Zwei knappe Niederlagen zum Saisonstart – den Auftakt in die Spielzeit 2007/08 hatten sich die Lausitzer Füchse aus Weißwasser anders vorgestellt. Saison 2007/08? Hoppla, natürlich sind wir ein Jahr weiter! Dennoch erinnern die aktuellen Sorgen der Füchse stark an die Probleme in der vergangenen Saison. Trainer Thomas Popiesch und Manager Ralf Hantschke müssen sich in diesen Tagen fühlen wie der Schauspieler Bill Murray in dem Film "Und täglich grüßt das Murmeltier". Murray spielt einen TV-Wetteransager, der in einer Art Zeitschleife festhängt und deshalb Tag für Tag albtraumhaft immer wieder die gleichen Dinge durchlebt. Die Füchse kämpfen derzeit ebenfalls mit einer Art Murmeltier: Denn bereits nach zwei Spieltagen zeigt sich, dass die Mannschaft erneut mit ihren hinlänglich bekannten Problemen kämpft. Tabellenplatz: Nach den Niederlagen gegen Landshut (1:3) und in Freiburg (2:3) sind Weißwasser und Aufsteiger Dresden die einzigen Teams ohne Punktgewinn. Die Füchse stecken also schon wieder da, wo sie eigentlich nicht hinwollten: im Tabellenkeller. Abschlussschwäche: Sowohl gegen Landshut als auch in Freiburg gaben die Füchse rund 30 Minuten, also etwa die Hälfte der Spielzeit, klar den Ton an. Belohnt wurde sie dafür jedoch nicht. Sie gingen mit leeren Händen vom Eis – genau wie in vielen Spielen der vergangenen Saison. Das Hauptproblem ist die schwache Chancenverwertung. Die Füchse betreiben zwar einen großen Aufwand, erzielen aber nicht die entscheidenden Treffer. Seit dem Abschied von Robert Brezina fehlt dem Team ein echter Torjäger. Also ein Spieler, der auch aus keiner Chance mal ein Tor erzielt und damit für Entlastung sorgt. Personalkarussell: Im vergangenen Jahr packte der als Sturmführer eingeplante US-Boy Chris Chaput überraschend kurz vor dem Saisonstart aus familiären Gründen seine Koffer und hinterließ ein großes Loch in den Personalplanungen. Diesmal trennten sie die Füchse von dem Finnen Mikko Rautee. Auch er sollte eigentlich eine Schlüsselrolle in der Offensive einnehmen, blieb wegen gesundheitlicher Probleme aber weit unter den Erwartungen.
Die Blitz-Verpflichtung des Kanadiers Preston Mizzi soll mit dazu beitragen, dass die Füchse ihrem Murmeltier-Komplex den Kampf ansagen können. "Wir erhoffen uns durch seine Verpflichtung auch einen mentalen Schub. Die Mannschaft sieht, dass wir sofort Ersatz geholt haben und kein Wochenende verschenken wollen", sagt Manager Ralf Hantschke. Er holte den neuen Center gestern Nachmittag vom Flughafen Berlin-Tegel ab. Trainer Thomas Popiesch verlegte extra das Abendtraining nach hinten, damit Mizzi noch mit der Mannschaft auf das Eis gehen konnte.
Denn der Neuzugang soll bereits heute in der Auswärtspartie beim Tabellenführer Bietigheim Steelers (Beginn um 20 Uhr) erstmals das Trikot der Füchse tragen. In jedem Fall steht Weißwasser vor einem ganz schweren Wochenende. Denn zwei Tage nach dem Duell mit dem Spitzenreiter gastiert am Sonntag mit den Falken Heilbronn ein ebenfalls noch ungeschlagenes Team in Weißwasser (17 Uhr). "Wir müssen weiter hart arbeiten. Dann wird der Knoten platzen", ist Trainer Thomas Popiesch überzeugt. Und auch das Murmeltier würde dann nicht mehr täglich grüßen. (VON FRANK NOACK)
Mann Mann Mann. Es wird doch jetzt schon wieder geschrieben als wenn wir schon fast abgestiegen sind.Das nach 2 Spieltagen. Sollen die doch erst mal bis Weihnachten warten,dann werden wir sehen wo wir wirklich stehen.
2 | Scottie | 19.09.2008 @ 13:08
Ich geb dir recht! Genau das wollte ich auch grad sagen! Also Herr Noack schreibt ja an sich gut aber immer so dramatisch? Der hat sich das "Drama, Drama Baby" von Bruce zu ernst genohmen!!!
3 | HeavensDJ | 19.09.2008 @ 14:25
ich denke es geht mehr darum Parallelen zu sehen... die sind nunmal da und das könnt ihr auch nich abstreiten. Chancen und Kampf überwiegt, die gegner brauchen nur 4 chancen und machen 5 Tore..
darum geht es, nicht darum das alles verloren ist sondern noch zeit zum retten bleibt!
4 | Thorben | 19.09.2008 @ 19:32
@1 & 2: ohne solche "Dramatik", liest kein Mensch wieder den ein oder anderen Artikel in der Zeitung. Und ihr springt darauf an!
5 | neumi1972 | 20.09.2008 @ 12:25
@4 Achso,wenn irgendwo ein Flugzeug abstürzt, und es leider etliche Menschen sterben, dramatisieren die Zeitungen auch erstmal kräftig und schrauben die Opferzahl noch in die Höhe, sonst liest es keiner.Feiner Mann.............
6 | Koscho | 20.09.2008 @ 21:36
wenn sich nicht grundlegend was ändert dann können wir die punkte per fax schicken,und die fahrkosten sparen!ob 17mann integrieren oder nicht will es die mannschaft oder der trainer,hier ist der trainer die arme sau!alles haben wir schon 19 saisonen erlebt.Immer mit großen Maul vorraus und nichts dahinter!In diesem fuchsbau wird sich nichts mehr ändern in Quantität u. Qualität!Fazit dieses mal steigen wir sportlich ab ins niergendwo!
7 | dynamo | 21.09.2008 @ 09:32
@ 6: Nicht gleich alles schwarz malen, ändern muß sich natürlich etwas, noch ist die Saison jung. Trainer arme Sau? Meines Wissens war er erheblich bei der Zusammenstellung der neuen Mannschaft beteiligt und war vor der Saison sehr überzeugt, ein gutes Team mit Zweitligatauglichkeit besammen zu haben.
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Tabellenplatz: Nach den Niederlagen gegen Landshut (1:3) und in Freiburg (2:3) sind Weißwasser und Aufsteiger Dresden die einzigen Teams ohne Punktgewinn. Die Füchse stecken also schon wieder da, wo sie eigentlich nicht hinwollten: im Tabellenkeller.
Abschlussschwäche: Sowohl gegen Landshut als auch in Freiburg gaben die Füchse rund 30 Minuten, also etwa die Hälfte der Spielzeit, klar den Ton an. Belohnt wurde sie dafür jedoch nicht. Sie gingen mit leeren Händen vom Eis – genau wie in vielen Spielen der vergangenen Saison. Das Hauptproblem ist die schwache Chancenverwertung. Die Füchse betreiben zwar einen großen Aufwand, erzielen aber nicht die entscheidenden Treffer. Seit dem Abschied von Robert Brezina fehlt dem Team ein echter Torjäger. Also ein Spieler, der auch aus keiner Chance mal ein Tor erzielt und damit für Entlastung sorgt.
Personalkarussell: Im vergangenen Jahr packte der als Sturmführer eingeplante US-Boy Chris Chaput überraschend kurz vor dem Saisonstart aus familiären Gründen seine Koffer und hinterließ ein großes Loch in den Personalplanungen. Diesmal trennten sie die Füchse von dem Finnen Mikko Rautee. Auch er sollte eigentlich eine Schlüsselrolle in der Offensive einnehmen, blieb wegen gesundheitlicher Probleme aber weit unter den Erwartungen.
Die Blitz-Verpflichtung des Kanadiers Preston Mizzi soll mit dazu beitragen, dass die Füchse ihrem Murmeltier-Komplex den Kampf ansagen können. "Wir erhoffen uns durch seine Verpflichtung auch einen mentalen Schub. Die Mannschaft sieht, dass wir sofort Ersatz geholt haben und kein Wochenende verschenken wollen", sagt Manager Ralf Hantschke. Er holte den neuen Center gestern Nachmittag vom Flughafen Berlin-Tegel ab. Trainer Thomas Popiesch verlegte extra das Abendtraining nach hinten, damit Mizzi noch mit der Mannschaft auf das Eis gehen konnte.
Denn der Neuzugang soll bereits heute in der Auswärtspartie beim Tabellenführer Bietigheim Steelers (Beginn um 20 Uhr) erstmals das Trikot der Füchse tragen. In jedem Fall steht Weißwasser vor einem ganz schweren Wochenende. Denn zwei Tage nach dem Duell mit dem Spitzenreiter gastiert am Sonntag mit den Falken Heilbronn ein ebenfalls noch ungeschlagenes Team in Weißwasser (17 Uhr). "Wir müssen weiter hart arbeiten. Dann wird der Knoten platzen", ist Trainer Thomas Popiesch überzeugt. Und auch das Murmeltier würde dann nicht mehr täglich grüßen.
(VON FRANK NOACK)
Quelle: Lausitzer Rundschau vom 19. September 2008