Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Direkter Klassenerhalt rückt in weite Ferne
01.03.2008 | 00:29 Uhr von
Das „Wochenende der Entscheidung“ um den Anschluss an Platz zehn begann mit einer bitteren, weil vermeidbaren Niederlage zu Hause gegen die Bietigheim-Bissingen Steelers. Lange brauchten die müde wirkenden Füchse, um den Gästen ein gleichwertiger Gegner zu sein. Dennoch wäre beinahe noch der Ausgleich gelungen, in der stürmischen Schlussphase fehlte dazu einfach das nötige Glück. Der 0:1-Rückstand nach dem ersten Drittel entsprach den bis dahin gezeigten Leistungen beider Teams. Ex-Nationalspieler Alexander Serikow, von Vogl zu zaghaft bedrängt, hatte einen Querpass von Wrobel unhaltbar eingeschossen. Die Bietigheimer waren oft einen Schritt voraus und wirkten im Spielaufbau durchdachter. Bei den erkennbar bemühten Gastgebern hingegen blieb vieles Stückwerk, häufig störten Fehlpässe den Spielfluss.

Füchse wirken müde

Dennoch hatte Reader die beste Chance, als er nach 15 Minuten aus zentraler Position den Pfosten traf. Dann aber zeigten die Steelers ihre Gefährlichkeit, nach dem 0:1 kamen sie nach guten Passkombinationen noch zweimal gefährlich vor das Tor, doch erst stand Ackers goldrichtig, danach traf der Gästestürmer den Puck nicht.

Im Mittelabschnitt änderte sich wenig am Auftritt der Füchse. Kampf und Krampf bestimmten die Aktionen, im Publikum wurden erste Pfiffe laut. Dazu passten die Treffer zwei und drei für die Gäste, die jeweils eine Überzahlsituation für ihre Tore nutzten. Die war beim 0:2 zwar gerade abgelaufen, aber Strafbank-Rückkehrer Szabo konnte die Direktabnahme von Rod Hinks nicht verhindern, Boris Ackers war machtlos. Nicht so beim 0:3, als Serikow eine feine Einzelleistung mit einem durchaus haltbaren Schuss ins kurze Eck abschloss.

Die Füchse nahmen sich dagegen harmlos aus. Lediglich Tuukka Pulliainen hatte nach 33 Minuten eine gute Schusschance, aber der sichere Patrick Koslow im Tor der Steelers parierte. Auch der andere Finne auf dem Eis, der Bietigheimer Jaakko Hagelberg, scheiterte auf der Gegenseite frei vor Füchse-Goalie Boris Ackers (39.).

Eindrucksvolles Aufbäumen

Es sah so aus, als würde es ganz schwer werden für die Füchse im Schlussabschnitt, auch eine Klatsche schien nicht abwegig. Was die Blauen aber dann ihrem Publikum boten, erinnerte an bestes Weißwasseraner Power-Eishockey mit Einsatz und Leidenschaft. Es dauerte keine fünf Minuten, da hatten sie auf 2:3 verkürzt. Erst war Gosdeck selbst zur Stelle, dann fälschte Fitzpatrick einen Schuss der Nummer 97 für Koslow unerreichbar ab.

Dass es trotz des schnellen Anschlusstores zu keinem Punkt reichte, lag vor allem an der schlechten Verwertung der sich noch bietenden Überzahlsituationen. Die Gäste handelten sich in dieser Phase viele unnötige Strafzeiten ein. Nicht nur, dass die Füchse daraus trotz gefälliger Spielanlage kein eigenes Kapital schlagen konnten – in Unterzahl konterten sich die Steelers zum 2:4, nachdem Pulliainen den Puck vertändelt hatte.

Die Füchse machten weiter Druck, Szabos Schuss rutschte durch Koslows Schoner noch am Tor vorbei. Fitzpatrick war der nächste, der es versuchte, er umkurvte das Gästetor und schob die Scheibe aus dem Gewühl unter Koslow hindurch, diesmal in das Tor. Noch war Zeit, das Spiel umzubiegen, und Reader hatte den Ausgleich auf dem Schläger, zielte aber frei vor dem Tor daneben. So aber traf Jung für die Steelers ins leere Tor und besiegelte die achte Niederlage der Lausitzer in Folge.

Füchse-Trainer Thomas Popiesch konnte mit der im Schlussdrittel gezeigten Einstellung seiner Spieler zufrieden sein – nicht aber mit der ersten halben Stunde. Ein weiterer Wehrmutstropfen war die Verletzung von Robert Bartlick, der mit der Schulter in die Bande knallte und umgehend im Krankenhaus untersucht wurde. Gebrochen sei nichts, biss er nach dem Spiel auf die Zähne, genaueres wird man erst am Montag wissen.
(Von Ronny Reddo und Marcel Pochanke)

Quelle: Sächsische Zeitung Lokalteil vom 01. März 2008
1065 mal gelesen
 
1 | Sponge-bob | 01.03.2008 @ 15:42
Wirklich Schade , aber ein gutes drittel reicht einfach nicht.Und wenn wir am Ende Pech haben stehen wir genauso blöd da wie letzte Saison auf einem play Down Platz ohne Heimrecht und ob es dieses Jahr klappt ?
2 | Thorben | 01.03.2008 @ 16:41
@1: Pech? Unvermögen von einigen Seiten, die zu dem führen, was wir gestern wieder auf dem Eis gesehen haben!
3 | cat | 01.03.2008 @ 20:25
Wirklich Schade? Unvermögen von einigen Seiten? Es ist einfach Sch...e was in WSW abgeht. Die letzten fünf Jahre nur Phrasen die gedroschen werden. Mehr und mehr Management, aber kein Erfolg. Tabellenplatz 14 ist real und nichts anderes. Kein Kader für die 2-te Liga!!!Oberligatauglich??? Chancenverwertung, was ist das??? Sind immer nur die Schiris schuld??? Blauäugichkeit hilft nicht weiter. Fragen müßen gestellt werden und Antworten gegeben werden und Parollen helfen auch nicht weiter. mfG.
4 | Thorben | 01.03.2008 @ 20:43
@cat: das sind keine Phrasen und keine Parolen! Das ist leider Realität! Und die Fans werden mal wieder aufgefordert hinter der Mannschaft zu stehen. Das machen wir so oder so! Nur leider ist das, was hinter den Kulissen läuft, wohl nicht so erfolgreich. Und da bekommst Du auch keine aussagekräftige Antwort! Straft mich eines Besseren, aber am Ende der Saison, sind wir eine Liga tiefer, leider! Und dann steh ich immer noch hinter den Jungs auf dem Eis!
5 | cat | 01.03.2008 @ 21:19
Hinter den Jungs steh ich schon immer, auch wenn es manchmal nicht den Anschein hat, aber das ganze drum herum läßt schon die Läuse aus den Pelz hauen. Mal sehen da, mal schauen hier und vielleicht dies oder das oder auch nicht und wenn schon denn, dann doch nicht. Phrasen von der Geschäftsleitung und Durchhalteparollen?? Nein?? Sehe ich anders, aber es wird immer zwei Ligen geben, die erste die verarscht und die zweite die sich verarschen läßt.
6 | eisen-kay | 01.03.2008 @ 22:52
Auf keinen Fall dürfen jetzt die Spieler und Fans in dieser Situation die Köpfe hängen lassen. Es geht jetzt ums Heimrecht in den Play-Downs, also kämpfen. Bin übrigens morgen in München und hoffe auf einen Sieg. PS. Füchse geben niemals auf.
7 | SCHWEDE | 02.03.2008 @ 11:07
Die Frage ist doch werden die Fans vom Management überhaupt noch ernst genommen. Wer einmal einen der sogenannten "Fanstammtische" besucht hat, weiß was ich meine. Auf die wenigste Fragen die vom gemeinenen "Fanvolk"gestelltwerden, sollten diese auch unbequem sein gibts eine klare Antwort von den Verantwortlichen. Allem wird ausgewichen und drumherum geredet, mit dem Hinweiss das der Fan eben den professionellen Durchblick hat,, wie unser ach so tolles Managment.
8 | SCHWEDE | 02.03.2008 @ 11:09
ich meine natüelich , "das der Fan eben nicht den professionellen Durchblickhat". T`schuldigung!
9 | schiri | 02.03.2008 @ 14:51
@6:sicher, dass die Spieler dein P.S. auch so sehn?
10 | schiri | 02.03.2008 @ 14:53
Die Überschrift sollte leider heissen, der Klassenerhalt rückt in weite Ferne!!!
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