Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Füchse-Manager ist mehr...
18.07.2008 | 15:35 Uhr von
...als ein Bootsmann auf der Scholle
Eishockey und Weißwasser gehören zusammen. Diese Erfahrung sammelte Ralf Hantschke oft im Leben: ob als Nachwuchskader, Stamm- und Nationalspieler oder „Steuermann“ der Lausitzer Füchse. Eishockey soll auf solide professionelle Beine gestellt werden. Als Aktiver lernte der Stürmer mit Siegen und Niederlagen umzugehen. Einst im Dynamo-Dress verhalf er seinem Team zu den letzten drei DDR-Meistertiteln. Auch in der Nachwendezeit machte Hantschke sportlich Nägel mit Köpfen. Stationen wie Landshut, Newcastel und Frankfurt Lions verhalfen dem einstigen Goalgetter zu Spielen in den höchsten Landesligen und zu einer schönen Zeit, die durch Ehrgeiz, Fleiß, Talent und Tatendrang zur Schule seines Lebens wurden. Neue Lebensetappe

Vor einem Jahr steiß Ralf Hantschke eine neue Tür auf. Er kam zurück nach Weißwasser, weil Trainer Thomas Popiesch seine Spiel-CD auf dem Autodach in Landshut nach einem Plausch mit ihm vergaß. Ralf rief im Februar 2007 in Weißwasser an, wo er sie hinsenden soll. Der Kontakt war schnell da, alte Erinnerungen aus gemeinsamer Zeit flammten auf und dem damaligen Versicherungsfachmann wurde vorgeschlagen, als Vereinsmanager in Weißwasser zu helfen. Gesagt, getan. Bereits 2007 war er für den Kader im Fuchsbau zuständig. Bittere Pille, dass es sportlich im brisanten Duell der 2. Eishockey-Bundesliga gegen Bremerhaven nicht reichte. Da wurde ihm klar, dass der Job keine Halbtagsbeschäftigung ist, alles abverlangt. Ehrgeiz, Wissen und Können stachelten Hantschke zusätzlich an. Mittlerweile rufen Spielerberater aus aller Welt bei ihm an. Doch selbst das war ein langer Prozess.

Anfragen aus aller Welt

„Ich dachte mir, dass alles einfacher und unkomplizierter geht. Doch es stimmt, das ,Gut Ding gut Weil‘ hat.“ Aus seiner aktiven Zeit kennt Ralf Hantschke noch Hinz und Kunz, die weiter halfen. Die Spreu ist vom Weizen getrennt. Hantschke kennt die Haken und Ösen seines verantwortungsvollen Jobs. Neue Wege, neue Ziele sind entscheidende Stichworte geworden. Das betrifft die mögliche Verpflichtung eines tschechischen Torwarttrainers sowie den Einsatz von zwei jungen Goalies. „Außerdem ist nicht in jedem Jahr ein so großer Mannschaftsumbruch nötig, doch uns blieb diesmal keine Alternative.“ Dem 43-jährigen Manager kamen in der Spielpause Insolvenzen mit daraus resultierendem Spielerüberangebot zugute. „Da wird schon von den Akteuren aufs Geld geschaut, doch am wichtigsten ist pünktliche Lohnzahlung. Das machen wir und können es unseren Spielern auch künftig versichern.“

Neue Fuchsbau-Philosophie

Mit neuen Zielen soll eine neue Identität und Philosophie in den Fuchsbau einziehen, der langfristig Profieishockey in Weißwasser erhält. „Obwohl wir den kleinsten Ligaetat haben, ist es eine große Herausforderung. Doch ich bin mir sicher, dass dieses Konzept trägt und bald erste Erfolge bringt“, sagt Hantschke optimistisch. Der Saisonbeginn naht. Die Vorfreude darauf auch. Nicht nur bei Fans, sondern auch bei Verantwortlichen um Ralf Hantschke. Gehofft wird auf einen homogenen, schlagkräftigen, unverwechselbaren Kader.

Erregt und enttäuscht verfolgte der Manager die Geschehnisse um den Eishallenneubau in Weißwasser. „Wir wollen hier den Sport langfristig und professionell erhalten. Mit dem Neubau würde Eishockey zum Rundum-Erlebnis. Nur zum Sport allein gehen die Leute längst nicht mehr. Signale über Ländergrenzen hinaus müssen wirken.“ Alles andere wäre Flickschusterei und würde nicht die gewünschte Dauerlösung bringen, ist sich Hantschke sicher.

Selbst Verhandlungen mit Sponsoren und Partner wären leichter, für die er sich ebenfalls einsetzt.

Quelle: Sächsische Zeitung
1114 mal gelesen
 
1 | Odin | 19.07.2008 @ 17:20
"...Nur zum Sport allein gehen die Leute längst nicht mehr. ..." Das red ich schon seit ewigen Zeiten. Mal sehen, ob diese Erkenntnis nur dem Hallenbau begründen soll, oder ob man auch bei den Spielen schon was davon zu spüren bekommt.
2 | Enteiser | 19.07.2008 @ 20:01
Wenn man die Blau-Gelbe Brille mal absetzt kann man sich schon fragen, warum der Steuerzahler in WSW eine Halle finanzieren sollte. Öffentliches Eislaufen, Schul- und Vereinssport sind in der jetzigen Halle doch gut möglich - oder?
3 | Turbotox | 20.07.2008 @ 00:27
Warum fragst Du? Des Rätsels Lösung deiner Frage, glaub ich ist, dein Name selbst... „Enteiser“.... Gegen Löcher in der Hose helfen Motten, denn Motten fressen Löcher.... In diesem Sinne, Sport frei!
4 | Stadtfuchs | 20.07.2008 @ 18:03
@2 Die Frage ist nicht ob, sondern wie lange noch. Hier sollte man keine blau-gelbe Brille absetzen sondern überhaupt eine mal aufsetzen. Die zweite Frage - ist es billiger langfristig in ein Faß ohne Boden zu buttern oder zu klotzen und ein in ein nachhaltig wirtschalftlich tragbares Objekt zu investieren.
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