Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Wir werden viele Teams überraschen
11.07.2008 | 06:27 Uhr von
Rückkehrer Chris Straube über seine Ziele mit den Lausitzer Füchsen
Nach einem kurzen Gastspiel in Nordamerika und bei den Heilbronner Falken kehrt Chris Straube zu den Lausitzer Füchsen zurück. Im RUNDSCHAU-Interview spricht der 34-jährige Routinier über seine Saisonziele und erklärt, warum Weißwasser für viele Überraschungen sorgen kann.

Chris Straube, die Füchse-Fans haben Ihre Verpflichtung geradezu euphorisch gefeiert. Ist es auch für Sie persönlich eine ganz besondere Rückkehr in den Fuchsbau?
Ja, auf jeden Fall. Ich freue mich riesig über die Reaktion der Fans. Sie zeigt mir, dass meine bisherige Arbeit in Weißwasser nicht so ganz schlecht gewesen sein kann. Dieser Zuspruch ist natürlich auch ein zusätzlicher Ansporn für mich.

Wie wichtig waren diese guten Erfahrungen aus der Vergangenheit für Ihre Zusage, erneut in Weißwasser Eishockey zu spielen?
Ich habe viele schöne Erinnerungen an die Füchse. Der Verein wird sehr professionell geführt, auch das Trainingsumfeld für uns Profis ist vorbildlich. Neben den tollen Fans, die in guten wie in schlechten Zeiten hinter der Mannschaft stehen, hat Thomas Popiesch natürlich ebenfalls eine wichtige Rolle gespielt. Er ist ein guter Trainer, mit dem ich gern zusammenarbeite.

Sie haben sich Ihren großen Traum erfüllt und in Nordamerika gespielt – allerdings nur zwei Monate. Chris, sind Sie enttäuscht, dass Sie sich dort nicht durchsetzen konnten?
Nein, denn es war trotzdem eine interessante und für mich persönlich sehr wichtige Zeit. Ich habe gesehen, wie Eishockey in Nordamerika funktioniert. Die vielen Reisen, häufige Spielertausche zwischen den Vereinen, die ganze Hektik – mein Respekt vor den Jungs dort drüben ist enorm gewachsen. Man kann zwar viel darüber lesen. Aber wenn man es selbst erlebt hat, ist es etwas ganz anderes.

Woran lag es konkret, dass Sie sich nicht durchsetzen konnten?
Das Hauptproblem war, dass ich wegen meiner über 400 DEL-Spiele hier in Deutschland als so genannter Veteran eingestuft wurde. Und pro Team sind in der 2. und 3. Liga nur vier dieser Veteranen zugelassen. Vielleicht hätte ich früher den Sprung nach Nordamerika wagen sollen. Ein weiteres Problem bestand darin, dass mein Team noch sehr jung war und viele Spieler gerade vom College kamen. Sie müssen also speziell in taktischer Hinsicht noch viel lernen. Dennoch bin ich dankbar dafür, dass ich diese Chance in Nordamerika bekommen habe.

Nun sind Sie zurück in Weißwasser. Wie schätzen Sie das neue Team ein?
Der Kader sieht sehr, sehr gut aus. Wir haben mehrere gestandene deutsche Spieler im Kader. Ein gewisses Fragezeichen steht immer hinter der Leistungsstärke der Ausländer. Ich hoffe, sie können sich schnell einfügen. Besonders gespannt bin ich auf unseren finnischen Neuzugang Mikko Rautee. Er spielt schon viele Jahre als Profi in einer Top-Liga, kennt sich also in dem Geschäft aus.

Glauben Sie, dass der aktuelle Kader stärker ist, als jene Mannschaft, die Sie im Oktober verlassen haben?
Ich glaube, ja. Wie gesagt, vor allem die deutschen Verpflichtungen stimmen mich sehr hoffnungsvoll. Mit Patrick Strauch habe ich ja zuletzt in Heilbronn zusammengespielt. Auch Sven Valenti war schon mein Mitspieler. Und Leute wie Ervin Masek und Sebastian Klenner sind ebenfalls sehr erfahrene Profis.

Sie sind zwar gelernter Stürmer, haben in der vergangenen Saison bei den Füchsen aber als Verteidiger gespielt. Wo sehen Sie Ihre Position in der neuen Saison?
Das entscheidet natürlich unser Trainer. Ich habe volles Vertrauen in Thomas Popiesch. Aber wenn ich ganz ehrlich bin: Ich würde am liebsten wieder als Stürmer spielen. Ich denke, dass der Trainer mich als Außenstürmer eingeplant hat.

Manager Ralf Hantschke hat die Pre-Play-offs, also die Ränge sieben bis zehn, als Saisonziel ausgegeben. Halten Sie dieses Ziel für realistisch?
Auf jeden Fall! Durch den Rückzug von Essen und Regensburg sind in diesem Sommer sehr viele Spieler auf dem Markt. Es gibt also bei fast allen Teams große personelle Veränderungen. Deshalb wird es noch mehr als sonst auf die richtige Chemie innerhalb der Mannschaft ankommen. Und ich glaube, diese Chemie stimmt bei uns. Viele Teams werden überrascht sein, wenn sie gegen uns spielen. Mein persönlicher Wunsch ist ein Play-off-Platz.

Zuletzt hatten Sie die Füchse während der laufenden Saison verlassen. Deshalb fragen sich viele Fans: Bleiben Sie diesmal bis zum Ende?
Ja, zu einhundert Prozent. Diese Saison ziehen wir von Anfang bis zum Ende gemeinsam durch.

Mit CHRIS STRAUBE
sprach Frank Noack

Quelle: Lausitzer Rundschau vom 11. Juli. 2008
2226 mal gelesen
 
1 | Ninocsas | 11.07.2008 @ 06:45
Schönes Interview! Vor allem auch der letzte Satz stimmt mich sehr optimistisch!
2 | JimPanse | 11.07.2008 @ 09:52
Auf dass die Chemie bei der ganzen Rasselbande stimmt!!! Von Anfang bis Ende...!
3 | neumi1972 | 11.07.2008 @ 10:51
Danke Chris. Dein Optimismus in des Eishockeygottes Ohr.Schön zu hören,daß Du uns bis Saisonende erhalten bleibst.
4 | dynamo | 11.07.2008 @ 11:48
Chris, wir nehmen dich beim Wort!!!
5 | Enteiser | 11.07.2008 @ 12:43
Manche werden es wohl nie begreifen....... Im Gegensatz zu Brezina und Hoffmann war bei Straube vor Beginn der letzten Saison klar, daß er gehen wird! Ungeachtet dessen begann erst nach seinem Weggang der bis zum Schluss anhaltende Abwärtstrend in der Tabelle..... Hoffentlich geht es jetzt mit ihm ebenso stetig aufwärts ;-)
6 | keeper | 11.07.2008 @ 15:12
So ist es Enteiser. Ich denke, der in der jüngsten Vergangenheit viel gescholtene Manager hat eine schlagkräftige Truppe zusammengestellt. Hinten bis auf MacDonald mit viel Erfahrung und vorn mit jugendlichem Elan gepaart mit ein paar ganz erfahrenen Häuptlingen. Bis jetzt stimmt die Mischung. Wir können zuversichtlich sein, aber das Träumen sollten wir vor Beginn der Runde nach den Erfahrungen aus den letzten Jahren lieber lassen. Dann dürfte es keine negativen Überraschungen mehr geben.
7 | Howy2008 | 11.07.2008 @ 19:24
Super Interwiev. Wie ich früher schon mal schrieb: Ein Signal an andere Spieler in Deutschland: "In Weißwasser existiert ein guter Verein, der es wert ist, finanziell oder geografisch besser dastehenden Vereinen die kalte Schulter zu zeigen.
8 | Taubentreter | 12.07.2008 @ 11:19
Paar schöne Worte von Chris. Ich denk auch das er vielleicht mal dran gedacht hat..."Wär ich mal lieber in WSW geblieben..." Dann wäre er hier (bei entsprechender Leistung) der Held gewesen. Jetzt zeigt er uns allen das er es wert is...Ich freu mir druff! Gruss TT!
9 | 3liter | 14.07.2008 @ 10:07
Nett. der ist Vollprofi der Mann, der weiß einfach, was er sagen muss (und was die Fans hören wollen :). Nja... gehört ja auch mit dazu. Und JA, ich will das auch hören ^^
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