken zu Spielern unserer Mannschaft bis zum letzten Match in den Play- downs zurückzustellen."
Ich hoffe, es hat jeder gehört !!! Schön, ist es, Fuchs zu sein.
2 | Dynamix12 | 28.02.2008 @ 14:30
Klasse geschrieben. Dankeschön!
3 | willithefish | 28.02.2008 @ 17:54
da gibt es nicht´s hinzuzufügen auf den punkt getroffen ! Dankeschön weiter so !!!!!!!
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Liebe Freunde des traditionsreichen Weißwasseraner Eishockeys! Nach langer Reparaturphase war die Anzeigetafel über den VIP- Sitzplätzen mal wieder komplett montiert. Klasse, dachte ich- funktioniert das Teil nun endlich doch mal im Ganzen. Als dann die ersten Einblendungen auch das Feld oben rechts tangierten, wurde schnell offenkundig, dass nur ein Drittel dieses Quadrats seinen Dienst versah. Zwei Drittel waren kaputt. Zu zumindest zwei Dritteln sind auch die Chancen unserer Füchse auf den vorzeitigen Klassenerhalt kaputt. Bei aller Liebe und Hoffnung: Nur ein Wunder dürfte uns noch auf Rang 10 transportieren. Deshalb ist es vielleicht gar nicht so schlecht, dass man noch drei Punktspielwochenenden Zeit hat, sich auf den finalen Showdown vorzubereiten und in den ausstehenden Partien Selbstvertrauen zu sammeln. Auch vor Jahresfrist war das Nahziel, den letzten Tabellenplatz zu verlassen, nicht erreicht worden. Dafür schaffte man das Hauptziel. Um auch in dieser Saison den Verbleib in Liga 2 zu sichern wäre es nunmehr erstrebenswert, Tabellenplatz 11 als neues Nahziel auszugeben. Heimrecht in den Matches mit dem Schlusslicht scheint mir angesichts der zuletzt chronischen Auswärtsschwäche nicht zwingend ein Nachteil zu sein. Und sollte- aus welchen Gründen auch immer- die Nachrückeregelung greifen, dann stünden wir vielleicht auch nicht so verkehrt da.
Allerdings: Ich warne eindringlich vor irgendwelchen Spekulationen auf Insolvenzen und „grüne Nichtabstiege“ trotz sportlichen Abstiegs. In dieser ESBG sollte man sich auf wenig verlassen. Deshalb kann und darf nur gelten: Hilf dir selbst, dann ist dir auch geholfen! Ich erinnere mich noch gut an den 6. April 2003. Als wir in Kaufbeuren im 5. und entscheidenden Abstiegsspiel schon nach drei Minuten (auch weil Iiro Itämies dem Puhakka glänzend zum 2. Tor auflegte) 2:0 hinten lagen und am Ende 5:3 geschlagen wurden, nahm das kaum einer tragisch- der Grüne Tisch schien wegen der damaligen Insolvenz- Kandidaten Schwenningen und Tölz schon gedeckt... Das Ende vom Lied ist bekannt. Und wie aus Essen aktuell zu vernehmen ist, wurde zunächst ein Weg gefunden, das Problem zu „verschieben“.
Arrangieren wir uns also alle mit der sich abzeichnenden Situation: Gemeinsam mit unseren Jungs kämpfen wir zunächst um (mindestens) Platz 11 und dann um den Klassenerhalt. Für die Gesundheit mag das weniger günstig sein, für den Schatzmeister aber schon.
Deshalb rufe ich dazu auf, negative Einzelkritiken zu Spielern unserer Mannschaft bis zum letzten Match in den Play- downs zurückzustellen. Es gewinnt oder verliert nie ein einzelner Crack, sondern immer die Mannschaft. Möge die sich als Einheit präsentieren. Und wir haben zur Kenntnis zu nehmen, dass der Klassenerhalt nur mit dem aktuellen Kader, der von Verletzungen unbedingt verschont bleiben möge, erreicht werden kann. Zwei Beispiele will ich dennoch anführen: Wie skeptisch wurde doch die „Perspektivverpflichtung“ des Patrick Gruber gesehen. Mich hat der junge Verteidiger bisher absolut überzeugt. Der ist keiner, der für die Galerie spielt. Außerdem kriegt der schon Heimweh, wenn er die eigene blaue Linie nicht mehr sieht. Aber im Abwehrdrittel arbeitet er kompromisslos, ist gut in den Zweikämpfen und spielt auch einen soliden ersten Pass. Ich kenne die Vertragslage nicht. Aber auf einen Deutschen dieser Klasse könnten auch andere Clubs scharf sein/ werden.
Beeindruckt hat mich zuletzt auch der Steven Crampton. Eine Woche nach dem Treffer im Gesicht hat sich der Kanadier ohne Rücksicht auf seine Gesundheit (und ohne Angst) beim Stand von 2:2 gegen Riessersee zweimal in Schlagschüsse der Gäste geworfen (44./ 56.), wobei er jeweils schmerzhaft getroffen wurde. So half er maßgeblich mit, zumindest den einen Punkt zu sichern. Aus diesem Holz brauchen wir noch mehr Akteure. Dann muss uns in Sachen Ligenverbleib nicht bange sein.
Noch ein Wort zu Riessersee, insbesondere zu Josef Frank! Ich weiß ja nicht, an welchem Haus der seine Schauspielausbildung genossen hat. Aber einen Martin Sekera stellt der locker in den Schatten. Als der 24er im Schlussdrittel regelmäßig seine Liegeeinlagen darbot, kam mir die Idee, die Energie für die Eismaschine zur Eisaufbereitung vor dem Penaltyschießen zu sparen und statt dessen mit Herrn Frank das Eis abzuziehen: Ihn einfach auf die Fläche stellen, anlaufen lassen, und dann kommt einer von uns und rempelt ihn an- fertig gewischt wäre die erste Bahn...
Wir werden damit leben müssen, dass unsere (bekannten) Leistungsträger hart attackiert, vor allem aber auch provoziert werden. Da ist dann Ruhe bewahren erste Bürgerpflicht.
Zweite Bürgerpflicht könnte intensives Über- und Unterzahltraining sein. In den Play- downs wird es noch mehr als in der Hauptrunde auf die „Special teams“ ankommen. Wenn – wie gegen den SCR – im ersten Drittel bei sicher noch guter Kondition in vier Minuten Überzahl, davon 37 Sekunden Fünf gegen Drei, nur ein Torschuss gelingt, läuft irgendetwas falsch. Im Schlussabschnitt riefen die Zuschauer hinter mir bei Powerplay- Situationen permanent „Schieß doch mal drauf, Mann...!“ Voraussetzung dafür, draufschießen zu können, ist meines Erachtens eine Schussposition. In die kommen wir aber viel zu selten, weil einerseits wenig Bewegung angesagt ist und andererseits die Pässe zu langsam und für den Gegner gut kalkulierbar kommen. Vielleicht sind da noch Verbesserungen möglich in den letzten 6 Hauptrundenspielen.
Sehr angenehm war der Besuch letzte Woche beim Brust- und Grundnahrungsmittelsponsor Freiberger. Von Marketing- Chef Steffen Hofmann war zu erfahren, wie sehr er mit unseren Füchsen fiebert. Und er will, wenn es um Alles geht, auch in der Halle anwesend sein. Freiberger ist ein Beispiel für einen Mustersponsor. Die stehen seit Jahren treu zu unserem Club und durften erleben, wie mehr Professionalität einzog. Denn zu Landskron- Sponsor- Zeiten wurde in der Kabine ein Bier eher selten getrunken- ratet mal... Würde man noch fünf bis sechs vergleichbar treue Gönner finden, dann hätte der Ralf Hantschke bei den schon laufenden Vertragsverhandlungen deutlich bessere Argumente als nur „reichlich Eiszeit“.
Hoffen wir also, dass die Saison sportlich und wirtschaftlich ein gutes Ende nimmt- und vielleicht das rechte obere Feld der Anzeigetafel über der VIP- Tribüne und auch die Füchse regelmäßig ohne schlechtes Drittel auskommen. ;-))
In diesem Sinne: Bleibt sauber! Und: Alles was Recht ist...
Euer Sebastian Matthieu