Zwei Insolvenz-Anträge an einem Tag in der 2. Bundesliga / Lausitzer Füchse haben als Nachrücker nun Planungssicherheit
Es traf sich gut, dass die Moskitos Essen am Dienstagabend zu einer Pressekonferenz geladen hatten. Eigentlich wollten sie bei dieser Gelegenheit die Verpflichtung des neuen Trainers Mike Bullard bekanntgeben. Man war sich einig, der Vertrag lag unterschriftsreif vor. Statt der Trainer-Verpflichtung verkündeten die Verantwortlichen in Essen jedoch das endgültige Aus der Moskitos, die bereits in der abgelaufenen Saison kurz vor dem Kollaps standen. «Einige hunderttausend Euro» beträgt laut Geschäftsführer Frank Dittmann der Fehlbetrag.
Die 2. Liga erlebte damit einen «schwarzen Dienstag» . Denn kurz vor den Moskitos hatten auch die Eisbären Regensburg eingeräumt, dass sie wegen Schulden von reichlich einer Million Euro den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenz-Verfahrens stellen müssen. «Zwei Insolvenzen an einem Tag – das ist erschreckend» , kommentierte Oliver Seeliger als Geschäftsführer des Liga-Dachverbandes ESBG die Hiobsbotschaften. Doch auch Seeliger steht derzeit massiv in der Kritik. Dem Geschäftsführer wird vorgeworfen, dass die ESBG bei der Prüfung der Lizenzierungsunterlagen den finanziellen Problemkindern nicht genau genug auf die Finger schauen würde. In der Tat haben die 2. Liga und auch Oberliga in den zurückliegenden Jahren durch diverse Pleiten immer wieder Negativschlagzeilen geschrieben. «So kann es nicht weitergehen. Ich hoffe, dass nun endlich ein Umdenken in der Liga einsetzt» , fordert Geschäftsführer Ralf Hantschke von den Lausitzer Füchsen.
Hantschke hat jetzt zumindest Planungssicherheit. Da sowohl Essen als auch Regensburg ihre Teilnahmeberechtigung an der 2. Liga verlieren, nehmen die abgestiegenen Füchse einen der beiden freiwerdenden Plätze ein. Zweiter Nachrücker wäre eigentlich Zweitliga-Schlusslicht Lands berg. Doch auch beim EVL ist die Zukunft nicht geklärt. Sollte Lands berg verzichten, käme ein Oberligist zum Zuge.
In Weißwasser sind derweil die Personalplanungen für die neue Saison angelaufen. Klar ist schon jetzt, dass es einen großen Umbruch geben wird. Mit Kapitän Martin Masak (nach Ravensburg), Toptorschütze Carsten Gosdeck, Alan Reader (beide Riessersee) und Peter Szabo stehen Leistungsträger der abgelaufenen Spielzeit nicht mehr zur Verfügung. Als einziger Neuer wurde bislang Sebastian Klenner verpflichtet. Von den einheimischen Leistungsträgern sollen André Mücke und Robert Bartlick gehalten werden. Von den Kontingentspielern ist Chanse Fitzpatrick kein Thema mehr. Mit Tuukka Pulliainen, Adam Drgon, Steve Crampton und Torhüter Nolan McDonald sind die Füchse laut Hantschke «in Kontakt» – mehr aber auch nicht. Da derzeit der osteuropäische Markt sondiert wird, sind auch hier Veränderungen wahrscheinlich. «Grundsätzlich liegt unser Augenmerk auf der Verteidigung. Hier waren wir zuletzt zu dünn besetzt» , betont Hantschke. (F. Noack)
"... fordert Geschäftsführer Ralf Hantschke von den Lausitzer Füchsen."--- Ja ist es denn schon so weit?Hat Ralle den RR abgelöst, der sich ja zurückziehen wollte?
2 | keeper | 17.04.2008 @ 08:33
"Grundsätzlich liegt unser Augenmerk auf der Verteidigung. Hier waren wir zuletzt zu dünn besetzt" , betont Hantschke. Und dann will man Bartlick auf jeden Fall behalten??? Nach seinen Leistungen in dieser und der Saison davor - einfach nicht nachvollziehbar. Seine Entwicklungskurve zeigte in den letzten Spielzeiten stetig nach unten. Ich hoffe bloß, dass der Vertrag bei ihm stark leistungsbezogen ist und er dann endlich mal in die Gänge kommt.
3 | Mannix | 17.04.2008 @ 08:34
oh nein, es wird wieder osteuropäischer im fuchsbau :o)
4 | Fredi | 17.04.2008 @ 09:24
@3 Das glaube ich nicht. Zumindest in Russland wird so viel Geld geboten, dass gute Spieler nicht zu haben sein werden.
5 | dynamo | 17.04.2008 @ 09:29
@2:Gehts noch was du hier für eine Sch... schreibst, Robert Bartlick ist nicht nur als Spieler ein super Typ, der zu uns paßt!!!
6 | Suppy | 17.04.2008 @ 09:47
über bartlick lässt sich streiten größter schwachpunkt letztes jahr war vogel
7 | keeper | 17.04.2008 @ 09:54
Als Spieler ein super Typ??? Nimm mal die rosarote Freundschaftsbrille ab. Rein sportlich kein Gewinn und komm jetzt bitte nicht mit den Play-downs. Eine Saison besteht nicht nur aus 7 Spielen. Er soll mal an die Tür der DEL geklopft haben - der Witz schlechthin. Trotz genügend Körper kein Körperspiel, zu langsam, keine Übersicht und auch kein Schuss - was will ich mit so einem Verteidiger?
8 | Taubentreter | 17.04.2008 @ 10:16
Macht euch um Ede mal keine Gedanken.... Es ist mal garnicht so sicher das er überhaupt bleiben will. Bei solch dummen Gelaber verständlich....(Meine Meinung)
Lasst euch überraschen!
9 | dynamo | 17.04.2008 @ 12:45
@8:Recht so, @7:du hast bestimmt auch keine Tore von ihm nach Schüssen gesehen, weiß nicht welche Farbe deine Brille hat.
10 | Fuchstino | 17.04.2008 @ 13:19
7 Robert hat ein sehr gutes stellungsspiel übersicht hat er auch und schießen kann er sowieso das einzige problem ist das er eine ganz schlechte saison gespielt hat so wie der größte teil der manschaft aber ihn deswegen gleich aussotieren na ich weiß ja nicht
11 | fanta | 17.04.2008 @ 15:55
das einzigste problem was ede hat ist, dass er seinen HAMMER viel zu selten auspackt.
12 | Jörg | 17.04.2008 @ 16:43
...und dass das Tor meist an der falschen Stelle steht... ;-))
13 | Fuechsefan-97 | 17.04.2008 @ 17:52
"Von den Kontingentspielern ist Chanse Fitzpatrick kein Thema mehr" Hat er schon nen Vertrag oder bekommt er aufgarkeinen fall einenß
@8:Warum sollte Ede denn nicht bleiben wollen?
14 | Eisheilige | 17.04.2008 @ 18:04
Ede, Fliege, Götze und auch die anderen jungen muss man einfach halten damit es auch eine Mannschaft mit Herz wird.... Diese Jungs sind einfach mit Herz dabei
15 | Messias | 17.04.2008 @ 18:12
@11 u. 12 ne Streuung wie ne Schrotflinte eben :-) ne mal im ernst ich würd es gut finden wenn er als Einheimischer bleibt.
16 | tanngrismir | 17.04.2008 @ 19:00
Ede hatte seine beste Saison an der Seite eines Lindmark. Danach gings stetig bergab. Aber das heißt ja nicht daß es nicht auch wieder bergauf gehen könnte, oder? In jedem Falle ist er ein sehr mannschaftsdienlicher Spieler, der sich auch gequält hat wenn es eigentlich nicht ging....von daher hat er ne Chance verdient.
17 | Suppy | 17.04.2008 @ 22:26
frize denk ich mal ist kein schlechter junge aber ich dek er braucht einfach einen mitspieler der ihn mit zucker pässen versogt und den hatten wir letztes jehr nicht ... sonst denk ich mal hätte er auch mehr getroffen
18 | thingslikehockey | 17.04.2008 @ 22:51
Finde es doch bissl komisch, dass keine Rede von Götz, Lehnigk und Ortolf ist.
19 | Odin | 18.04.2008 @ 07:04
@17, das hab ich genau umgekehrt in Erinnerung. War es nicht Fitze der oft Pässe gespielt hat, die keiner seiner Mitspieler erahnt hat?! Ist mir so zumindest mehrfach aufgefallen. An seinen Wutausbrüchen sollte er auch unbedingt noch feilen. So wie zu letzt hilft er der Mannschaft nicht weiter.
20 | dynamo | 18.04.2008 @ 10:02
Fitze war eindeutig unser schlechtester Ausländer, langsam, dadurch viele Fouls, Strafen, den muß man nicht haben
21 | Löwe1990 | 19.04.2008 @ 17:41
Herzlichen Glückwunsch zum Klassenerhalt......
22 | Taubentreter | 20.04.2008 @ 04:05
@13... ganz einfach! Die biologische Uhr tickt! Und wenn er nochmal richtig Geld verdienen will und sich noch weiter entwickeln dann muss er langsam mal gehn. Mit 35 ist das Hockeyleben vorbei....Zurück kann er immernoch kommen! Gruss TT!
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Es traf sich gut, dass die Moskitos Essen am Dienstagabend zu einer Pressekonferenz geladen hatten. Eigentlich wollten sie bei dieser Gelegenheit die Verpflichtung des neuen Trainers Mike Bullard bekanntgeben. Man war sich einig, der Vertrag lag unterschriftsreif vor. Statt der Trainer-Verpflichtung verkündeten die Verantwortlichen in Essen jedoch das endgültige Aus der Moskitos, die bereits in der abgelaufenen Saison kurz vor dem Kollaps standen. «Einige hunderttausend Euro» beträgt laut Geschäftsführer Frank Dittmann der Fehlbetrag.
Die 2. Liga erlebte damit einen «schwarzen Dienstag» . Denn kurz vor den Moskitos hatten auch die Eisbären Regensburg eingeräumt, dass sie wegen Schulden von reichlich einer Million Euro den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenz-Verfahrens stellen müssen. «Zwei Insolvenzen an einem Tag – das ist erschreckend» , kommentierte Oliver Seeliger als Geschäftsführer des Liga-Dachverbandes ESBG die Hiobsbotschaften. Doch auch Seeliger steht derzeit massiv in der Kritik. Dem Geschäftsführer wird vorgeworfen, dass die ESBG bei der Prüfung der Lizenzierungsunterlagen den finanziellen Problemkindern nicht genau genug auf die Finger schauen würde. In der Tat haben die 2. Liga und auch Oberliga in den zurückliegenden Jahren durch diverse Pleiten immer wieder Negativschlagzeilen geschrieben. «So kann es nicht weitergehen. Ich hoffe, dass nun endlich ein Umdenken in der Liga einsetzt» , fordert Geschäftsführer Ralf Hantschke von den Lausitzer Füchsen.
Hantschke hat jetzt zumindest Planungssicherheit. Da sowohl Essen als auch Regensburg ihre Teilnahmeberechtigung an der 2. Liga verlieren, nehmen die abgestiegenen Füchse einen der beiden freiwerdenden Plätze ein. Zweiter Nachrücker wäre eigentlich Zweitliga-Schlusslicht Lands berg. Doch auch beim EVL ist die Zukunft nicht geklärt. Sollte Lands berg verzichten, käme ein Oberligist zum Zuge.
In Weißwasser sind derweil die Personalplanungen für die neue Saison angelaufen. Klar ist schon jetzt, dass es einen großen Umbruch geben wird. Mit Kapitän Martin Masak (nach Ravensburg), Toptorschütze Carsten Gosdeck, Alan Reader (beide Riessersee) und Peter Szabo stehen Leistungsträger der abgelaufenen Spielzeit nicht mehr zur Verfügung. Als einziger Neuer wurde bislang Sebastian Klenner verpflichtet. Von den einheimischen Leistungsträgern sollen André Mücke und Robert Bartlick gehalten werden. Von den Kontingentspielern ist Chanse Fitzpatrick kein Thema mehr. Mit Tuukka Pulliainen, Adam Drgon, Steve Crampton und Torhüter Nolan McDonald sind die Füchse laut Hantschke «in Kontakt» – mehr aber auch nicht. Da derzeit der osteuropäische Markt sondiert wird, sind auch hier Veränderungen wahrscheinlich. «Grundsätzlich liegt unser Augenmerk auf der Verteidigung. Hier waren wir zuletzt zu dünn besetzt» , betont Hantschke.
(F. Noack)
Quelle: Lausitzer Rundschau vom 17. April 2008