Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Mücke sticht für eiskalte Füchse
31.03.2008 | 07:42 Uhr von
Weißwasser siegt gegen Bremerhaven 3:2 n.P. und erzwingt Entscheidungsspiel
Es ist kein Aprilscherz: Die Lausitzer Füchse schienen in der dramatischen Play-down-Serie um den Klassenerhalt in der 2. Eishockey-Bundesliga gegen die Fishtown Pinguins Bremerhaven schon k.o. zu sein. Durch den 3:2-Heimsieg nach Penaltyschießen hat Weißwasser gestern Abend jedoch das siebte Spiel erzwungen. Die alles entscheidende Partie findet nun morgen – am 1. April – in Bremerhaven statt.
Wo ist Mücke? Das war die Frage nach dem entscheidenden Penalty. Denn der kleine Stürmer verschwand in einer blau-gelben Jubeltraube auf dem Eis. Mit seinem Schuss ins Tor sorgte er für den überlebenswichtigen Sieg der Gastgeber. Im Falle einer Niederlage wären die Füchse in die Oberliga abgestiegen. Vor Mücke hatten auch Peter Szabo und Thomas Vogl getroffen. Für die Gäste war lediglich Fraser Clair erfolgreich. Laut Reglement wurde zwar Vogl als Siegtorschütze geführt, weil nach Mücke kein Bremerhavener Profi mehr antreten musste.
Umjubelter Spieler war jedoch der kleine Mann mit der Rückennummer 13, der die Last der Verantwortung souverän meisterte (siehe «Interview» ). «Kompliment an meine Spieler. Sie waren heute im Penaltyschießen traumhaft sicher» , erklärte Füchse-Trainer Thomas Popiesch, der diesen wichtigen Sieg akribisch vorbereitet hatte. Denn Mücke & Co. hatten vom Coach detaillierte Informationen bekommen, wie sich der Bremerhavener Torhüter Alfie Michaud in solchen Situationen bewegt. «Die Vorbereitung ist aber nur die eine Sache. Letztlich liegt es an den Spielern, ob sie die Nervenstärke besitzen, die Vorgaben dann beim Penalty auch wirklich umzusetzen» , sagte Popiesch. Und diese Nervenstärke hatten die Füchse gestern, denn alle drei Schützen verwandelten eiskalt.
Das Penaltyschießen war der dramatische Höhepunkt einer überaus umkämpften Partie. Trotz des 2:1-Auswärtssieges am Freitag hatten die Gastgeber zunächst erhebliche Mühe, ins Spiel zu finden. Zumal Darin Olver die Pinguine in der 7. Minute in Führung schoss. Der 1:1-Ausgleich durch Alan Reader (13.) gab Weißwasser wieder mehr Sicherheit. Steve Crampton sorgte dann im zweiten Drittel für die verdiente Füchse-Führung (2:1/29.). Im letzten Drittel war Weißwasser drauf und dran, alles klar zu machen. Als die Füchse fast zwei Minuten lang eine 5:3-Überzahl hatten, schien der dritte Treffer nur noch eine Frage der Zeit zu sein. In der 49. Minute scheiterte erst Carsten Gosdeck und dann Stefan Ortolf an Gäste-Keeper Michaud.
Anschließend wurde dann jedoch Bremerhaven wieder stärker. In den letzten Minuten der regulären Spielzeit schienen die Füchse kräftemäßig am Ende zu sein. Nach einem überflüssigen Foul musste Markus Leh nigk auf die Strafbank. Erneut Olver traf vier Minuten vor dem Ende zum 2:2-Ausgleich.
In der fälligen Verlängerung neutralisierten sich beide Teams weitgehend, sodass die Entscheidung im Penaltyschießen fallen musste. Der Druck lag nun ganz auf Seiten der Füchse, denn eine Niederlage hätte schließlich den Abstieg zur Folge gehabt. Während das Eis zum letzten Mal für das Penaltyschießen aufbereitet wurde, herrschte Spannung pur bei den 2141 Zuschauern in der Halle. Entsprechend groß war der Jubel, als Mücke den entscheidenden Schuss im Bremerhavener Tor versenkte. «Beide Mannschaften haben ein tolles Spiel geliefert. Am Ende hat dann ein einziger Schuss über Sieg und Niederlage entschieden» , betonte Gäste-Coach Tom Coolen. Dieser Einschätzung wollte Thomas Popiesch jedoch nur bedingt folgen. «Ich denke, wir haben uns den Sieg verdient. Nach dem mühsamen Start hat sich die Mannschaft als echte Einheit präsentiert» , analysierte der Füchse- Trainer. Nun strebt die Nervenschlacht morgen in Bremerhaven ihrem Höhepunkt entgegen.
(VON FRANK NOACK)


Lausitzer Füchse – Fishtown Pinguins Bremerhaven 3:2 n.P. (1:1, 1:0, 0:1/1:0 n.P.)

Tore: 0:1 Olver (7.), 1:1 Reader (13.), 2:1 Crampton (29.), 2:2 Olver (56.), 3:2 Vogl (70.);
Schiedsrichter:Carsten Lenhart (Darmstadt);
Zuschauer: 2141;
Strafminuten: 22 / 18.
Play-off-Stand (best of seven): 3:3.
RUNDSCHAU-Spieler des Tages der Füchse: André Mücke.


Quelle: Lausitzer Rundschau vom 31. März 2008
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