Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Strauch auf den Spuren von Gosdeck
13.06.2008 | 07:20 Uhr von
Der Neuzugang der Lausitzer Füchse will zurück zu alter Leistungsstärke
Der Vergleich drängt sich natürlich auf. Denn beide sind in Köln geboren. Und beide haben das Eishockeyspielen in der Nachwuchsabteilung der Kölner Haie erlernt. Auch altersmäßig liegen Carsten Gosdeck (29 Jahre) und Patrick Strauch (28) nur unwesentlich auseinander. Sind die Kölner Jungs also ähnliche Typen? «Nein» , sagt Strauch. Er weist auf den wichtigsten Unterschied zwischen den beiden Außenstürmern hin. «Carsten sucht immer den direkten Weg zum Tor. Ich dagegen bin eher ein kämpferischer Typ, der für seine Mitspieler auflegt.» Und dennoch liegen gewisse Parallelen auf der Hand. Als Gosdeck nach einer unbefriedigenden Saison in Essen und Landsberg vor einem Jahr zu den Lausitzer Füchsen kam, wollte er in Weißwasser wieder an seine alte Leistungsstärke anknüpfen. Ein Vorhaben, das absolut aufging. Denn der inzwischen zum Zweitliga- Konkurrenten SC Riessersee gewechselte Stürmer gehörte zu den absoluten Leitfiguren und wurde von den Fans mit großem Abstand zum «Fuchs des Jahres» gewählt.
Einen ähnlichen Aufschwung hofft nun auch Patrick Strauch in der Lausitz zu erleben. Denn genau wie damals hinter Gosdeck liegt auch hinter ihm eine unbefriedigende Saison. Deshalb wurde sein Vertrag bei den Heilbronner Falken nicht verlängert.
Dabei galt Strauch in Heilbronn als absoluter Wunschspieler von Trainer Rico Rossi. Dennoch fühlte er sich dort «nicht fair behandelt» , weil vor allem die Förderlizenzspieler aus Mannheim den Vorzug erhielten. Bei Über- und Unterzahl saß Strauch meistens auf der Bank. Kein Wunder, dass der Füchse-Neuzugang in Weißwasser vor allem auf mehr Eiszeit hofft. «Ich möchte mich weiterentwickeln und Verantwortung für die Mannschaft übernehmen» , betont er.
Dass er in Weißwasser – genau wie damals Gosdeck – einen Neuanfang startet, sieht Strauch nicht als Karriereknick an. Sein Umfeld und auch Berufskollegen reagieren dagegen weniger euphorisch auf den Umzug in den Osten Deutschlands. Wie kannst du bloß nach Weißwasser gehen? Diese Frage wurde ihm zuletzt ziemlich oft gestellt. Nachvollziehen kann Strauch sie nicht. «Ich habe in meiner Karriere selten so gute Bedingungen für uns Spieler gesehen wie hier in Weißwasser. Es läuft alles sehr professionell ab. Auch das Sommer-Eistraining ist eine tolle Sache. Es gibt also keinerlei Ausreden für die kommende Saison.»
In der Spielzeit 2008/09 will Strauch dazu beitragen, dass die Füchse nicht zum dritten Mal in Folge in den nervenaufreibenden Play-downs um den Klassenerhalt zittern müssen. Als Ziel hat er ganz forsch schon mal das Erreichen der Pre-Play-offs ausgegeben, also mindestens Rang sieben. «Die Mischung aus Jung und Alt im Team stimmt. Sehr wichtig ist, dass jetzt auch die noch offenen Ausländerpositionen mit starken Leuten besetzt werden» , blickt Strauch voraus.
Denn wenn die Füchse gut drauf sind, dann dürfte auch der Stürmer in die Erfolgsspur zurückfinden. Und dann kann Patrick Strauch vielleicht doch noch eine Art zweiter Carsten Gosdeck in Weißwasser werden.

Zum Thema Neuer Modus

Mit Beginn der Saison 2008/09 gibt es wieder mal einige Änderungen im Austragungsmodus der 2. Liga.

Anzahl der Ausländer: Die Zahl der Kontingentspieler steigt von bisher fünf auf sechs.
Pre-Play-offs: Die Mannschaften auf den Tabellenplätzen sieben bis zehn ermitteln genau wie in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) zwei Teilnehmer für die Play-offs.
Abstiegsregelung: Da in der neuen Saison nur höchstens 13 Mannschaften an den Start gehen, ermitteln die Teams auf den Rängen elf bis 13 lediglich einen Absteiger. Gespielt wird nach dem Modus „Jeder gegen Jeden“. Jede Mannschaft spielt gegen die beiden anderen Teams je zwei Mal zuhause und auswärts. Insgesamt gib es also acht Abstiegsspiele. Die Ergebnisse werden in einer extra Tabelle zusammengefasst. Der Letztplatzierte steigt ab.
Förderlizenzen: Künftig muss sich ein Spieler vor Beginn der Play-offs oder der Abstiegsrunde entscheiden, ob er in der DEL spielt oder in der 2. Liga. Wenn er mit seiner Mannschaft dann ausscheidet, ist die Saison für ihn beendet. Er darf in dieser Saison nicht mehr für den anderen Klub auflaufen.
(Von Frank Noack)

Quelle: Lausitzer Rundschau vom 13. Juni. 2008
1285 mal gelesen
 
1 | cat | 13.06.2008 @ 08:04
Ich will ja nicht Schwarzsehen, aber sollte man es nicht sein lassen Spieler mit Spieler zu vergleichen? Hat nicht jeder seine eigene Persönlichkeit? Das angestrebte Saisonziel hatten wir in der letzten Saison auch schon und das mit einem Carsten Gosdeck, um noch einmal auf den Vergleich zurück zu kommen. Was ist daraus geworden? Die Mannschaft ist das Team und nicht ein einzelner, auch wenn er seine eigenen Pläne oder Vorstellungen hat. Schauen wir was daraus wird. Viel Glück Patrick.
2 | 3liter | 13.06.2008 @ 09:03
Vergeleichen kann man schon. Kann ja auch sein, dass man feststellt , dass die Spielertypen sehr unterschiedlich sind. Ist im Artikel ja schon gut rübergekommen. Hut ab von Strauchs Ehrlichkeit, was das Spielen im Osten angeht. Vielleicht öffnet das ja einigen verblendeten hier mal die Augen, mit welchen Problemen Trainer und Management bei der Spielerverflichtung zu kämpfen haben, die es so bei anderen Vereinen nicht gibt.
3 | Hoywoyfux | 13.06.2008 @ 09:40
neue Föli-regelung : Endlich wird eine Unwucht bekämpft. Leider nur im Ansatz, aber ein Anfang ...
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