Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Eishockey Nervenkitzel und weiche Knie
21.08.2008 | 15:17 Uhr von
Eishockeyfüchse mit Grenzerfahrung in Spremberg
Nicht auf den gewohnten eisigen Untergrund, sondern hoch hinaus ging es vorgestern für die Lausitzer Eishockeyfüchse. Trainer Thomas Popiesch hatte am Nachmittag eine ganz besondere Trainingseinheit für die Profis angesetzt. Für die Cracks ging es in den Hochseilgarten am Spremberger Stausee.
Bis zu 14 Meter recken sich Lärchenstämme in den Himmel. Was wie ein bizarres Holzkunstwerk aussieht, weckt schon bei den Eishockeyprofis Ehrfurcht hervor. «Das sieht ja hier ziemlich hoch aus. Von der Höhe hat man schon Respekt, aber wir suchen ja hier die Herausforderung» , blickt Robert Bartlick in die Höhe.
Nachdem Holger Köchel, Eigentümer der Firma «Prima-Abenteuer» die notwendigen Sicherheitsbestimmungen verkündet hat und jeder Eishockeyspieler die Sicherheitsgurte und die Helme angelegt hat, geht es nach den ersten Trockenübungen am Boden mit Hilfe der Hochseilgarten-Mitarbeiter Danny Belka und Christiane Schmogel hinauf. «Vorher müsst ihr aber eure Handys, die coolen Sonnenbrillen und eure Goldbarren ablegen» , lächelt Köchel.
«Ich fahre hier von Cottbus aus in Richtung Weißwasser immer vorbei und habe die Hinweisschilder entdeckt. Da sagte ich mir, solch ein Aufenthalt im Hochseilgarten wäre doch einmal eine gute Trainingseinheit, bei dem man unter anderem auch Teambildung üben und Grenzerfahrung sammeln kann» , erklärt Trainer Thomas Popiesch mit einem Lächeln im Gesicht.
Insgesamt sind 1500 Meter Stahlseil gespannt. «Hier gibt es mehr als 25 verschiedene Möglichkeiten zum Klettern, aber für die Füchse haben wir heute eine recht abgespeckte Variation ausgesucht» , meint Holger Köchel recht schelmisch. Über schwingende Seile und schmale Bretter zu balancieren, das ist auch für einen ausgefuchsten Profi wie Chris Straube eine neue Erfahrung. Er tritt an diesem Nachmittag auch als Dolmetscher in Aktion, schließlich hat er durch seinen Nordamerika-Einsatz die besten Sprachkenntnisse. Bei den Füchsen gibt es einige Spieler, die kaum ein Wort Deutsch verstehen. Klingende Namen wie «Tremor bridge» oder «Wild Woosey» verstehen aber auch Reagan Rome, Kenny Roche oder Shaun Sutter.
«Ihr seid gewöhnt, auf dem Eis zu stehen. Da ist es zwar recht glatt, aber man kann dort nicht so extrem in die Tiefe fallen wie hier» , warnt Köchel und fordert von den Profis Konzentration, Aufmerksamkeit und keinen Übermut.
Ein erstes Zweier-Team sind Robert Bartlick und Thomas Götz. Gemeinsam schieben sich die beiden Cracks Meter für Meter in die Höhe. «Ich gehe da nicht hoch, wenn schon Thomas Götz sagt, das das aber hoch ist, dann wird mir schon hier unten ganz mulmig» , doch Thomas Popiesch motiviert Patrick Strauch zum Klettern. Unter sich oft nur ein schmales Seil und zehn Meter Luft, über sich das Sicherungsseil, welches problemlos bis zu sechs Tonnen tragen kann. So mancher Eishockeyprofi bekommt da schon weiche Knie.
«Matze zieh noch etwas straffer, da hat jemand gezogen» , klingt es auf der einen Seite. Das wurde auf der anderen Seite missverstanden: «Was, der erste ist schon geflogen?» «Ihr dürft nur nicht nach unten sehen» , versucht der Trainer seinen Spielern Mut zu machen. Natürlich lässt es sich auch der Übungsleiter nicht nehmen und klettert mit seinen Spieler im Hochseilgarten. Stolz darauf, die ersten vermeintlich gefährlichen Wege hinter sich gebracht zu haben, helfen die ersten Lausitzer Füchse, die oben angekommen sind, ihren Kameraden, «Das nenne ich Mannschaftsgeist» , freut sich der Trainer über die Erledigung dieser ungewöhnlichen Übungseinheit, mit der das neue Weißwasseraner Eishockeyteam wachsen soll.

Von André Kurtas

Quelle: Lausitzer Rundschau vom 21. August. 2008
893 mal gelesen
 
1 | Mannix | 21.08.2008 @ 20:32
ich glaube nicht das chris straube seine englischkenntnisse aus seinem "nordamerikaeinsatz" hat sondern vielmehr daher das es seine muttersprache ist :o)
2 | Fuechsefan-97 | 22.08.2008 @ 09:32
@1: Darüber bin ich auch gestolpert! :)
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