Trainer Popiesch will die Füchse mit Einzelgesprächen in Play-down-Form bringen
Jetzt ist es also definitiv: Die Lausitzer Füchse haben den vorzeitigen Klassenerhalt in der 2. Eishockey-Bundesliga verpasst. Sie müssen auch in dieser Saison wieder in der Play-down-Runde gegen den Abstieg kämpfen. Diese Aufgabe wird alles andere als einfach angesichts der Probleme des Teams. Zumal die Füchse auch das Play-down-Heimrecht verspielt haben. Oder glaubt jemand an Wunder? Nehmen wir einmal an, die Füchse gewinnen am Freitag ihr letztes Hauptrunden-Heimspiel gegen Ravensburg. Nehmen wir außerdem mal an, sie gewinnen anschließend am Sonntag auch noch beim Tabellendritten Heilbronn und feiern damit ihr erstes Sechs-Punkte-Wochenende seit dem 30. September 2007. Dann hätten die Füchse zumindest ihren Teil dazu beigetragen, um dank des besseren Direktvergleichs doch noch an Bremerhaven vorbeizuziehen und sich das Heimrecht in der Play-down-Runde zu sichern. Ach ja: Bremerhaven müsste natürlich seine Heimspiele gegen Riessersee und Landshut ohne eigenen Punktgewinn verlieren.
Das sind zu viele Konjunktive, finden Sie« Das findet Trainer Thomas Popiesch auch. Er hält überhaupt nichts von derartigen Rechenspielen. „Es bringt nichts, auf die Konkurrenz zu schauen. Wir müssen zuerst unsere Probleme lösen. Wir allein haben den Schlüssel zum Klassenerhalt in der Hand“, sagte Po piesch nach der 2:4-Niederlage im Sachsenderby bei den Eispiraten Crimmitschau. Zu diesem Zeitpunkt wusste er noch nicht, dass am Sonntagabend fast sämtliche Ergebnisse in den anderen Stadien gegen die Füchse ausfielen. Inzwischen darf sich Popiesch in seiner Meinung bestärkt fühlen. Denn das Play-down-Heimrecht ist angesichts von sechs Punkten Rückstand auf Bremerhaven in den verbleibenden zwei Partien nur noch rein theoretisch möglich.
Aber wie soll die vom Coach geforderte Problemlösung aussehen» Immerhin ist bis zum Start der Play-down-Runde am Gründonnerstag nur noch eine knappe Woche Zeit. Und den Füchsen fällt es weiterhin schwer, eine konstante Leistung über 60 Minuten zu zeigen. In den Play-downs, die nach dem Modus „best of seven“ ausgespielt werden, müssen sogar vier gute Spiele her. Popieschs Worte an die Adresse der Mannschaft sind Hilferuf und Appell zugleich. „Es bringt nichts, um den heißen Brei herumzureden. Wenn es Probleme gibt, dann müssen die auf den Tisch, sonst können wir die Probleme nicht lösen“, fordert er.
Vor allem mental wirkt die Mannschaft angeschlagen. Die Serie mit neun Niederlagen in Folge hat tiefe Spuren hinterlassen. Vielen Spielern ist das Selbstvertrauen abhanden gekommen. Geht ihnen aufgrund des kleinen Kaders auch die Kraft aus« Sind sie möglicherweise überfordert» Oder mit den Gedanken schon bei ihrer Zukunft?
In der vergangenen Woche hat der Coach die Spieler vor allem unterein-ander reden lassen. Nun will er sich wieder verstärkt in den Dialog einschalten und Einzelgespräche führen, um die Ursachen für die Probleme aufzuspüren und die Krise doch noch vor dem Beginn der entscheidenden Saisonphase stoppen zu können. „Ich gebe nicht auf, denn wir haben das Potenzial, um den Abstieg zu verhindern“, versichert Popiesch. Das Problem: Auch seine Spieler müssen endlich wieder an dieses Potenzial glauben. (VON FRANK NOACK)
Oh, da würd ich gern mal Mäuschen spielen im Fuchsbau.
2 | garfield34 | 11.03.2008 @ 09:31
Auch wenn es nur ein Zeitungsartikel ist, jetzt ist vor allem der Psychologe Popeye gefragt...
3 | stesi | 11.03.2008 @ 11:12
kann mich erinnern das gab es doch schon mal vor kurzen gefruchtet hats nicht.
4 | Matzl | 11.03.2008 @ 12:55
Das pfeifen im Wald wird immer lauter. Nur kann Poiesch pfeifen bis der Mund ausfranzt. Es wird nichts bringen. Man wird diese Saison, die vor Monaten verspielt wurde, nicht mehr retten....
5 | alridge | 11.03.2008 @ 19:25
@4: Die PD beginnen bei Null, das vergisst du wohl. Ich denke, dass T. P. das Zeug dazu hat, die Form und den Ehrgeiz aus dem Team heraus zu holen, damit dies die PD Spiele auch siegreich gestaltet und wir nächstes Jahr wieder in der 2. BL spielen.
6 | Hoywoyfux | 11.03.2008 @ 19:44
"Sind sie möglicherweise überfordert» Oder mit den Gedanken schon bei ihrer Zukunft?" Zum ersten : NEIN, zum zweiten : die Frage ist bei einem Profi schon berechtigt, ich kann aber nur hoffen, dass sie von allen auch mit NEIN beantwortet wird - so ein ehrliches Publikum kriegt Ihr nicht mehr wieder .
7 | cat | 11.03.2008 @ 19:50
Der T.P. pfeift immer das gleiche,da gibt es nüscht neues. Zumindest pfeift er falsch und hat selbst kein Rezept, da ist es einfach, mehr und mehr auf die Mannschaft abzuwälzen um seine eigenen Fehler zu vertuschen. Was das noch mit Psychologie zu tun haben soll ist mir schleierhaft. Einzelgespräche nutzen auch nicht viel, wenn die Beine nicht mehr wollen.
8 | alridge | 12.03.2008 @ 01:30
Finde ich nicht cat. Und selbst wenn es so wäre, ein neuer Trainer würde auch nix bringen. Ich habe da mein Vertrauen und ganz im Ernst.....ich gehe auch zu den Oberligaspielen der Füchse, wenn sie absteigen sollten!
9 | Taubentreter | 12.03.2008 @ 11:57
Hmm.... "Einzelgespräche..."....mit wem spricht er denn dann? Können ja nur 2-3 Gespräche werden.... Na ich weiss ja nicht. Schaun ma mal. Gruss TT!
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Jetzt ist es also definitiv: Die Lausitzer Füchse haben den vorzeitigen Klassenerhalt in der 2. Eishockey-Bundesliga verpasst. Sie müssen auch in dieser Saison wieder in der Play-down-Runde gegen den Abstieg kämpfen. Diese Aufgabe wird alles andere als einfach angesichts der Probleme des Teams. Zumal die Füchse auch das Play-down-Heimrecht verspielt haben. Oder glaubt jemand an Wunder? Nehmen wir einmal an, die Füchse gewinnen am Freitag ihr letztes Hauptrunden-Heimspiel gegen Ravensburg. Nehmen wir außerdem mal an, sie gewinnen anschließend am Sonntag auch noch beim Tabellendritten Heilbronn und feiern damit ihr erstes Sechs-Punkte-Wochenende seit dem 30. September 2007. Dann hätten die Füchse zumindest ihren Teil dazu beigetragen, um dank des besseren Direktvergleichs doch noch an Bremerhaven vorbeizuziehen und sich das Heimrecht in der Play-down-Runde zu sichern. Ach ja: Bremerhaven müsste natürlich seine Heimspiele gegen Riessersee und Landshut ohne eigenen Punktgewinn verlieren.
Das sind zu viele Konjunktive, finden Sie« Das findet Trainer Thomas Popiesch auch. Er hält überhaupt nichts von derartigen Rechenspielen. „Es bringt nichts, auf die Konkurrenz zu schauen. Wir müssen zuerst unsere Probleme lösen. Wir allein haben den Schlüssel zum Klassenerhalt in der Hand“, sagte Po piesch nach der 2:4-Niederlage im Sachsenderby bei den Eispiraten Crimmitschau. Zu diesem Zeitpunkt wusste er noch nicht, dass am Sonntagabend fast sämtliche Ergebnisse in den anderen Stadien gegen die Füchse ausfielen. Inzwischen darf sich Popiesch in seiner Meinung bestärkt fühlen. Denn das Play-down-Heimrecht ist angesichts von sechs Punkten Rückstand auf Bremerhaven in den verbleibenden zwei Partien nur noch rein theoretisch möglich.
Aber wie soll die vom Coach geforderte Problemlösung aussehen» Immerhin ist bis zum Start der Play-down-Runde am Gründonnerstag nur noch eine knappe Woche Zeit. Und den Füchsen fällt es weiterhin schwer, eine konstante Leistung über 60 Minuten zu zeigen. In den Play-downs, die nach dem Modus „best of seven“ ausgespielt werden, müssen sogar vier gute Spiele her. Popieschs Worte an die Adresse der Mannschaft sind Hilferuf und Appell zugleich. „Es bringt nichts, um den heißen Brei herumzureden. Wenn es Probleme gibt, dann müssen die auf den Tisch, sonst können wir die Probleme nicht lösen“, fordert er.
Vor allem mental wirkt die Mannschaft angeschlagen. Die Serie mit neun Niederlagen in Folge hat tiefe Spuren hinterlassen. Vielen Spielern ist das Selbstvertrauen abhanden gekommen. Geht ihnen aufgrund des kleinen Kaders auch die Kraft aus« Sind sie möglicherweise überfordert» Oder mit den Gedanken schon bei ihrer Zukunft?
In der vergangenen Woche hat der Coach die Spieler vor allem unterein-ander reden lassen. Nun will er sich wieder verstärkt in den Dialog einschalten und Einzelgespräche führen, um die Ursachen für die Probleme aufzuspüren und die Krise doch noch vor dem Beginn der entscheidenden Saisonphase stoppen zu können. „Ich gebe nicht auf, denn wir haben das Potenzial, um den Abstieg zu verhindern“, versichert Popiesch. Das Problem: Auch seine Spieler müssen endlich wieder an dieses Potenzial glauben.
(VON FRANK NOACK)
Quelle: Lausitzer Rundschau vom 11. März 2008