Viele Erstligisten trotz zweier Siege in der ersten Runde schon raus / Ligenleiter Tripcke: Modus war Idee der Clubs
DEL-Profis und -Verantwortliche haben den neuen Modus im deutschen Eishockey-Pokal scharf kritisiert und eine erneute Revision gefordert. „Kinderkram. Ein eigenartiger, unlogischer Modus, der dem Zufall Tür und Tor öffnet“, schimpfte Nationalspieler Stefan Ustorf von den Berliner Eisbären. Der Pokal-Titelverteidiger und Meister gehört zu den fünf Erstligisten, die am Wochenende trotz zweier Siege in der ersten Cuprunde gescheitert waren. „Der Modus ist absurd. Es kann nicht sein, dass man mit maximaler Punktzahl ausscheidet“, sagte Kölns Manager Rodion Pauels entrüstet. „Für mich ist Pokal: Wenn man gewinnt, ist man weiter. Wenn man verliert, ist man raus.“ Je zwei DEL-Clubs mussten in Vierer-Gruppen zweimal auswärts bei unterklassigen Teams antreten, einen direkten Vergleich der Erstligisten gab es nicht. Am Ende entschied bei Punktgleichheit das Torverhältnis.
DEL-Ligenleiter Gernot Tripcke verweist darauf, dass „der Modus die Idee und der Beschluss der Clubs war. Es ist schon ein bisschen komisch, dass man alles gewinnt und trotzdem ausscheidet.“ Auf den ersten Blick sei das nicht schön, aber bei diesem Modus unvermeidlich. „Aber auf den zweiten Blick hat es auch seine Vorteile, da jedes Tor zählt, muss jedes Spiel mit vollem Einsatz bestritten werden. Sonst müsste man zum alten, jahrelang unerwünschten Modus zurückkehren“, sagte Tripcke. In den vergangenen Jahren wurde der Pokal stets in K.o.-Runden ausgetragen.
„Das war traurig für die Oberligisten, dass man sie abschießen musste, um weiterzukommen. Man muss sich über den Modus dringend unterhalten“, forderte Iserlohns Spieler Robert Hock, obwohl er mit den Roosters aufgrund der besseren Tordifferenz gegenüber den Nürnberg Ice Tigers im Viertelfinale steht. (dpa/jam)
DEL-Profis und -Verantwortliche haben den neuen Modus im deutschen Eishockey-Pokal scharf kritisiert und eine erneute Revision gefordert. „Kinderkram. Ein eigenartiger, unlogischer Modus, der dem Zufall Tür und Tor öffnet“, schimpfte Nationalspieler Stefan Ustorf von den Berliner Eisbären. Der Pokal-Titelverteidiger und Meister gehört zu den fünf Erstligisten, die am Wochenende trotz zweier Siege in der ersten Cuprunde gescheitert waren. „Der Modus ist absurd. Es kann nicht sein, dass man mit maximaler Punktzahl ausscheidet“, sagte Kölns Manager Rodion Pauels entrüstet. „Für mich ist Pokal: Wenn man gewinnt, ist man weiter. Wenn man verliert, ist man raus.“ Je zwei DEL-Clubs mussten in Vierer-Gruppen zweimal auswärts bei unterklassigen Teams antreten, einen direkten Vergleich der Erstligisten gab es nicht. Am Ende entschied bei Punktgleichheit das Torverhältnis.
DEL-Ligenleiter Gernot Tripcke verweist darauf, dass „der Modus die Idee und der Beschluss der Clubs war. Es ist schon ein bisschen komisch, dass man alles gewinnt und trotzdem ausscheidet.“ Auf den ersten Blick sei das nicht schön, aber bei diesem Modus unvermeidlich. „Aber auf den zweiten Blick hat es auch seine Vorteile, da jedes Tor zählt, muss jedes Spiel mit vollem Einsatz bestritten werden. Sonst müsste man zum alten, jahrelang unerwünschten Modus zurückkehren“, sagte Tripcke. In den vergangenen Jahren wurde der Pokal stets in K.o.-Runden ausgetragen.
„Das war traurig für die Oberligisten, dass man sie abschießen musste, um weiterzukommen. Man muss sich über den Modus dringend unterhalten“, forderte Iserlohns Spieler Robert Hock, obwohl er mit den Roosters aufgrund der besseren Tordifferenz gegenüber den Nürnberg Ice Tigers im Viertelfinale steht.
(dpa/jam)
Quelle: Lausitzer Rundschau vom 02. September. 2008