...liegt jetzt vor/Neubau würde 17,3 Millionen Euro kosten / Entscheidung ohne Druck
Seit dieser Woche nimmt die Diskussion über eine neue Eishalle in Weißwasser konkrete Formen an. Hintergrund ist, der Variantenvergleich für die Sanierung der Eissporthalle, den Neubau oder eine Teilsanierung mit Anbau liegt vor. Räte des Bau- und Wirtschaftsausschusses und auch Verwaltungsspitze zeigten sich bei den Zahlen überrascht. Die «billigste» Variante – die Sanierung – liegt bei 12,9 Millionen Euro. Ein Neubau würde 17,3 Millionen Euro kosten, so Oberbürgermeister Hartwig Rauh (parteilos).
Die Zahlen, die bereits mehrfach in der Öffentlichkeit eine Rolle spielten – vier Millionen Euro für die Sanierung, sieben Millionen für eine Mischvariante und zehn Millionen für einen Neubau – können nun ad acta gelegt werden.
«Im Bau- und Wirtschaftsausschuss, bei dem auch ESW-Vertreter zu Gast waren, hat Prof. Sommer von der Fachhochschule Lausitz den Variantenvergleich vorgestellt» , erläuterte Oberbürgermeister Hartwig Rauh gestern der Öffentlichkeit. Er verhehlt dabei nicht, dass die vorgestellten Zahlen für Überraschung sorgten, denn sie sind um einiges höher als alle bisherigen Annahmen. «Wollen wir eine Förderung erhalten, müssen wir nach DIN bauen» , erklärt Rauh die Kostensteigerung. Hinzu kommt, dass in Absprache mit dem Eissport Weißwasser «Sonderwünsche» eingearbeitet wurden. Dabei geht es nicht um vergoldete Türklinken, sondern um solche Wünsche, «die dem ESW eine effizientere Betreibung der Halle ermöglichen. Die Mehrfachnutzung hat einen ganz großen Stellenwert» , erklärt Rauh. Die Rede sei da von Konzerten, Messen und anderen Veranstaltungen.
Letztlich sei es nun so, dass die Sanierung der bestehenden Halle 12,9 Millionen Euro kosten würde. Die Mischvariante – Teilsanierung mit Anbau – kostet 16,7 Millionen Euro. Der Neubau schlägt mit 17,3 Millionen zu Buche. Nicht einbezogen in diese Kosten sind die Abbruchleistungen. Die speziellen Wünsche des ESW haben einen Wert von rund 1,5 Millionen Euro. Die Rede ist beispielsweise von einem Fan-Shop, einer Arztpraxis oder einem Freizeit- und Wellnessbereich. «Der dann natürlich für alle Bürger nutzbar wäre» , so Rauh.
Der Variantenvergleich – «Es wurde nichts schöngerechnet» – ist für den OB nun die Basis, auf der eine umfassende Diskussion stattfinden kann. Dabei, so sagt es Rauh ausdrücklich, wolle man sich nicht unter Druck setzen lassen. Zum einen, weil das Projekt «die größte Investition in Weißwasser ist» , zum anderen, «weil wir eine bespielbare Halle haben» , erklärt Rauh.
Die Tragfähigkeit der Halle sei geprüft worden. Dabei seien kleinere Mängel festgestellt worden, aber nicht solche, die den Spielbetrieb gefährden könnten.
Aus dem Bau- und Wirtschaftsausschuss heraus soll die Diskussion in die Fraktionen des Stadtrates getragen werden. «Es steht kein Zeitpunkt fest, an dem Ausschuss eine Empfehlung für den Stadtrat ausspricht» , erklärt der OB. Demzufolge sei auch ein Bautermin derzeit kein Thema.
Zum Thema Vor-Ort-Besuche
- Vertreter des Stadtrates werden sich Hallenneubauten vor Ort ansehen. Im Gespräch sind Touren nach Dresden und Ravensburg .
- «Arbeiten an der Hallendecke sind bei einer Sanierung in viereinhalb Monaten also während der Sommerpause leistbar. Das hat uns ein Fachmann bei der Ausschusssitzung erklärt» , so Rauh mit Blick.
- Vattenfall und Eishalle : Zu diesem Thema erklärte Rauh, dass der Energiekonzern bereits einmal erklärt habe, nicht als Investor für die Halle aufzutreten. «Alles andere müssen wir jetzt sehen, aber erst einmal muss sich der Stadtrat klar werden, was er will.»
les mal richtig...steht da das keine gebaut wird???
3 | Matzl | 15.03.2008 @ 18:34
Bei der Aussage von Vattenfall bekomme ich einen Hals!! Die Gegend hier schröpfen und den letzten Grashalm umgraben, Gewinne in Millardenhöhe nach Schweden pumpen und nicht mal ein Angagement für ne relativ kleine Halle leisten! Hoch lebe ENBW oder EON, die sich weitaus mehr für den Sport einsetzten!! Zur Halle: sie wird nicht kommen. Zu teuer für eine Stadt für WSW, zumal ohne Investor.
4 | alridge | 15.03.2008 @ 19:02
Genau; Vattenfall kann sich die Alibiaktionen wie 500 Freikarten schenken.
5 | SEFI | 15.03.2008 @ 19:55
Da muss halt mal eine Aktion her...
6 | iceEnergy | 15.03.2008 @ 20:09
ich glaub das wird wieder nix...
kanns´mir zumindest nicht vorstellen
7 | Sponge-bob | 15.03.2008 @ 20:15
Ich glaub auch erst an eine neue Halle wenn sie steht
8 | Senator | 15.03.2008 @ 20:55
@3: Genauso sehe ich das auch. Unsere Lausitz wird und wurde kaputt gebaggert und es gibt Jubel über 500 Freikarten oder mal ne 100 000 "Spende". Pah! Da lache ich schon lange drüber. Wer's besser weiss, soll sich mal die Zahlen von V. "ergooglen".
9 | alridge | 15.03.2008 @ 22:12
Der deutsche Energiekonzern Vattenfall Europe hat seinen Gewinn im Geschäftsjahr 2006 deutlich gesteigert. Der Überschuss erhöhte sich um 29 Prozent auf 934 Millionen Euro. Der Umsatz wuchs im vergangenen Jahr um sechs Prozent auf 11,1 Milliarden Euro. Vorstandschef Klaus Rauscher sagte bei der Bilanzvorlage, der Konzern habe vor allem in der Erzeugung mehr verdient und von den gestiegenen Preisen an der Leipziger Strombörse profitiert. Vor wenigen Tagen hatte das Unternehmen für Hamburg eine Preiserhöhung von 7,2 Prozent und für Berlin von 6,5 Prozent angekündigt.
10 | Eddy08 | 16.03.2008 @ 09:47
Man seid froh das Vattenfall überhaupt Geld in den Verein steckt, sonst gehen die Lichter ganz aus. Die Tagebaue gab es schon vor der Wende und demnach vor Vattenfall, lasst mal die Kirche im Dorf. Gäbe es Vattenfall nicht, könnte manch einer sich die Fahrt in den Fuchsbau nicht leisten, es ist nun einmal mit der größte Arbeitgeber in der Region. Und dann bleibt ja immernoch das Problem der sportlichen Talfahrt, in der Oberliga wird es nicht einfacher, auch die Sponsorensuche nicht
11 | Senator | 16.03.2008 @ 10:33
Klar gabs die Tagebaue vorher, aber genau davon und auf dieser Grundlage profitert ja der Konzern.
12 | Frank | 16.03.2008 @ 12:06
Ich seh es wie Eddy, aber eine (ernstgemeinte) Frage noch an Matzl: Wo engagiert sich denn EON "weitaus mehr" im Sport? Und bitte nicht das Bsp. Dortmund anführen, denn die hatten mit Sicherheit noch andere Trikotsponsoren zur Auswahl, was bei uns eben nicht der Fall ist. Deshalb:Wo noch? Danke
13 | Dynamix12 | 16.03.2008 @ 13:03
Mal ne andere Frage. 17,3 Mio sind ne Menge Holz, aber mit der Arztpraxis, Wellness und Mehrfachnutzung, nach wieviel Jahren, sollen sich die Investitionen denn amortisiert haben? Zu Vattenfall. Vielleicht beobachten erstmal die Schweden die Sache, was wirklich kommt. Später einsteigen können sie dann immernoch.
14 | tanngrismir | 16.03.2008 @ 13:26
Kann es sein, daß bei einigen L
15 | tanngrismir | 16.03.2008 @ 13:34
Oh, da fehlte der Rest: "Kann es sein, daß sich bei einigen Leuten hier die blanke Frust über die schlechte Saison entlädt?" So sollte daß korrekt lauten.....
16 | Matzl | 16.03.2008 @ 14:41
@10 Vattenfall hat die Tagebaue und Kraftwerke von hier ansässigen Staatsunternehmen erworben. Wenn diese nicht an Vattenfall verscherbelt worden währen, gebe es jetzt höchstwahrscheinlich einen ostdeutschen Stromkonzern, der sich in dieser Region angagiert.
@12 z.B. Biathlon, Wintersport allgemein, diverse weitere Fußballmannschaften in unteren Ligen (Erfurt). Ließe sich mit etwas Recherche beliebig weiterführen.
17 | Frank | 16.03.2008 @ 14:58
@16 Diese Liste kannst du aber ebenso mit Vattenfall aufstellen (Radsport, Freezers, Hertha, Cottbus usw.)
18 | Hoywoyfux | 16.03.2008 @ 16:46
Manch einer wird es nie kapieren - eine Kapitalgesellschaft kann mit ihrem Geld machen, was sie will. Deshalb würde ich als AG bei solch "danklosem" Publikum, wie es wohl manche sind, wohl auch 2 oder 3 mal überlegen. Was Vattenfall in der Lausitz lässt, kann man an tausenden Lohnzetteln ablesen. Auch sollten wir nicht vergessen, dass wir mit diesem Konzern, das einzigste großindustrielle Highlight in der Gegend haben - der steckt Geld in viele Vereine und Projekte; Matzl, Du kannst gern einige
19 | Hoywoyfux | 16.03.2008 @ 16:50
Vereine aus meiner Gegend anklicken und Dir kommt das Blau-orangefarbene Logo entgegen. Weshalb proklamieren wir von vornherein für uns das (Haupt-) Recht ? Es ist doch nicht aller Tage Abend, klar muss man sich weiter um die Schweden bemühen, doch das braucht man erst gar nicht, wenn man denen so wie manche hier, gleich die Pistole auf die Brust setzt. Für dieses Projekt brauchen alle Seiten viel Geduld - und das ist auch gut so !!!
20 | Sponge-bob | 16.03.2008 @ 17:17
Genau @ 19 man darf nämlich nicht nur die Füchse,die Freezers, Hertha und Energie aufzählen sondern muß auch die vielen kleinen Dorfvereine mit rein nehmen, die mal neue Tore kriegen oder Bälle oder oder oder ... . Denn das Arbeitsgebiet von Vattenfall erstreckt sich nicht nur 10 km um Weisswasser .
21 | René44 | 16.03.2008 @ 18:38
@16 Es gab also 12 Jahre nach der Wiedervereinigung noch Staatsunternehmen???
22 | Hoywoyfux | 16.03.2008 @ 18:55
@Sponge-bob -> Verlockend ist der äuß`re Schein, der Weise dringet tiefer ein. (W.Busch) / Genauso wie Du.
23 | willithefish | 18.03.2008 @ 16:47
mein gott hier wird ja nur gemeckert. wenn vattenfall nichts geben möchte ist das halt so dann müssen wir weiter nach sponsoren suchen! und diese äußerung von hoywoyfux (tausende lohnzettel) ej hallo die leute gehen dafür arbeiten und bringen leistung für das was der konzern an diese leute zahlt.
24 | Hoywoyfux | 18.03.2008 @ 20:17
@23 sorry, da will ich niemandem zu nahe treten, aber vergleiche den Lohnzettel mit einem Kfz.mechaniker eines Autohauses in WSW, einer Krankenschwester oder eines "normalen" Elektrikers. Die bringen wohl keine Leistung ??? Ich kenne zufällig einige, die sind aus bestimmten Gründen zu V. gewechselt, also das Arbeitsprofil war da nicht der Grund ... Und gerade deshalb bringt V. über den Lohn reichlich Geld in die Region. Jetzt verstanden ?
25 | willithefish | 19.03.2008 @ 16:44
da gebe ich dir ja recht aber das liegt ja auch daran das v. echt viel einnahmen hat und auch mehr als eine schlosserrei oder ein k-haus !
aber ich habe heut erfahren das v. viel in kleine vereine stegt z.B. schleife mit einer neuen halle - find ich echt klasse die brauchen es auch! sport frei !!!!
26 | Hoywoyfux | 19.03.2008 @ 18:05
Sport frei, willithefisch, prima, dass wir uns doch verstanden haben.
» Die News ist älter als 14 Tage. Die Kommentarfunktion wurde deshalb deaktiviert.
Seit dieser Woche nimmt die Diskussion über eine neue Eishalle in Weißwasser konkrete Formen an. Hintergrund ist, der Variantenvergleich für die Sanierung der Eissporthalle, den Neubau oder eine Teilsanierung mit Anbau liegt vor. Räte des Bau- und Wirtschaftsausschusses und auch Verwaltungsspitze zeigten sich bei den Zahlen überrascht. Die «billigste» Variante – die Sanierung – liegt bei 12,9 Millionen Euro. Ein Neubau würde 17,3 Millionen Euro kosten, so Oberbürgermeister Hartwig Rauh (parteilos).
Die Zahlen, die bereits mehrfach in der Öffentlichkeit eine Rolle spielten – vier Millionen Euro für die Sanierung, sieben Millionen für eine Mischvariante und zehn Millionen für einen Neubau – können nun ad acta gelegt werden.
«Im Bau- und Wirtschaftsausschuss, bei dem auch ESW-Vertreter zu Gast waren, hat Prof. Sommer von der Fachhochschule Lausitz den Variantenvergleich vorgestellt» , erläuterte Oberbürgermeister Hartwig Rauh gestern der Öffentlichkeit. Er verhehlt dabei nicht, dass die vorgestellten Zahlen für Überraschung sorgten, denn sie sind um einiges höher als alle bisherigen Annahmen. «Wollen wir eine Förderung erhalten, müssen wir nach DIN bauen» , erklärt Rauh die Kostensteigerung. Hinzu kommt, dass in Absprache mit dem Eissport Weißwasser «Sonderwünsche» eingearbeitet wurden. Dabei geht es nicht um vergoldete Türklinken, sondern um solche Wünsche, «die dem ESW eine effizientere Betreibung der Halle ermöglichen. Die Mehrfachnutzung hat einen ganz großen Stellenwert» , erklärt Rauh. Die Rede sei da von Konzerten, Messen und anderen Veranstaltungen.
Letztlich sei es nun so, dass die Sanierung der bestehenden Halle 12,9 Millionen Euro kosten würde. Die Mischvariante – Teilsanierung mit Anbau – kostet 16,7 Millionen Euro. Der Neubau schlägt mit 17,3 Millionen zu Buche. Nicht einbezogen in diese Kosten sind die Abbruchleistungen. Die speziellen Wünsche des ESW haben einen Wert von rund 1,5 Millionen Euro. Die Rede ist beispielsweise von einem Fan-Shop, einer Arztpraxis oder einem Freizeit- und Wellnessbereich. «Der dann natürlich für alle Bürger nutzbar wäre» , so Rauh.
Der Variantenvergleich – «Es wurde nichts schöngerechnet» – ist für den OB nun die Basis, auf der eine umfassende Diskussion stattfinden kann. Dabei, so sagt es Rauh ausdrücklich, wolle man sich nicht unter Druck setzen lassen. Zum einen, weil das Projekt «die größte Investition in Weißwasser ist» , zum anderen, «weil wir eine bespielbare Halle haben» , erklärt Rauh.
Die Tragfähigkeit der Halle sei geprüft worden. Dabei seien kleinere Mängel festgestellt worden, aber nicht solche, die den Spielbetrieb gefährden könnten.
Aus dem Bau- und Wirtschaftsausschuss heraus soll die Diskussion in die Fraktionen des Stadtrates getragen werden. «Es steht kein Zeitpunkt fest, an dem Ausschuss eine Empfehlung für den Stadtrat ausspricht» , erklärt der OB. Demzufolge sei auch ein Bautermin derzeit kein Thema.
Zum Thema Vor-Ort-Besuche
- Vertreter des Stadtrates werden sich Hallenneubauten vor Ort ansehen. Im Gespräch sind Touren nach Dresden und Ravensburg .
- «Arbeiten an der Hallendecke sind bei einer Sanierung in viereinhalb Monaten also während der Sommerpause leistbar. Das hat uns ein Fachmann bei der Ausschusssitzung erklärt» , so Rauh mit Blick.
- Vattenfall und Eishalle : Zu diesem Thema erklärte Rauh, dass der Energiekonzern bereits einmal erklärt habe, nicht als Investor für die Halle aufzutreten. «Alles andere müssen wir jetzt sehen, aber erst einmal muss sich der Stadtrat klar werden, was er will.»
Von Regina Weiß
Quelle: Lausitzer Rundschau vom 15. März 2008