Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Stimmungspendel schlägt für Eishallen-Neubau aus
24.05.2008 | 12:55 Uhr von
Weißwasseraner Wunschvariante würde zwölf Millionen kosten
Alles hängt an der Frage der Fördermittel. Sollte aber eine 75-prozentige Finanzierung über den europäischen Efre-Fonds möglich sein, dann will die Stadt Weißwasser einem Eishallen-Neubau den Vorzug geben. Das zumindest ist laut Oberbürgermeister Hartwig Rauh (parteilos) die Stimmungslage, wie sie nach den Vorberatungen und Variantenvergleichen im Bau- und Wirtschftsausschuss herrscht. Demnach ist eine Mischvariante, die teils in einem Neubau, teils in der Weiternutzung von sanierten Teilen des bisherigen Hauptgebäudes der Eishalle bestanden hätte, endgültig vom Tisch, weil sie wirtschaftlich am wenigsten sinnvoll erscheint. Auch die Variante einer grundhaften Sanierung der alten Eissporthalle komme im Augenblick nur als eine Notlösung für den Fall in Frage, dass Weißwasser nicht in ausreichender Höhe Fördermittel für den Neubau auftreiben kann, so Rauh. Zumal auch die Gesamtkosten einer Sanierung nach jetzigen Schätzungen immerhin neun Millionen Euro betragen würden.
Gemeinsam mit dem Architekten Professor Ralf-Rüdiger Sommer, der den Variantenvergleich angestellt hatte, sei man nach einer Anfangssumme von 17 Millionen Euro nun bei einer möglichen Kostenrechnung für einen Hallen-Neubau für eine Gesamtsumme von zwölf Millionen Euro angekommen. Angenehme, aber teure Extras wie Arztpraxen oder eine Sauna im Gebäudekomplex waren wieder gestrichen worden. Denn maximal drei Millionen Euro könne die Stadt als Eigenbeitrag für den Neubau einsetzen, betont Rauh. Der Rest müsse über Fördermittel gestemmt werden, weshalb im Augenblick nur Hoffnung auf den Efre-Fonds bleibt, denn allein der bietet eine 75-prozentige Förderung. Im Rahmen der Sportstättenförderung gebe es immerhin noch 60 Prozent, unklar sei hier allerdings, inwieweit die allein für die Zuschauer relevanten Aufwendungen wie Tribünen oder der Cateringbereich mit gefördert würden. Aus dem Förderprogramm «Soziale Stadt» könnten sich schließlich noch 40 Prozent der Kosten aquirieren lassen. Das reiche dann aber wirklich nur noch für die Sanierung, meint Rauh.
Vorbereitet hat die Stadt den Förderantrag für den Efre-Topf längst. Abschicken kann sie ihn aber erst, wenn das Land eine Förderrichtlinie für den neuen Förderzeitraum bis 2013 geschaffen hat. «Der Bote sitzt sozusagen mit laufendem Motor im Rathaus-Innenhof und wartet, dass er den Antrag abgeben darf» , sagt Rauh.
Die Zeit bis dahin will die Stadt nutzen, um die Planung für den Eissporthallenbau europaweit auszuschreiben. «Mit über hundert Angeboten werden wir da schon rechnen müssen» , meint Hartwig Rauh, der schätzt, dass die Auswahl des geeigneten Büros nach der Sommerpause erfolgen wird. In der Stadtratssitzung im November könne man möglicherweise schon einen ersten Entwurf und eine erste konkrete Kostenschätzung vorstellen, und dies dann auch öffentlich.

Hintergrund Drei gute Gründe
Für den Eishallen-Neubau sprechen laut OB Rauh drei gute Gründe:
1. der Vorteil der kompromisslosen Entfaltungsmöglichkeit , weil bei einem Neubau auf keine vorhandenen Bausubstanzen oder Nutzungen Rücksicht genommen werden muss
2. der Vorteil der Berechenbarkeit der Kosten , während der Zustand der Bausubstanz bei einer Sanierung unberechenbar ist und die Kosten schnell in die Höhe treiben kann
3. der Umstand, dass eine Hallen-Sanierung allein in der Sommerpause nicht zu schaffen ist, es aber kaum möglich wäre, eine Eishockey-Saison ausfallen zu lassen oder in Johnsdorf durchzuführen

Von Thoralf Schirmer

Quelle: Lausitzer Rundschau vom 24. Mai 2008
1194 mal gelesen
 
1 | Löwe1990 | 24.05.2008 @ 13:08
"Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung": Da wird man sicherlich auf Ziel 1 oder 2 beim Antrag plädieren. Naja, mal schauen ob das tatsächlich Erfolg hat und vorallem wie lange dieser ganze Vorgang andauern wird.
2 | Hoywoyfux | 24.05.2008 @ 13:49
Auch wenn es früher mal dicke Luft gab ... nachdem was ich hier lese : Glückwunsch WSW zu Eurem Bürgermeister.
3 | Hoywoyfux | 24.05.2008 @ 13:51
Achja, bitte nach den Gedankenpünkchen eine Pause setzen und den Satz, dann neu beginnen. Nicht dass da was falsch ankommt ;-)
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