Ryan MacDonald bleibt ohne Gegentor, Preston Mizzi trifft zweimal für die Gäste.
Gegen die vom Verletzungspech gebeutelten Bremerhavener waren die Gäste aus der Lausitz fast immer Herr der Lage. Lediglich Anfang des zweiten Drittels waren die Pinguins ein gleichwertiger Gegner, aber auch konditionell hatten sie dann wenig zuzusetzen, so dass Füchse-Goalie Ryan MacDonald ein Shoot-Out gelang.
Vom ersten Bully weg nahmen die Füchse das Heft in die Hand und beeindruckten Bremerhaven mit körperbetontem Spiel und Zug zum Tor. Besonders die Ausländer in Reihen der Weißwasseraner zeigten großartigen Sport – Zeugnis einer gelungenen Transferpolitik von Manager Ralf Hantschke. Die Füchse waren individuell klar besser aufgestellt und fuhren die drei Punkte in abgeklärter Manier in die Lausitz. Das heißt, nach dem Schreckmoment in der fünften Minute, als Lanier bei einem Break in Unterzahl fast das 1:0 für Bremerhaven erzielt hätte.
Gegenwehr ist schnell erstickt
Die nächste Überzahl spielten die Füchse konzentrierter und auch erfolgreich zu Ende, Reagan Rome brachte sie mit seinem Schlagschuss in Führung. Noch vor der Pause legte Preston Mizzi mit dem ersten seiner beiden Treffer nach, wieder fiel der Treffer in Überzahl. Im Alleingang war der Sommer-Neuzugang durch die Pinguin-Abwehr gerauscht und hatte seine Gegenspieler zu Statisten degradiert.
Nicht dass die Gastgeber sich nicht wehrten, die beste Gelegenheit hatte Sekera im Nachsetzen, gegen MacDonald (14.). Er scheiterte aber ebenso wie der Weißwasseraner Thomas Götz Sekunden vor der Pausensirene.
Bremerhaven stellte die Reihen um und kam sichtlich mit dem Willen aus der Kabine, das Spiel zu wenden. Aber die Bemühungen, die in der Schusschance von Musial (27.) gipfelten, wurden schnell erstickt, Mizzis zweites Tor zog dem Gastgeber den Zahn. Vorausgegangen war diesem ein schwerer Fehler von Martin Sekera.
Strafen sind ungleich verteilt
Selbst ein Penalty, den Bremerhaven wenig später zuerkannt bekam, half den Fischstädtern wenig. MacDonald parierte gegen Matthias Forster. Strauchs Gewaltschuss zum 0:4 brachte die Bremerhavener wieder zurück auf den Boden der Realität, die in dieser Verfassung nur Abstiegskampf heißen kann. Bemerkenswert schlägt sich das auch in der Bilanz der Strafen nieder. Vier Minuten plus dem Penalty bei den Füchsen stehen 17 Minuten (dazu die Disziplinarstrafe gegen Anderson) auf Gastgeberseite gegenüber. Und kein Pinguin schien in der Lage, das Ruder herumzureißen.
So konnten die Füchse die Partie relativ ruhig zu Ende spielen, gingen allerdings fahrlässig mit ihren Möglichkeiten, gerade in den zahlreichen Überzahlsituationen, um. Jubeln durften sie trotzdem noch einmal, als Kenny Roche sein Solo zum fünften Lausitzer Tor abschloss. Insgesamt ein hoch verdienter Auswärtssieg nach einer starken Mannschaftsleistung – allerdings sollte er gegen die stark ersatzgeschwächten Bremerhavener, die dazu kaum als Team aufgetreten sind, nicht zu hoch bewertet werden. Wenn am kommenden Sonntag, diesmal schon um 14 Uhr, die Dresdner Eislöwen im Fuchsbau gastieren, wird gewiss ein anderer Wind wehen. Aber der kleine Lauf sollte dann ein psychologischer Vorteil sein. Von Marcel Pochanke
Wirklich lesen kann man das nicht! Wird alles noch so hoch gelobt, aber wehe dem, wir verlieren 3-4 Spiele hintereinander!!!
3 | Matzl | 06.10.2008 @ 22:30
Kann mit solchen Beiträgen tausendmal besser leben als mit Berichten nach Niederlagen. Und Lobhudelei lese ich nicht heraus, insbesondere nicht im vorletzten Satz! Von mir aus kann so ein Bericht nach jedem Spiel dastehen, aber das wird leider nicht sein. Also genießen wir einfach!
4 | 3liter | 06.10.2008 @ 22:44
Manchmal denke ich, die Zeitungsschreiberlinge schreiben mit Absicht von einem Shootout, wenn ein Torhüter zu Null gespielt und von einem Shutout, wenn es mal wieder ins Penaltyschießen ging. @1 Ich konsterniere: Du hast vollkommen Recht, du hast es herausgeschrien ... ein sogenannter Shout-out. Durch diese Verwechslungen bin ich jetzt aber ganz schön konstatiert. Also bis zum nächsten Mal.
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Gegen die vom Verletzungspech gebeutelten Bremerhavener waren die Gäste aus der Lausitz fast immer Herr der Lage. Lediglich Anfang des zweiten Drittels waren die Pinguins ein gleichwertiger Gegner, aber auch konditionell hatten sie dann wenig zuzusetzen, so dass Füchse-Goalie Ryan MacDonald ein Shoot-Out gelang.
Vom ersten Bully weg nahmen die Füchse das Heft in die Hand und beeindruckten Bremerhaven mit körperbetontem Spiel und Zug zum Tor. Besonders die Ausländer in Reihen der Weißwasseraner zeigten großartigen Sport – Zeugnis einer gelungenen Transferpolitik von Manager Ralf Hantschke. Die Füchse waren individuell klar besser aufgestellt und fuhren die drei Punkte in abgeklärter Manier in die Lausitz. Das heißt, nach dem Schreckmoment in der fünften Minute, als Lanier bei einem Break in Unterzahl fast das 1:0 für Bremerhaven erzielt hätte.
Gegenwehr ist schnell erstickt
Die nächste Überzahl spielten die Füchse konzentrierter und auch erfolgreich zu Ende, Reagan Rome brachte sie mit seinem Schlagschuss in Führung. Noch vor der Pause legte Preston Mizzi mit dem ersten seiner beiden Treffer nach, wieder fiel der Treffer in Überzahl. Im Alleingang war der Sommer-Neuzugang durch die Pinguin-Abwehr gerauscht und hatte seine Gegenspieler zu Statisten degradiert.
Nicht dass die Gastgeber sich nicht wehrten, die beste Gelegenheit hatte Sekera im Nachsetzen, gegen MacDonald (14.). Er scheiterte aber ebenso wie der Weißwasseraner Thomas Götz Sekunden vor der Pausensirene.
Bremerhaven stellte die Reihen um und kam sichtlich mit dem Willen aus der Kabine, das Spiel zu wenden. Aber die Bemühungen, die in der Schusschance von Musial (27.) gipfelten, wurden schnell erstickt, Mizzis zweites Tor zog dem Gastgeber den Zahn. Vorausgegangen war diesem ein schwerer Fehler von Martin Sekera.
Strafen sind ungleich verteilt
Selbst ein Penalty, den Bremerhaven wenig später zuerkannt bekam, half den Fischstädtern wenig. MacDonald parierte gegen Matthias Forster. Strauchs Gewaltschuss zum 0:4 brachte die Bremerhavener wieder zurück auf den Boden der Realität, die in dieser Verfassung nur Abstiegskampf heißen kann. Bemerkenswert schlägt sich das auch in der Bilanz der Strafen nieder. Vier Minuten plus dem Penalty bei den Füchsen stehen 17 Minuten (dazu die Disziplinarstrafe gegen Anderson) auf Gastgeberseite gegenüber. Und kein Pinguin schien in der Lage, das Ruder herumzureißen.
So konnten die Füchse die Partie relativ ruhig zu Ende spielen, gingen allerdings fahrlässig mit ihren Möglichkeiten, gerade in den zahlreichen Überzahlsituationen, um. Jubeln durften sie trotzdem noch einmal, als Kenny Roche sein Solo zum fünften Lausitzer Tor abschloss. Insgesamt ein hoch verdienter Auswärtssieg nach einer starken Mannschaftsleistung – allerdings sollte er gegen die stark ersatzgeschwächten Bremerhavener, die dazu kaum als Team aufgetreten sind, nicht zu hoch bewertet werden. Wenn am kommenden Sonntag, diesmal schon um 14 Uhr, die Dresdner Eislöwen im Fuchsbau gastieren, wird gewiss ein anderer Wind wehen. Aber der kleine Lauf sollte dann ein psychologischer Vorteil sein.
Von Marcel Pochanke
Quelle: Sächsische Zeitung vom 06.10.08