Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Test für die Playdowns geht schief
15.03.2008 | 07:34 Uhr von
Das letzte Heimspiel vor den Playdowns – eine letzte Chance, die Brust wieder etwas breiter werden zu lassen und das gegen eine Mannschaft, die bei einem Sieg der Füchse der Playdown-Gegner sein könnte. Die Ravensburger waren nach zuletzt fünf Niederlagen in Folge auf den elften Platz abgerutscht, hatten noch die Chance auf den vorzeitigen Klassenerhalt (Platz zehn), mussten aber gleichzeitig befürchten, im Falle einer Niederlage hinter die lauernden Bremerhavener auf den zwölften Platz zurück zu fallen und damit Gegner der Füchse im Kampf um den Klassenerhalt zu werden. Auf Gästeseite war Torjäger Robert Brezina, der die Füchse unter der Saison verlassen hatte, gemäß der Wechselvereinbarung nicht mit von der Partie (in den Playdowns dürfe er aber). Was die Füchse dann im ersten Drittel boten, war eines Abstiegskandidaten würdig: Keine Kombinationen, viele Zufallsprodukte, mangelnde Leidenschaft – nichts was optimistisch für die Abstiegsspiele stimmen könnte. Trotzdem gingen die Gastgeber nach einer schönen Einzelleistung in Führung. Carsten Gosdeck, der vor dem Spiel als „Fuchs des Jahres“ ausgezeichnet wurde, war um das Tor gefahren und hatte dann geschossen. Der Gästegoalie Endras musste prallen lassen, Peter Szabo war zur Stelle und versenkte die Scheibe im Fallen im Netz. Aber es hatte danach den Anschein als ginge ein Ruck durch die Gäste. Und die benötigten tatsächlich keine Minute, um auszugleichen. Und als kurz vor Drittelende Thomas Vogl auf der Strafbank saß und McDonald einen Schuss durch die Schoner rutschen lassen musste, waren die Gäste (Ron Newhook) gedanklich einfach schneller und nutzten das zum Führungstreffer.

Eine Steigerung der Füchse war im Mitteldrittel nicht zu sehen. Zwar gelang in Überzahl der Ausgleichstreffer (Gosdeck hatte von der blauen Linie geschossen und Alan Reader den Puck abgefälscht), aber insgesamt gelang in den vielen Überzahlspielen viel zu wenig. Meistens schafften es die Weißwasseraner nicht einmal, ein Powerplay-Spiel im gegnerischen Drittel aufzubauen.

Den Gästen gelang dann der etwas umstrittene Treffer zum 2:3. Mike Dolezal hatte nach einem Schuss nachgestochert. Es war viel „Gewühl“ vor dem Tor, die Füchse reklamierten vehement auf Torraumabseits, aber der Schiedsrichter hatte optimal gestanden und gab das Tor. Die eigentliche Katastrophe fand im folgenden Überzahlspiel der Füchse statt. Sie kassierten mit einem Mann mehr auf dem Eis binnen 33 Sekunden zwei Gegentore. Erst spielte Carsten Gosdeck einen katastrophalen Fehlpass, die Gäste liefen zu zweit auf McDonald zu und ließen sich die Chance nicht nehmen, und dann vertändelten die Füchse den Puck erneut an der Mittellinie, konnten danach Dolezal im 1:1 nicht aufhalten. McDonald hielt noch dessen Schuss, war aber gegen den Nachschuss machtlos. Ein Pfeifkonzert der genervten Füchse-Fans war das Resultat.

Dieser Drei-Tore-Abstand war für die Füchse im Schlussdrittel einfach zu groß. Zwar kam nach Masaks Treffer zum 3:5 noch ein wenig Hoffnung auf, aber danach saßen die Gastgeber fast nur noch auf der Strafbank, während die Gäste nicht mehr taten als nötig. Eines dürfte auch dem letzten Füchse-Fan klar geworden sein. Nach dieser Leistung bedarf es eines ähnlichen Wunders wie vor einem Jahr, um den Klassenerhalt nach den Playdowns feiern zu können.
(Von Ronny Reddo und Frank Thümmler)

Quelle: Sächsische Zeitung Lokalteil vom 15. März 2008
1030 mal gelesen
 
1 | schiri | 15.03.2008 @ 09:29
Ein Wunder ohne Teamgeist?Zwei Gegentore in 33 Sekunden bei eigener Überzahl!Mir fällt nichts mehr ein,ausser Schei...!!!Aber warum für WSW kämpfen,wenn man schon woanders unterschrieben hat (#81,11 usw.).Und unser Manager hält es nicht für notwendig mit den Eigengewächsen über neue Verträge zu sprechen.
2 | Aigars44 | 15.03.2008 @ 09:38
wer hat denn noch woanders unterschrieben????
3 | Lindsay | 15.03.2008 @ 10:34
Morgen, egal ob sie schon woanders unterschrieben haben oder nicht noch spielen sie hier und da haben sie hier die Leistung zu bringen... Und wenn die Herren oben im Chefsessel sich das gefallen lassen, müssen wir in den sauren Apfel beißen und sind nächste Saison in der Oberliga!!!
4 | klaus dieta | 15.03.2008 @ 10:43
TEV Miesbach, Deggendorf ..... sind doch auch attraktive Gegener dann in der Oberliga. ;)
5 | martenn | 15.03.2008 @ 20:45
ich habe mich schon für den sonderzug nach miebach angemeldet... alternativ kann man sich auch für passau anmelden *lol*
6 | Hoywoyfux | 16.03.2008 @ 07:43
Freunde, dass Profis unterschreiben, wo sie in "ihren" Jahren ausreichend Geld verdienen ist hinlänglich bekannt, also bitte keine moralischen Appelle. - Andererseits hilft es auch wenig, jetzt von der Ol zu "träumen". Ich kann die schlechte Laune vieler absolut verstehen, aber es gibt auch sehr sehr viele, die sich gerade jetzt zusammenreißen und nicht noch zur schlechten Stimmung beitragen.
7 | schiri | 16.03.2008 @ 09:53
Für schlechte Stimmung trägt ja wohl einzig und allein der Verein und die Profimannschaft des ESW bei!!! Irgendwann reichts halt mal, was seit Weinachten in WSW abgeht ist nun mal absolute Sche...
8 | Hoywoyfux | 16.03.2008 @ 16:57
Hast schon recht schiri und man tut sich schon sehr schwer, die Motivation oben zu halten. Selbst die Blue sons hängen verzweifelt ihre Banner ab und wedeln nicht mit Fähnchen. Geht voll i.O. - Aber wenn wir diese Laune am Sonnabend auch noch in die Halle schieben, dann brauchen wir gar nicht hinzugehen. Ich hab keine Lust auf Oberliga, und ich denke, das geht Euch da draußen auch so !
9 | schiri | 16.03.2008 @ 19:17
Wenns nach Lust gehen würde, aber wie will dieses Team den Abstieg verhindern!?
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