Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
„Weg vom Image des Abstiegskampfs“
17.06.2008 | 23:58 Uhr von
Manager Hantschke: Dennoch kein wirtschaftliches Abenteuer
In den nächsten zwei Wochen sollen bei den Lausitzer Füchsen wichtige Personalentscheidungen fallen. Bis Ende Juni will Manager Hantschke die Centerpositionen der ersten und zweiten Reihe mit Kontingentspielern besetzt haben. Auch ein weiterer Verteidiger aus dem Ausland soll noch nach Weißwasser kommen. „Diese drei Personalien besitzen oberste Priorität“, betont Hantschke. Vor allem der erste Center spielt eine ganz wichtige Rolle in den Personalplanungen der Füchse. Gesucht wird ein echter Leader, der die jungen Leute im Team führen kann. Laut Hantschke ist man angesichts der Bedeutung dieser Position durchaus bereit, “für Weißwasseraner Verhältnisse viel Geld in die Hand zu nehmen“.
Dennoch gab es in den vergangenen Wochen einige Absagen, weil den ins Auge gefassten Kandidaten entweder die sportliche Perspektive der Füchse oder die territoriale Lage der Stadt nicht lukrativ genug erschien. Hantschke lässt sich dadurch in seinen Bemühungen jedoch nicht abschrecken. „Wir haben ein weit gefächertes Netz. Es sind noch genügend gute Spieler auf dem Markt. Allerdings werden wir jetzt nicht länger warten, sondern han-deln“, sagt der Manager. Außerdem gibt es noch zwei offene Planstellen im Sturm. Sie sollen mit einem jungen Mann und einem erfahrenen Profi besetzt werden.
Sehr froh ist Hantschke über die Einführung der Pre-Play-offs in der kommenden Saison, für die er sich auch persönlich stark gemacht hat. „Es kann nicht sein, dass für die Mannschaften auf den Plätzen neun und zehn die Saison schon Anfang März zu Ende ist. Die Modusänderung ist eine wirtschaftlich gute Lösung, denn der Verein muss die Spieler ja ohnehin bis Ende März bezahlen“, erklärt Hantschke.
Bei so viel Engagement für die Pre-Play-offs – ist diese Tabellenregion das Saisonziel der Füchse? Hantschke antwortet mit einem klaren „Ja“, denn: „Wir müssen wegkommen vom Image des ewigen Abstiegskampfes, auch wenn es angesichts der begrenzten Möglichkeiten nicht einfach wird, in der Tabelle einen Schritt nach oben zu machen. Aber ich habe das Gefühl, dass sich in den vergangenen Jahren eine gewisse Genügsamkeit breit gemacht hat. Wenn der Klassenerhalt geschafft wurde, war die Saison doch schon ein Erfolg. Aber das ist auf Dauer zu wenig“, sagt Hantschke. Trotz dieser anspruchsvollen Zielsetzung liegt für den Manager jedoch auch auf der Hand: Wirtschaftliche Abenteuer wird es mit den derzeit handelnden Personen im Fuchsbau nicht geben. Stattdessen soll mit dem Etat von 1,2 Millionen für die Saison 2008/09 das Maximale gemacht werden. „Wenn es sportlich nicht reicht, dann muss man eben absteigen und in der Oberliga einen neuen Anlauf nehmen. Wichtig ist, dass das Profi-Eishockey in Weißwasser nicht in Gefahr gerät“, betont Hantschke.

Frank Noack

Quelle: Printausgabe der Eishockey News vom 17.Juni 2008
1911 mal gelesen
 
1 | HeavensDJ | 18.06.2008 @ 01:27
Große Worte!
2 | elarenal | 18.06.2008 @ 08:24
Ich hoffe es folgen auch große Taten !!!!!!!!!!!!
3 | 3liter | 18.06.2008 @ 09:49
Hört sich vernünftig an. Auf Dauer wird aber Weißwasser dem ständigen Kampf gegen den Abstieg nicht entgehen könnnen. Für mehr sind die Voraussetzungen nicht ausreichend und ich wüsste auch keinen, der das nachhaltig ändern könnte. In guten Jahren werden wir um den Einzug in die Playoffs kämpfen, in normalen Jahren gegen den Abstieg. Quasi so wie die letzten 10 Jahre auch schon. Ich find das auch nicht schlimm, man darf froh sein, dass es überhaupt noch so hochklassiges Eishockey in WSW gibt.
4 | Locke | 18.06.2008 @ 11:08
das hört sich ja ganz so an als steve crampton nicht in wsw bleibt schade...........
5 | Aigars44 | 18.06.2008 @ 11:38
den kann man doch ruhig als 6.ausländer behalten! find erst mal einen deutschen außenstürmer der ihn ersetzen soll in der 1.reihe!?
6 | schlagschuss | 18.06.2008 @ 11:59
Sie wollen erstmal nur 5 holen und die sechste Stelle erstmal nicht besetzen.
7 | thingslikehockey | 18.06.2008 @ 13:45
Dann sollten die zwei ausl. Center aber auch Torjägerqualitäten besitzen, sonst wird's mit dem Tore schießen schwer. Bisher weiß ich nich, wer das übernehmen soll. Und ein erfahrener Stürmer ist gut und hilft auch ungemein, aber wie gesagt, Tore, Tore, Tore...
8 | fanta | 18.06.2008 @ 13:53
@6 sie wollen eventuell mit 5 ausländern an start gehen. ich denke das crampton bleibt er ist mit sicherheit nicht topverdiener und somit kann seine option gezogen werden.
9 | schlagschuss | 19.06.2008 @ 00:41
Hoffe auf Crampton aber ich höre davon bis jetzt nix in der Presse, das Szabo bleiben sollte wurde bekannt gegeben aber halt nix über Steve oder Pulli. Mal sehen..
10 | Hoywoyfux | 19.06.2008 @ 10:01
"Trotz dieser anspruchsvollen Zielsetzung liegt für den Manager jedoch auch auf der Hand: Wirtschaftliche Abenteuer wird es mit den derzeit handelnden Personen im Fuchsbau nicht geben." --> eine klare Lausitzer Realität und Vernunft. Das man diese Einsicht vor den Spielerträumen einiger anderer stellt, findet meine Anerkennung. Dennoch viel Erfolg und ein glückliches "Händ`schken" bei der Suche ...
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