Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Wettlauf mit der Zeit
11.09.2008 | 07:05 Uhr von
Nach dem personellen Umbruch muss sich das neue Weißwasseraner Team möglichst schnell finden
Die Lausitzer Füchse stehen vor einer ganz besonderen Saison in der 2. Eishockey-Bundesliga: 21 Spieler gingen, 17 Neue kamen – ein personeller Umbruch, der beispiellos ist in der jüngeren Vereinsgeschichte des Traditionsclubs aus Weißwasser. Der Saisonstart wird also zum Wettlauf mit der Zeit. Das neue Team muss sich möglichst schnell finden. Morgen im Heimspiel gegen die Landshut Cannibals (Beginn um 19.30 Uhr) und am Sonntag bei den Wölfen Freiburg (18.30 Uhr) steht die neue Mannschaft das erste Mal auf dem Prüfstand. «Es ist keine leichte Aufgabe, 17 neue Spieler zu integrieren. Dafür reicht eine sechswöchige Vorbereitung normalerweise nicht aus» , sagt Manager Ralf Hantschke. Und Trainer Thomas Popiesch ergänzt: «Der Integrationsprozess ist mit dem Saisonstart nicht abgeschlossen. Es gibt noch genügend Arbeit. Wir müssen deshalb vor allem Geduld mit der Mannschaft haben.»
Dennoch bleibt nicht viel Zeit zum Anlaufnehmen. Denn die Füchse gehen mit einem ehrgeizigen Vorhaben in die neue Saison. Nach zwei aufregenden Jahren, als sie jeweils in der Play-down-Runde gegen den Abstieg kämpften, soll der Klassenerhalt diesmal vorzeitig gesichert werden. Voraussetzung dafür ist mindestens Rang zehn. «Das ist ein realistisches Ziel. Wenn wir von schwerwiegenden Verletzungen verschont bleiben, ist mir nicht bange. Die Mannschaft sollte stark genug sein, um diese Ziel zu erreichen» , erklärt Hantschke.

Mit 1,2 Millionen Euro hat sich das Gesamtbudget im Vergleich zum Vorjahr nicht grundlegend verändert. Die Füchse liegen damit im unteren Mittelfeld der 2. Liga. Viele Sponsoren sind dem Club treu geblieben. Neue Geldgeber zu finden, ist in der strukturschwachen Lausitz ungemein schwer.
In jedem Fall schwebt jede Menge Ungewissheit über dem Saisonstart. Denn die Vorbereitungsspiele lieferten nur bedingt Erkenntnisse über die Leistungsstärke des Teams, weil Weißwasser entweder gegen höher- oder unterklassige Kontrahenten testete. Duelle gegen deutsche Zweitligisten gab es nicht. Auch die Zusammensetzung der einzelnen Blöcke war selten so offen wie derzeit. «Manchmal dachte ich, wir hätten einen Block oder zumindest ein gut harmonierendes Duo gefunden. Aber im nächsten Spiel sah es dann schon wieder ganz anders aus» , beschreibt Popiesch das Experimentieren. Der Wettlauf gegen die Zeit hat also begonnen.

ZUM THEMA Füchse-Formcheck
+ Das Team ist flexibel besetzt. Mehrere Profis können in Abwehr und Angriff spielen.

+ Chris Straube ist nicht nur Führungsspieler, sondern Top-Torschütze der Vorbereitung.

– Angesichts von insgesamt 17 Neuzugängen mangelt es dem Team an der Harmonie.

– Trotz vieler Chancen fehlt bislang die Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor.
(VON FRANK NOACK)

Quelle: Lausitzer Rundschau vom 11. September. 2008
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