Die Arbeit der Verantwortlichen steht auf dem Prüfstand
Nun ist es doch passiert - die Lausitzer Füchse sind sportlich in die Oberliga abgestiegen. WochenKurier versucht, die aktuelle Situation im Fuchsbau zu analysieren.
Es war genau 22.29 Uhr und leider kein Aprilscherz, als am 1. April die siebente und alles entscheidende Partie der Play-Down-Serie gegen Bremerhaven beendet wurde: Die Füchse mussten den bitteren Gang in die Drittklassigkeit gehen. Wie soll es aber nun weitergehen? Gerüchteweise ist zwar eine Aufstockung der 2. Bundesliga auf 16 Teams im Gespräch, aber verlassen sollten sich die Verantwortlichen der Füchse darauf nicht. Zu frisch sind noch die Erinnerungen, als die Lausitzer vor fünf Jahren ebenfalls auf ein Nachrücken spekulierten und letztendlich doch Oberliga spielen mussten.
Einigen Spielern ist diese Ungewissheit ebenfalls zu unsicher, so dass sie zeitnah nach dem Abstieg neue Verträge bei anderen Teams unterschrieben. Kapitän Martin Masak konnte sich schon einen Tag später über den neuen Arbeitsvertrag in Ravensburg freuen. Da er diesen Vertrag sicherlich nicht erst zu diesem Zeitpunkt unterschrieben hatte und zum Saisonende in seinen Leistungen abbaute, gibt dem Wechsel ein gewisses G´schmäckle, wie man in Schwaben sagen würde.
Härter trifft die Lausitzer aber der Abgang von Carsten Gosdeck. Um den 29-jährigen Stürmer im Fuchsbau zu halten, hätte ein treuer Sponsor der Füchse auch gern in die Privatschatulle gegriffen. Ein Grund für seinen Wechsel an den Fuß der Zugspitze zum SC Riessersee soll auch ein unterschriftsreifer Arbeitsvertrag für seine Lebensgefährtin gewesen sein. Vielleicht auch ein Ansatzpunkt für die Füchse, um Spieler in die Lausitz zu locken.
Aus Fehlern lernen
Viele Fans werfen dem Manager-Novizen Ralf Hantschke eine mangelhafte Transferpolitik vor. Die Kritiker sollten aber bedenken, dass das Team bis zum ersten Saisondrittel personell sehr gut aufgestellt war. Danach konnte der sportliche Leiter der Füchse aber nur das Geld ausgeben, was ihm zur Verfügung gestellt wurde. Geld ist und bleibt das größte Problem der Füchse.
Auf der einen Seite ist die Region mit Sponsoren nicht gerade üppig ausgestattet, auf der anderen sind viele Probleme hausgemacht. Dies zu erkennen und zu analysieren ist nun die Aufgabe der Füchse-Verantwortlichen. (Sascha Hache)
Umfrage: Abstieg - wie gehts weiter?
Wie sieht die Zukunft der Füchse in der Oberliga aus?
Nach der Trauer über den Abstieg der Lausitzer Füchse aus der 2. Bundesliga, müssen die Planungen für die Oberliga anlaufen. Neues Hallenprojekt, ein eventueller Rücktritt des Geschäftsführers René Reinert und Aufstellung eines aufstiegsfähigen Teams - viele Aufgaben warten auf die Füchse.
WochenKurier fragte nach: Wie soll es mit dem Eissport weitergehen?
Michael Jäkel, Verlagsleiter WochenKurier Dresden:
Der WochenKurier bleibt trotz des Abstieges der Lausitzer Füchse auch in der neuen Spielsaison als Sponsor und Partner dem Eissport Weißwasser treu.
Bernd Nadebor, Gesellschafter der Lausitzer Füchse SpielbetriebsGmbH:
Als Mitgesellschafter der Füchse werde ich meinen finanziellen Teil zur Aufstellung eines aufstiegsfähigen Kaders leisten. Packen wir es an!
Ronald Krause, Bürgermeister der Stadt Weißwasser:
Trotz Abstiegs braucht der Traditionsstandort eine neue Halle. Dies machen wir als Stadt absolut nicht von der Ligenzugehörigkeit der Füchse abhängig!
Marco Bayer, Leiter externe Kommunikation Vattenfall:
Wir stehen zu unserer gesellschaftlichen Verantwortung. Vattenfall wird auch weiterhin die Lausitzer Füchse und den Eissport in Weißwasser unterstützen.
Quelle: WochenKurier Regional-News Weißwasser vom 08. April 2008
1 | szdd | 08.04.2008 @ 17:23
"Die Arbeit der Verantwortlichen steht auf dem Prüfstand"? Was gibts da noch zu prüfen?
2 | Französin | 08.04.2008 @ 19:01
Na ob dort oben endlich mal Köpfe rollen!!!
3 | Mischka | 08.04.2008 @ 19:10
Zitat: "... soll auch ein unterschriftsreifer Arbeitsvertrag für seine Lebensgefährtin gewesen sein. Vielleicht auch ein Ansatzpunkt für die Füchse, um Spieler in die Lausitz zu locken ..."
olol - wie hoch is die quote in der lausitz 20%+??? Aber klar Spielerfrauen ftw - OMG
4 | HeavensDJ | 08.04.2008 @ 19:45
Mischka? chatter oder zocker? :) zwecks ftw und OMG unso..
5 | Mozart | 08.04.2008 @ 19:59
@Mischka Lach ruhig, aber über Sponsoren und Gesellschafter ist so etwas möglich... Und nur zur Berichtigung: Die Quote in der Lausitz beträgt 16 Prozent...
6 | Mischka | 08.04.2008 @ 20:08
find nur bedauerlich dass man sich mehr sorgen um die spielerfrauen als um die bevölkerung macht Mozart. Hat eher was mit weinen zu tun ...
7 | Mozart | 08.04.2008 @ 20:16
Wo steht was, dass sich jemand mehr Sorgen um Spielerfrauen macht als um die Bevölkerung? In dem Artikel wurde ein Aspekt aufgezeigt, der bei anderen Klubs Standard ist. Und vergiss nicht, dass durch erfolgreiches Profi-Eishockey auch Arbeitsplätze geschaffen werden und Gelder in der Region verbleiben...
8 | Mischka | 08.04.2008 @ 20:20
nunja, was zu beweisen wäre - is ja auch wurscht ... um beim thema zu bleiben, ich verfolge das auch von weit weg weiterhin und hoffe natürlich das Beste für die Füchse *daumendrück*
toll geschrieben btw^^
9 | Witscho | 08.04.2008 @ 20:50
Hier wird immer nur vom Manager gesprochen. Wieso wird nicht mal der Marketingverantwortliche hinterfragt?
10 | alridge1 | 09.04.2008 @ 01:29
Ach, was für ein toller Artikel. Ich kann daraus
11 | S.W.A.T. | 09.04.2008 @ 07:00
@alridge1 : Bistde eingepennt, oder hast vergessen was de sagen wolltest?
Frage an Marketingmanager: Stand Sponsoringeinnahmen der GmbH Saison 06/07 im Vergleich Saisin 07/08 ??? Wie viel Gespräche gabs mit interessanten möglichen Sponsoren? War man mal mit B. Gruber in Kodersdorf beim Holzriesen? Ist ja auch Österreicher und nicht mal ein armer! ...???
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Nun ist es doch passiert - die Lausitzer Füchse sind sportlich in die Oberliga abgestiegen. WochenKurier versucht, die aktuelle Situation im Fuchsbau zu analysieren.
Es war genau 22.29 Uhr und leider kein Aprilscherz, als am 1. April die siebente und alles entscheidende Partie der Play-Down-Serie gegen Bremerhaven beendet wurde: Die Füchse mussten den bitteren Gang in die Drittklassigkeit gehen. Wie soll es aber nun weitergehen? Gerüchteweise ist zwar eine Aufstockung der 2. Bundesliga auf 16 Teams im Gespräch, aber verlassen sollten sich die Verantwortlichen der Füchse darauf nicht. Zu frisch sind noch die Erinnerungen, als die Lausitzer vor fünf Jahren ebenfalls auf ein Nachrücken spekulierten und letztendlich doch Oberliga spielen mussten.
Einigen Spielern ist diese Ungewissheit ebenfalls zu unsicher, so dass sie zeitnah nach dem Abstieg neue Verträge bei anderen Teams unterschrieben. Kapitän Martin Masak konnte sich schon einen Tag später über den neuen Arbeitsvertrag in Ravensburg freuen. Da er diesen Vertrag sicherlich nicht erst zu diesem Zeitpunkt unterschrieben hatte und zum Saisonende in seinen Leistungen abbaute, gibt dem Wechsel ein gewisses G´schmäckle, wie man in Schwaben sagen würde.
Härter trifft die Lausitzer aber der Abgang von Carsten Gosdeck. Um den 29-jährigen Stürmer im Fuchsbau zu halten, hätte ein treuer Sponsor der Füchse auch gern in die Privatschatulle gegriffen. Ein Grund für seinen Wechsel an den Fuß der Zugspitze zum SC Riessersee soll auch ein unterschriftsreifer Arbeitsvertrag für seine Lebensgefährtin gewesen sein. Vielleicht auch ein Ansatzpunkt für die Füchse, um Spieler in die Lausitz zu locken.
Aus Fehlern lernen
Viele Fans werfen dem Manager-Novizen Ralf Hantschke eine mangelhafte Transferpolitik vor. Die Kritiker sollten aber bedenken, dass das Team bis zum ersten Saisondrittel personell sehr gut aufgestellt war. Danach konnte der sportliche Leiter der Füchse aber nur das Geld ausgeben, was ihm zur Verfügung gestellt wurde. Geld ist und bleibt das größte Problem der Füchse.
Auf der einen Seite ist die Region mit Sponsoren nicht gerade üppig ausgestattet, auf der anderen sind viele Probleme hausgemacht. Dies zu erkennen und zu analysieren ist nun die Aufgabe der Füchse-Verantwortlichen. (Sascha Hache)
Umfrage: Abstieg - wie gehts weiter?
Wie sieht die Zukunft der Füchse in der Oberliga aus?
Nach der Trauer über den Abstieg der Lausitzer Füchse aus der 2. Bundesliga, müssen die Planungen für die Oberliga anlaufen. Neues Hallenprojekt, ein eventueller Rücktritt des Geschäftsführers René Reinert und Aufstellung eines aufstiegsfähigen Teams - viele Aufgaben warten auf die Füchse.
WochenKurier fragte nach: Wie soll es mit dem Eissport weitergehen?
Michael Jäkel, Verlagsleiter WochenKurier Dresden:
Der WochenKurier bleibt trotz des Abstieges der Lausitzer Füchse auch in der neuen Spielsaison als Sponsor und Partner dem Eissport Weißwasser treu.
Bernd Nadebor, Gesellschafter der Lausitzer Füchse SpielbetriebsGmbH:
Als Mitgesellschafter der Füchse werde ich meinen finanziellen Teil zur Aufstellung eines aufstiegsfähigen Kaders leisten. Packen wir es an!
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Marco Bayer, Leiter externe Kommunikation Vattenfall:
Wir stehen zu unserer gesellschaftlichen Verantwortung. Vattenfall wird auch weiterhin die Lausitzer Füchse und den Eissport in Weißwasser unterstützen.
Quelle: WochenKurier Regional-News Weißwasser vom 08. April 2008