Weißwasser liegt in den Play-downs gegen Bremerhaven 1:3 zurück
Jetzt wird es ganz eng für die Lausitzer Füchse im Kampf um den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga: Durch die unglückliche 2:3-Niederlage nach Verlängerung gestern gegen die Fishtown Pinguins Bremerhaven liegt Weißwasser in der Play-down-Serie 1:3 zurück und muss morgen in Bremerhaven gewinnen, um den Abstieg doch noch vermeiden zu vermeiden. «Die Enttäuschung ist natürlich groß. Wir haben sehr viel in diese Partie investiert und hätten in der regulären Spielzeit für die Entscheidung sorgen können» , sagte Füchse-Trainer Thomas Popiesch. Der entscheidende Treffer durch den dreifachen Torschützen Darin Olver fiel ausgesprochen unglücklich aus Sicht der Gastgeber. Olver nutzte eine kurzzeitige Verwirrung in der Füchse- Abwehr und traf in der 7. Minute der Verlängerung zum 3:2-Endstand für die Gäste, die nun vor dem fünften Duell alle Trümpfe in der Hand halten und morgen mit einem Heimsieg den Abstieg der Füchse besiegeln können.
Nach der Strafminuten-Flut in der Schlussphase der dritten Partie am Montag in Bremerhaven ging es auch gestern wie erwartet sehr emotional zur Sache. Zumal schon vor dem ersten Bully verbale Giftpfeile flogen. Gäste-Trainer Tom Coolen hatte die Füchse in einem tendenziösen Bericht der „Nordsee-Zeitung“ Bremerhaven als „Pussycats“ verhöhnt und deren angeblich unsaubere Spielweise kritisiert. Die Bezeichnung „Pussycats“ gilt in der Branche als Schimpfwort und lässt sich frei mit „Weicheier“ übersetzen.
Vor 1887 Zuschauern starteten die Gastgeber zwar mit verheißungsvollen Offensivaktionen, ließen zunächst aber erneut viele Möglichkeiten ungenutzt. Bei eigener Überzahl wurde Weißwasser dann durch den ersten Treffer von Olver (10.) kalt erwischt und verlor völlig den Rhythmus. Erneut Olver erhöhte sogar auf 2:0 (17.) für Bremerhaven, doch Steve Crampton erzielte kurz noch vor der ersten Pausensirene den psychologisch wichtigen Anschlusstreffer zum 1:2 (18.). Als Kapitän Martin Masak unmittelbar nach Wiederbeginn zum 2:2-Ausgleich (22.) traf, war die Partie wieder offen. Die Füchse, bei denen Adam Drgon als überzähliger Ausländer zuschauen musste, machten nun viel Druck. Sie scheiterten aber immer wieder an der vielbeinigen Abwehr der Gäste und Torhüter Alfie Michaud.
Deshalb herrschte Hochspannung im letzten Drittel. Beide Mannschaften gingen jetzt kräftemäßig an ihr Limit. Die Frage lautete: Welches Team macht den entscheidenden Fehler? In der 51. Minute scheiterte der erneut starke Bremerhavener Förderlizenz-Stürmer René Röthke an Füchse-Torhüter Nolan McDonald. Kurz vor Schluss hielt auf der anderen Seite Michaud den Schuss von Alan Reader (60.). Deshalb blieb es beim 2:2 nach der regulären Spielzeit.
Positiv hervorzuheben ist die gute Leistung von Schiedsrichter Reik van Gameren aus Berlin. Er sprang kurzfristig für den eigentlich angesetzten Roland Seckler (Geretsried) ein, der wegen einer Autopanne nicht in Weißwasser erscheinen konnte. Van Gameren leitete die Partie souverän und hielt – anders als die bisherigen Schiris in dieser Serie – die Hektik in Grenzen. (VON FRANK NOACK)
Jetzt wird es ganz eng für die Lausitzer Füchse im Kampf um den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga: Durch die unglückliche 2:3-Niederlage nach Verlängerung gestern gegen die Fishtown Pinguins Bremerhaven liegt Weißwasser in der Play-down-Serie 1:3 zurück und muss morgen in Bremerhaven gewinnen, um den Abstieg doch noch vermeiden zu vermeiden. «Die Enttäuschung ist natürlich groß. Wir haben sehr viel in diese Partie investiert und hätten in der regulären Spielzeit für die Entscheidung sorgen können» , sagte Füchse-Trainer Thomas Popiesch. Der entscheidende Treffer durch den dreifachen Torschützen Darin Olver fiel ausgesprochen unglücklich aus Sicht der Gastgeber. Olver nutzte eine kurzzeitige Verwirrung in der Füchse- Abwehr und traf in der 7. Minute der Verlängerung zum 3:2-Endstand für die Gäste, die nun vor dem fünften Duell alle Trümpfe in der Hand halten und morgen mit einem Heimsieg den Abstieg der Füchse besiegeln können.
Nach der Strafminuten-Flut in der Schlussphase der dritten Partie am Montag in Bremerhaven ging es auch gestern wie erwartet sehr emotional zur Sache. Zumal schon vor dem ersten Bully verbale Giftpfeile flogen. Gäste-Trainer Tom Coolen hatte die Füchse in einem tendenziösen Bericht der „Nordsee-Zeitung“ Bremerhaven als „Pussycats“ verhöhnt und deren angeblich unsaubere Spielweise kritisiert. Die Bezeichnung „Pussycats“ gilt in der Branche als Schimpfwort und lässt sich frei mit „Weicheier“ übersetzen.
Vor 1887 Zuschauern starteten die Gastgeber zwar mit verheißungsvollen Offensivaktionen, ließen zunächst aber erneut viele Möglichkeiten ungenutzt. Bei eigener Überzahl wurde Weißwasser dann durch den ersten Treffer von Olver (10.) kalt erwischt und verlor völlig den Rhythmus. Erneut Olver erhöhte sogar auf 2:0 (17.) für Bremerhaven, doch Steve Crampton erzielte kurz noch vor der ersten Pausensirene den psychologisch wichtigen Anschlusstreffer zum 1:2 (18.). Als Kapitän Martin Masak unmittelbar nach Wiederbeginn zum 2:2-Ausgleich (22.) traf, war die Partie wieder offen. Die Füchse, bei denen Adam Drgon als überzähliger Ausländer zuschauen musste, machten nun viel Druck. Sie scheiterten aber immer wieder an der vielbeinigen Abwehr der Gäste und Torhüter Alfie Michaud.
Deshalb herrschte Hochspannung im letzten Drittel. Beide Mannschaften gingen jetzt kräftemäßig an ihr Limit. Die Frage lautete: Welches Team macht den entscheidenden Fehler? In der 51. Minute scheiterte der erneut starke Bremerhavener Förderlizenz-Stürmer René Röthke an Füchse-Torhüter Nolan McDonald. Kurz vor Schluss hielt auf der anderen Seite Michaud den Schuss von Alan Reader (60.). Deshalb blieb es beim 2:2 nach der regulären Spielzeit.
Positiv hervorzuheben ist die gute Leistung von Schiedsrichter Reik van Gameren aus Berlin. Er sprang kurzfristig für den eigentlich angesetzten Roland Seckler (Geretsried) ein, der wegen einer Autopanne nicht in Weißwasser erscheinen konnte. Van Gameren leitete die Partie souverän und hielt – anders als die bisherigen Schiris in dieser Serie – die Hektik in Grenzen.
(VON FRANK NOACK)
Lausitzer Füchse – Fishtown Pinguins Bremerhaven 2:3 n.V. (1:2, 1:0, 0:0/0:1)
Tore: 0:1 Olver (10.), 0:2 Olver (17.), 1:2 Crampton (18.), 2:2 Masak (22.), 2:3 Olver (67.);
Schiedsrichter: Reik van Gameren (Berlin);
Zuschauer: 1887;
Strafminuten: 22 / 26 + 10 (Dejdar).
Play-off-Stand (best of seven): 1:3.
Quelle: Lausitzer Rundschau vom 27. März 2008