Erstmals seit der dramatischen Playdown-Serie um den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga treffen die Lausitzer Füchse am Sonntag (14 Uhr) wieder auf die Eislöwen Dresden. Der Außenseiter zeigte damals lehrbuchhaft, was Willensstärke im Eishockey alles bewirken kann. Vor dem Wiedersehen wird deshalb im Fuchsbau der Geist der Playdowns 2007 beschworen. Natürlich könnte sich Füchse-Trainer Thomas Popiesch in diesen Tagen in eine der üblichen Floskeln flüchten, die in solchen Fällen gern verbreitet werden. Zum Beispiel, dass es ein Spiel wie jedes andere ist. Oder, dass doch auch nicht mehr Punkte als sonst vergeben werden, nämlich drei. Doch all diese Floskeln lassen sich vor einem Heimspiel gegen Dresden nicht wirklich glaubhaft verkaufen. "Derbys sind zwar immer reizvoll. Aber dieses Derby ist etwas ganz Besonderes. Dieses Gefühl wollen wir in dieser Woche auch den vielen neuen Spielern in unserem Team vermitteln", betont Popiesch.
Als Neuling im Trainer-Job führte er die Füchse damals sensationell zum Klassenerhalt gegen den scheinbar übermächtigen Gegner, der mit viel höheren Zielen in die Saison gegangenen war und sich dann plötzlich in den Playdowns gegen die Füchse wiederfand. "Dresden stand unter Druck, wir dagegen hatten nichts zu verlieren", blickt Popiesch zurück. Mit vier Erfolgen in den sechs Playdown-Spielen setzte sich Weißwasser durch (siehe Extratext).
Den Klassenerhalt nach einer verkorksten Saison ausgerechnet gegen die Eislöwen geschafft zu haben, war einer der größten Erfolge in der Vereinsgeschichte. "Diese Playdown-Serie hat gezeigt, dass im Sport alles möglich ist, wenn man an seine Fähigkeiten glaubt", beschreibt Popiesch die Lehre aus dem geschichtsträchtigen Duell, das die Beziehungen zwischen den beiden sächsischen Vereinen und vor allem deren Fans weiter abgekühlt hat. Auch wenn Dresden die sportliche Niederlage mit Anstand trug, sitzt der Stachel nach wie vor tief, ausgerechnet vom kleinen Nachbarn aus Weißwasser in die Drittklassigkeit geschickt worden zu sein. Zumal die Eislöwen deshalb die Premiere in der neuen Eishalle eine Klasse tiefer als geplant feiern mussten.
In sportlicher Hinsicht haben sich die Verhältnisse seitdem verschoben. Obwohl sich Füchse-Coach Popiesch vor dem Wiedersehen mit Dresden gegen die Rolle des Favoriten wehrt ("Für ein solches Urteil ist die Saison noch viel zu jung"), war das Selbstvertrauen in Weißwasser schon lange nicht mehr so groß wie im Moment. Durch den 5:0-Sieg in Bremerhaven kletterten die Füchse auf den vierten Platz. Dresden kassierte in den vergangenen zwei Partien insgesamt 16 Gegentreffer und ist Vorletzter.
Die Devise kann deshalb nur lauten, trotz des Selbstvertrauens den Kontrahenten nicht zu unterschätzen. Denn dann würden die Füchse genau den gleichen Fehler machen wie Dresden in den Playdowns 2007. (VON FRANK NOACK)
"der kleine nachbar"....was soll denn das heißen???
*kopfschüttel*
2 | HeavensDJ | 10.10.2008 @ 14:17
ich sag auch es geht in die hose am sonntag... aber ich liebe es bekanntlich unrecht zu behalten :)
3 | BraydonCox | 10.10.2008 @ 19:28
Herr Noack, bitte verschonen Sie uns mit ihren Eishockey-Artikeln und berichten absofort nur noch über Fußball...
4 | Senator | 10.10.2008 @ 20:55
@3 und Herrn Noack: also ich geniesse diese Artikel. Besonders dieser hier liess die Erinnerungen fein hochkommen. Ich finde, das die LR gut über unser Hockey berichtet. Sicher ist das subjektiv gesehen, aber ich überlasse es anderen, sich über kleine Rechtschreibfehler etc. aufzuregen.
Auf Morgen - Prost !
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Als Neuling im Trainer-Job führte er die Füchse damals sensationell zum Klassenerhalt gegen den scheinbar übermächtigen Gegner, der mit viel höheren Zielen in die Saison gegangenen war und sich dann plötzlich in den Playdowns gegen die Füchse wiederfand. "Dresden stand unter Druck, wir dagegen hatten nichts zu verlieren", blickt Popiesch zurück. Mit vier Erfolgen in den sechs Playdown-Spielen setzte sich Weißwasser durch (siehe Extratext).
Den Klassenerhalt nach einer verkorksten Saison ausgerechnet gegen die Eislöwen geschafft zu haben, war einer der größten Erfolge in der Vereinsgeschichte. "Diese Playdown-Serie hat gezeigt, dass im Sport alles möglich ist, wenn man an seine Fähigkeiten glaubt", beschreibt Popiesch die Lehre aus dem geschichtsträchtigen Duell, das die Beziehungen zwischen den beiden sächsischen Vereinen und vor allem deren Fans weiter abgekühlt hat. Auch wenn Dresden die sportliche Niederlage mit Anstand trug, sitzt der Stachel nach wie vor tief, ausgerechnet vom kleinen Nachbarn aus Weißwasser in die Drittklassigkeit geschickt worden zu sein. Zumal die Eislöwen deshalb die Premiere in der neuen Eishalle eine Klasse tiefer als geplant feiern mussten.
In sportlicher Hinsicht haben sich die Verhältnisse seitdem verschoben. Obwohl sich Füchse-Coach Popiesch vor dem Wiedersehen mit Dresden gegen die Rolle des Favoriten wehrt ("Für ein solches Urteil ist die Saison noch viel zu jung"), war das Selbstvertrauen in Weißwasser schon lange nicht mehr so groß wie im Moment. Durch den 5:0-Sieg in Bremerhaven kletterten die Füchse auf den vierten Platz. Dresden kassierte in den vergangenen zwei Partien insgesamt 16 Gegentreffer und ist Vorletzter.
Die Devise kann deshalb nur lauten, trotz des Selbstvertrauens den Kontrahenten nicht zu unterschätzen. Denn dann würden die Füchse genau den gleichen Fehler machen wie Dresden in den Playdowns 2007.
(VON FRANK NOACK)
Quelle: Lausitzer Rundschau vom 10. Oktober 2008